Forum: Wirtschaft
Zweifel an EU-Statistik: So wird Deutschland arm gerechnet
DPA

Jeder fünfte Deutsche ist laut einer neuen Statistik von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Versagt ausgerechnet das wirtschaftliche Vorzeigeland Europas in der Sozialpolitik? Nein. Denn die EU-Methode ordnet sogar Menschen als arm ein, die Mietshäuser geerbt haben.

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abseitstor 23.10.2012, 17:59
1. Das war ja nicht wirklich neu

Zitat von sysop
Jeder fünfte Deutsche ist laut einer neuen Statistik von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Versagt ausgerechnet das wirtschaftliche Vorzeigeland Europas in der Sozialpolitik? Nein. Denn die EU-Methode ordnet sogar Menschen als arm ein, die Mietshäuser geerbt haben.
Diese Erkenntnis ist ja nun nicht wirklich neu. Wer offenen Auges durch das Land geht, sieht, dass Armut die absolute Ausnahme ist und oft von Faktoren wie Drogenmissbrauch etc. bedingt wird.

Zu unserer Form der Armutsmessung schrieb Hans-Magnus Enzensberger schon vor Jahren sinngemäß: Unsere Armutsstatistik hat den Vorteil, dass ihr nie die Armen ausgehen werden - selbst wenn das Durchschnittseinkommen über zwei Millionen steigt, werden die einfachen Einkommensmillionäre auf einen Schlag arm.

Mehr noch als Arme gibt es hierzulande einen Bevormundungs- und Betreuungsindustrie, für die es eine Katastrophe wäre, wenn ihr die Kleintel ausginge.

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Kalleblom 23.10.2012, 18:00
2. Zweifel?

Zitat von sysop
Jeder fünfte Deutsche ist laut einer neuen Statistik von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Versagt ausgerechnet das wirtschaftliche Vorzeigeland Europas in der Sozialpolitik? Nein. Denn die EU-Methode ordnet sogar Menschen als arm ein, die Mietshäuser geerbt haben.
Diese Zweifel werden sicherlich hier im Forum ganz schnell zerstreut. Ein paar Einzelschicksale zum besten gegeben und schon ist Deutschland noch ärmer als es der Bericht behauptet.

Wieder ein schönes Thema, wo sich all die Gefrusteten wieder mal etwas Luft machen können.

Weil hier soviel Armut herrscht kommen ja auch so viele, weil sie von unserer Armut was abhaben wollen. ;)

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mockingbird85 23.10.2012, 18:01
3. suboptimal

Wäre schön, wenn die offizielle Arbeitslosen-Statistik der BA genau so auseinander genommen würde - dann stellte sich heraus, dass wir in D doppelt so viele Arbeitslose haben als Monat für Monat "verkündet" wird. Jede Statistik ist eben nur so gut wie die Medien, die kritiklos übernehmen oder sich an Schwachpunkte heran machen ... außerdem dürfte es nicht so viele Haushalte mit erwerbslosen Mietshauserben unter 59 Jahren geben.

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lupenrein 23.10.2012, 18:01
4. optional

Die Fragestellung des SPON impliziert, dass Deutschland 'reich' ist.

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na!!! 23.10.2012, 18:03
5. Es gibt nur ein Kriterium ...

und das ist allein die Finanziele lage der Person .
Egal woraus sich das einkommen berechnet ,
Das geld das man zur verfügung hat entscheidet .
z.B. eine ledige Person braucht heute ca. 1800.- Euro um gut zu leben , drunter wirds schwieriger , drüber besser .

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abseitstor 23.10.2012, 18:06
6. Warten wir mal ab

Zitat von Kalleblom
Diese Zweifel werden sicherlich hier im Forum ganz schnell zerstreut. Ein paar Einzelschicksale zum besten gegeben und schon ist Deutschland noch ärmer als es der Bericht behauptet. Wieder ein schönes Thema, wo sich all die Gefrusteten wieder mal etwas Luft machen können. Weil hier soviel Armut herrscht kommen ja auch so viele, weil sie von unserer Armut was abhaben wollen. ;)
Der Verlauf der Diskussion wird Ihnen vermutlich recht geben.

Allerdings wird die Diskussion erst morgen so richtig an Fahrt gewinnen, da die von Ihnen beschriebene Gruppe um diese Uhrzeit längst Feierabend gemacht und das warme Büro verlassen hat.

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Pavel Nowottny 23.10.2012, 18:08
7. Niemand in Deutschland ist arm

Es mag Menschen in diesem Land geben, die tatsächlich unverschuldet über ein geringeres Einkommen verfügen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Aber "arm" ist hier eindeutig niemand! Jedenfalls nicht, wenn er oder sie sich an die Spielregeln halten. Und die lauten nunmal: wer es nicht besser kann, muß sich vom Staat abhängig machen. Und darf auch gerne entsprechend gegängelt werden.

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odysseus33 23.10.2012, 18:08
8. Schlussfolgerungen?

Und was soll jetzt damit bewiesen oder widerlegt werden?
Es ist doch auch eher zweitrangig für den der arm ist ob seinesgleichen 8 oder 16 MIllionen sind. Die Frage ist wie die Gesellschaft mit dem Phänomen umgeht, bzw, ganz konkret mit diesem Menschen. Denn diese Menschen gibt es und sie leben mit uns.
Besonders drollig ist es ja wenn CDU/FDP heftig bestreiten dass es viele Arme gäbe, aber bei nächster Gelegenheit behauptet "wir" können es uns nicht leisten diese so zu unterstützen dass sie in Würde teilhaben können. Weil die Kassen "leer" seien, usw..

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verdammteaxt 23.10.2012, 18:09
9. So wird mit Spiegel alles wieder schön.

Zitat von sysop
Jeder fünfte Deutsche ist laut einer neuen Statistik von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Versagt ausgerechnet das wirtschaftliche Vorzeigeland Europas in der Sozialpolitik? Nein. Denn die EU-Methode ordnet sogar Menschen als arm ein, die Mietshäuser geerbt haben.
ich sehs anders, ich glaube, die wenigstens erben Mietshäuser und würden die Statistik nicht großartig verändern. Ihre Überschrift empfindet jeder, der Ihnen nach "wirklich" in die Statistik gehört, als Ohrfeige. Und kein Zweifel besteht darin, dass die Schere zwischen arm und reich imemr weiter auseinandergeht, der Mittelstand vernichtet wird, und die Reichen immer noch viel zu viele Begünstigungen bekommen. Noch ist vllt alles okay, aber mit der Politik und dem abartigen Turbokapitalismus ist es nur eine Frage der Zeit. Nicht vergessen, der deutschen Wirtschaft geht es zZ gut, nicht "den Deutschen". Viele müssen jetzt schon 2 Jobs machen, um irgendwie zurecht zu kommen. Auch ncht vergessen, Deutschland ist das Land mit dem größen Billiglohnsektor in Europa! (Zeitarbeit, 1€jobs, etc) Das preist die Regierung dann immer als Erfolg und niedrige Arbeitslosigkeit.

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