Forum: Wirtschaft
Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland: Krankes System
DPA

Die SPD kämpft für ein Ende der Zwei-Klassen-Medizin, aus gutem Grund. Denn das bisherige System ist weder für Kassen- noch Privatpatienten ideal. Wo es ungerecht zugeht - und was man dagegen tun kann.

Seite 13 von 35
karl-felix 27.01.2018, 18:16
120. Na,ja

Zitat von K:F
Wünsche der Beitragzahler der GKV bleiben unberührt. Jetzt wirft der Gröhe ein paar Krumen hin, er will den Ärzten mehr vergüten. Genau das ist das Problem. Jeder Bürger muss in der GKV pflichtversichert sein. Also auch Besamte, Politiker und Selbstständige. Wenn jemand mehr möchte, kann er sich Zusatzversichern. Damit hat die Versicherung auch noch ein Betätigungsfeld. Im zweitren Schritt muss geklärt werden, wieso die Pharmalobby in D. 20 bis 30 Prozent höhere Preise verlangen kann.
Welchen Wunsch ? Ich habe keinen . Ich finde meine Gesundheitsversorgung sehr gut und möchte keine Änderung für den Rest meines Lebens. Und Frau Merkel weiß das . 90% der gesetzlich Versicherten sind mit ihrer Krankenversicherung zufrieden .

Wer an der Gesundheitsversorgung von 90% der Bürger rüttelt, der sticht in ein Wespennest.

Ich möchte keinen Selbstständigen und keinen Politiker in unserer Versicherung . Die sollen sich um ihren eigenen Kram kümmern . Bei Beamten sieht das etwas anders aus. Das sind auch arme Socken , denen sollte man die Möglichkeit geben , auch wenn uns das ein paar Milliarden kostet..

Ich habe mit der Pharmalobby nichts zu tun , das ist Aufgabe meiner Krankenkasse sich darum zu kümmern . Das ist meine Lobby, die arbeiten in meinem Interesse und das seit 70 Jahren zu meiner vollen Zufriedenheit.

Beitrag melden
karl-felix 27.01.2018, 18:24
121. Sie

Zitat von anchises
nicht gleich auf 30% des Monatsbruttos anheben damit der darbenden Ärzteschaft wenigstens einigermaßen das Überleben gesichert wird? Schon schlimm, all die vielen bettelnden Mediziner in den Fußgängerzonen...
haben das nur nicht verstanden . Es geht nicht um Versicherte, Ärzte ,Beiträge oder Leistungen , es geht darum dass die SPD ein Thema sucht um irgendwie von der Rolltreppe abwärts runterzukommen und glaubt mit Wartezeiten beim Arzt in der BILD eines gefunden zu haben . .
Da ist allerdings die Krankenversicherung völlig ungeeignet. Die Gesundheitsversorgung eines ganzen Volkes kann nicht Parteisache sein . Das funktioniert nicht. 90% unserer Bürger sind mit ihrer Krankenkasse zufrieden , 85% mit den Leistungen und 64% halten das deutsche Gesundheitswesen sogar für eines der 3 besten dieser Welt.

Ich glaube nicht, dass es der SPD noch einmal gelingt ein ganzes Volk kranken zu riestern . Trau-schau-wem , das Volk ist von Riester gewarnt. Sie erinnern sich, SPD Glaubensbekenntnis : Zur gesetzlichen ist die private unumgänglich als zweites Standbein - ergo Zwei-Klassen-Medizin .

Beitrag melden
karlm99 27.01.2018, 18:31
122. Schon

längst ist das ganze Versicherungssystem zu einem Klassensystem pervertiert. Privatversicherte, darunter Beamte und die Abgeordneten, sind besser versorgt als der Rest der Bevölkerung. Es sei denn, man kann sich die auch bei der Privatversicherung steigenden Beiträge nicht mehr leisten. So was kann im Zweifelsfall über Leben und Tod entscheiden. Im Krankenhaus wird durchaus darüber auch vor dem Patienten diskutiert, ob man die hohen Kosten einer Operation eingeht, oder nicht. Hier spielt die Art der Versicherung auch eine Rolle.

Beitrag melden
karl-felix 27.01.2018, 18:34
123. Na,ja

Zitat von Pensionskassen
Die Verteilung zwischen den gesetzlichen Krankenkassen (GVK) und den Ärzten über die kassenärztliche Vereinigung (KBV – Vertreterorganisation der Ärzte die das Geld an die Ärzte verteilt) hätte sozialistischen Staaten im Rahmen der „Planwirtschaft“ nicht besser einfallen könne. Um das Verwirrspiel zu vervollkommne ist der Politik noch der Konkurrenzkampf für gesetzliche Krankenkassen (statt einer Einheitskasse) und die Beitragsfestschreibung für den Arbeitgeber zur Lasten der Versicherten (Bürger) eingefallen. Diese Verteilung trifft allerdings kaum einen Politiker, denn dieser Personenkreis ist meist Privatpatienten und erhält eine günstige private Krankgenversicherung aufgrund des Anspruchs auf Beihilfe (Zuschuss auf die Leistungen ca. 70 % gezahlt aus staatlichen Mitteln). Die Geschädigten dieses Systems sind überwiegend gering verdienende Bürger in der gesetzlichen Krankenkasse (Zweiklassen Medizin) oder in der privaten Krankenversicherung aufgrund hoher Beiträge oder Zuzahlungen, da kein Beihilfeanspruch besteht.
Healthcare Barometer 2017, PwC :

85% sind mit den Leistungen ihrer Krankenkasse zufrieden, 64% zählen das deutsche Gesundheitswesen zu den 3 besten der Welt.


Ich bin stolz darauf, dass wir die Ärmsten unserer Gesellschaft medizinisch auf weltweit höchstem Niveau versorgen , einem Geringverdiener der 50 Euro Beitrag zahlt eine Therapie von 500.000 Euro bezahlen . Gut so.

Beitrag melden
womo88 27.01.2018, 18:39
124. Beihilfe einfach erklärt

Zitat von s.rath2
sollte auch abgeschafft werden. Unabhängig von der Diskussion um Zweiklassen-Medizin ist das Beihilfe System ein verwaltungstechnischer Irrsinn. Beamte müssen ihre Kosten sowohl über die Beihilfe, als auch über die PKV abrechnen. Das bedeutet, dass sowohl hier als auch dort Sachbearbeiter sitzen, die dieselben 7,81Euro für den Hustensaft und die 17,25Euro für die Herztropfen zusammenrechnen müssen. Ein Beamter verursacht somit doppelt so hohe Krankenversicherungs- (und Beihilfe-) Verwaltungskosten wie ein PKV- oder gesetzlich Versicherter - und das unfreiwillig und ohne Wahlmöglichkeit! Wozu? Wo bitte liegen die Vorteile dieses System? Warum bezahlt der Staat seinen Beamten nicht einfach 50% (ja, es sind nicht mehr 50%) zu den Krankenversicherungskosten - egal ob privat oder gesetzlich - so wie jeder andere Arbeitgeber auch?
Das ist ganz einfach. 50:50 hatte ich, aber in einer Familie benötigt jeder einen eigenen Vertrag bei der PKV. Da würden bei 50:50 die Kosten ins Unermeßliche steigen. Als Ruheständler habe ich 60:40 und wenn meine Frau, die nicht arbeitet, dazu kommt, sind es bei mir uns ihr 65:35.

Beitrag melden
Jimmy.B. 27.01.2018, 18:39
125.

Zitat von günter1934
Klaro, dass Sie das anders erlebt haben! Ich habe meine Story schon vielen Leuten erzählt, - sowas hat noch niemand erlebt. Aber das wird die Zukunft der "Bürgerversicherung" sein. Wenn man einen Termin beim Arzt anfordert, wird man dann nicht mehr gefragt: privat oder gesetzlich sondern: normal oder auf Rechnung...
Bei einer Bürgerversicherung und der Möglichkeit einer freiwilligen Zusatzversicherung könnte/wird dies sicherlich so sein, und dennoch wäre dieses System wesentlich gerechter.

Zur Zeit können sich Gutverdiener und gesunde Menschen aus dem Sozialsystem ausklinken und erhalten so für weniger Beitrag mehr Leistungen, während die "schlechten Risiken" fast ausnahmslos gesetzlich versichert sind. Hat jemand schon ea sie inmal einen Erwachsenen Menschen der seit Geburt an diversen chronischen Krankheiten oder Behinderungen leider in einer PKV gesehen? Wohl kaum! Eine Bürgerversicherung würde hier mehr Gerechtigkeit schaffen!

Das sich durch die Einführung einer Bürgerversicherung die Wartezeiten bei Fachärzten nicht wesentlich reduzieren werden dürfte jedem klar sein der den Dreisatz beherrscht. Wenn 90% der Bürger bei GKV und 10% bei PKV versichert sind dürfte dies klar sein.

PS: außerdem gibt es zur Zeit eine Dreiklassenmedizin
1.) privat Versicherte
2.) Angehörige und enge Freunde von 1., da sie 1. an die Praxis binden.
3.) gesetzlich Versicherte

Beitrag melden
karljosef 27.01.2018, 18:42
126. Niedlich?

Zitat von ulrich_loose
Niedlich ausgedrückt... Sie wollen nichts weiter als eine (Zusatz)Steuer von Prozent X der Einkünfte und sicher keine Bemessungsgrenze?! Die "Reichen" sollen mal ordentlich zahlen, damit die "Armen" ohne kostendeckenden Beitrag die vollen Leistungen erhalten. Das ist keine Versicherung, das ist eben eine Steuer und die "Kasse" ist eben eine "Kasse". Ich hege da starke Zweifel ab das mit der deutschen Verfassung zu machen ist. Eine winzige Restgegenleistung sollte doch vorhanden sein. Schon heute MIT Bemessungsgrenze habe ich da meine Zweifel - 1/4 Beitrag für meine Gesundheit und 3/4 für Andere überschreitet aus meiner Sicht schon jede Relation und Grenze.
Ich möchte, dass die starken Schultern auch relativ mehr leistet als der Arbeitslose, können Sie das verstehen?

Ich will nicht, dass das relative Maximum an Abgaben (nicht bei Steuern) nicht irgendwo beim mittleren Einkommen liegt, sondern bei den richtig starken Schultern! Ob Sie das wohl nachvollziehen können?

Ich möchte, dass diejenigen, die es sich gut leisten könnten, auch an den Sozialabgaben beteiligt werden,

dass sie auch für die Brille bezahlen, die einem Hartzer derzeit nicht zusteht!

Auch wenn das den Neoliberalen und -christen nicht passt!!

Beitrag melden
karl-felix 27.01.2018, 18:48
127. Da

Zitat von karljosef
Jeder, ob Bundestagsabgeordneter, Selbständiger, Multimillionär, Zocker, Selbständiger usw, [b]bezahlt einen festen relativen Beitrag seines kompletten Einkommens [/b} in die GKV. Wenn ihm das nicht reicht, kann er sich zusätzlich privat versichern! Zwangsweise wäre eine Entlastung der (ach so oft im Wahlkampf erwähnten) Klein- und Mittelverdiener die Folge, oder?
spricht nichts gegen, ginge aber nur über eine Steuerfinanzierung und hiesse dann ganz offiziell: Zwei Klassen Medizin . Alle die sich die Zusatzversicherung nicht leisten können ( wohl 90% der SPD Wähler ) fallen ins berglose, auf die Grundsicherung in der Krankenversicherung. In der Konsequenz : Riester für die Krankenkasse. .

Der Punkt ist , dass die SPD( der wir den ganzen Ärger ja nur verdanken )jetzt da in ein Wespennest sticht.
90% der Bürger sind mit ihrer Krankenversicherung zufrieden .
Das ist schon nicht mehr riskant was die SPD da betreibt nachdem sie die Rente in die Grütze gefahren hat, das ist Kamikaze.
Sowas geht nur im Konsens aller Beteiligten . Nicht par ordre de Mufti Parteifunktionären einer 20% Kleinpartei.

Die Faustregel für den Bürger lautet : Einem SPD Vorschlag zur sozialen Sicherheit ist mit äusserstem Mißtrauen zu begegnen .

Und nein , Für Klein- und Mittelverdiener würde es unbezahlbar, das sind genau die , die sich teure private Zusatzpolicen dann eben nicht mehr leisten können und dann geht es nicht mehr um vermeintlich längere Wartezeiten sondern um Unterschiede in der qualitativen Versorgung.

Beitrag melden
marcaurel1957 27.01.2018, 18:49
128.

Zitat von bakiri
hmm...die armen privatversicherten denen das hals bis zum wasser steht, die haben irgendwie das system nicht begriffen. jahrelang den vorzug genießen und wenn es unbequem wird jammern und in die gesetzliche versicherung wollen. das wäre ja toll.....hilf mir über das wasser aber mach mich nicht nass. da hätte man damals mehr über pro und contra nachdenken müssen. sorry, da fehlt mir gerade das mitleid. ich bin freiwillig gesetzlich versichert, eben aus diesem grund. wer es anders gewählt hat sollte sich daran gewöhnen eine falsche entscheidung getroffen zu haben.
Ich bin seit 35 Jahren privatversichert und habe die absolut richtige Entscheidung getroffen....eben beste Medizin zum vernünftigen Preis...und kein Staat redet mir rein

Beitrag melden
karl-felix 27.01.2018, 18:54
129. Ich

Zitat von dialogischen
Beamte in die AOK - morgen - alle!
hätte da nichts gegen , aber was habe ich als Rentner davon , wenn auf einmal Millionen Geringverdiener in meiner Kasse sind ?
So dicke habe ich es auch nicht. Die Leute kosten doch . Die werden richtig alt und Alte kosten in der Krankenversicherung richtig Geld.

Aus Solidarität mit den armen Socken würde ich sagen : Ja, auch wenn es uns einen Haufen Geld kostet , aber begeistert bin ich davon nicht.
Bisher sind 90% der Bürger mit unserem Gesundheitssystem zufrieden ,.Ich auch . Die sollen die Finger davon lassen . Das letzte Mal als die SPD über unsere Krankenversicherung herfiel unter Schröder haben wir schon mächtig geblutet. Das muss ich nicht zweimal in meinem Leben erleben.

Beitrag melden
Seite 13 von 35
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!