Forum: Wirtschaft
Zukunftsbericht: Die verquere Logik des Club of Rome
DPA

Der Club of Rome fordert, Frauen zu bestechen, damit sie weniger Kinder bekommen. Was für ein Unsinn.

Seite 6 von 21
teijin 15.09.2016, 00:11
50. Wie werden die Thesen übertüncht?

Zitat von nic
Nein, sie werden lediglich übertüncht.
Erinnern wir uns: Laut CoR wären heute Erdöl und Gas sowie zahlreiche Metalle nicht mehr verfügbar, weil die Ressourcen lange erschöpft wären. Sind sie aber ganz offensichtlich nicht. Wenn man mit Tünche Rohstoffe schaffen kann, bitte schön. Also halten wir fest: Der CoR hat recht. Das Öl ist längst alle, wir merken es bloß nicht, weil man es heute aus Tünche macht..

Beitrag melden
Bernd.xls 15.09.2016, 00:14
51. Zahlenspiele

Deutschland taumelt durch den Lauf der Geschichte. Das Pendel schlug vor 60-70 Jahren rechts so stark an, dass es zur Resonanzkatastrophe kam. Ob nun eine entsprechende Reaktion links im Versuchsprotokoll einzutragen ist, kann nur die Nachwelt abschließend beurteilen. Physikalisch betrachtet: hohe Wahrscheinlichkeit. China kauft in Südafrika Ackerflächen. Weiserweise wurde von den Chinesen die EinKindPolitik gesetzt. Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil:
1945: D 50 mio, W 1-2 miar
2015: D 80 mio, W 8-9 miar
Steigerung/Momentum: D ca. 60 %, W ca. 400%
D ist liegt auf Platz 15 bei 200 Staaten weltweit, bevölkerungsdichtetechnisch. Bevölkerungsexplosion und Zinseszins im endlichen Raum? Es muss ganz neu überlegt werden!
Finanzminister einer Familie

Beitrag melden
webervogel70 15.09.2016, 00:17
52. Lest das Buch

oder schaut euch den Film von Dan Brown an--- "Inferno".
Da wird die Lösung gezeigt, mit der alle einverstanden sein könnten.

Beitrag melden
Oberleerer 15.09.2016, 00:17
53.

Gerade China bewieß mit der 1-Kind-Politik, daß man noch ein halbwegs lebenswertes Land erhalten kann.

Wie sieht es denn in Ägypten aus, oder auf den Phillipinen oder in Zentralafrika? Und wersagt, daß jede Resource genutzt werden muß um 10 Mrd. Menschen zu versorgen, statt Naturparks für die wirtschaftliche Ausbeutung zu sperren?

Was wollen wir mit 10Mrd. Menschen? Die Produktion von Soilent Green steigern?

Um Britanien herum werden nur noch 10% der Fische gefangen, als vor 100 Jahren. Halb Norddeutschland hat sich das Grundwasser mit Uran vergiftet, weil die Landwirtschaft wie verrückt mit mineralischen Dünger das Pflanzenwachstum hochhalten muß. Zu guter letzt kommen solche 10Mrd-Behauptungen von Firmen wie Monsanto.

Und wenn wir uns seit dem Krieg so ungezügelt vermehrt hätten, wie anderswo, müßten wir 1-2Mrd Deutsche ernähren und einquartieren.

Die Lösung für andere Länder ist also nicht noch mehr Menschen, mehr Landwirtschaft, mehr Raubbau. Nein. Die Länder brauchen ein Rentensystem, was den einzelnen absichert und klar mkacht, daß man mit >3 Kindern in die Armut rutscht, so wie in Deutschland.

Beitrag melden
Taurus123 15.09.2016, 00:28
54. Richtig

Endlich mal etwas Realität in der Debatte. Der Club of Rome liegt vollkommen daneben, wie immer. Warum sollen wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen wenn in wenigen Jahrzehnten gar kein Deutscher mehr in Deutschland lebt. Unsere Demographie und die moslemische Einwanderung mit hohen Geburtenzahlen wird unsere Kultur relativ schnell auslöschen. Wir schaffen uns quasi selber ab. Da kann die Antwort für Deutsche nur mehr Kinder sein um unsere Art zu erhalten und um uns Zahlenmäßig gegen den Islamfaschismus zur Wehr zu setzen. Alles andere hat gar keinen Sinn.

Beitrag melden
Flauschie 15.09.2016, 00:29
55. Ignoranz ? Naivitaet ? Beides ?

Natuerlich koennte die Erde fuer ein paar Jahrzehnte 10Mrd Menschen ernaehren, aber das kann ja wohl kaum erstrebenswert sein - alleine der Flaecheverbrauch ist pervers. Hat der Autor schon mal von Artensterben gehoert ? Von Ueberfischung ? Ist er schon mal sehenden Augens in Deutschland vor die Tuer gegangen, um festzustellen, dass da ein Kulturraum ist, aber kein Naturraum?
Irgendeine Generation wird in den sauren Apfel beissen muessen. Die Vogel-Strauss-Taktik des Autors ist voellig naiv. Eine Erde mit 1 Mrd Menschen waere fuer alle lebenswerter und vor allen Dingen nachhaltiger - auch und gerade fuer Kinder.
Ich lebe gerade in einem Land mit einer weitaus geringen Bevoelkerungsdichte als in D und die Lebensqualitaet und Kinderfreundlichkeit sind hier deutlich hoeher - sogar ohne die massive Alimentierung von Familien.

Beitrag melden
cleos 15.09.2016, 00:33
56. Dem Anderen Unsinn vorzuwerfen, ergibt nicht automatisch mehr Sinn ...

Schade das Herr Fratzscher so ein dünnes Brett bohrt und dazu auch noch regelmäßig von der SPON-Redaktion eingeladen wird. Herr Fratzscher mag in einigen Wirtschaftsdisziplinen ein ausgewiesener Experte sein. Gleiche Expertise gelingt ihm (wie sehr vielen Fachexperten) jedoch für meinen Geschmack nicht wenn es um die Betrachtung von komplexen, systemischen Problemen geht. Es wird in der Zukunft eine Vielzahl von Lösungen brauchen, weil es eine Vielzahl von Problemen gibt. Technischer Fortschritt (für effizienteren Ressourceneinsatz), wie von Herrn Fratzscher beschrieben, werden wir ganz sicher dazu brauchen. Allerdings wird es auch, so lange wir nicht zu 100% in vollständigen Wertkreisläufen leben, eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums brauchen. Darauf wollte aus meiner Sicht der Club of Rome auch nur pointiert hinweisen. Über eine Millarde Menschen leben bereits heute in Ländern, wo die durchschnittliche Frau vier oder mehr Kinder gebärt. Teilweise Länder mit fünf, sechs oder mehr Kindern pro durchschnittlicher Frau. Das Medianalter in diesen 50 Ländern ist in der Regel unter 20 Jahren, teilweise sogar nur bei 16 oder 17 Jahren. Das heißt, dass sich in diesen Ländern ohne eine soziale oder kulturelle Revolution innerhalb von einer Generation (25 Jahren) die dortige Bevölkerung mindestens verdoppeln- bis verdreifachen wird. Und innerhalb von nur 2 Generationen (50 Jahren) vervier- bis verneunfachen wird. Ob technischer Fortschritt die Bevölkerungsexplosion in allein diesen 50 Ländern wird handhaben können in den nächsten fünf Jahrzehnten wage stark ich zu bezweifeln. Dabei wie Herr Fratzscher nur auf Kreativität und Innovationskraft zu vertrauen, das hat für mich weniger mit wissenschaftlich seriös als mit Augen zu und beten zu tun. Gerade das ist nicht kreativ und innovativ, wenn mal alte Entwicklungspfade der Menschheit einfach auch in Zukunft fortschreiben möchte, ohne Hinweise für mögliche veränderte Rahmenbedingungen einzukalkulieren. Schon heute sind die meisten Ökosysteme durch unseren täglichen milliardenfachen Ressourcenzugriff fernab jedes natürlichen Gleichgewichts. Statt das globale Experiment weiter anzuheizen, wäre es voll eher sinnvoll und weitsichtig zu versuchen, so viel Druck wie möglich von dem Kessel zu nehmen, um in Ruhe dann das ganze System erstmal umfassend anschauen, begreifen und sich regenieren lassen zu können ...

Beitrag melden
melnibone 15.09.2016, 00:35
57. .... Wohlstand und Lebenszufriedenheit kann man kaum ...

statistisch darstellen.
So so.
Eine Berechnung ´jagt´ die nächste Statistik.
Volkswirtschaften und deren Lenker.
Es gibt keinen Mentalitätswandel ... bei denen, die Meinen, den ´Willen´ des Volkes
richtig zu interpretieren ... dürfen.
Der Club of Rome ist auch nicht ´verquerer´ unterwegs, als die Regierungen von Russland
oder China oder Herr Schäuble.
Es geht nur um Kapitalismus ... nicht um die Menschen, die unter den jeweiligen
Bedingungen Leben oder Sterben sollen.

Beitrag melden
fhachenberg 15.09.2016, 00:36
58. Schrumpfende Bevölkerung macht keinen Spaß, glaub ich

Was mich an dem Konzept "Bevölkerung zurückfahren" unter anderem nicht überzeugt, ist, dass wir doch in vielen ländlichen Regionen in DE, insbesondere in Ostdeutschland (Mecklenburg Vorpommern z.Bsp.) sehen, dass die Bewohner es nicht angenehm finden, wenn es kaum noch Jugendliche gibt und die Bevölkerung schrumpft. Sie ziehen dann lieber (wenn sie können) in die Städte. Mag sein, dass die Leute in solchen "Schrumpfregionen" sich ohne realen Grund vielfach als Verlierer und irgendwie abgehängt und vergessen fühlen. Vielleicht ist das alles eine Kopfsache und könnte geändert werden. Man müsste eine "Kultur des Rückbaus" in die Köpfe bringen, sodass die Leute die Effekte schrumpfender Bevölkerung eher positiv sehen. Was mir da einfällt: Niedrige Mieten, Ruhe, Natur, viele Erbschaften. Die Assoziation "Kinder, Zukunft, Hoffnung" scheint mir jedoch tief in unserer Kultur verwurzelt zu sein und wäre daher sicher nur sehr langsam revidierbar. Es hat sicherlich etwas damit zu tun, dass wir alle altern und sterben (momentan noch).

Beitrag melden
Putin-Troll 15.09.2016, 00:39
59. Bitte die rosa Brille absetzen

Zitat von
Seit 44 Jahren werden die Thesen des Club of Rome widerlegt. Denn der Mensch hat sich als äußerst kreativ und innovativ erwiesen, um Probleme zu lösen, neue Ressourcen zu erschließen oder diese besser zu nutzen.
Das ist Tagträumerei. Solange die Menschheit von fossilen Brennstoffen lebt, lebt sie auf Kredit. 2016 war am 8. August Welterschöpfungstag, also der Tag, an dem die Menschheit mehr Ressourcen verbraucht hat, als in diesem Jahr Nachwachsen (Der SPIEGEL berichtete). Vier Monate zehren wir also von der Substanz unserer Erde. Sicherlich kann man durch Innovationen und Effizienzsteigerungen den Zusammenbruch hinauszögern, aber alle erfolge werden durch die steigende Bevölkerung wieder zunichte gemacht.

Der Vorschlag des Club of Rome ist dennoch unsinnig. Denn die Bevölkerung wächst in den Industieländern ohnehin nicht mehr und das Geld wäre sicher dort besser investiert, wo die Menschen es wirklich brauchen.

Beitrag melden
Seite 6 von 21
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!