Forum: Wirtschaft
Zukunft der Währungsunion: Deutschland droht den Euro zu sprengen

Jetzt vergesst mal Griechenland! Viel wichtiger ist es, das Überleben der Eurozone insgesamt zu sichern. Dazu gibt es zwei Wege - und das Scheitern der Währungsunion als dritte Option.

Seite 17 von 67
Lebonk 20.07.2015, 16:52
160.

Der EURO ist eine Fehlkonstruktion. Davor haben schon Viele vor der Einführung gewarnt. Bis dahin funktionierte das wirtschaftliche Leben tadellos. Jede Volkswirtschaft konnte die Instrumente Währungpolitik und Zinsen ihren Bedürfnissen anpassen.Der ECU als Währungsrechnungseinheit verhinderte große Verwerfungen durch Währungsschwankungen. War doch prima ! Jetzt mit aller Gewalt eine Einheitswährung aufrecht erhalten zu wollen, ist Wahnsinn. Wenn Deutschland so stark ist und andere sich daran nicht orientieren können, sollte es aus der Währungsunion austreten. Das wäre der sauberste Schritt. Nun wieder Murksorganisationen einrichten, die sich selbst verwalten und den einzelnen Staaten ihre Souveränität nehmen, verschlimmert die Lage noch. Eine Akzeptanz durch die Menschen in den einzelnen Staaten wird es kaum geben. Und die stolzen Franzosen, die so viel Wert auf ihre Souveränität legen, sollen die in den wesentlichen Bereichen Wirtschaft und Finanzen aufgeben ? Und das auch betreiben ? Da wittere ich Unrat ! Ziel ist, die deutsche Wirtschaft zu deckeln und noch mehr Geld der Nordländer in den reformunfähigen Süden zu schaufeln ! Dann lieber raus aus dem Euro und zurück zur funktionierenden EU in den Neuzigern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lemmy 20.07.2015, 16:53
161. Die vierte Variante

Die vierte Möglichkeit haben Sie vergessen, Herr Münchau: Deutschland tritt aus und führt die D-Mark wieder ein und zwar jetzt und nicht erst nach einem "Unfall". Dieser Tage wurde das schon von verschiedenen Experten durchgerechnet. Durchaus also kein Horror-Szenario, sondern durchaus sinnvoll.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schattenlinde 20.07.2015, 16:54
162.

Wohin es führt, wenn die Politik das Primat hat und die Wirtschaft steuert, hat der Untergang der DDR nachdrücklich bewiesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
orthonormalbürger 20.07.2015, 16:55
163. musste lachen

Toll Schulden für alle von uns bezahlt, Option 2 ist wohl der SUPER GAU dann bin ich weg hier aus Europa in den USA gibt es genug gut Jobs. Was soll denn das? Die andren sollen aufschließen, wir Deutschen können doch nicht noch mehr opfern. Da ist es mir lieber die Währungsunion aufzulösen als für irgendwelche Südländer dazustehen. Langfristig sollten wir eine Allianz mit den Skandinaviern und Österreich eingehen und vielleicht noch den Benelux ändern, alle anderen selbst Frankreich sollten erstmal aufholen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rieberger 20.07.2015, 16:55
164.

Zitat von immerfreundlich
Warum eigentlich? Wenn man Angst vorm bösen Deutschland hat, dann darf man nicht eine gemeinsame Währung mit uns bösen Deutschen haben. Die Bürger Deutschlands haben kein Interesse, hart verdientes Geld an irgendjemanden woanders abgeben zu müssen. Ergo, entweder man reduziert das "Zerren an deutschen Geldern" oder akzeptiert grössere deutsche "Macht". ...
Dieses "Entweder - Oder" ist genau der falsche Ansatz! Die Welt ist nicht schwarz-Weiß, sondern es dominieren die Grauwerte.
Übrigens kann ich Ihre Verärgerung verstehen: ich fühle mich und bin auch beleidigt, wenn man mich als Nazi tituliert für die Untaten der Großvätergeneration.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rolf.scheid.bonn 20.07.2015, 16:55
165. Es gibt noch eine 4. Variante

Die Länder, die das deutsche Modell übernommen haben oder auf gutem Weg da hin sind und entsprechende Anstrengungen unternehmen, bleiben im Euro. Die anderen schwachen Länder treten aus. Etwa Italien, ggf. auch Frankreich. Ganz einfach. Mehr Europa wie in Variante 1 vorgeschlagen, hat sich leider nicht bewährt. Obwohl ich früher auch für Variante 1 gewesen wäre, muss ich heute einsehen, dass der Euro zusammen mit den schwachen Ländern nicht richtig funktioniert. Daher sollten diese austreten, wenn sie den deutschen Kurs der Stabilität nicht mitmachen wollen. Schließlich war die Währungsunion ja auch als Union für eine stabile Währung konzipiert worden und diese Verträge gelten schließlich immer noch. Dass die Schwachen dies nun umkehren wollen, ist aus deren Sicht verständlich, aber aus unserer Warte ist es nicht akzeptabel. Man hatte den Deutschen eine Hartwährung versprochen, und keine Weichwährung. Dabei muss es bleiben, und Variante 1 wäre Betrug am deutschen Wähler!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karl.kunze76 20.07.2015, 16:56
166. 4. Variante

Die 4. realistische Variante hat Herr Muenchau vergessen: Deutschland steigt aus dem Euro aus! Diese Variante wuerde ebenfalls Vorteile bieten. Sowohl fuer Deutschland als auch fuer den Rest der Eurozone.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KlausKram 20.07.2015, 16:57
167.

Zitat von rolli
Wir erleben einen Wahnsinn, der so aussieht, dass ein winziges Land sich überall Rohstoffe zusammenkauft, und damit die Werkstatt der Welt sein zu wollen. Und durch unvorstellbar hohe Subventionen wird das aufrechterhalten. Schröders Agends 2010 hat diesen Zustand gefestigt und nun zur Geisel Europas gemacht. So wird weder Europa noch Deutschland lange weitermachen können. Die Schröder'sche Agenda Politik war genau konträr zu dem, was gemacht hätte werden müssen. Löhne rauf, keine Hochschulreform und die Unternehmen, die dann aus D. weggehen wollten, gehen lassen. Deutschland hätte damals zum Ingenieurswissenslieferant, zum Ingenieurs-think-tank der Welt werden können. Stattdessen haben wir nun privatisierte Leichen, die nicht mal schnelles Internet hinkriegen, und ein übermächtige Wirtschaft, die zunehmend Deutschland mehr und mehr beherrscht, und Hochschulabgänger, die im Grunde keine Wirtschaft braucht und aus deren Leistungen keine Patente mehr entspringen. rolli
Abgesehen davon, dass dieses Schröder-bashing zwar lustig, aber nicht zielführend (die Mutti hat den gleichen Kurs weitergefahren..also nicht nur der böse Schröder) ist, ist Ihre Analyse zwar halb-richtig aber zu kurz gesprungen. Nicht alle studieren Maschinenbau, und trotzdem haben wir eine relativ breite Basis an Studenten die MINT Fächer belegen. Das es nicht mehr wie in den 90ern ist, wo MINT-Fach = guter Job nach dem Studium bedeutet, ist nicht tragisch, sondern normal. In Indien werden Ingenieure am laufenden Band produziert, die für ein Drittel des Lohns arbeiten. Das ist hart, aber nicht Schuld der deutschen Politik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jomanpeterson 20.07.2015, 16:57
168. Endlich wird das Problem angesprochen - DE ist das Problem

Für alle, die das nicht glauben:

https://www.youtube.com/watch?v=guVuUZZFPpQ

Heiner Flassbeck erklärt, wieso DE das Hauptproblem ist. DE hat zu tiefe Löhne und betreibt damit Lohndumping und exportiert die Arbeitslosigkeit. Damit DE weiter so wächst wie bisher, müssen die anderen Länder 200 Milliarden Schulden pro Jahr machen... Das kann in einer Währungsunion nicht gut gehen. Entweder das wird baldmöglichst erkannt und korrigiert oder es führt zu massiven Unruhen in ganz Europa.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KlausKram 20.07.2015, 16:58
169.

Zitat von rieberger
Das wird deshalb nicht geschehen, weil die vom Volk gewählten Volksvertreter diesem ihrem Volk zutiefst mißtrauen. Und manchmal stelle ich mit Schaudern fest, daß dieses Mißtrauen durchaus begründet ist.
Depends. In Sachen Integration und Toleranz, gebe ich Ihnen Recht. In Sachen Wirtschafts- und Fiskalpolitik muss ich Ihnen deutlich widersprechen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 17 von 67