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Zukunftsmarkt: Was hinter Chinas Milliardeninvestitionen in Afrika steckt
REUTERS

China feiert Afrika und umgekehrt: Peking krönt dies mit Milliardeninvestitionen. Dahinter verbirgt sich kein chinesischer Kolonialismus, sondern ein gemeinsames Wachstumsinteresse. Eine Gefahr für den Westen.

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markus_wienken 10.09.2018, 08:24
60.

Zitat von king_of_world
Besser als Afrika zu unterdrücken so wie das der Westen gemacht hat, machen das die Chinesen besser. Fazit: Wenn Afrika aufsteigt wird es seine Geschichte nicht vergessen und dann zum Nachteil des Westen führen.
Ach, die dortigen Strukturen, Clan- und Stammesdenken, religiöse "Befindlichkeiten" und mangelnder Ehrgeiz werden Afrika noch über Generationen hinweg hemmen und hindern wirtschaftlich und vom Know-How her in ernsthafter Konkurrenz zu Europa zu treten.
DAS macht mir seitens Afrika nun wirklich keine Angst, weitere mögliche Flüchtlingsströme schon mehr.

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zeisig 10.09.2018, 08:25
61. Keine Gefahr.

Die Chinesen machen es vor. Da wird investiert, und das ist der einzige Weg, um die vielzitierten"Fluchtursachen" zu bekämpfen. Wie man da von Gefahr sprechen?

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moonstruckannalist 10.09.2018, 08:27
62. Als ob die Chinesen etwas anderes machen

Zitat von nic
und die EU (also die Unternehmen der EU) macht nichts anderes als diesen Kontinent weiterhin zu schröpfen. Wir müssten den Chinesen dankbar sein. Immerhin schaffen sie es vielleicht, die Fluchtursachen zu Beseitigen. Eine Gefahr für den Westen ist nicht China. sondern der Westen selbst.
15% Welthandel aber nur 3% chin. Investitionen?

Die lutschen Afrika trocken, verticken ihre Ideologie und brechen ihre Zelte ab genau wie die USA im nahen Osten sobald sie genug haben.

Reichlich naive Vorstellung, die manche Forenten hier an den Tag legen.

Mit offenen Karten: https://www.youtube.com/watch?v=DHjja44A1ZY

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Outdated 10.09.2018, 08:31
63. China hat den Vorteil

das es allein zu seinem eigenen Gewinn agiert, während in Europa immer historische Verantwortung gepredigt wird.
Das Problem bei letzterem ist, wer auf der basis der Vergangenheit agiert, anstelle von den Aussichten auf Zukunft, verliert immer. Oder anders gesagt Prediger sind keine gute geschäftsleute.

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hausfeen 10.09.2018, 08:33
64. Eine Gefahr für den Westen?

China tut etwas in Afrika gegen die Flüchtlingsursachen. Wirtschaftsentwicklung heißt die Methode. Das ist tausendmal besser, als rivalisierende Milizen zu unterstützen und Rüstungsdeals mit reichen Ölländern abzuschließen. Oder Entwicklungsgelder in die Privatkassen von afirkanischen Despoten zu pumpen.

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freudentanz 10.09.2018, 08:36
65. Dann ist doch alles gut

Wenn die netten Chinesen alles umsonst bauen und auch noch bezahlen und auch noch einen Markt schaffen und noch eine Mittelschicht schaffen die hoffentlich in Afrika konsumiert und in Afrika auch investiert.
Jeder freut sich alles ist gut.
Persönlich würde es mich wirklich sehr freuen und ich hoffe die Parallelen zur Enstehung des Kolonialismus in Afrika sind nur meine persönliche Paranoia (Gute Christenmenschen zogen im 19.Jhr nach Afrika um die Sklaverei in Afrika zu beseitigen, nicht) Auch das die urbane Elite in den Städten Afrikas riesige Ländereien und Wasserrechte an China für 99 Jahre verpachtet hat so wie England es zB mit Hongkong gemacht und siehe da was aus Hongkong geworden ist! Sehr gut. Die Chinesen machen ganz einfach. Da wird keine Planungs- Beschwerde- Eingabekommision geschaffen. Die machen ganz einfach! Da wird nicht lang herumgelabert und diskutiert und über Käferlarven gestritten. Neuer Bahnhof? Zack! Neue Brücken? Zack! Neuer Hafen? Zack!
So macht man das! Und alle profitieren.

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Beat Adler 10.09.2018, 08:36
66. China zementiert in Afrika die Diktaturen, damit die Korruption.

China zementiert in Afrika die Diktaturen, damit die Korruption. Der wichtigste Grund fuer den Zukunftspessimismus der jungen Afrikaner, die NICHT zur Familie des Praesidenten gehoeren, von den Chinesen NICHT geschmiert werden, das Reservoir der Migranten Richtung Europa bilden. Ohne Korruptionsbekaempfung in und ausserhalb Afrikas, ohne Bildung/Ausbildung der Kinder und Jugendlichen keine Minderung des Migrationsdruckes.

Im anglophonen Afrika nennen die lokalen Afrikaner die Waren aus China "chinese rubbish", sprechen es "chinese lubbish" aus, hier im frankophonen Afrika, wo ich mich zur Zeit aufhalte "la merde de Chine". Ganz so toll scheinen Afrikaner das Zeug aus China nicht zu finden. Allerdings gibt es kaum was Anderes auf dem Markt zu kaufen. In den Garagen, Auto -und Lastwagenreparaturwerkstaetten wird das Werkzeug aus Deutschland in einem Stahlschrank eingeschlossen. Nur der Vorarbeiter traegt den Schluessel dazu um den Hals. Die Schraubenschluessel aus China verbiegen sich wie Kaugummi;-)

Chinesische Investitionen in Afrika sollten dafuer sorgen die Rohstoffe Richtiung Hochsee-Haefen schneller, besser und billiger zu transportieren. Strassen und Eisenbahnen sind dringend notwendig. Ob sie fast ausschlisslich mit chinesischen Arbeitern statt Afrikanischen gebaut werden muessen, ist durchaus fraglich! Allerdings sollten sie auch ein paar Jahre haltbar sein, denn die Afrikaner bezahlen dafuer! Wenn sie so "toll" sind wie die Konsumgueter aus China, dann gute Nacht.
mfG Beat

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amuseemanc 10.09.2018, 08:41
67. Smith liegt falsch.

Ein bisschen zu euphorisch und beschönigend der Artikel.

China sieht Afrika in erster Linie als Rohstofflieferant. Mit den Investitionen sichert sich China auf
Jahrzehnte hin Zugriff auf diese. Dann natürlich auch als zukünftigen Absatzmarkt. Und als politische Komponente in Weltorganisationen, wie z.B der UNO etc. , dürften dankbare Partner auch nicht schaden. China stellt sich ohne Frage geschickter an als der Westen, der Afrika nie richtig ernst genommen hat.

Smith's These, dass junge Afrikaner, sofern sie über Geld und Möglichkeiten verfügen, dann verstärkt nach Europa ziehen, ist m.E. ein großer Irrtum. Je größer die Mittelschicht in Afrika werden sollte - was zu wünschen wäre - desto eher werden diese ihr Glück in Afrika selbst suchen. Natürlich wird es auch eine Fluktuation an hochgradigen Fachkräften geben, aber eben so, wie er schon in vielen anderen Ländern läuft.

Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Und solange werden die Flüchtlingsströme von Hoffnungslosen nach Europa anhalten. Eine Herausforderung auf die Europa hätte wesentlich besser vorbereitet sein können, denn das haben schon einige in den siebziger Jahren vorhergesagt. Selbst wenn man heute alle Flüchtlinge aufnehmen würde ( ca. 700 Millionen ), wäre diese Lücke in 6 Jahren wieder geschlossen und der nächste Schub stünde an. Selbst den größten Philanthropen - sofern er/sie nicht völlig idealistisch verbohrt ist - muss einsehen, dass das nicht gutgehen wird.

Letztendlich steht das europäische Sozialstaatsmodell auf dem Spiel. Es sieht sich Gefahren aus vielen Bereichen ausgesetzt. Wenn dies nicht mehr zu finanzieren geht, bekommen wir Probleme ganz andere Art und dann ist vorbei mit lustig. Dann wird Europa auch ganz schnell an "Attraktivität" verlieren.

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F.X.Fischer 10.09.2018, 08:42
68. .... so gut wie nicht am Welthandel beteiligt!

Zitat von gottseidank.de
Der reichste Kontinent dieses Planeten, zum großen Teil ausgebeutet für unseren Wohlstand.....
Afrika hatte 1960 (...das Jahr der Entkolonialsierung) circa sechs Prozent Anteil am Welthandel, - heute sind es gerade noch zwei Prozent!
Zieht man hiervon ab die fünf entwickelten Staaten Nordafrikas und die Südafrikanische Republik, so verbleiben gerade noch 0,6 bis 0,8 Prozent Anteil am Welthandel, und hiervon dürfte ein Großteil auf die Erdölstaaten Nigeria und Angola entfallen!
Stellt sich also die Frage: wie kann die Armut von Staaten durch die "Ausbeutung im ungerechten Welthandel" verursacht sein, wenn diese Staaten so gut wie nicht am Welthandel beteiligt sind!

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Tadeus 10.09.2018, 08:43
69. Rohstoffe und Märkte

China hat still und heimlich seine Truppenpräsenz in Ostafrika ausgebaut; Afrika ist als rohstoffreicher Kontinent bekannt, und letztendlich geht es bei der wachsenden Weltbevölkerung um Land und Wasser, um Möglichkeiten Nahrungsmittel produzieren zu können. Wir beschäftigen uns dagegen mit der Datenschutzgrundverordnung, wer etwas gesagt hat oder nicht, pflegen unsere förderalen Strukturen, die uns bei Reformen eher hinderlich sind. Ich frage mich, wann die Bundesregierung und die EU endlich wach werden, anfangen endlich strategisch zu denken und versuchen auf eigenen Beinen stehen. Die bewusst herbeigeführte Abhängigkeit insbesondere von den USA wird uns noch jämmerlich auf die Füße fallen. Es geht um unser Land und unserem Wohlstand.

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