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Abgelehnte Studie: Macho-Gutachten empört Forscherinnen
Corbis

Zwei Forscherinnen reichen eine Arbeit zur Begutachtung bei einem Fachmagazin ein - und bekommen eine mit frauenfeindlichen Sprüchen garnierte Ablehnung zurück. Inzwischen hat sich der Verlag dafür entschuldigt.

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chrima 01.05.2015, 01:45
90.

Zitat von spon-1280943165745
die zweite Bemerkung aber unterstellt im Umkehrschluss das Frauen auch in den Geisteswissenschaften weniger als Männer können und das ist falsch.
Hier nochmal die zweite Bemerkung in vermutlich ähnlich schlechter Übersetzung wie die der Ersten:

"Vielleicht ist es nicht überraschend, dass männliche Doktoranden häufiger als Zweitautor von Fachartikeln auftauchen als Doktorandinnen. Es ist ja auch so, dass männliche Studenten eine Meile schneller laufen können als weibliche."

Was soll hier die Schlussfolgerung sein, die umzukehren wäre?

"Wenn mehr Männer als Frauen als Zweitautor von Fachartikeln auftauchen, dann laufen männliche Studierende (müßte es übrigens pc-konform lauten, das üben wir noch!) die Meile schneller als weibliche"?

Dann wäre der Umkehrschluss:

"Wenn männliche studierende die Meile nicht schneller laufen als weibliche, dann tauchen nicht mehr Männer als Frauen als Autoren von Fachartikeln auf."

Die zweite Bemerkung enthält aber gar keine Implikation, es gibt also gar keinen logischen Umkehrschluss und damit auch nicht den von Ihnen herbei fantasierten. Logik für Erstsemester der Mathematik und der Philosophie.

Es werden lediglich zwei Tatsachen (wobei die mit den Zweitautoren offenbar im Objekt des Review quantitativ belegt wird) aneinandergereiht.
Was daran falsch sein kann ist mir ein Rätsel.

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Reza Rosenbaum 01.05.2015, 01:49
91. Der Kleine Unterschied

Zitat von Vex
Ich bin ja selbst ein Mann und auch Biologe und wenn sie sich mal anständig informieren würden sie wissen das das weibliche Gehirn dem männlichen nicht nachsteht. Ich kann kaum glauben das man solche Andeutungen noch in der heutigen Zeit lesen muss das ist etwa das Niveau der Rassenlehre vor 75 Jahren.
Naja, wenn Sie selbst "Mann und Biologe" sind, dann wissen Sie ja auch, dass es elend viele Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, die alle koerperlich begruendet sind - zwei X Chromosomen, andersartiger Hormonhaushalt, verschiedene Rollen in der Fortpflanzung und so. Und obwohl es all diese Unterschiede gibt, die sich ja nicht nur in der koerperlichen Leistungsfaehigkeit manifestieren, sondern auch durchaus in anderen Bereichen des Lebens (Neigung zu Aggression, Depression, Gewalttaetigkeit, Fuersorge, etc.), dass ausgerechnet bei der akademischen Bildung die grosse Gleichheit besteht? Und das angesichts all der Studien, die deutliche Unterschiede in der Hirntaetigkeit bei gleicher Reizzufuhr zwischen Maennern und Frauen festgestellt haben? Rechte und linke Gehirnhaelfte, Sie moegen sich da dumpf erinnern. Also, das klingt schon sehr nach dogmatischer Gleichmacherei, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, oder?

Meiner Meinung nach werden spaetere Generationen auf die Zeit zwischen '68 und dem Ende der Frauenbewegung mit einem mitleidigen Laecheln zurueckblicken, und verstaendnislos den Kopf schuetteln darueber, dass man immer so krampfhaft versucht hat, Gleichheit herbeizubeten, anstatt sich auf Gleichberechtigung zu konzentrieren.

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tangoxy 01.05.2015, 06:00
92. Sorry...

wir urteilen über die Kommentare, haben die eingereichte Arbeit aber nicht vorliegen.
Das Thema selbst ist schon sexistisch und bedarf einer kritischen Betrachtung.

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yeyo 01.05.2015, 06:20
93. ...

es wurde ja nur eine männerquote gefordert.

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mangeder 01.05.2015, 06:53
94. Die Kommentare zeigen es

Die dumpfackenen Kommentare von ewiggestrigen Frauenhassern und rechten Hasspredigern sind nur ein weiterer Beleg!

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shran 01.05.2015, 07:31
95.

Ich kann verstehen wenn manche so reagieren bzw. antworten. Ich müsste mich da auch sehr zusammenreißen wenn ich solche, als Wissenschaft deklarierte, "Gender studies" beurteilen sollte.
Ich frage mich warum meist nur Frauen dieses ganze Gender Gedöns umtreibt ?! Respekt in einem Arbeits-/Forschungsbereich verdient man sich durch harte, fundierte Arbeit die einen wirklichen Mehrwert bietet. Aber sicher nicht dadurch, indem man dem anderen Geschlecht fortlaufend irgendwelche Dinge unterstellt. Also, kümmert euch mehr um "die Sache" als um drittklassige Banalitäten wie "das Umfeld".

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AlexB1985 01.05.2015, 07:53
96. so viel bullshit

wie in den Kommentaren hier habe ich lange nicht gelesen. das zeigt wie wichtig der Feminismus nach wie vor ist.. unqualifizierte Kommentare meist von Männern, die einzig und allein darauf abzielen, die gesellschaftlichen Unterschiede (gender pay gap,...) zu rechtfertigen. Frauen verdienen bei gleicher Ausbildung und gleicher Leistung weniger als Männer, bleiben für Kinder und Pflege der Angehörigen im Beruf zurück und werde dafür mit einer mickrigen Rente belohnt. da könnte ich kotzen. die Antwort auf den Artikel sind wenig wissenschaftlich..

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zbv10 01.05.2015, 09:16
97. Alles komisch!

Woher wussten die Reviewer, dass beide Autoren weiblich sind? Eigentlich sind die Gutachten doppel-blind, d. h., weder die Autoren kennen die Gutachter, noch kennen die Gutachter die Autoren. Und überhaupt: jeder halbwegs professionelle Herausgeber eines Fachjournals hätte solch ein Gutachten in den Papierkorb geworfen und einen anderen Gutachter bestellt. Passiert häufig genug. Irgendwie beschleicht mich der Verdacht, dass die Autoren, der Editor und die Gutachachter unter einer Decke stecken, um in dem tristen Wissenschaftler-Dasein endlich mal in eine richtige Zeitung zu kommen.

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elaard.wiesinger 01.05.2015, 09:22
98.

Zitat von annoo
Eieiei, das möchten Sie jetzt gerne glauben... Dass es deutlich mehr Nobelpreisträger als - trägerinnen gibt, lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass man Mädchen lange genug eingeredet hat, sie "könnten" keine Naturwissenschaften. Das ändert sich aber - zum Glück - zunehmend, Mädchen und Frauen ziehen nach. Auch Männer "dürfen jetzt Berufe wählen, die als typisch weiblich gelten, ohne belächelt zu werden. Um auf Ihre Nobelpreis-Thematik zu kommen - hier sind folgende Zahlen interessant: Unter den Nationalsozialisten wurden Zulassungen für Frauen an Universitäten eingeschränkt, geplant war eine Zahl unter 10%. 1934 immatrikulierten sich 10538 Männer und 1503 Frauen. Und da spekulieren Sie ernsthaft, Männer hätten einfach andere Interessen und seien deshalb erfolgreichere Wissenschaftler???
Wenn sie mir das nicht glauben, dann lesen sie doch mal das Interview mit Christiane Nüsslein-Volhard auf Zeit de: http://www.zeit.de/2015/12/frauen-prioritaet-wissenschaft-christiane-nuesslein-volhard

Und was haben jetzt schon wieder die Nazis damit zu tun?

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Der Durchschnittsdeutsche 01.05.2015, 10:09
99.

Zitat von Vex
Wissen sie was sie da eigentlich schreiben ? Es geht hier um akademische Bildung nicht um körperliche Merkmale. Wollen sie jetzt wirklich sagen das es in der akademischen Bildung biologische Unterscheide zwischen Mann und Frau gibt ? Ich bin ja selbst ein Mann und auch Biologe und wenn sie sich mal anständig informieren würden sie wissen das das weibliche Gehirn dem männlichen nicht nachsteht. Ich kann kaum glauben das man solche Andeutungen noch in der heutigen Zeit lesen muss das ist etwa das Niveau der Rassenlehre vor 75 Jahren.
Es geht nicht um akademische Bildung, sondern um Unterschiede in den angeborenen intellektuellen Fähigkeiten. Und die existieren sehr wohl zwischen Männern und Frauen. Als Biologie sollten Sie wissen, dass allein Testosteron auf die Entwicklung des Gehirns maßgeblichen Einfluss hat. Ob nun das weibliche Gehirn dem männlichen nachsteht ist wohl eher Ansichtssache und hängt davon ab, welche geistigen Fähigkeiten man wie priorisiert. Unterschiede in diesen Fähigkeiten gibt es zwischen den Geschlechtern aber sehr wohl. Und von Menschen mit akademischen Hintergrund erwarte ich die Fähigkeit zu einer sachlichen Diskussion über Talkshow-Niveau. Und dies schließt ganz sicher das theatralisch, empörte Herstellen einer Verbindung von den hier in einigen Beiträgen zum Ausdruck gebrachten Überzeugung, dass es diese Unterschiede eben doch gibt, zur Rassenlehre der NS-Diktatur, aus.

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