Forum: Wirtschaft
Zuwanderung: Das zweite deutsche Wirtschaftswunder
DPA

Ohne die Zuwanderer der vergangenen Jahre hätte sich die deutsche Wirtschaft nicht so gut entwickelt. Hunderttausende Flüchtlinge könnten nun dafür sorgen, dass sich dieses zweite Wirtschaftswunder fortsetzt.

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roland56 27.12.2015, 16:48
270. Ihr Beitrag verschafft auch nicht gerade Wohlbefinden

Zitat von josthenner
Wir wissen bereits seit 20-30 Jahren sehr genau von unseren Demographen, dass Deutschland zum Einwanderungsland werden muss, damit unser Lebensstandard und auch unsere Sozialsysteme, besonders die Renten, gesichert sind. Auch die Zahl von 500tsd.pro Jahr ist dabei nicht gerade neu. Aber Politiker und Stammtisch-Besserwisser weigern sich, das einzusehen und entsprechend zu handeln. Es ist wohl einfacher, nur auf das Heute zu sehen und nicht an morgen zu denken. Zuwanderung ist ohne Kosten ist nicht zu haben Nun kommen wir - Gott sei Dank - unter Druck zu dem erforderlichen Zustrom. Er kann uns helfen, unsere Probleme zu loesen und eine soziale Katstrophe (Renten!) zu vermeiden. Damit das eintritt, muessen wir uns anstrengen und nicht alles der staatlichen Verwaltung ueberlassen. Ich finde die Einstellung vieler deutscher Landsleute in diesem Zusammenhang hervorragend. Aber wenn ich die Aeusserungen vieler Foristen lese, wird mir uebel.
Einwanderung steuert man so wie es Einwanderungsländer machen: die Leute werden handverlesen. Wir lassen hier Millionen für unser Industrieland völlig "unbrauchbare" (von billigen Sklavenjobs mal abgesehen) Menschen ins Land.

Solang unsere Industrie an Leuten über 50 nicht mehr interessiert ist (siehe dazu auch Artikel im Spon) kann es mit dem Fachkräftemangel nicht weit her sein. Außerdem werden immer weniger Arbeitskräfte benötigt (Industrie 4.0)

Und zu Ihrer "sozialen Katastrophe": Wenn es nur darum ginge, genug junge Leute zu haben, müsste Afrika blühende Landschaften haben. Schauen Sie sich die Jugendarbeitslosigkeit in den südlichen EU-Staaten an.

Gute Sozialversicherungen können nur von gut bezahlten, sicheren Vollarbeitszeitplätzen finanziert werden. Wo bitte, sehen Sie Millionen dieser Arbeitsplätze???

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k70-ingo 27.12.2015, 16:50
271.

Zitat von lövgren
Das ist im Übrigen ein weiterer Vorteil der Flüchtlingssituation. Jetzt interessieren sich plötzlich die "besorgten Bürger" endlich für die ärmeren Schichten in Deutschland, die ihnen jahrzehntelang am Mors vorbeigegangen sind. Nun sind die zumindest als Scheinargument gegen Flüchtlingen nützlich. Aber der Ansatz, dass die prekären Menschen in Deutschland als Facharbeiter gegen den zukünftigen Mangel in Deutschland "genutzt" werden, ist doch schon mal toll. Leider haben Sie da keinen Ansatz dazu geliefert, aber war auch nicht zu erwarten. Allerdings finde ich in der Kolumne, was der von Ihnen erwähnte "Artikel" eigentlich ist, keine Vereinfachungen. Die sind jetzt eher in Ihrem Post enthalten.
Nein, die vermeintlichen "besorgten Bürger" bestehen in der Realität aus Prekariat, zumeist ostzonalem. Das echte, saturierte, in erster Linie altwestdeutsche Bürgertum achtet peinlich genau darauf, mit dieser Art "Bürger" nicht in einen Topf geworfen zu werden. Und die Kümmernisse der ärmeren Schichten sind dem klassischen Bürgertum auch egal.

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RioTokio 27.12.2015, 16:51
272.

Zitat von k70-ingo
Nein, genau andersherum ist es richtig. Die erste Gastarbeitergeneration bestand fast ausschließlich aus ungelernten, ungebildeten Männern, oft Analphabeten, aus den rückständigsten Ecken ihrer Heimatländer wie Anatolien und dem Mezzogiorno, die nichts mit der städtischen Ober- und Mittelschicht aus Istanbul und Mailand zu tun hatten. Dagegen stammt ein recht großer Teil der Syrer, Iraker, Iraner und auch Afghanen, die jetzt kommen, aus dem besserverdiendendem Bildungsbürgertum. Wie hätten sie die Reise auch bezahlen sollen? Die armen Schlucker wie Hilfsarbeiter und Tagelöhner kommen nicht weiter als in die Lager im Libanon und der Türkei. Eine Verwandte engagiert sich in einem freiwilligen Lese- und Vorlesekurs für Grundschulkinder. Die syrischen Flüchtlingskinder, die mittlerweile dazugestoßen sind, haben schneller und besser Lesen gelernt als die Abkommen ur-biodeutscher Hartzie-Dynastien. Die kriegen es einfach nicht hin, auch weil sie zuhause keine Unterstützung erfahren, während viele Syrer ein hohes Bildungsbewußtsein haben, wie es typisch für viele asiatische -nicht nur ostasiatische- Kulturen ist.
1960 gab es gerade 1500 Türken in Deutschland. Sie verwechseln da offensichtlich Zahlen und Bevölkerungsgruppen.
In den Aufbaujahren brauchte man viele Leute auf dem Bau und in meist wenig automatisierten Fabriken.
Ist lange her.
Heute benötigen wir Leute mit top Skills - Sprachen, Computer, Studien.
Davon kommen allerdings kaum welche. Zudem sind arabische Unis eher dritt- bis viertklassisch.
Die Menschen sprechne oft kaum englisch. Sie können oft nicht mal arabisch lesen und schreiben.
Das sind aber Erwachsene die kommen - die fangen bei null an.
Die Hälfte der Kommenden - Frauen - ist in der Heimat zudem meist ohne Ausbildung und nur für Küche - Kirche - Kinder zuständig. Mittelalter pur.

Wir sollen nun alle hier ausbilden, Lehrer bezahlen, Schulen bezahlen, bauen etc..
Das kostet gigantische Summen - ob mehr als Hilfsarbeiterjobs später zu besetzen sein werden in der Mehrzahl, ist zu bezweifeln.

Ihre Hoffnung auf wundersam Bildungshungrige und -bewußte Zuwanderer mag in Einzelfällen zutreffen.
Waren Sie vor dem Krieg mal in Syrien?
Ein armes, rückständiges Land in dem die deutsche Entwicklungshilfe ein paar Projekte ermöglicht hat. Und nun tun sie so als würden ausgerechnet aus einem mittelalterlichen Land in dem kaum was funktionierte die wundersamten Leistungsträger kommen.
Das ist schlicht und einfach naiv.

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cum infamia 27.12.2015, 16:53
273. Das geht nun aber gar nicht !

Zitat von devcom
Ich gabe als Student dankend Bafög erhalten und brav zurückgezahlt, als ich Geld verdiente. Genau dasselbe für Migranten. Die immensen Ausgaben werden allen Ankömmlingen als zinsloses Darlehen gewährt. Wer bleibt und arbeitet begleicht seibe Schulden, wer nach 2 Jahren keinen Job hat, muss zurück und das Darlehen wird annuliert. Gleiches Recht für alle.
Flüchtlinge an den durch sie verursachten Ausgaben zu beteiligen, das geht nun aber gar nicht ! Das Helldeutschland wird da schnell den Mob, das Pack und die Rassisten beschimpfen, die von "Flüchtlingen" so etwas fordern !!! Nicht umsonst fordert Frau Göring-Eckard heute den Bau einer ausreichenden Anzahl von Moscheen ( nicht etwa Schulen)....

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devcom 27.12.2015, 16:53
274. Realitätsfremdes Geschwurbel

Eines Akademikers im Elfenbeinturm. Aber als Beamter trägt er ja auch nicht die Lasten. Mir scheint, Merkel und ihre weltfremden Gefolgsleute inklusive SPD haben sich zum Ziel gesetzt, Deutschland und Europa zu zerstören. Glückwunsch, ihr habt es fast geschafft.

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roland56 27.12.2015, 16:53
275. Aber Deutschland ist ja sooooo reich

Zitat von bauigel
... Weniger als 1% verdienen mehr als 5.000 netto pro Monat. Weniger als 0,1% mehr als 10.000€. Der Durchdchnitt liegt bei ca. 1700€ netto pro Monat.... nur wenige Nationen haben mehr. ...
Für ein angeblich so reiches Industrieland wie Deutschland sind die von Ihnen genannten Zahlen, ein Armutszeugnis.

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k70-ingo 27.12.2015, 16:54
276.

Zitat von lövgren
Das ist im Übrigen ein weiterer Vorteil der Flüchtlingssituation. Jetzt interessieren sich plötzlich die "besorgten Bürger" endlich für die ärmeren Schichten in Deutschland, die ihnen jahrzehntelang am Mors vorbeigegangen sind. Nun sind die zumindest als Scheinargument gegen Flüchtlingen nützlich. Aber der Ansatz, dass die prekären Menschen in Deutschland als Facharbeiter gegen den zukünftigen Mangel in Deutschland "genutzt" werden, ist doch schon mal toll. Leider haben Sie da keinen Ansatz dazu geliefert, aber war auch nicht zu erwarten. Allerdings finde ich in der Kolumne, was der von Ihnen erwähnte "Artikel" eigentlich ist, keine Vereinfachungen. Die sind jetzt eher in Ihrem Post enthalten.
Nein, die vermeintlichen "besorgten Bürger" bestehen in der Realität aus Prekariat, zumeist ostzonalem. Das echte, saturierte, in erster Linie altwestdeutsche Bürgertum achtet peinlich genau darauf, mit dieser Art "Bürger" nicht in einen Topf geworfen zu werden. Und die Kümmernisse der ärmeren Schichten sind dem klassischen Bürgertum auch egal.

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RioTokio 27.12.2015, 16:58
277.

Zitat von Der_Franke
Heute: Schon 6 mio Arbeitslose (real). 2018: 10 Mio Arbeitslose. Hartz IV kann nicht mehr erwirtschaftet werden. Konsequenz: Nur wer mindestens 20 Erwerbsjahre vorweisen kann, wird noch Hilfe bei Arbeitslosigkeit erhalten. Junge Arbeitsverweigerer sowie die bilungferne kinderreiche Schicht wird nichts mehr bekommen. Es kommt zur offenen Revolte.
Ob es so schlimm kommt steht dahin.

Allerdings wird es für diejenigen die auf Sozialhilfe angewiesen sind, auf billige Wohnungen, auf einfache Jobs eng.
Es kommen viele Mitbewerber ins Land die auf Jahrzehnte womöglich auf Transferleistungen angewiesen sind.

Ist Ostdeutschland sind die Leute eher auf Sozialhilfe und Transferleistungen angewiesen. Die Leute sind nicht doof und wissen, dass es nun schwieriger wird für Sie durch die Entscheidung der Merkel CDU die Grenzen zu öffenen.

Der starke Protest in den neuen Bundesländern gegen diesen Kurs wird vor diesem Hintergrund absolut verständlich.
Miese Unterstellungen gegen die ostdeutsche Bevölkerung von - Medien - Merkel CDU - SPD und vor allem Grüner - sind da unangebracht.

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wecan 27.12.2015, 16:58
278.

Zitat von patras
Haben Sie einmal vor Ort die "beispiellose Verbesserung der Lebensgrundlagen" in den betroffenen Ländern gesehen? Mit eigenen Augen? Dann können Sie nicht allen Ernstes hier so was verbreiten. Warum die Menschen immer noch so viele kinder in die Welt setzen, hat mit der Armut zu tun, das müssten auch Sie verstehen. Die Kinderzahl sinkt mit wachsendem Wohlstand. Siehe Deutschland, Europa, Japan.
Was für Deutschland, Europa und Japan tatsächlich zutrifft, gilt noch lange nicht weltweit. Wenn die Religion weit über allem steht und Kinderreichtum als von Gott geforderte Verpflichtung angesehen wird, dann wächst die Bevölkerung trotz relativem Reichtum weiterhin rasant.

Das relativ reiche Saudi-Arabien, das mal eins der höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt hatte, wird bei der aktuellen Rate seine Bevölkerung innerhalb von 100 Jahren versechsfachen. Und ganz ehrlich: Die daraus resultierenden Probleme sind nicht unsere Probleme und ich bin absolut dagegen, dass wir sie zu unseren Problemen machen wollen.

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kado18 27.12.2015, 16:58
279. Zum Fachkräftemangel

Zitat von suger
Aus meiner Sicht sind die Politiker nicht ehrlich zu den Bürgern. Dinge die nicht überschaubar sind werden schön geredet. Es geht doch mal wieder nur um die Wirtschaft. Die Bauindustrie, die Auto-, Technikindustrie und sonstige sehen da ihre Gewinnchancen, die Bürger werden auf der "Strecke" bleiben.
Im "Staatsfersehen" 3-sat oder Phönix kam zu sehr später Stunde, wenn auf eine offene Stelle nicht 6 Bewerber kommen, schwätzt man schon vom Mangel.

Was ist mit den vielen Mill Arbeitslosen in der EU?
Sogar Nahles sagte, ca. 10% haben eine Chance.
In ihrer Heimat werden die Flüchtlinge nötiger gebraucht.
Ein Einwanderungsgesetz, wie Kanada, Australien brauchen wir, die suchen sich nach einem Punktesystem die Leute aus.

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