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Zum Tod von Sergio Marchionne: Der General kommt nicht zurück
AFP

Banker und Investoren waren skeptisch, als Sergio Marchionne 2004 an die Spitze von Fiat rückte. Doch der Manager im Wollpulli bewahrte die marode Firma vor der Pleite - und verlieh der Auto-Nation Italien neuen Glanz.

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fat_bob_ger 25.07.2018, 21:43
10. Was soll die Frage denn?

Zitat von varesino
Wie schnell Persönlichkeiten verklärt werden. Besonders in Italien waren man von einigen Manövern nicht sehr angetan. Sicher eine streitbare Persönlichkeit, ob er gut für FIAT war wird die Zukunft zeigen.
FIAT gerettet, 350% Kursgewinn seit Übernahme der Geschäfte, Schulden weg.....???? Und das alles bei einer ehemals MARODEN Firma, auf die niemand einen Pfifferling gegeben hat. Daimler ist an Chrysler trotz Milliardeninvestitionen auf die kläglichste Art gescheitert. Was muss man denn in Ihren Augen leisten, damit Sie eine Leistung nicht relativieren? Als autokratische Führungsperson kann er sich den Erfolg auch selbst ans Revere heften. Er ist volles Risiko gegangen, nicht nach dem Mainstream und hat gerade dadurch Erfolg gehabt. Mitglieder unseres Wertpapierclubs haben mit Fiat richtig Geld verdient. Fazit es gibt keinen guten oder schlechten Führungsstil, sondern einfach erfolgreiche und weniger erfolgreiche Manager ohne Bezug zu ihrem Führungsstil. Wer eine Firma vor dem Abgrund retten will, der MUSS Erbhöfe abreißen, was den Betroffenen naturgemäß weh tut. Wo ist das Problem? R.I.P. Sergio

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benvolken 25.07.2018, 21:45
11. Ein Grosser

Habe seine Karriere seit 1995 aufmerksam verfolgt und war immer tief beeindruckt von dem was er bei all seinen beruflichen Stationen erreicht hat. Muss sicherlich nicht immer ein einfacher Zeitgenosse gewesen sein, aber sicherlich einer der besten Manager der letzten 20 - 30 Jahre. Merci und RIP!

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persor 25.07.2018, 22:29
12. ja, da haben Sie recht..

Zitat von der-junge-scharwenka
Die Berichte der italienischen und der Schweizer Presse, die sich auf den Freundeskreis Marchionnes stützen, gehen in eine ganz andere Richtung. Danach war es von Beginn an alles andere als eine "harmlose Schulter-OP". Marchionne war ohne Zweifel eine beeindruckende Persönlichkeit. Typen, die "anders" sein wollen, gibt es in diesem Business genug. Marchionne war auch anders, aber er war autentisch. Vor allem aber hat er mit Ergebnissen überzeugt, die niemand für möglich gehalten hätte. Auch wenn Sergio Marchionne meine Lieblingsmarke Lancia zu Grabe getragen hat, gebührt ihm Respekt für die Rettung und Neuerfindung eines großen europäischen Konzerns.
..der Niedergang von Lancia ist mit nichts zu entschuldigen - tut mir genauso weh, auch wenn Herr Marchionne tatsächlich einen guten Job bisher geleistet hat.

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Lampenluft 25.07.2018, 22:38
13. sarkom-OP mit nachfolgender Thromboembolie

Fuer alle die es interessiert, die Todesursache ist in den auslaendischen Medien besser differenziert: Sarkom-OP mit thromboembolischen Komplikationen. Sprich Weichteilkrebs der Schulter mit darauffolgenden Gefaessverschluessen. Kein MRSA und ein sehr guter Grund sich in einer Uniklinik operieren zu lassen. RIP Mr. Marchionne and condolences to his family and friends.

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waywarddad 26.07.2018, 01:15
14. Ein grosser Verlust!

Bevor er der "Automotive" papst wurde, hatte er bei der schweizer Lonza AG als CEO gearbeitet. Er hat die Mentalitaet geschaffen, dass es nicht auf das aeussere ankommt, sondern auf das erarbeitete. Forward movement, always!
Vielleicht nicht der "menschlichste" CEO, aber ein fairer CEO.
Mitarbeiter waren keine Nummern, aber durfen Entscheidungen faellen (auf der Stufe wo es notwending war).
Kein "management by fear" aber "management by enrouragement".

Das hat fuer vielle Jahre noch Wellen geschlagen, und den Erfog der Firma garantiert.

Ich hoffe fuer alle "FCA" Mitarbeiter, dass das noch lange so bleibt.

Einer der wenigen CEO's der Erfolg auf allen leveln ermoeglich hat.

Sicherlich einer, der mit Steve Jobs (trotz dessen vieler menschlichen Fehlpaesse) eine bessere Nachwelt erschaffen kann.

Auch wenn ich nur die "Nachwellen" mitbekomment habe, Rest in Piece Mr. Marchionne!

Meine condolences zu Ihrer Familie!

Ich hoffe Ihre Arbeit wird lange erhalten bleiben und erforscht werden!


There are few like you!

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carlmeerwein 26.07.2018, 07:40
15. Ein grosser Unternehmer ist gegangen

Sergio Marchionne wurde als Manager eingestellt und agierte als Unternehmer. Dies geschieht in der Industrie viel zu wenig, überwiegt doch der Typus Verwalter und Verwahren in unseren Chefetagen die sich nie mit dem Unternehmen dass sie führen identifizieren.

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TheFunk 26.07.2018, 09:16
16. Das Leben wertschätzen

und für miteinander umgehen. Es kann so schnell vorbei sein.

Herr Marchionne hat großartiges geleistet. Vor allem in finanziellee Hinsicht: Fiat ist jetzt in den Niederlanden angesiedelt und bezahlt dort deutlich weniger Steuern als in Italien.

Die Übernahme von ChryslerJeep war in Zeiten des SUV ein Geschenk, ein Wunder das nicht andere dort zugeschlagen haben - PSA oder VW zb.
Fiat Pkw hat ja eine überschaubare Modellpalette, Panda und vor allem 500. Der Punto ist veraltet und der Tipo eher eine graue Maus.

Alfa hat zwei neue Modelle, wobei besonders beim Giulia ein Kombi fehlt. Giuletta und MiTo sind veraltet und hätten längst abgelöst werden müssen.
Und Lancia ist ein trauriges Kapitel.... Viel Potenzial, aber wenig Interesse das wieder zu beleben. Die Cashcows des Konzerns sind Ferrari, Maserati sowie Jeep und Dodge RAM. Für die Nachfolger steht viel Arbeit an, eine interessante Modellpalette anzubieten.

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varesino 26.07.2018, 09:42
17. Sie fragen, "Was soll die Frage denn?"

Zitat von fat_bob_ger
FIAT gerettet, 350% Kursgewinn seit Übernahme der Geschäfte, Schulden weg.....???? Und das alles bei einer ehemals MARODEN Firma, auf die niemand einen Pfifferling gegeben hat. Daimler ist an Chrysler trotz Milliardeninvestitionen auf die kläglichste Art gescheitert. Was muss man denn in Ihren Augen leisten, damit Sie eine Leistung nicht relativieren? Als autokratische Führungsperson kann er sich den Erfolg auch selbst ans Revere heften. Er ist volles Risiko gegangen, nicht nach dem Mainstream und hat gerade dadurch Erfolg gehabt. Mitglieder unseres Wertpapierclubs haben mit Fiat richtig Geld verdient. Fazit es gibt keinen guten oder schlechten Führungsstil, sondern einfach erfolgreiche und weniger erfolgreiche Manager ohne Bezug zu ihrem Führungsstil. Wer eine Firma vor dem Abgrund retten will, der MUSS Erbhöfe abreißen, was den Betroffenen naturgemäß weh tut. Wo ist das Problem? R.I.P. Sergio
Schön für ihren Wertpapierclub.
Marchionne war das Musterbeispiel eines opportunistischen Managers. Er hat Chancen erkannt und genutzt. Der GM-Deal war schon eine Zirkus-Nummer und die Übernahme von Chrysler auch.
Ansonsten die üblichen Spielchen mit dem italienischen Staat und den Gewerkschaften, wie die Schließung von Termini androhen, oder Verlagerung nach Polen
Oder das Konstrukt, Niederlande, Luxemburg, UK.
Schaut man sich Chrysler und Fiat als Automobilhersteller an, dann sieht es nicht sehr prickelnd aus.
Eine sehr überschaubare Modell-Palette. Fiat hat so ziemlich kampflos alle Klassen in denen sie mal europäischer Marktführer waren geräumt. Lancia tot, die versprochenen neue Modelle, bei Alfa lassen auf sich warten, Maserati mit veralteten Modellen.
Fiat hat die Fähigkeit ein Auto komplett allein zu entwickeln verloren. Fiat ist auf Dienstleister wie Magna angewiesen.
Fiat war einer der Erfinder der Plattform Strategie und hat dies virtuos genutzt. Fiat Chrysler ist in diesem Bereich hoffnungslos aufgestellt.
Investitionen in Zukunftstechnologien?
Also eine Firma die vom Gespür und Geschick eines Menschen für günstige Gelegenheiten abhängig ist, der nun leider verstorben ist. Das ist ziemlich schlecht.
Die berühmten Pullover kamen immer mit protzigen Uhren, mit dem gesetzliche Rauchverbot in Italien hatte er auch so seine Schwierigkeiten.

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