Forum: Wissenschaft
Abgelehnte Studie: Macho-Gutachten empört Forscherinnen
Corbis

Zwei Forscherinnen reichen eine Arbeit zur Begutachtung bei einem Fachmagazin ein - und bekommen eine mit frauenfeindlichen Sprüchen garnierte Ablehnung zurück. Inzwischen hat sich der Verlag dafür entschuldigt.

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Troll-Oberkommando 01.05.2015, 11:04
100.

Zitat von brooklyner
So sehr ich dem Sexismus Vorwurf zustimme, ist Ihr Kommentar sehr einseitig. Sie glauben wohl auch noch an das Märchen, dass kleine Mädchen die Farbe Rosa nur wegen der Anerziehung bevorzugen?
Ich habe die Farbe Rosa als Kind gehasst und die rosa Klamotten, die ich verpasst bekommen habe weggeschmissen. Statt einen rosa Schulranzen, wollte ich immer einen blauen Amigo-Ranzen haben.

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FocusTurnier 01.05.2015, 11:18
101. @annoo. Nobelpreise und Nazis

Zitat von annoo
Um auf Ihre Nobelpreis-Thematik zu kommen - hier sind folgende Zahlen interessant: Unter den Nationalsozialisten wurden Zulassungen für Frauen an Universitäten eingeschränkt, geplant war eine Zahl unter 10%. 1934 immatrikulierten sich 10538 Männer und 1503 Frauen. Und da spekulieren Sie ernsthaft, Männer hätten einfach andere Interessen und seien deshalb erfolgreichere Wissenschaftler???
Haben Sie neben Ihrem abstrusen Nazi-Vergleich auch mal an die unterschiedliche Varianz der IQs von Frauen und Männern gedacht? Im Schnitt schwanken die IQs von Männern deutlich mehr um einen Mittelwert herum, als die von Frauen, Dh es gibt mehr männliche Genies als weibliche, aber eben auch mehr "Deppen".

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lew111 01.05.2015, 11:31
102. Ich frage mich

Zitat von AlexB1985
wie in den Kommentaren hier habe ich lange nicht gelesen. das zeigt wie wichtig der Feminismus nach wie vor ist.. unqualifizierte Kommentare meist von Männern, die einzig und allein darauf abzielen, die gesellschaftlichen Unterschiede (gender pay gap,...) zu rechtfertigen. Frauen verdienen bei gleicher Ausbildung und gleicher Leistung weniger als Männer, bleiben für Kinder und Pflege der Angehörigen im Beruf zurück und werde dafür mit einer mickrigen Rente belohnt. da könnte ich kotzen. die Antwort auf den Artikel sind wenig wissenschaftlich..
Ich frage mich ob Sie ein Troll sind und provozieren wollen. Na Ja ich nehme Sie mal ernst.

Können Sie bitte Kommentare zitieren die die gesellschaftliche Unterschiede rechtfertigen. Nee, Sie wollen nicht. es ist ja auch leichter einfach mal undifferenzierte Behauptungen aufzustellen. Das hat man ja im Internet gelernt.

Frauen verdienen weniger.....
Dieses Thema ist bereits öfter bei SPON diskutiert worden. Es besteht ja nicht mal bei denen die das behaupten Einigkeit. Ist es 22% oder 10% oder 7% oder 4% oder gibt es keinen Unterschied. Auch hier lieber was behaupten statt nachzuweisen.

Sie müssen ja eine Wissenschaftlerin sein um behaupten zu können das die Antwort wenig wissenschaftlich ist. Ich war lange Zeit einer und kann Ihnen sagen das die Kommentare schon erahnen lassen, das etwas mit der Arbeit faul ist. Aber das werden wir wohl in SPON nicht erfahren.

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ruhepuls 01.05.2015, 11:45
103. Komisch

Ständig wird angemahnt, es müssten Frauen in Aufsichtsräte etc kommen, damit nicht alles männlich dominiert wird. Dreht mann den Spieß dann mal um, und fordert "männliche Ausgewogenheit", dann ist das sexistisch...

Aber so ist das nun mal: Eine Frau, die Hausarbeit verweigert ist eine "starke Frau". Ein Mann der Hausarbeit verweigert ist "ein Macho".

(Der Kommentar mit dem "schneller Laufen" ist allerdings sehr eigenartig...)

Spaß beiseite: Welche Reaktion würden zwei männliche Forscher bekommen, die ein vergleichbares Thema eingereicht hätten? Dann hätte man sofort die einseitige männliche Sicht bemängelt. (Und niemand hätte das sexistisch gefunden. Gibt auch zu denken).

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ruhepuls 01.05.2015, 11:50
104. Bei ähnlichem Thema...

Zitat von Whitejack
Mir wäre nicht bekannt, dass jede eingereichte Arbeit von Männern noch von einer Frau gegengelesen werden müsste. DAS wäre nämlich die Umkehrung der Forderung. Dass selbst solche einfachen Logikschlüsse offenbar zu Problemen führen, entlarvt wieder einmal die "Kritiker" der Gender-Debatte.
Bei einem vergleichbaren Thema wäre es sicher ein Kritikpunkt gewesen, wenn nur Männer Autoren gewesen wären. Immerhin geht es hier um ein Thema, bei dem beide Geschlechter auf einem Auge blind sein dürften.

Vermutlich waren einige der Schlussfolgerungen so offensichtlich "weiblich geprägt", dass es den PR "aufgestoßen" ist.

Die Wahl des Themas spricht an sich schon nicht gerade Objektivität.

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Troll-Oberkommando 01.05.2015, 11:52
105.

Zitat von lew111
Können Sie bitte Kommentare zitieren die die gesellschaftliche Unterschiede rechtfertigen. Nee, Sie wollen nicht. es ist ja auch leichter einfach mal undifferenzierte Behauptungen aufzustellen. Das hat man ja im Internet gelernt.
Nun ja, dass Benachteiligungen mitunter auch sozial konturiert sind, sieht man ja daran, dass Frauen im geisteswissenschaftlichen Sektor auch hinterherhinken, obgleich es ja ihre Domäne sein sollte. (Mehr Professorenstühle durch Männer besetzt). Dort liegt es auch eindeutig daran, dass eher Männer gefördert werden, während Frauen von ranghöheren Akademikern eher belästigt werden.

Darüber hinaus kann man die biologische Interpretation - die sicherlich auch richtig ist - aber auch nicht stringent für Geschlechter-Unterschiede heranziehen, denn: Es gibt ja z.B. auch Frauen, die im Mutterleib einem erhöhten Testoteronspiegel ausgesetzt waren, was dann eine veränderte Gehirnausbildung nach sich gezogen hat. Das heißt sie sehen aus wie Frauen, haben aber ähnliche Hirnstrukturen wie ein Mann.

Quintessenz: Nichts genaues weiß man. Aufgrund des Phänotyps (m/w) lassen sich keine Rückschlüsse über irgendwelche geschlechtsspezifischen Eigenschaften/Qualitäten ziehen.

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sf225 01.05.2015, 11:53
106.

Zitat von Mathesar
..die Kommentare empfinde ich nicht als sexistisch, sondern durchaus rational. Schon beim Thema habe ich geschluckt und die Kommentare lassen mich ahnen, wie es in der Ausarbeitung so zugeht.
Find ich auch. Dass Männer schneller laufen können, beweist doch ganz klar, dass Frauen keine biologischen Artikel verfassen können.

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redebrecht 01.05.2015, 12:25
107. Keine Ahnung

Zitat von Skakesbier
2) "Soziobiologie", demnächst auch "Soziochemie", "Soziophysik", "Soziomathematik"? Schwachsinn! Bloß die Erfindung neuer Tummelplätze für akademische Nieten, die weder im einen noch im anderen Wissenschaftssegment Kompetenz auch nur vortäuschen können.
Die ursprüngliche Soziologe versucht die Gesellschaft mit Mitteln der Statistik und der Psychologie zu erklären. Mit Methoden also, die nicht wenige als sehr zweifelhaft ansehen.
Die Soziobiologie versucht die Gesellschaft anhand von biologischen Erkenntnissen zu erklären. Biologische Fakten können zu eindeutigen Schlußfolgerungen führen, zum Beispiel warum es Mann und Frau benötigt, um Kinder zu zeugen und welche Folgen das für das Zusammenleben haben kann. Der Mensch ist der Baustein, der alle möglichen Bauwerke vorgibt.
Vor allem die traditionelle deutsche Soziologie behauptet das Gegenteil, nach dem Motto: Der Kommunismus schafft gute Kommunisten.
Statistik und Psychologie kann das nicht bieten. Darum ist die Soziologie erst als Soziobiologie ernst zu nehmen, vorher war sie nur mythologisches Geschwafel.

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FocusTurnier 01.05.2015, 12:34
108. @Troll. Wie jetzt

Zitat von Troll-Oberkommando
Darüber hinaus kann man die biologische Interpretation - die sicherlich auch richtig ist - aber auch nicht stringent für Geschlechter-Unterschiede heranziehen, denn: Es gibt ja z.B. auch Frauen, die im Mutterleib einem erhöhten Testoteronspiegel ausgesetzt waren, was dann eine veränderte Gehirnausbildung nach sich gezogen hat. Das heißt sie sehen aus wie Frauen, haben aber ähnliche Hirnstrukturen wie ein Mann.
Pränatales Testosteron. Sie bringen eines der besten Beispiele für die genetische Determination der Geschlechter (dh. Ausprägung geschlechtstypischer Eigenschaften durch Hormone (also Gene)) und beklagen dann eine nicht nachweisbare Diskrimnierung von Frauen, die angeblich sozial konstruiert wurde? Wie passt das zusammen? Wie können Sie nachweisen, daß die von Ihnen behauptete rape-Culture an deutschen Universitäten existiert?

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edelrost 01.05.2015, 12:38
109.

Zitat von sf225
Find ich auch. Dass Männer schneller laufen können, beweist doch ganz klar, dass Frauen keine biologischen Artikel verfassen können.
WTF? Sie sollten vielleicht diese These im Kontext betrachten.

Kaum jemand wird bestreiten, daß Männer im Schnitt schneller laufen können als Frauen, und auch die jeweiligen Bestleistungen zeigen eindeutig, daß stets ein Mann den jeweiligen Rekord innehält. Es kann also vermutet werden, daß es einen Konsens darüber gibt, daß es körperliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, die erstere tendenziell eindeutig bevorteilen. Möglicherweise gibt es ein paar Genferinnen, die anderer Ansicht sind, aber inwieweit diese ernstzunehmen sind, möge jedeR selbst entscheiden.

Wenn man also annimmt, daß Unterschiede zwischen Männern und Frauen grundsätzlich nicht nur denkbar, sondern ganz real vorhanden sind, dann mag die Frage erlaubt sein, ob es nicht auch intellektuelle Unterschiede gibt. Die Antwort auf diese Frage kann zunächst nur "ja" oder "nein" lauten, wobei sich natürlich im Falle eines "ja" sofort weitere Fragen stellen, z. B. nach den Ursachen (liegt das an der Sozialisation, am Umfeld, an biologischen Gründen), doch erstmal geht es nur um einen (möglichen) Unterschied an sich.

Ich vermisse bei der offensichtlich im Paper angesprochenen These, daß als Zweitautoren mehr Männer als Frauen genannt werden, die Untersuchung, ob das relativ zur jeweiligen Anzahl der aktiven Männer und Frauen betrachtet wurde. Solche Petitessen werden nämlich gerne mal unter den Tisch fallen gelassen. Ich bin Physiker, arbeite aber in einem Ingenieursfeld, und da überrascht es mich nicht, daß ich in Fachpublikation viel häufiger Männer als Frauen unter den Autoren finde. Kein Wunder, wenn man bedenkt, daß der Frauenanteil während meines Studiums vor etwa einem Vierteljahrhundert bei ziemlich genau 10% lag, bei angehenden Ingenieuren des Maschinesbaus oder erst recht der Elektrotechnik sogar noch deutlich darunter.

Das ist ähnlich seriös wie die Empörung über einen gender pay gap, wo man die Friseurin, die Floristin und die Fleischereifachverkäuferin in einen Topf wirft mit leitenden Entwicklungsingenieuren.

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