Forum: Wirtschaft
Zukunft Europas: Warum jetzt ständig Krise herrscht
AFP

Eurokrise, Ukrainekrise, Flüchtlingskrise - die Politik ist gefangen in einer Abfolge von Ausnahmezuständen. Zufall ist das nicht: Die großen Probleme Europas hängen miteinander zusammen.

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lajtorja 12.10.2015, 07:38
30. Die gemeinsame Quelle

Aus welcher Richtung hat die Wirtschaftskrise Europa getroffen? Welches Land hat die Majdan- Revolution so großzügig unterstützt? Welches Land hat nach Nahost und Nord-Afrika "liberale Demokratie" exportiert?
Bloß keine Verschwörungstheorie...
Open Society Foundation, "no border, no nation", die Maschinerie rollt...

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jeanlucng 12.10.2015, 07:40
31. DIe USA als Vorbild?

"Die hohe Verschuldung der Unternehmen und der Bürger wiederum, die sich auch dort in den Boomjahren aufgebaut hatte, haben die USA inzwischen teilweise abgebaut. Hunderte Banken wurden dichtgemacht. Die Resultate sind beeindruckend: Die US-Wirtschaft wächst wieder ordentlich, die Arbeitslosenquote hat sich halbiert."

Es ist ja gut und richtig, dass wenigstens einige Banken geschlossen wurden, aber wenn es der US-Wirtschaft so toll geht, wieso spekuliert man dann dort mittlerweile eher ueber QE4 statt Zinsanhebung? Die Gesamtverschuldung der USA belaeuft sich nach einer aktuellen Korrektur auf 350% des BIP. Wohin der besinnungslose Keynesianimus fuehrt laesst sich auch prima in Japan bewundern. Dort druckt man das Geld seit vielen JAhren noch schneller als in den USA und die Wirtschaft liegt trotzdem darnieder.

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lutzhunger 12.10.2015, 07:42
32. Fortsetzung eines Problems

Die Wurzel aller Probleme ist die Bankenkrise. Da es alle Systemrelevante Banken waren hat man zu viel Geld in die Banken gesteckt.
Folge die Schulden schossen in die Höhe, es fehlte Geld für die Wirtschaft, was man durch eine Umverteilung von unten nach Oben ausgeglichen hat, was zu sozialen Problemen geführt hat, gleichzeitig aht man an der Osterweiterung der EU und NATO weiter gearbeitet, obwohl die finanziellen Mittel gar nicht da waren. Und die Syrienflüchtlinge kamen, weil das Geld für die Flüchtlingslager vor Ort fehlten. Wir schlittern von einer Krise in die Nächste, weil wir die Bankenblase nur halbherzig gelöst haben....

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galbraith-leser 12.10.2015, 07:43
33. Nur teilweise richtig

Auch mit Geld würde sich die Frage stellen, warum Europa sich kulturell durch die Aufnahme von Afrikanern und Arabern massiv verändern sollte - von verbessern kann in diesem Zusammenhang nicht die Rede sein, wenn man bedenkt, welche Zustände in den jeweiligen Regionen politisch, wirtschaftlich und sozial herrschen. Man bekommt Afrikaner und Araber vielleicht nach Europa, aber Afrika und Arabien als Mentalität nicht aus den Menschen. Wer mal durch entsprechende Länder gereist ist, weiß wie ich das meine: Korruption, Schmutz, Lethargie und Fatalismus sind Geisteszustände. Es reicht nicht zu sagen „Wir schaffen das“ - besser wäre es, die Kanzlerin würde den hier Ankommenden zurufen: Ihr müsst es schaffen! So wie einst den Einwanderern in den USA. Die wurden auch nicht mit offenen Armen empfangen, sondern mussten sich um ihren Lebensunterhalt kümmern und es aus eigener Kraft schaffen.

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Leser1000 12.10.2015, 07:53
34. EU - Kristallisationspunkt

Nicht (nur) Europa hat ein Problem. Dass ein oder andere mag hausgemacht sein. Aber m.E. ist es viel bedrohlicher. Die Welt ist aus den Fugen. Kaum jemand hält sich noch an irgendwelche (humanen) Regeln. IS, Boko Harram, andere Islamisten, auch ein Grund - mag es weitere geben - weshalb der Nahe Osten, Afghanistan, Somalia, Mali u.s.w. zusammenbrechen, dann Putin, der sich erstmalig nach dem WK II in Europa fremdes Territorium militärisch angeeignet hat, Erdo ebenfalls mit Machtwahn ausgestattet (Folgen - dezeit m.E. noch gar nicht bsehbar) und im Pazifik baut nicht zuletzt eine weitere Großmacht künstliche Inseln aus "Naturschutzgründen". Den Israel- Palästina Konflikt nicht zu vergessen. Auch den Westen mag eine Mitschuld treffen, weil er die Situation in Nahost falsch eingeschätzt hat (und evtl. eine ungerechte Weltwirtschaftsordnung befördert?) . Europa hat m.E. die ganzen Probleme im Ergebnis nur untergeordnet ausgelöst, da sich aber vieles an unseren Grenzen abspielt müssen wir nun die "Suppe" auslöffeln". Trotz aller Differenzen hat sich die EU bisher bei aller Unterschiedlichkeit immer wieder zusammengerauft. Griechenland, fallender EURO; war da was (zugegeben es ist nicht alles ausgestanden)?
Aber eines ist sicher richtig, wenn noch viel mehr auf die EU zurollen sollte könnte das Fass irgendwann überlaufen und alle könnten in Panik wegrennen in "die Selbständigkeit) - nach dem Motto rette sich wer kann- nur besser da bin ich mir sicher -wird es dann nicht werden; vielmehr werden die alten Egoismen wieer aufbrechen.
Fazit: In Europa, d.h. in der EU kristallisieren sich die Probleme "nur".

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knuka 12.10.2015, 07:56
35. Sich vermehrende Krisen ...

sind vielmehr das Kennzeichen jeder Endphase eines kapitalistischen Lebenszyklus.

Der Kapitalismus taugt nur in seiner ersten Lebenshälfte etwas, es wird Zeit, dass die Menschheit das endlich einmal begreift.

Die totale Vermögensakkumulation löst sich entweder in einer extrem tödlichen Eskalation der Krisen wieder auf oder die finale Krisensituation erstarrt in planwirtschaftlich feudalen Terrordiktaturen.

Eine gesteuerte, einmalige Vermögensumverteilung von den Reichsten auf die Massen bei ansonstiger Beibehaltung des Systems, ist die einzige wirkliche Lösungsmöglichkeit. Die fruchtbare erste Lebenshälfte des Kapitalismus würde dann schnell ein neues goldenes Zeitalter über Jahrzehnte bringen und die Kraft alle Krisen zu meistern.

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martinbabenhausen 12.10.2015, 07:57
36. Im Nebel hängt alles zusammen.

Und tatsächlich gibt es auch viele Krisen-Wechselwirkungen. Dennoch lassen sich 2 große Ursachen erkennen. Erstens das zinsversklavte Geldsystem. Daraus resultuieren Wachstumszwang und Globalisierungsdruck mit all ihren zerstörerischen Folgen. Zweitens unser "aufgeklärtes" Menschenbild. Daraus resultieren der anmaßende Wahn alle Menschen seien gleich und zum Guten formbar, und vollkommene Gerechtigkeit sei machbar. Die Wechselwirkung besteht nun darin, daß das globalisierungstreibende Geld-Wirtschaftsinteresse die scheinhumane Multi-"Kultur" vor ihren Karren spannt. Und die Vertreter der Menschengleichmacherei ihre Ziele durch die Globalisierung gefördert sehen. Wir müssen wieder die Füße auf den Boden bekommen, und erkennen, daß der wesentliche Motor des Menschen die Idetität und kulturelle Zugehörigkeit ist, und die daraus entstehende Sehnsucht nach Homogenität ihre eigene Dynamik hat. Und wir müssen das unnatürliche Geldsystem vom zinsbedingten Wachstumszwang befreien. Beides ist dringend nötig.

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paulaschwarz 12.10.2015, 08:09
37. Aus den ungelösten Problemen von gestern wachsen die Krisen von morgen

Solange immer die gleichen, unfähigen, Leute am System EU rumwerkeln kann sich nichts ändern.
Jeder ist auf sich und seine Klientel bedacht- keiner guckt über den Tellerrand.
Die EU ist in den letzten 25 Jahren viel zu schnell gewachsen. Dabei wurden die Menschen vergessen. Deutliches Beispiel hierfür ist "die Verteilung von 160.000 Flüchtlingen".
Kaltes technokratisches Verständnis für Menschen.
Statt vorhersehende Politik zur Verhinderung dieser Flüchtlingsströme bestimmt ein 'abwarten' und ein reagieren statt ein agieren.
Ein "wir schaffen das" (was? ) ohne Plan...
Ergebnis ist, das immer mehr Menshen diese wurschteln ablehnen und sich im nationalen Denken, statt im europäischem Gemeinsinn wiederfinden.

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piccolo-mini 12.10.2015, 08:09
38. Sie sagen es, Herr Müller

Alles Folgen kapitalistischen Gewinnstrebens, bei dem die Schraube schon so weit überdreht ist, dass keine Wohlstandsgewinne mehr für die unteren 80% möglich sind.

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woidl 12.10.2015, 08:14
39. Berlin hat viele Chancen verpasst

Genau richtig:
Bankenrettung war schon falsch. Danach keine Konsequenzen daraus.
Griechenlandrettung, auch falsch. Hätte man einfach Bankrott gehen lassen sollen.
Migrantenrettung ohne Obergrenze, auch falsch. Da hilft nur helfen vor Ort und ein Einwanderungsgesetz. Und zwar BEVOR alle kommen. Warnungen gab es zuhauf.
Energiewende auch falsch. Weder notwendig noch irgendwie sinnvoll gestaltet.
Was soll's. Politik ist zu einer Inzuchtveranstaltung verkommen wie der Adel früher. Kompetenz ist nicht mehr nötig. Die Wähler und meist auch die Journalisten sind zufrieden, wenn Ihnen der Politiker ein "gutes Gefühl" vermittelt. Kann man sich nur och kopfschüttelnd ansehen oder ganz ausblenden.

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