Forum: Wirtschaft
Zwölf Wochen vor Brexit: Britische Handelskammern melden "Wirtschaft in Schockstarre"
AFP

Am 29. März soll Großbritannien die EU verlassen - doch der künftige Status der Handelsbeziehungen ist noch immer ungeklärt. Nun schlägt die Unsicherheit auf die Konjunktur durch.

Seite 1 von 21
bigroyaleddi 03.01.2019, 11:34
1. Wundert denn das noch irgendjemanden?

Aber immerhin, ein Wachstum von 0,2 ist noch drin. Ich hätte eigentlich ein negatives Ergebnis erwartet. Aber offensichtlich scheint die "Schockstarre" sich derzeit in massiven Minuszahlen doch noch nicht zu manisfestieren. Oder sehe ich da irgendwas falsch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
claus7447 03.01.2019, 11:38
2. Erstaunlich

Ich hatte das erste HJ 18 mehrfach in GB zu tun. Als ich in dem dortigen Unternehmen mal nachfragte, welche Schritte, Maßnahmen man für den Fall eines harten Brexit einleiten würde: "verständnisloses Kopfschütteln!" Wird schon gut gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
grotefend 03.01.2019, 11:40
3. Ein voller Erfolg!

Jetzt zeigen dich endlich die zahllosen Vorteile, die die Brexiteers dem Wahlvolk versprochen haben. Dem Vereinigten Königreich geht es ja besser wie je zuvor. *irony off*

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isi-dor 03.01.2019, 11:43
4.

Schockstarre ist nicht das Schlechteste. Die kann man nutzen, um mal gründlich nachzudenken, was man denn eigentlich will. Und dann lässt man darüber endlich mal frei und fair abstimmen.
Es wäre so einfach, wenn die Vernunft regieren würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
henne.k 03.01.2019, 11:48
5. Zeitzeuge eines spannenden Prozesses

Würde man aktuell eine Umfrage starten, würde wahrscheinlich deutlich mehr als die Hälfte der Briten für einen Verbleib stimmen. Wie man eine einmal getroffene überhastete Entscheidung ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen kann, daran dürfen wir als Zeitzeugen gerade teilhaben. Ich bin sehr gespannt über die weiteren Vorgänge und, ob sich die Wirtschaft GBs nach Austritt von dieser rigorosen Maßnahme auf lange Sicht erholen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 03.01.2019, 11:50
6.

Zitat von isi-dor
Schockstarre ist nicht das Schlechteste. Die kann man nutzen, um mal gründlich nachzudenken, was man denn eigentlich will. Und dann lässt man darüber endlich mal frei und fair abstimmen. Es wäre so einfach, wenn die Vernunft regieren würde.
Ich glaube Sie verwechseln da was. Eines der Merkmale einer Schockstarre ist, dass man eben nicht zu gründlichem Nachdenken fähig ist.

Ein zweites Referendum kann man mittlerweile wohl aus rein praktischen Gründen abschreiben. Dafür dürfte die Zeit nicht mehr reichen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat das Brexit-Refernedum annähernd ein Jahr an Vorbereitungszeit gekostet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
grotefend 03.01.2019, 11:52
7. Sie sagen es!

Zitat von isi-dor
Schockstarre ist nicht das Schlechteste. Die kann man nutzen, um mal gründlich nachzudenken, was man denn eigentlich will. Und dann lässt man darüber endlich mal frei und fair abstimmen. Es wäre so einfach, wenn die Vernunft regieren würde.
Die EU wurde aber über Jahrzehnte zum Buhmann für alles gemacht, was auf der Insel schlecht gelaufen ist. Wahrscheinlich würde man es argumentativ noch so hinbekommen, dass man Brüssel auch für die aktuelle Situation verantwortlich machen kann. Die Vernunft kehrt vermutlich erst dann ein, wenn konservative Politiker ihre Verfehlungen der Bevölkerung verkaufen müssen, ohne den schwarzen Peter nach Europa schieben zu können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cataclysmic 03.01.2019, 12:06
8. Chaos mit Ansage

Bisher hatte ich Brexit immer so abgeschüttelt. 'Wenn sich UK wie ein bockiges kleines Kind verabschiedet, dann sollten sie doch einfach gehen und wir sie ziehen lassen.' Die vergangenen Wochen habe ich mich intensiver mit dem Thema befasst und ein wenig besser verstanden, was ein 'No Deal'-Brexit denn eigentlich hieße. Ein 'No Deal'-Brexit wäre ein selbstgewählter ökonomischer Freitot für UK mit katastrophalen Auswirkungen für die gesamte Bevölkerung. Dass die EU jetzt Notfallpläne macht und UK Notfallhilfe anbietet, ist richtig so. Das ist quasi eine humanitäre Hilfsmaßnahme. Dass diese Hilfe in UK als Schwäche ausgelegt wird, ist eine Frechheit.
Dennoch kann ich die Firmen verstehen, die sich nicht vorbereiten. Ein No Deal hätte derart dramatische Folgen, dass diese völlig unbegreiflich sind. Und wie soll man sich auf ökonomische Isolation vorbereiten?
Ich sage nur: "Everything stops." (Jason Hunter)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
NorddeutschePflanze 03.01.2019, 12:08
9. Vergessen Sie es!

Zitat von grotefend
Die Vernunft kehrt vermutlich erst dann ein, wenn konservative Politiker ihre Verfehlungen der Bevölkerung verkaufen müssen, ohne den schwarzen Peter nach Europa schieben zu können.
Egal wie viele Fehler Politiker auch machen, Schuld werden immer "die Anderen" sein. Und da zu viele Leute auch die dreistesten Lügen noch glauben wollen, da das in ihr einfaches Weltbild passt, kommen diese Blender damit auch noch durch.
Sieht man überall auf der Welt, auch bei uns im Lande.
Also: Wird nix, die EU wird immer schuld sein an allem, was den Briten in Zukunft an Widrigkeiten ins Haus steht.
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Das Zitat stammt wahrscheinlich nicht von Einstein)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 21