Forum: Wirtschaft
Zukunft der Euro-Krise: Die Gefahren des Jahres 2014

Was haben 1914 und 2014 gemeinsam? Leider recht viel. Die aktuelle Lage der Euro-Krise erinnert fatal an die Monate vor dem Ersten Weltkrieg. Angela Merkel hat das erkannt - und handelt trotzdem falsch.

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Mannfreed 25.12.2013, 11:54
1. Schein

Solange alles so scheint, als wäre alles in Ordnung, entsteht kein Druck zur Veränderung.

Und wenn dieser Druck entsteht, wird es zu spät sein.

Ich habe für 2014 ein ziemlich mieses Gefühl.

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panda 25.12.2013, 12:02
2.

Zitat von sysop
Wir lösen die Euro-Krise also weder über eine politische Integration, noch über Markt-Anpassungsmechanismen. Beide Seiten verlieren. Die Krise bleibt unbewältigt.
Da mag was dran sein.
Aber wie stellt sich Hr. Münchau die passende Lösung vor? Dies ist mir aus seinem Artikel nicht recht klar geworden. Lamentieren kann schließlich jeder, ich auch.
Vielleicht ist er ja ebenso schlau wie der Rest der Menschheit zu diesem Thema.

Bei aller Brisanz.
Mir ist deutlich lieber, dass Fr. Merkel auf Reformen und damit mehr Verantwortung in den relevanten Ländern besteht anstatt deren politische Unvernunft dort endlos treiben zu lassen und ganz Europa zum Einsturz bringt.
Sie darf sich keinesfalls einschüchtern lassen, auch wenn das Hitlerbärtchen auf Plakaten noch weiter wachsen wird.
Die beste Lösung die ich zwischenzeitlich sehe, wäre der Austritt von Griechenland & Co aus dem Währungsverbund. Dies wäre ein Stück gelebte Verantwortung.

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Baikal 25.12.2013, 12:02
3. Murksel hat etwas erkannt?

Ach geh, die arbeitet nur ihr vom ERT, Davos und Mafia Draghi aufgegebenes Programm ab, fein im Zusammenspiel mit Schäuble der - wenn überhaupt - nur eins erkannt hat: seine Chance trotz aller verpassten Gelegenheiten doch noch in die Geschichtsbücher einzugehen: wenn schon nicht als deutscher Kanzler, dann eben als europäischer Steuermann. Kein Mensch weiß, wie sich diese "Euro-Krise" lösen läßt und kann das auch nicht wissen da bei bei der Konstruktion des Euro-Bereichs die Krise eingebaut und als Vehikel von Sozialabbau und Disziplinierung des Arbeitsmarktes dient und dienen soll.

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Eddi Blanca 25.12.2013, 12:08
4. für eine Politische Union fehlt jede demokratische Legitimation

Die Anhänger der euro-föderalen Krisenanalyse sollten nicht ganz vergessen, dass es für eine "...übergeordneten staatlichen Einheit auf europäischer Ebene" bisher keine demokratische Legitimation gibt!
Demokratie und das Selbstbestimmungsrecht der Völker sind politische Grundwerte, die unbedingt respektiert werden müssen. Die politischen Eliten in Europa haben kein Recht, über die Köpfe ihrer Bürger hinweg Entscheidungen mit solcher Tragweite zu treffen. Das können nur die Bürger Europas selbst z.B. in einem Referendum!!!

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kabian 25.12.2013, 12:13
5. Der europäische Staat braucht viel zu lange

Schon längst hätte es einen europäischen Staat geben müssen. So halbherzig, nur auf die Stärkung der Wirtschaft ausgerichtet hat er keine Chance. Das Vertrauen ist dahin, die verwaltung viel zu schwerfällig. Die Bürger entäuscht. Zur Zeit sehe ich nichts, was für eine gemeinsame Zukunft in Europa spricht. Es deutet eher darauf hin, das Europa langfristig zerfällt und nur noch eine Art Hanse übrigbleibt. Europa wird wohl langfristig von Russland oder den USA geschluckt werden.

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j.c78. 25.12.2013, 12:16
6. Unseriös

Alleine aufgrund der Jahreszahl und einer Wirtschaftskriese die Situation mit 1914 zu vergleichen entbehrt jedweglicher Grundlage. Offensichtlich versucht Hr. M. seiner "alternativlosen" Vision durch drastische Schreckensvisionen Nachdruck zu verleihen. Niemand will eine deutsche Hegemonie - am wenigsten die Deutschen. Es ist jedoch schlichtweg unverschämt von Deutschland Hilfe zu fordern um das eigene, marode und häufig auch korrupte System am laufen zu halten ohne die offensichtlichen und unakzeptabeln Missstände anzugehen. Es ist mir unbegreiflich warum die enormen Privatvermögen in Italien, Spanien und Griechenland sakrosant zu sein scheinen. Fakt ist doch, dass weitergehende Hilfen oder auch der von M. so vehement geforderte Schuldenschnitt sichert in erster Linie die Inhabern großer Vermögen in den Kriesenstaaten Das ist aus meiner Sicht als Steuerzahler schlichtweg inakzeptabel. Auch erschließt sich mir nicht warum die Forderung nach einer Einbeziehung der großen Privatvermögen zu Staatssanierung oder der Aufbau einer effektiven Steuerbehörde nachrangig gegenüber weiterer Hilfe durch die Geberlander sein sollte.

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michibln 25.12.2013, 12:18
7. Herr Münchhausen prophezeit schon seit Jahren...

...den baldigen Untergang. Allein, er will und will nicht kommen. Na, vielleicht klappt es ja 2014 endlich. Auch eine Uhr die stehen geblieben ist, zeigt gelegentlich die richtige Zeit an.

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streitross2012 25.12.2013, 12:25
8. Ohne einen großen Knall geht es nicht

Die Währungsunion wird so oder so auseinanderfliegen, und auch Deutschland wird heftigst in Mitleidenschaft gezogen. Jedoch sind die schwächeren Mitglieder nur durch Rückkehr zu ihren alten Währungen in der Lage, ihre Länder durch die zwangsweise erfolgenden Abwertungen wieder konkurrenzfähig zu machen. Einen Schuldenschnitt benötigen wir nicht: Die Schulden können ohnehin nicht mehr zurückgezahlt werden! Daher: Je eher desto weniger schmerzvoll für alle!

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chilischweiz 25.12.2013, 12:31
9. Deutsch dominierter Unsinn

Eine Währungsunion verlangt, sich bei den Lohnstückkosten an den Effizientesten zu orientieren, wenn man keine Arbeitsplätze verlieren will. Die Möglichkeit der Abfederung mittels steigender Schulden ist zeitlich begrenzt. Das ist das 1x1 des Euro und hat nichts mit Deutscher Dominanz zu tun

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