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Abgelehnte Studie: Macho-Gutachten empört Forscherinnen
Corbis

Zwei Forscherinnen reichen eine Arbeit zur Begutachtung bei einem Fachmagazin ein - und bekommen eine mit frauenfeindlichen Sprüchen garnierte Ablehnung zurück. Inzwischen hat sich der Verlag dafür entschuldigt.

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blauervogel 02.05.2015, 18:12
150.

Zitat von chrima
Bevor Sie hier von "männlichen Profiteuren" schwadronieren möchte ich Sie doch ernsthaft bitten sich mit dem Unterschied zwischen Gleichstellung und Gleichberechtigung zu beschäftigen: Gleichstellung wäre die 50% Quote - allerdings in allen Bereichen und nicht nur dort wo es die Rosinen zu picken gibt. Gleichberechtigung ist die konsequente Durchsetzung von gleichen Rechten für alle. Ersteres ist in keiner Weise unterstützenswert (oder wollen Sie Frauen dazu zwingen bei der Müllabfuhr zu arbeiten und zwar auf der Straße und nicht im Büro in der Nähe zur Kaffeemaschine?). Letzteres ist absolut unterstützenswert. Leider gibt es in dieser Hinsicht allerdings nicht mehr allzu viel zu tun. Außer, dass Männern in einigen Bereichen (med. Vorsorge, Familien"recht", Rente,...) noch ein paar Rechte eingeräumt werden müssen.
Ich darf Ihnen versichern, dass ich noch nie schwadroniert habe, egal in welchem Sinne Sie das Wort gebraucht haben. Weder rede ich sinnlos laut und viel, noch prahle ich mit irgendwelchen Heldentaten, noch fuchtele ich wild und planlos mit Degen oder Säbel noch habe ich je, wie zwei meiner Vorfahren, eine Schwadron aufgestellt und angeführt! Ich weiß, dass Sie dieses Wort benutzten um zu beleidigen, und meine Aussagen zu diskreditieren, da sie glauben, ich wäre mir über die Bedeutung des Begriffes Gleichstellung nicht im klaren. Tatsächlich scheint mir aber, Sie haben eine falsche Vorstellung von der Bedeutung Gleichstellung. Ich erlaube mir Wikipedia zu zitieren:

"Der Begriff der Gleichstellung grenzt sich ab gegen denjenigen der Gleichberechtigung. Während die Gleichberechtigung die juristische Gleichbehandlung zum Ziel hat, geht die Diskussion um Gleichstellung davon aus, dass die juristische Gleichbehandlung nicht automatisch zu einer faktischen Gleichbehandlung führt. Die Gleichberechtigung wurde in Deutschland 1994 zum Staatsziel erklärt durch den Zusatz zu Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“[1] Dabei bestand im Gesetzgebungsverfahren Einigkeit, dass das Staatsziel „an alle Träger öffentlicher Gewalt gerichtet sein soll, keinen Individualanspruch auf ein bestimmtes staatliches Handeln einräumt und der Einwirkungsbereich nicht auf den Binnenbereich des Staates, namentlich den öffentlichen Dienst beschränkt ist, sondern der verbindliche Förderauftrag sich auf alle Bereiche der Gesellschaft erstreckt.“[2] "
"Uwe Berlit in: Jahrbuch des öffentlichen Rechts der Gegenwart. N.F., 44.1996, Mohr Siebeck, 1996, ISBN 3-161-46549-0, S. 58."
Gleichstellung bedeutet also nicht wie Sie und die vielen Männer die Angst um Ihre Privilegien haben, das Frauen Ihnen etwas wegnehmen wollen, vielmehr geht es darum, dass jeder Mensch unabhängig seiner individuellen Verschiedenheit, ein Recht auf gleiche Chancen hat. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, leider nicht für viele Männer.

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