Forum: Wissenschaft
Abgelehnte Studie: Macho-Gutachten empört Forscherinnen
Corbis

Zwei Forscherinnen reichen eine Arbeit zur Begutachtung bei einem Fachmagazin ein - und bekommen eine mit frauenfeindlichen Sprüchen garnierte Ablehnung zurück. Inzwischen hat sich der Verlag dafür entschuldigt.

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blauervogel 01.05.2015, 15:18
120. Toller Nick!

Zitat von Troll-Oberkommando
Ich habe die Farbe Rosa als Kind gehasst und die rosa Klamotten, die ich verpasst bekommen habe weggeschmissen. Statt einen rosa Schulranzen, wollte ich immer einen blauen Amigo-Ranzen haben.
Dein Nick passt ja hervorragend zu vielen hier schreibenden, nur mit der Führung hapert es manchmal noch! :-)
Rosa habe ich geliebt, bis ich mit fünf mit dem Ballett anfing. Für eine echte Ballerina sehen die Tutus in weis doch besser aus. Und mit fünf will man ja schon ganz dabei sein.

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FocusTurnier 01.05.2015, 15:42
121. @petrapanther. Ich sehe Farben

Zitat von petrapanther
Selbstverständlich ist diese Vorliebe anerzogen - vor hundert Jahren war die Farbzuweisung genau umgekehrt: http://www.smithsonianmag.com/arts-culture/when-did-girls-start-wearing-pink-1370097/?all&no-ist
Es gibt aber auch ein Gegenbeispiel, daß zeigt, daß nie eine Farbumkehrung stattgefunden hat:

http://www.researchgate.net/profile/Marco_Del_Giudice/publication/229437155_The_Twentieth_Century_Reversal_of_Pink-Blue_Gender_Coding_A_Scientific_Urban_Legend/links/09e4150c72b7b0ff75000000.pdf

Das Kinderkleidung heute geschlechtsspezifischer ausgeführt als früher, kann auch damit zusammenhängen, daß in früheren Zeiten ein Kleidungsstück für mehrere Kinder unterschiedlichen Geschlechts benötigt wurde. Das ist ja nun heute nicht mehr so.

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FocusTurnier 01.05.2015, 15:47
122. @petrapanther. Tatsachen

Zitat von petrapanther
Auch bei gleicher Ausbildung, gleicher Erfahrung, gleicher Branche usw. verdienen Frauen ca. 7% weniger als Männer. Das ist keine "Lüge", sondern schlicht eine Tatsache. http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/gender-pay-gap-warum-bekommen-frauen-weniger-lohn-a-1024229.html
Genauso wie es eine Tatsache ist, daß das IW Köln Ihnen diese 7% auch noch auf 2%, also statistisches Hintergrundrauschen, herunterrechnet:

http://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/beitrag/beschaeftigungsperspektiven-von-frauen-nur-2-prozent-gehaltsunterschied-102500

Und selbst wenn die 7% Bestand haben sollten, erklärt das noch nicht die Gründe (Was fordert man bei einer Gehaltsverhandlungen und was bekommt man?) Der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität ist in feministischen Kreisen mEn ziemlich unbekannt.

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FocusTurnier 01.05.2015, 16:08
123. @blauer Vogel. Weibliche Überheblichkeit

Zitat von blauervogel
Frauen machen im Schnitt ein deutlich besseres Abi weil sie mindestens so intelligent wie Männer, aber deutlich zielstrebiger und sozialer sind! Wir sind tatsächlich das starke Geschlecht!
Ach herrje, ihr Beitrag strotzt ja nur so vor lauter Überheblichkeit. Die besseren Noten und das damit häufigere schlechte Abschneiden von männlichen Schülern haben Frauen nicht der Überlegenheit ihres Geschlechtszu verdanken, sonder systematischer feministischer Schlechterstellung von Jungen und Jungen Männern im Schulssystem. Eine schnell wieder in der Schublade verschwundene Untersuchung des Frauenministerium gibt es ziemlich eindeutig wieder. In der Studie "Bildungsmißerfolge von Jungen" steht auf S. 16 folgender, sehr eindeutiger Satz:


"In allen Fächern erhalten Jungen auch bei gleichen Kompetenzen schlechter Noten."

http://www.bmbf.de/pubRD/Bildungsmisserfolg.pdf

Frauen sind nicht das bessere Geschlecht, ihre Sätze enttarnen Sie eigentlich als das genaue Gegenteil.

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petrapanther 01.05.2015, 16:12
124.

Zitat von FocusTurnier
Es gibt aber auch ein Gegenbeispiel, daß zeigt, daß nie eine Farbumkehrung stattgefunden hat: http://www.researchgate.net/profile/Marco_Del_Giudice/publication/229437155_The_Twentieth_Century_Reversal_of_Pink-Blue_Gender_Coding_A_Scientific_Urban_Legend/links/09e4150c72b7b0ff75000000.pdf Das Kinderkleidung heute geschlechtsspezifischer ausgeführt als früher, kann auch damit zusammenhängen, daß in früheren Zeiten ein Kleidungsstück für mehrere Kinder unterschiedlichen Geschlechts benötigt wurde. Das ist ja nun heute nicht mehr so.
Der Autor hat nach (aus dem Satzzusammenhang gerissenen) Schlüsselworten in englischsprachiger Literatur gesucht. Des weiteren behauptet er, dass gegenteilige Beweise von Feministinnen gefälscht worden seien - in der besten Tradition antifeministischer Trolle. Sorry, aber Ihr Artikel überzeugt mich nicht.

"Das Kinderkleidung heute geschlechtsspezifischer ausgeführt als früher, kann auch damit zusammenhängen, daß in früheren Zeiten ein Kleidungsstück für mehrere Kinder unterschiedlichen Geschlechts benötigt wurde."

Damit allerdings könnten Sie recht haben.

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petrapanther 01.05.2015, 16:25
125.

Zitat von FocusTurnier
Genauso wie es eine Tatsache ist, daß das IW Köln Ihnen diese 7% auch noch auf 2%, also statistisches Hintergrundrauschen, herunterrechnet: http://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/beitrag/beschaeftigungsperspektiven-von-frauen-nur-2-prozent-gehaltsunterschied-102500 Und selbst wenn die 7% Bestand haben sollten, erklärt das noch nicht die Gründe (Was fordert man bei einer Gehaltsverhandlungen und was bekommt man?) Der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität ist in feministischen Kreisen mEn ziemlich unbekannt.
Wie gross muss der Unterschied denn sein, damit wir uns aufregen dürfen?

"Und selbst wenn die 7% Bestand haben sollten, erklärt das noch nicht die Gründe (Was fordert man bei einer Gehaltsverhandlungen und was bekommt man?)"

Natürlich erklärt es nicht die Gründe! Aber es gibt genug Leute, die vehement abstreiten, dass es überhaupt ein Problem gibt.

"Der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität ist in feministischen Kreisen mEn ziemlich unbekannt."

Ach, ist das so? Komisch, meiner Erfahrung nach ist es gerade umgekehrt. Die dogmatischsten Antifeministen finden sich zumeist in Kreisen der Bevölkerung, die von intellektueller Begabung weitgehend verschont geblieben sind.

Nebenbei bemerkt: Stört es Sie nicht, dass es eine Korrelation zwischen weiblichem Geschlecht und niedrigem Einkommen gibt? Es muss doch ein paar Frauen geben, die Ihnen am Herzen liegen - sind Ihnen deren Berufschancen komplett egal?

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petrapanther 01.05.2015, 16:36
126.

Zitat von FocusTurnier
Ach herrje, ihr Beitrag strotzt ja nur so vor lauter Überheblichkeit. Die besseren Noten und das damit häufigere schlechte Abschneiden von männlichen Schülern haben Frauen nicht der Überlegenheit ihres Geschlechtszu verdanken, sonder systematischer feministischer Schlechterstellung von Jungen und Jungen Männern im Schulssystem. Eine schnell wieder in der Schublade verschwundene Untersuchung des Frauenministerium gibt es ziemlich eindeutig wieder. In der Studie "Bildungsmißerfolge von Jungen" steht auf S. 16 folgender, sehr eindeutiger Satz: "In allen Fächern erhalten Jungen auch bei gleichen Kompetenzen schlechter Noten." http://www.bmbf.de/pubRD/Bildungsmisserfolg.pdf Frauen sind nicht das bessere Geschlecht, ihre Sätze enttarnen Sie eigentlich als das genaue Gegenteil.
Komisch, in dem Artikel steht nichts von einer "systematischen feministischen Schlechterstellung von Jungen" im Schulsystem.

Stattdessen finden sich dort solche Sätze (Seite 52):

"Stereotype Männlichkeitsbilder stellen eine Blockade bei der Realisierung von Lernerfolg bei Jungen und Mädchen dar. Insgesamt verhindert die Orientierung von Lehrkräften an tradierten Geschlechtermodellen Leistungs- und Lernbereitschaft bei beiden Geschlechtern."

Es scheint, dass der Feminismus nicht das Problem, sondern die Lösung ist - für beide Geschlechter.

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spon-facebook-10000012354 01.05.2015, 16:53
127. Die Qualifikation der Forscherinnen für das Thema

Wenn man sich die Publikationsliste der Autorinnen ansieht, dann fragt man sich schon, welche Vorarbeiten die Autorinnen für dieses Thema qualifizieren.

"Es ging unter anderem um die Anzahl der Artikel, die nötig sind, um nach der Promotion eine Postdoc-Stelle zu bekommen. Aber auch um die Anzahl von Studien, in denen jemand als Zweitautor auftaucht". Vermutlich ging es um das Papier "Ingleby F.C. and Head M.L. The PhD-postdoc transition in life sciences: what does it take? In review".

Man könnte das Thema als soziologisch bezeichnen mit dem Schwerpunkt "Wissenschaft". Die Wissenschaftssoziologie untersucht die Wissenschaft als soziale Einrichtung und konzentriert sich auf die Wissenschaftler als soziale Gruppe sowie auf ihre Interaktion mit anderen sozialen Gruppen. Die Schwerpunkte der beiden Autorinnen liegen in anderen Bereichen (s.u.). Es ist offenbar der erste Versuch auf diesem Feld, das von ihrem eigentlichen Forschungsbereich ungewöhnlich weit entfernt ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftssoziologie
http://fionaingleby.weebly.com/publications.html
https://researchers.anu.edu.au/researchers/head-ml

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FocusTurnier 01.05.2015, 17:06
128. Der Feminismus als Lösung - Das denke ich nicht

Zitat von petrapanther
Es scheint, dass der Feminismus nicht das Problem, sondern die Lösung ist - für beide Geschlechter.
An Grundschulen werden Stereotype durch Lehrer reproduziert, das ist mir bekannt. Aber eine fast-Mehrheit an deutschen Grundschulen sind weibliche Lehrer, Männer finden Sie da kaum. Wie auf feministischer Seite mit Männlichkeitsbildern umgegangen wird, zeigt ein Beispiel aus der Praxis ganz gut. Im folgenden geht es um Jungenarbeit durch den Verein Dissens e.V. :

"So spielten Dissens-Mitarbeiter bei einer Projektwoche mit Jungs in Marzahn einen "Vorurteilswettbewerb", an dessen Ende die Erkenntnis stehen sollte, dass sich Männer und Frauen viel weniger unterscheiden als gedacht. Es entspann sich eine heftige Debatte, ob Mädchen im Stehen pinkeln und Jungs Gefühle zeigen können, Sätze flogen hin und her. Am Ende warfen die beiden Dissens-Leute einem besonders selbstbewussten Jungen vor, "dass er eine Scheide habe und nur so tue, als sei er ein Junge", so steht es im Protokoll.

Einem Teenager die Existenz des Geschlechtsteils abzusprechen ist ein ziemlich verwirrender Anwurf, aber das nahmen die Dissens-Leute in Kauf, ihnen ging es um die "Zerstörung von Identitäten", wie sie schreiben. Das Ziel einer "nichtidentitären Jungenarbeit" sei "nicht der andere Junge, sondern gar kein Junge"."

http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html

Ziel feministischer Arbeit soll es anscheinend sein, männliche Identitäten zu zerstören, gerade bei jungen Menschen. Das Problem des Feminismus ist, daß er gegen alles männliche arbeitet und nicht MIT ihm, daß er Männlichkeitsbildern zum Abschaffen toll findet, anstatt, wie das bei Frauen eben auch so ist, eine diverse Anzahl an Männlichkeitsbildern einfach akzeptiert (und auch öffentliche Einrichtungen, wie zB Schulen, danach ausrichtet)
Der Verein Dissenz ist später dann übrigens in das "Bundesforum Männer" aufgegangen, einer politisch-feministischen Alibiveranstaltung, die männliche Anliegen vertreten soll (obwohl man ja Männlichkeit überwinden wolle).

Feminismus ist keine Lösung. Und selbst wen er es wäre (was ich nicht dogmatisch verneinen würde, da Feministinnen, wie zB die Equality-Feministin Christina Hoff Summers oder die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling sich durchaus auch für Jungen- und Männerrechte einsetzen), wäre das eine Wandlung, die das deutsche und europäische Gleichstellungswesen innerlich zerreißen würde.
Der Feminismus hat sich mit einer Ideologie verheiratet. Da kommt er entweder nur durch eine Scheidung raus, oder er wartet bis an sein Ende.

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FocusTurnier 01.05.2015, 17:21
129. @petrapanther. Unterschiede

Zitat von petrapanther
Wie gross muss der Unterschied denn sein, damit wir uns aufregen dürfen? [......] Nebenbei bemerkt: Stört es Sie nicht, dass es eine Korrelation zwischen weiblichem Geschlecht und niedrigem Einkommen gibt? Es muss doch ein paar Frauen geben, die Ihnen am Herzen liegen - sind Ihnen deren Berufschancen komplett egal?
Sie dürfen sich über alles aufregen, das verbietet Ihnen ja niemand. Man sollte dem großen politischen Budenzauber, welcher ja nur aus der Korrelation "Frau-Verdienst" bestand, dann auch mal die Kausalität folgen lassen. Und die schloss zB zu keinem Zeitpunkt ein unterschiedliches Verhalten in der Berufsauswahl, der Arbeitszeit und bei Gehaltsverhandlungen ein. Über die gesamte Bandbreite gesehen können 2% in der Statistik durchaus ein zu vernachlässigender Meßfehler sein.

Die Frauen, die mir zu Herzen liegen, verdienen recht gut und ihrer Leistung entsprechend. Wie ich übrigens auch. Übrigens reproduzieren Sie da gerade ein ziemlich olles Männlichkeitsbild: Warum sollte sich ein Mann Gedanken über das Wohlergehen von Frauen machen, die ja unzählige politisch-feministische Netzwerke gebildet haben? Warten Sie auf den weißen Ritter?

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