Forum: Wissenschaft
Abgelehnte Studie: Macho-Gutachten empört Forscherinnen
Corbis

Zwei Forscherinnen reichen eine Arbeit zur Begutachtung bei einem Fachmagazin ein - und bekommen eine mit frauenfeindlichen Sprüchen garnierte Ablehnung zurück. Inzwischen hat sich der Verlag dafür entschuldigt.

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Mathesar 30.04.2015, 18:16
1. Sorry...

..die Kommentare empfinde ich nicht als sexistisch, sondern durchaus rational. Schon beim Thema habe ich geschluckt und die Kommentare lassen mich ahnen, wie es in der Ausarbeitung so zugeht.

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spon-facebook-10000004408 30.04.2015, 18:25
2.

"… suchen Sie sich noch ein oder zwei männliche Biologen", heißt es in dem Kommentar. So ließen sich Interpretationen vermeiden, die sich von empirischer Evidenz entfernten hin zu "ideologisch geprägten Annahmen".

Ist dies nicht der Grund, weshalb in jedem noch so sinnlosen Gremium immer mindestens eine Frau sitzen muss? Damit die Jungs die armen Frauen nicht aus ihren Clubs ausschließen? Lustig was passiert, wenn man die Forderung umkehrt. Die Gender-Debatte entlarvt sich mal wieder selbst...

Der zweite Kommentar aus der Peer Review ist hingegen tatsächlich dämlich und hat dort nichts verloren.

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Fackus 30.04.2015, 18:31
3. in der Tat

also ich den Artikel durchgesehen hatte, fragte ich mich: Und wo war jetzt der Skandal?

Wenn sich eine Arbeit mit "Unterschieden zwischen männlichen und weiblichen Forschern" befasst und nur Autorinnen auftauchen, hat der Verlag natürlich schlechte Karten, das Material unter die Leute zu bringen. Denn in der heutigen Zeit wittert wohl fast jeder Leser, dass da nicht unbedingt unvoreingenommen an die Sache gegangen wird. Man kennt das je zur Genüge.
Das sind halt die Rückschläge in dem ganzen Gender-Hype, da müssen die mit leben.

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123456789abc 30.04.2015, 18:34
4. Ist doch interessant, womit Biologie sich befasst

früher wäre sowas glatt ein Thema für qualifizierte
Soziologen gewesen.

Der Vergleich mit der Geschwindigkeit beim Rennen ist
natürlich recht dümmlich, aber wenn jemand sagt, dass
eine auf den geschlechterunterschied abzielende Arbeit
überzeugender ist, wenn beide Geschlechter einen
nachweisbaren Einfluss haben, dann ist das nichts anderes als bei einer Berufungskommission immer zu verlangen, dass auch Frauen darin sind ... eben weil
man einem Geschlecht allein (hier die Männer) keine
Objektivität zutrauen kann.

Ansonsten ist es prinzipiel Unfug, mit Auszügen aus einem Gutachten an die Öffentlichkeit zu gehen...
wenn schon, dann muss alles veröffentlicht werden, damit sich Aussagen in den Kontext einordnen lassen--- hier wäre zentral zu beurteilen, ob sich die
Schlussfolgerungen der Autorinnen empirisch belegen lassen/belegt wurden oder nicht. Von diesem zentralen Kriterium dürfen keine Spekulationen über die (ideologischen) Ursachen dieses eventuellen Problems ablenken.

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annoo 30.04.2015, 18:35
5. Sorry

Zitat von Mathesar
Sorry..die Kommentare empfinde ich nicht als sexistisch, sondern durchaus rational.
Sorry, aber nur weil Sie etwas nicht als sexistisch empfinden, heißt das ja noch lange nicht, dass es nicht sexistisch IST.

Das Zitat "Vielleicht ist es nicht überraschend, dass männliche Doktoranden häufiger als Zweitautor von Fachartikeln auftauchen als Doktorandinnen. Es ist ja auch so, dass männliche Studenten eine Meile schneller laufen können als weibliche." finden Sie also wertneutral und sachlich??? Das lässt tief blicken. Sexismus sitzt offensichtlich deutlich tiefer als man so ahnt...

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Vaen 30.04.2015, 18:37
6.

Die Kommentare sind in der englischen Originalfassung weit weniger absolut, wie es die Spiegel-Übersetzung vermuten lässt. Nach dem Original-Wortlaut halte ich die Aussagen für nachvollziehbar: Eine Studie, die einen Unterschied zwischen Frauen und Männern untersucht, erfährt einen Glaubhaftigkeitszuwachs, wenn beide Geschlechter daran beteiligt waren. Die Analogie zwischen Veröffentlichungen und Streckenzeiten halte ich für nicht haltbar; trotzdem ist es wichtig, etwaige biologische Gründe für einrn etwaigen Unterschied auszuschließen - gerade um eine ungerechte Behandlung aufdecken zu können.

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Sackaboner 30.04.2015, 18:41
7.

Die ganze Genderlehre, also dass Mann und Frau keine biologischen Entitäten sondern soziale Konstrukte seien, entbehrt jeder Wissenschaftlichkeit und ist vielmehr eine Ideologie, die auf gleichem Niveau liegt wie die biblisch begründete Schöpfungslehre oder die Lehre, dass der Herr der Schöpfung ein Spaghettimonster ist oder dass die Erde eine Scheibe ist oder dass die Erde die Mitte des Kosmos ist, oder was auch immer sich manche Leutchen aussuchen mögen. Und dazu handelt es sich noch um eine zutiefst inhumane, bösartige, gehässige und menschenfeindliche Ideologie!!!!

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hemithea 30.04.2015, 18:41
8.

Zitat von Mathesar
..die Kommentare empfinde ich nicht als sexistisch, sondern durchaus rational. Schon beim Thema habe ich geschluckt und die Kommentare lassen mich ahnen, wie es in der Ausarbeitung so zugeht.
Echt jetzt? Unabhängig davon, dass ich das Thema der Veröffentlichung echt seltsam finde und nichts von dem Genderkram halte, finde ich diese Kommentare erstmal einfach nur unverschämt. Wären sie an männliche Autoren in ähnlicherweise gerichtet, hätte ich die gleiche Meinung.

Ob die Inhalte Quatsch/Unfung oder einfach falsch interpretiert waren/sind, man kann Kritik in respektvoller Form äußern.

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hemithea 30.04.2015, 18:43
9.

Echt jetzt? Unabhängig davon, dass ich das Thema der Veröffentlichung echt seltsam finde und nichts von dem Genderkram halte, finde ich diese Kommentare erstmal einfach nur unverschämt. Wären sie an männliche Autoren in ähnlicherweise gerichtet, hätte ich die gleiche Meinung.

Ob die Inhalte Quatsch/Unfung oder einfach falsch interpretiert waren/sind, man kann Kritik in respektvoller Form äußern.

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