Forum: Wirtschaft
Zukunftsbericht: Die verquere Logik des Club of Rome
DPA

Der Club of Rome fordert, Frauen zu bestechen, damit sie weniger Kinder bekommen. Was für ein Unsinn.

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vox veritas 14.09.2016, 22:32
1.

Der Artikel ist in einem Aspekt genauso unsinnig. Man könnte vielleicht 10 Milliarden Menschen ernähren, aber der Mensch sinnt nach Sinn stiftenden Aufgaben - also einem Lebenszweck. Oftmals findet der Mensch einen Sinn und auch Identität in Arbeit. W
as sollen denn 10 Mill. Menschen machen, wenn Arbeit von immer weniger Menschen und immer mehr Maschinen erledigt wird?
Es können ja nicht alle Künstler, Schriftsteller oder ähnliches werden.

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bawo 14.09.2016, 22:34
2. Recht hat der Club

Ja, es sind zu viele Menschen auf diesem Planeten. Wenn dem nicht so wäre, frage ich mich warum tagtäglich um Ressourcen gekämpft wird, Menschen verhungern und verdursten und Millionen Leute auf der Flucht sind.
Nein, Herr Fratzscher, ich stimme Ihnen nicht zu, dass es angeblich irrelevant fürs Kinder bekommen ist wieviel Geld zur Verfügung steht. Sehr viele Menschen kalkulieren diesbezüglich mit diesem. Da geht es nicht allein um die Kinderbetreuung, sondern um das Geld, welches überhaupt noch da ist.

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nic 14.09.2016, 22:34
3. Seit 44 Jahren werden die Thesen des Club of Rome widerlegt

Nein, sie werden lediglich übertüncht.

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Marut 14.09.2016, 22:43
4. Mut zur veränderten Sichtweisen

Die Kritik an den Thesen des Club of Rome zeigt nur, dass der Autor und all die anderen Kritiker daran, den Inhalt auf die Zukunft bezogen nicht verstehen oder Angst vor den Konsequenzen haben. Der Verweis auf zurückliegende Erfolge hilft hier wenig, denn der vermeintliche Erfolg in zurückliegenden Zeiten hat keine Ewigkeitsgarantie. Es ist viel wahrscheinlicher, dass es in naher Zukunft zu einem Kollaps in die entgegen gerichtete Richtung kommt und alle wundern sich, weil doch bisher alles so prima gelaufen ist. Der Beitrag zeigt mir nur die Angst vor grundsätzlichen Veränderungen und den Bedarf, sie solange wie irgend möglich zu verdrängen. Ich befürchte, dass sich in nicht allzu langer Zeit die Grundsatzthese des Club of Rome als richtig erweisen wird - dann aber wird ein Gegensteuern, wenn überhaupt noch möglich, noch viel größere Einschränkungen erfordern.

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multi_io 14.09.2016, 22:43
5. Danke.

Man muss ja vor allem sehen: Wenn, wie die ganzen Untergangspropheten speziell hierzulande dauernd behaupten, die zur Neige gehenden fossilen Energieträger uns alle ins Unglück stürzen, dann ändern weniger Kinder daran auch nix, allerhöchstens würde die Katastrophe etwas hinausgezögert. Eine endliche, sich nicht erneuernde Ressource kann nur endlich lange genutzt werden, und eine geringere Nutzungsrate bedeutet nur, dass das Ende etwas später kommt. Wir haben kein "alles wird zuviel"-Problem und kein "die Welt geht den Bach runter und alles wird schlimmer"-Problem, das ist alles nur wohlige Gruselrhetorik, in die sich der geneigte Apokalyptiker reinversenken kann, um sich moralisch besser zu fühlen ohne groß nachdenken zu müssen. In den allermeisten Lebensbereichen wird die Welt besser, wie der Artikel richtig herausstellt. Wir haben spezifische Probleme mit unserer Energiegewinnung und deren Skalierbarkeit und CO2-Output. Wir müssen sowieso zukunftskompatible Energiequellen und Rohstoffverarbeitungswege entwickeln und tun dies auch bereits. Und dann verkraftet der Planet auch 10 oder 15 Milliarden Menschen. Wenn wir es nicht tun, dann sind eine Milliarde langfristig schon zu viel. Im Übrigen stagniert der Rohstoff- und Energieverbrauch der westlichen Länder bereits seit 20 Jahren, ohne das deswegen in der Zeit nichts neues mehr entwickelt worden wäre, im Gegenteil.

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echoanswer 14.09.2016, 22:45
6. Deutschland hat das Ziel mit den Kindern

ohne Kosten erreicht. Einfach durch Missachtung von Familien in der Wirtschaft, mit den Karrieremöglichkeiten, fehlender Kindergartenplätze, Ganztagsschulen und der Altersarmut von Müttern. D hat die Ideen des Club of Rome verstanden und verfeinert.

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thiak 14.09.2016, 22:46
7. verquer ... in der Tat

Ausgerechnet China (zur Erinnerung: das war das Land mit der Ein-Kind-Politik) als Beispiel zu bringen, dass eine Begrenzung der Bevölkerungszahl nicht nötig wäre, ist schon merkwürdig.
Und dass unser Wohlstand auf der Armut anderer basiert, ist dem Autor wohl auch entgangen ... oder dass wir den "sauberen" Atomstrom aus Frankreich importieren ... und die Rohstoffe (Wasser zum Beispiel) werden natürlich auch nicht knapp ... im DIW muss er ja nur den Hahn aufdrehen

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woiza 14.09.2016, 22:47
8. Überbevölkerung ist ein Problem...

...aber doch eher in den Entwicklungsländern, in denen die Bevölkerung schneller als das BIP wächst. Aber das war dem Club wohl nicht political correct genug...

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wanderer777 14.09.2016, 22:49
9. Schnicksel Schnacksel

Das Problem ist nicht der Kindersegen in den Industrieländern (den gibt es nicht), sondern in den armen Ländern. Armut scheint Lust auf Schnackseln zu machen. Das die Menschen dort sich damit ihr Leben weiter verschlimmern, scheint ihnen nicht klar zu sein. Hier muss man ansetzen - durch Aufklärung und Bildung. Denn seltsamerweise scheint der Schnackseldrang um so geringer, je höher die Bildung. Sieht man ja bei uns. Aber ist gut so - mehr Zeit für sinnvolle Hobbies jenseits der Bettkante und der Planet kann endlich mal aufatmen.

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