Forum: Wissenschaft
95 Prozent weniger CO2 bis 2050: So teuer wird das neue GroKo-Klimaziel
Patrick Pleul

Kurzfristig sieht es schlecht aus mit den Klimazielen - dafür hat sich Deutschland bis 2050 viel vorgenommen: Um bis zu 95 Prozent sollen die Treibhausgase zurückgehen. Forscher haben ausgerechnet, wie das klappen kann.

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hausfeen 31.10.2019, 13:24
1. Der hohe Preis ist den Profiteuren geschuldet, nicht den Maßnahmen.

Das war schon beim Atomausstieg so und bei der EEG-Umlage.

Die alten Profitpools werden durch neue, sogar ergiebigere ersetzt. Dem Bürger darf es wohl Schmerzen bereiten, den Unternehmen jedoch nicht.

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kassandra21 31.10.2019, 13:28
2. Bis 2050...

...erreichen wir dieses Ziel ganz problemlos, indem wir einfach so weitermachen wie die letzten 50 Jahre auch. Dann sind Öl und Gas weg, das Kohlenstoffdioxid jenseits von Gut und Böse und die Weltbevölkerung auf zwei Milliarden runter. Das senkt die Emissionen dann sehr dauerhaft. Von den Scheiterhaufen aus Aktien und sonstigen Wertlospapieren, auf denen die Verantwortlichen dann verbrannt werden, natürlich abgesehen.

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tobias13 31.10.2019, 13:29
3. lächerlich

wieder ein überzogenes ziel das keine seriöse basis hat.
einfach mal einen raus hauen und sich dann wundern, erschrocken und überrascht sein wenn sich auch andere tricks einfallen lassen wie die ingenieure der automobilindustrie beim diesel. intelligent und seriös ist anders!

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Ein_denkender_Querulant 31.10.2019, 13:30
4. Zu spät ...

Das CO2, was wir Menschen in die Atmosphäre bringen, ist gar nicht das wirkliche Problem. Das Problem wird werden, dass ab bestimmten Temperaturen unaufhaltsame Prozesse beginnen. Zuerst taut der Permafrostboden großflächig auf und setzt Unmengen Methan frei, dann kommen die Methanhydrate im küstennahen Meeresboden dazu und dann gasen aus den Weltmeeren unglaubliche CO2 Mengen aus, sobald das Meer wärmer wird.

Wir haben den Prozess angestoßen. Der Permafrostboden taut auf weiter Flur und er produziert mehr Methan, als in den Klimamodellen vorhergesagt wurde. Wissenschaftler sind immer konservativ und vorsichtig, darum muss man auch deren Modellrechnungen mit Vorsicht genießen, es wird schlimmer werden, als prognostiziert. Ich gehe von 10°C im Jahre 2200 aus. Und damit ist das Leben auf der Erde für den Menschen nur noch in schmale Bereichen möglich

Und was machen wir? Wir diskutieren, ob SUVs nun sinnvoll oder nicht sind und ob es unser gutes Recht ist, dreimal im Jahr um die Welt zu fliegen, das Fleischkonsum ein Grundrecht ist und überhaupt, die phösen Chinesen sind schuld und die Überbevölkerung mit Menschen in Regionen, die weder Strom haben, noch sonst irgend einen CO2 Fussabdruck erzeugen. Fingerpointing.

Das EEG der Grünen war ein riesiger Erfolg, schaut man auf weltweit installierte Solarzellen und Windkraftanlagen. Nur Deutschland unter Merkel hat alles sabotiert. Unsere Windkraftindustrie ist ebenso zerschlagen wie vorher die Solarindustrie. Perfide eingefädelt mit der Rücknahme des Atomausstieges, Duldung von chinesischem Dumping und schwammigen Ausbauzielen oder Sicherheit.

Und wenn die Grünen einen vegetarischen Tag in Kantinen vorschlagen und Verbrennungsmotoren zu gunsten anderer Techniken verbieten wollen, gehen die Menschen auf die Straße.

Nichts wird passieren, rein gar nicht.

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tropfstein 31.10.2019, 13:32
5. Kosten-Nutzen-Rechnung

Ich vermisse die Abwägung zwischen Kosten und Nutzen. Mir drängt sich vielmehr der Verdacht auf, da hat jemand irgendeine CO2-Zahl genannt und die muss jetzt realisiert werden (denn Deutschland rettet die Welt)

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triplemax 31.10.2019, 13:33
6. Atomkraft?

Und kein einziges Wort zur einfachsten und billigsten Methode CO2 Ausstoß zu senken: Kernkraft? Zumindest für eine Übergangszeit von 50-80 Jahren. Das Sicherheitsargument zieht hier nicht, weil wir rundherum von KKWs unserer europäischen Nachbarn umgeben sind, die erstaunlicherweise immer nah zur deutschen Grenze gebaut werden. In Frankreich kostet die kWh 7 Cent, ein Viertel unseres Preises. Bei dem Preis würde sich der Umstieg auf ein Elektroauto auch lohnen. Bei unseren Strompreisen ist man nämlich nicht vom Preis/km Wert von Diesel entfernt. (Tesla wird angegeben mit 20kWh pro 100km, das sind ca. 6 EUR =~ 5L Diesel)

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chewbakka 31.10.2019, 13:33
7. Schöne Grafik

Vor allem: 2/3 des CO2 Ausstoßes kommen aus Asien und dem mittleren Osten .......
Und warum zum Donner reagieren wir Deutschen derart hysterisch - die GESAMTEN EU28 sind grade mal für ca. 15% des Gesamtausstoßes verantwortlich. Von daher ist die hysterische Eile bei uns in Deutschland nur gaaanz schwer nachvollziehbar. Selbst wenn wir unseren Ausstoß heute auf Null reduzieren, wird das in der Gesamtbilanz so gut wie nichts ändern. Also bitte das Ganze etwas tiefer hängen. Die Aufgabe unserer Regierung ist es, für Deutschland zu sorgen und eben nicht den doch offenbar untauglichen Versuch zu unternehmen, die Welt auf unsere Kosten zu retten.

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MisterD 31.10.2019, 13:34
8. Auf Erdgas zu verzichten...

ist Irrsinn... wer heute ein KfW55 Haus baut, hat auf 1m² noch einen Verbrauch von 40 kWh Heizenergie pro Jahr. Das sind auf ein 150m² grosses Haus mit 3 Personen etwa 0,8t CO2 im Jahr, also 250kg pro Person... und wer soll sich überhaupt noch eine Mietwohnung leisten können, wenn die in 20 Jahren alle auf Niedrigenergie durchsaniert sind? Unter 10 EUR/m² geht dann selbst in Neustrelitz nix mehr... es sind hehre Ziele keine Frage. Aber wer um alles in der Welt soll das am Ende noch bezahlen?

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marthaimschnee 31.10.2019, 13:35
9. kostenoptimale Lösung

Da war es wieder, das Problem, das alles in die Tiefe reist. Die Regierung wie auch die Wirtschaft interessiert am Klimawandel vor allem eins: wie man damit Geld verdienen kann! Und daher wird das auf gar keinen Fall kostenoptimal ablaufen, da wollen schließlich viele Rädchen im Getriebe Schmierstoffe abgreifen. Und zudem steht man vor dem Problem, daß man ja die Masseneinkommen gerade mühevoll zuammengestutzt hat (Gerhard Schröder ist immer noch stolz auf den Hartz-generierten Niedriglohnsektor), man sich Klimaschonendes Verhalten aber auf Verbraucherseite erstmal leisten können muß. Da klimschonende Lösungen als aufpreispflichtiges Extra verkaufen zu wollen - und nichts anderes hat die Wirtschaft vor - wird also obendrein noch richtig schief gehen. Und als ob das nicht reicht, kommt der Deutschland-Faktor hinzu, der die bei jedem Großprojekt derzeit die Kosten verdoppelt und den Nutzen halbiert. Auch das sollte man lieber beim größten aller Projekte erwarten, statt das Optimum mit maximaler Effizienz anszusetzen. Bedeutet also: Multiplikation mit 4 - mindestens! Das mögen dann nur 5% des BIP sein, sind aber ca 2/3 des aktuellen Staatshaushaltes. Genau dort wird man sich jedoch dafür bedienen wollen und nicht etwa bei der Wirtschaftsleistung.

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