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Zwangsabgabe für Reiche: Naiv und gefährlich
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Nehmt den Reichen zehn Prozent ihres Vermögens weg - und die Schuldenkrise ist gelöst. Dieser Vorschlag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung klingt bestechend, doch er ist Unfug. Wer mehr Geld von den Reichen will, der sollte sie höhere Steuern zahlen lassen.

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whitemouse 11.07.2012, 15:46
30. Steuern

Steuererhöhungen sind grundsätzlich das richtige Mittel. Dabei muss freilich darauf geachtet werden, wie stark die Belastung im Verhältnis zur Leistung ist. Da etwa Erbschaften wie Schenkungen keinerlei Leistung zugrundeliegt, sind hier (unter Berücksichtigung von Freibeträgen) hohe Steuersätze angebracht. Auch Kapitaleinkünfte könnten höher besteuert werden.

Auf der anderen seite ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Staat sinnlos viel Geld verschenkt. Subventionen für Firmen darf es nur gegen Gegenleistungen (Beteiligung am Unternehmen, Darlehenszinsen) geben. Und völlig sinnlose Subventionen wie das Elterngeld streeicht man am besten ersatzlos.

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Barath 11.07.2012, 15:46
31. Hessen ist überall

Zitat von adal_
Für Länder wie Italien und vor allem Griechenland macht der DIW-Vorschlag durchaus Sinn, weil dort Steuergesetzgebung und Steuerverwaltung offenkundig nicht funktionieren.
Was nützt eine "funktionierende" Steuergesetzgebung, wenn Beamte, welche Verstöße gegen die geltenden Gesetze aufdecken, für geisteskrank erklärt werden?

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flor10n 11.07.2012, 15:48
32. immerwieder....

..das Rad neu zu erfinden und dem Kind einen neuen Namen zu geben kann ja wohl nicht die Lösung aller Probleme sein! Auch die Höchststeuersätze sollten geprüft werden. Genauso sollte sich endlich mal jemand Gedanken mach ob die Unterscheidung von ermäßigtem und normalen Steuersätzen noch zeitgemäß sind. Vor 70 Jahren war es so das Pferde zum ermäßigtem Steuersatz zu bekommen waren, weil sie zur arbeit auf dem feld dienten, heute hingegen macht das keiner mehr und Pferde sind ein Luxushaustier für verwöhnte Kinder geworden.
Allein durch diese veraltete unterteilung gehen dem Staat jedes Jahr Milliardden durch die Lappen!
Ich denke auch das man einfach die guten alten Steuern anpassen sollte! Kapitalertragssteuer ab einer gewissen höhe des Kapitals anheben... Immobilien ab einem gewissen wert höher besteuern...

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rainer24 11.07.2012, 15:49
33. Steuerbetrüger enteignen

Wer sein Fahrzeug für einen Banküberfall verwendet, muss damit rechnen, dass es eingezogen wird. Wer sein Vermögen so anlegt, dass die damit erzielten Erträge nicht versteuert werden, sollte daher mit dem Verlust des Vermögens bestraft werden. Manchmal hilft vielleicht die Abschreckung.

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quark@mailinator.com 11.07.2012, 15:50
34. ...

Halten wir erstmal fest, daß Europa sich entschieden hat, daß es ein Menschenrecht auf Eigentum gibt. Es ist zwar völlig irre, den Schutz von Milliardenvermögen auf die gleiche Stufe zu stellen wie den Schutz vor Folter, aber so isses und wenn man versuchte, diese Sache Gesetz werden zu lassen, würde dieser tolle Gerichtshof für Menschenrechte das kassieren.

Andererseits wäre es der einzige Weg, dieses System wieder gesund zu bekommen, wenn es gelänge international die super-hohen Vermögen zu besteuern, egal wohin sie gehen. Aber eher friert die Hölle zu. Leider braucht es nur wenige Menschen, um so eine generelle Lösung zu verhindern und irgendwer ist bei den Summen immer käuflich.

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deccpqcc 11.07.2012, 15:51
35.

Zitat von sysop
Nehmt den Reichen zehn Prozent ihres Vermögens weg - und die Schuldenkrise ist gelöst. Dieser Vorschlag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung klingt bestechend, doch er ist Unfug. Wer mehr Geld von den Reichen will, der sollte sie höhere Steuern zahlen lassen.
der autor bleibt halbherzig bei seiner erkenntnis das die staats-ausgaben das problem sind.
ganz egal ob man steuern oder abgaben auf 100% erhöht und den menschen auch noch das letzte hemd wegnimmt-es wird niemals reichen.
aufhören geld zu verschwenden ist der einzige weg der funktioniert.

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guera 11.07.2012, 15:52
36. Zwangskredit

Man könnte doch theoretisch das Vermögen der Reichen nutzen, ohne es ihnen wirklich wegzunehmen. Als Kredite zum Beispiel. Man verwendet das Geld der Reichen, gibt mehr Kredite an Kleinunternehmer, der Staat kassiert die Zinsen und der Reiche kriegt sein Geld wieder. Zwangskredite staat Enteignung. Was bei Kreditausfall zu tun wäre, kann ich natürlich auch nicht beantworten ;)

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Hanzzz 11.07.2012, 15:52
37. ...

Aha, es ist "naiv und gefährlich", Menschen einmalig zu enteignen. Besser ist es da, es kontinuierlich über zusätzliche Besteuerung zu tun.
Tut mir leid, aber naiv ist es zu glauben, dass irgendwann einmal für einen Umverteilungsstaat genügend Einnahmen da sind. Jede Mehreinnahme führt nur zu noch mehr Ausgaben, zu mehr Ansprüchen, zu noch größerem Größenwahn. Genug ist es nie.

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gg0815 11.07.2012, 15:53
38.

Zitat von Crom
Man könnte auch einfach mal damit beginnen, die Staatsausgaben auf ein gesundes Maß zu reduzieren.
dafür müsste "Staat" sich aber von seinen vielen teuren Ideologien trennen. Dazu aber, ist er oder eben sind weder die Politiker noch die Bürger bereit. Ganz im Gegenteil wir etablieren lieber immer neue immer teurere und immer abstrusere .. regelmässig erreichen wir dabei lediglich teure und unangenehme Ausweichbewegungen was uns dazu veranlasst noch mehr Ressourcen wieder dagegen zu verschwenden was wiederum usw usw

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rettungsschirm 11.07.2012, 15:55
39. Wieso streicht man ...

Zitat von sysop
Nehmt den Reichen zehn Prozent ihres Vermögens weg - und die Schuldenkrise ist gelöst. Dieser Vorschlag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung klingt bestechend, doch er ist Unfug. Wer mehr Geld von den Reichen will, der sollte sie höhere Steuern zahlen lassen.
nicht einfach die ganzen sinnlosen Subventionen zusammen: Diese verschiedenen Betreuungsgelder, Fahrtkostenzuschüsse zum Arbeitsplatz und und und.

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