Forum: Wirtschaft
Zuwanderung: Das zweite deutsche Wirtschaftswunder
DPA

Ohne die Zuwanderer der vergangenen Jahre hätte sich die deutsche Wirtschaft nicht so gut entwickelt. Hunderttausende Flüchtlinge könnten nun dafür sorgen, dass sich dieses zweite Wirtschaftswunder fortsetzt.

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josthenner 27.12.2015, 13:32
180. Volle Zustimmung

Wir wissen bereits seit 20-30 Jahren sehr genau von unseren Demographen, dass Deutschland zum Einwanderungsland werden muss, damit unser Lebensstandard und auch unsere Sozialsysteme, besonders die Renten, gesichert sind. Auch die Zahl von 500tsd.pro Jahr ist dabei nicht gerade neu. Aber Politiker und Stammtisch-Besserwisser weigern sich, das einzusehen und entsprechend zu handeln. Es ist wohl einfacher, nur auf das Heute zu sehen und nicht an morgen zu denken.

Zuwanderung ist ohne Kosten ist nicht zu haben Nun kommen wir - Gott sei Dank - unter Druck zu dem erforderlichen Zustrom. Er kann uns helfen, unsere Probleme zu loesen und eine soziale Katstrophe (Renten!) zu vermeiden. Damit das eintritt, muessen wir uns anstrengen und nicht alles der staatlichen Verwaltung ueberlassen. Ich finde die Einstellung vieler deutscher Landsleute in diesem Zusammenhang hervorragend. Aber wenn ich die Aeusserungen vieler Foristen lese, wird mir uebel.

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klaus meucht 27.12.2015, 13:34
181.

Zitat von wwwaerme
Wenn man sich dann die ersten Statistiken der Jobcenter ansieht aus denen hervorgeht das 80% der Flüchtlinge nur über eine zweifelhafte Grundschulausbildung und keinerlei Sprachkenntnisse verfügen dann ist wohl eine erhebliche Skepsis gegenüber dem wirtschaftlichen Nutzen dieser Zuwanderung angebracht. Die Wirtschaft benötigt qualifizierte bzw. hochqualifizierte Mitarbeiter, Hilfsarbeiter gibt es genügend auf dem Arbeitsmarkt. So werden die allermeisten der Flüchtlinge auf viele Jahre unser bereits jetzt gestresstes Sozialsystem zu Lasten der einheimischen Bevölkerung belasten.
Ich kenne keine verlässlichen Daten über die Menschen die zu uns fliehen. Aber Syrien und Persien hatten gute Schulen, die Menschen die dort lebten meist eine gute Allgemeinbildung.

Das diese Menschen keinerlei Sprachkenntnisse haben halte ich für extremen Unsinn. Diese können besser arabisch oder persisch als die meisten Deutschen. Oder sind das keine Sprachen? Zumindest die Mittelschicht hat Englisch gelernt.

Ihre Einschätzung über die Wirtschaft teile ich nicht. Es werden vor allem qualifizierte Arbeiten durch Industrie 4.0 ersetzt werden. Ich befürchte es werden mehr und mehr qualifizierte Arbeiten durch unqualiizierte ersetzt werden.

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bauigel 27.12.2015, 13:35
182. @tomrobert

Komisch, und warum haben wir dann unter 5% Arbeitslose, wenn angeblich keine Menschen mehr benötigt werden?
Dies müssen sie mir mal erklären.
Und es wären noch deutlich weniger wenn diese 5% besser ausgebildet wären und alle auch arbeitswillig wären.
Und immer diese Elitendebatte. Ja wie viele haben wir denn davon?
Weniger als 1% verdienen mehr als 5.000 netto pro Monat. Weniger als 0,1% mehr als 10.000€.
Der Durchdchnitt liegt bei ca. 1700€ netto pro Monat.... nur wenige Nationen haben mehr.
Aber Jammerer gibt es immer....

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GBS 27.12.2015, 13:38
183. Eine bescheidene Kritik am Beitrag

Ich bin Linker, wer das zur Kenntnis nimmt, wird mich für unverdächtig halten, ein Brandstifter zu sein

Ich erinnere mich, dass hier ein Soziologe der allgemein akzeptierten Aussage, die Syrer hätten ein vorzügliches Bildungssystem, vehement widersprach. Leider ist mir der Name entfallen, die Aussage war straight forward: Sie ist falsch.

Die Mehrzahl hat nicht das Bildungsniveau, um - abgesehen vom Sprachdefizit - in unser Bildungssystem integriert zu werden – und wenn, dann erst in Jahren. Hinzu kommt, dass der Vergleich zum ersten Wirtschaftswunder hinkt. Damals waren die Fähigkeiten von ungelernten Arbeitern gefragt, aber wer sucht heute schon Arbeiter im Straßenbau, auf dem Bau (so schlecht bezahlt wie die Rumänen), bei den Müllwerkern, ganz abgesehen davon, dass die meisten Ankömmlinge andere Vorstellungen haben.

Insofern sind alle kumulierten Aussagen über die freiwerdenden Arbeitsplätze in den nächsten Jahren Augenwischerei, gern gesehen von der Regierung, nicht aufgeschlüsselt nach Berufsgruppen - für die deutschen Verhältnisse sollte man die ja kennen - für den Abfalleimer. Statistik ist das Fehleranfälligste in der Planung.

Hinzu kommt der Aufwand für die Ausbildung der Neulinge. Wie sehr die bremst, sieht man peinlichst bei der Aufstockung des BamF, obwohl da Deutsche angeheuert werden, die schon auf einem Behördensessel gesessen haben. Einen drastischeren Vergleich verkneife ich mir.

Meine kühne Behauptung: Solange wir kein Einwanderungsgesetz haben und uns bei den Asylanten auf einen befristeten Aufenthalt für Kriegsflüchtlinge und politisch Verfolgte beschränken, hat unsere Politik keine Chance. Es ist ein Anzeichen einer völlig auf den Kopf gestellten Politik, dass man wahllos Flüchtlinge aufnimmt, aber eine vermutlich hochbegabte junge Frau wie die Palästinenserin Reem nur auf eine Zitterpartie für ein weiteres Jahr schickt.

Was ich grundsätzlich vermisse, ist ein Blick auf die gesellschaftlichen Veränderungen. Lassen wir mal die rechtsradikalen Gruppen in der Gesellschaft weg. Dann bleibt immer noch der Anteil der Kriminellen, die aus der Zuwanderung hervorgehen, dazu habe ich schon einmal Prof. Dr. Dr. Gonzalez in Grimstad Norwegen zitiert:

Die Zuwanderer machen 10 % der norw. Bevölkerung aus, stellen aber 50 % der Straftaten, bei den Marokkanern ist jeder zweite straffällig. Da helfen auch Versicherungen des BKA nicht, die Straftaten der Asylbewerber hielten sich im Rahmen. Eine Kriminalbeamtin bei hart aber fair sagte auf die Frage von Plasberg, sie ließen die kleinen Straftäter wegen des Ermittlungsaufwandes einfach laufen. Sie züchten die Straftäter, die weitere Ausbildung besorgt dann das Gefängnis.

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hornisse.04 27.12.2015, 13:38
184. Nur eine Frage dazu

Zitat von karl-felix
die ca. 10 Millionen Flüchtlinge Und Zuwanderer der 50ger und 60ger Jahre würden Sie im bittersten Elend leben . Sie müssten halt nur mal dahin gehen , wo die Menschen arbeiteten . In die Bergwerke und zu den Stahlkochern , den Strassenbauern und die Altersheime und Krankenhäuser. Bei Porsche in Stuttgart arbeiten Menschen aus 60 Nationen , bei der deutschen Bank aus 130 Nationen und im Seniorenheim meiner Mutter aus 9 Nationen , die Heimleiterin ist eine Eingeborene, alle anderen sind Zuwanderer.
Wie viele von den Zuwanderern im Altenheim sind kopftuchtragende Musliminnen, denen der muslimische Ehemann gestattet, ungläubigen fremden weißen Männern den Körper zu waschen?

Die Bereiche, in denen uns angeblich so viele Arbeitskräfte fehelen, werden die Flüchtlinge nie als ihren möglichen Arbeitsbereich akzeptieren.

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GBS 27.12.2015, 13:41
185. Bescheidene Kritik, 2. Teil

Es existieren also keine Statistiken, das Momentbild ist inhaltsleer. Kann es auch nicht sein bei der Zahl von zigtausenden nichtregistrierten Asylbewerbern. Wer kann da behaupten, dass nicht bereits viele eine Marktnische im Drogenhandel oder bei den stark zugenommenen Wohnungseinbrüchen gefunden haben? Es kommt aber noch hinzu, dass der Schweregrad der Delikte sich in Norwegen und Schweden verschoben hat: Es gibt Delikte von einem Schweregrad, der bis dato in diesen Ländern gar nicht vorkam. Bei uns ist es ja nur das kleine Fenster der Ehrenmorde.
Warten wir also ab, was in ein paar Jahren wird! Das Fazit von Prof. Gonzalez: Dieser unbegrenzte Zuzug wird in ein paar Jahren Eure Gesellschaft spalten! Ich habe mich seiner Argumentation gebeugt, mögen andere weinigstens darüber nachdenken!

Ich empfehle dem Redakteur, diese Entwicklung der Gesellschaft in Beiträgen von skandinavischen Sozio- Politologen zu studieren und dann einen Folgebeitrag zu schreiben der fundiert ist. Die Situation ist zu Ernst, um sie so abzuhandeln.

Ich will an dieser Stelle noch ein paar Dinge zu Prof. Gonzalez sagen, damit man sein Urteil nicht unterschätzt: Physikstudium in Deutschland, Professuren in Norwegen in Physik, später in Informatik, norw. Forschungspreis 2012, mit 71 noch an der Uni. Er trat mit einem Buch gegen den EU-Beitritt von Norwegen hervor. Ich habe immer wieder festgestellt: Er sieht Dinge voraus, die – ich bin mal dreist – unsere Politiker erst bei der nächsten Wahl oder gar nicht erkennen.

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hornisse.04 27.12.2015, 13:41
186. Tut mir leid,

Zitat von klaus meucht
Das diese Menschen keinerlei Sprachkenntnisse haben halte ich für extremen Unsinn. Diese können besser arabisch oder persisch als die meisten Deutschen. Oder sind das keine Sprachen? Zumindest die Mittelschicht hat Englisch gelernt.
merken Sie nicht, wie überaus albern das ist?
Was für ein Argument für den deutschen Arbeitsmarkt soll das bitte sein?
Ich kenne keinen Wirtschaftsbereich, der ungeahnte Mengen an Persisch-Kundigen benötigt.

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wecan 27.12.2015, 13:45
187.

Zitat von patras
Was da kommt sind Menschen, sind Menschen, die vor Krieg und Terror flüchten. Und auch die, die aus diesem Kulturkreis kommen, sind zunächst Menschen, nicht mehr aber auch nicht weniger. Beschämend, wie hier über den wirtschaftlichen Nutzen von Flüchtlingen spricht, ein Ausdruck non völligem Fehlen von Emphatie.
Es sind, wie bereits tausende Male schlüssig erklärt wurde, keine Menschen, die bis an unsere Grenzen verfolgt und vom Tode bedroht werden.

Es sind Menschen, denen in der Heimat eine Perspektive fehlt oder die nicht länger in Flüchtlingscamps auf das Kriegsende warten wollen.

Diese Menschen wählen aus nachvollziehbaren Gründen nun Deutschland als Ziel. Aber auch wir hier können nicht jedem Menschen der Welt eine Perspektive bieten. Wie lange müssen wir über diese simple Tatsache noch diskutieren?

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sabadin 27.12.2015, 13:45
188. Wunderbare Aussichten für die Wirtschaft

Zitat von Murr
... wir haben bereits massive Armut im Land: 2,6 Millionen Langzeitarbeitslose, Millionen prekär Beschäftigte, rund 7 Millionen Hartz IV-Empfänger, Kinderarmut, Suppenküchen, kein bezahlbarer Wohnraum für viele Menschen, viel zu wenig Kindergartenplätze ... Wo sollen denn die nun zuwanderenden Menschen Arbeit bekommen, wenn die Wirtschaft nichtmal für die Langzeitarbeitslosen und die prekär Beschäftigten - die wir ja schon seit vielen vielen Jahren in unserem Land haben, darunter viele gut ausgebildete, berufserfahrene Menschen, die die Wirtschaft ganz offensichtlich nicht haben will
Meine Nichte ist sehr gut ausgebildet und in Beschäftigung. Im Bildungssektor. In der Offenen Ganztagsschule. Was hier geschieht ist eine Schweinerei und beispielhaft für Deutschland. Jahresverträge, die endlos verlängert werden. Feste Stellen sind jetzt als Minijobiumfunkrioniert worden und mit einem Zusatzvertrag eine steuerfreie Pauschale eingeführt worden. Für Fachkräfte in der Bildung! So etwas schreibt keiner, wenn er über Inklusion oder generell über Schulen berichtet. Zu tun wird meine Nichte immer haben, denn jetzt kommen die Flüchtlingskinder als Schüler hinzu und in der Weiterbildung die Erwachsenen, die die Sprache lernen müssen. Aber um welchen PReis? Keine eigene Familie kann mit solch einer prekären Bezahlung gegründet werden und die teuren Mieten können so ebenfalls nichtbezahlt werden Dieses Land ist bankrott. Nicht nur finanziell, sondern auch moralisch, ethisch.

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LeBigMacke 27.12.2015, 13:46
189.

Der demografische Wandel lässt sich auch durch Zuwanderung nur vorläufig "verschleppen". Wenn die Zuwanderer irgendwann in der dt. Leistungsgesellschaft angekommen sind, hat es sich mit der Geburtenrate auch ganz schnell wieder erledigt und dann gibt es noch ein paar Rentner mehr, die versorgt werden wollen.

Desweiteren handelt es sich hier auch nicht um Einwanderer im eigentlichen Sinne, sondern um Asylanten. Diese sind häufig gar nicht gewillt ewig hierzubleiben oder beruflich ausreichend qualifiziert, um das hier postulierte Wirtschaftswunder begründen zu können. Zumal die Digitalisierung der Wirtschaft gerade noch in den Kinderschuhen steckt. Warten Sie noch 10-20 Jahre, dann werden Sie sehen, wie der Arbeitsmarkt in vielen Branchen zusammenschmelzen wird. Bevölkerungszuwachs ist nun wirklich das letzte, was wir angesichts dessen brauchen werden. Die Flüchtlinge sorgen vielleicht für kurzfristiges Lohndumping, sofern sie denn überhaupt arbeiten dürfen und können. Manche Unternehmen könnten davon auf begrenzte Zeit profitieren, aber die Gesellschaft als Ganzes hat davon gar nichts.

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