Forum: Wissenschaft
Abgelehnte Studie: Macho-Gutachten empört Forscherinnen
Corbis

Zwei Forscherinnen reichen eine Arbeit zur Begutachtung bei einem Fachmagazin ein - und bekommen eine mit frauenfeindlichen Sprüchen garnierte Ablehnung zurück. Inzwischen hat sich der Verlag dafür entschuldigt.

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annoo 30.04.2015, 22:00
70. Oh Mann oh Mann

Zitat von NicksAlleVergeben
Ich mische mich nicht ein, aber: Es ist maximal doof, einen Satz in einem deutschen Forum mit "Sorry, aber" zu beginnen. Passiert aber genderübergreifend ;-) Nur weil Sie denken, dass etwas sexistisch IST, heißt das noch lange nicht, dass es auch wirklich sexistisch ist. Lesen Sie eine Runde Kant.
Lieber Besserwisser-Möchtegernphilosoph, hätten Sie meinen Beitrag aufmerksam gelesen und das Ursprungszitat dazu, hätten Sie gemerkt, dass ich - nachzulesen auf Seite 1 - das "Sorry" zitiert hatte - ein stilistisches Mittel also. Also wenn schon Klugscheißen, dann doch bitte mit allen Quellen.

Nur weil SIE denken, etwas wäre logisch, ist es das noch lange nicht. Selbst wenn Sie (vielleicht) ein Mann sind.

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Skakesbier 30.04.2015, 22:03
71. GenderINNEN

1) Für ein halbwegs "ordentliches" Journal hat der Gender-Schrott offenbar selbst nach Einschätzung der ProduzentINNEN nicht gereicht (sonst hätten ihn die Damen ja nicht per "grauem" Markt zu publizieren versucht).
2) "Soziobiologie", demnächst auch "Soziochemie", "Soziophysik", "Soziomathematik"? Schwachsinn! Bloß die Erfindung neuer Tummelplätze für akademische Nieten, die weder im einen noch im anderen Wissenschaftssegment Kompetenz auch nur vortäuschen können.
3) Allen AmazonINNEN zum Trotz: Männer laufen nun mal a) schneller und b) länger schneller als Frauen! Siehe alle existierenden Daten zu den Distanzen von 100 Metern bis zum Marathon-Lauf.
4) Gender ist das größte Beschäftigungsprogramm für alle -INNEN.

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WeissAuchAllesBesser 30.04.2015, 22:05
72. Herrlich

Wenn man den englischen Wortlaut, und nicht die laienhafte Übersetzung liest, dann hat es sich mit dem Sexismus eigentlich relativ schnell erledigt:

Hier stehen nicht die sexistischen Stereotypen im Vordergrund, sondern der inflationäre Gebrauch des Begriffs "average". Das dürfte eine ziemlich deutliche Kritik an der wissenschftlichen Methodik und einem sehr lockeren Umgang mit den Grundregeln der Statistik darstellen. Natürlich fallen solche Feinheiten nicht sofort ins Auge wenn man vordergründig Themen mit Aufschrei-Charakter behandelt; ich würde jede Wette eingehen, dass sich der wissenschaftliche Artikel genau dieses Mechanismus bedient hat:

Wenn in dem Artikel wirklich damit argumentiert wird, dass Männer im Durchschnitt auf einem Paper mehr als Co-Author auftauchen als Frauen, dann habe ich eine ziemlich klare Vorstellung davon, mit welcher Kaffesatz-Leserei eigentlich unsignifikante Unterschiede zu wissenschaftlichen Erkenntnissen stilisiert werden.

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elaard.wiesinger 30.04.2015, 22:09
73.

Zitat von Vex
Wissen sie was sie da eigentlich schreiben ? Es geht hier um akademische Bildung nicht um körperliche Merkmale. Wollen sie jetzt wirklich sagen das es in der akademischen Bildung biologische Unterscheide zwischen Mann und Frau gibt ? Ich bin ja selbst ein Mann und auch Biologe und wenn sie sich mal anständig informieren würden sie wissen das das weibliche Gehirn dem männlichen nicht nachsteht. Ich kann kaum glauben das man solche Andeutungen noch in der heutigen Zeit lesen muss das ist etwa das Niveau der Rassenlehre vor 75 Jahren.
Selbstverständlich gibt es nicht nur angeborene körperliche sondern auch angeborene geistige Unterschiede zwischen Mann und Frau die sich durchaus auch auf die akademische Bildung auswirken. Damit meine ich nicht den IQ der ist in der tat bei beiden Geschlechtern etwa gleich, aber die Interessenprofile bei Mann und Frau unterscheiden sich im Schnitt doch deutlich. Wie sonst erklären sie es sich das es deutlich mehr Nobelpreisträger als Nobelpreisträgerinnen gibt.

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realist4 30.04.2015, 22:52
74. Amüsant

Ich musste herzlich lachen, mein Eindruck: eine von Frauen erstellte sexistisch einseitige Genderstudie traf auf einen ebenso sexistisch einseitig eingestellten Prüfer. Shit happens!

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dlmb 30.04.2015, 22:56
75.

Zitat von Whitejack
Ohne die Annahme, das soziale Verhalten sei anerzogen, ergibt nichts in der Soziologie oder Psychologie einen Sinn.
Das ergibt nur für Sie keinen Sinn, weil Sie offenbar den Zusammenhang zwischen Biologie, Soziologie und Psychologie nicht verstehen und es nur ein Schwarz oder Weiß gibt.

Ich empfehle Leuten wie Ihnen immer: Kinder anschaffen, am besten beiderlei Geschlechts. Das vereinfacht nicht nur das Verständnis ungemein, sondern hilft auch, Biologie zu verstehen. Missverständnisse wie "zum Jungen oder zum Mädchen erziehen" treten dann nicht mehr auf, jedenfalls bei den meisten.

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annoo 30.04.2015, 22:57
76.

Zitat von elaard.wiesinger
Selbstverständlich gibt es nicht nur angeborene körperliche sondern auch angeborene geistige Unterschiede zwischen Mann und Frau die sich durchaus auch auf die akademische Bildung auswirken. Damit meine ich nicht den IQ der ist in der tat bei beiden Geschlechtern etwa gleich, aber die Interessenprofile bei Mann und Frau unterscheiden sich im Schnitt doch deutlich. Wie sonst erklären sie es sich das es deutlich mehr Nobelpreisträger als Nobelpreisträgerinnen gibt.
Eieiei, das möchten Sie jetzt gerne glauben... Dass es deutlich mehr Nobelpreisträger als - trägerinnen gibt, lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass man Mädchen lange genug eingeredet hat, sie "könnten" keine Naturwissenschaften. Das ändert sich aber - zum Glück - zunehmend, Mädchen und Frauen ziehen nach. Auch Männer "dürfen jetzt Berufe wählen, die als typisch weiblich gelten, ohne belächelt zu werden.

Um auf Ihre Nobelpreis-Thematik zu kommen - hier sind folgende Zahlen interessant: Unter den Nationalsozialisten wurden Zulassungen für Frauen an Universitäten eingeschränkt, geplant war eine Zahl unter 10%. 1934 immatrikulierten sich 10538 Männer und 1503 Frauen. Und da spekulieren Sie ernsthaft, Männer hätten einfach andere Interessen und seien deshalb erfolgreichere Wissenschaftler???

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Untertan 2.0 30.04.2015, 23:05
77. In der Naturwissenschaft ist kein Platz für politische Korrektheit

Zitat von Vex
Wissen sie was sie da eigentlich schreiben ? Es geht hier um akademische Bildung nicht um körperliche Merkmale. Wollen sie jetzt wirklich sagen das es in der akademischen Bildung biologische Unterscheide zwischen Mann und Frau gibt ?
Wollen sie das etwa, ohne es genau zu untersuchen, ausschließen? Das wäre voreingenommen und unwissenschaftlich.

Ob Frauen weniger Fachartikel publizieren als Männer, ist eine Frage, die sich mit einer guten Statistik leicht beantworten lässt. Ob das jedoch daran liegt, dass Frauen benachteiligt werden, oder andere Ursachen hat, z.B. auch biologische Gründe, ist eine weit schwieriger zu beantwortente Frage.

Diese sollte in einer guten Arbeit zwar nicht unbedingt beantwortet aber zumindest diskutiert werden. Ohne es genau zu wissen, vermute ich mal anhand der Gutachter-Kommentare, dass dies nicht geschehen ist...

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dlmb 30.04.2015, 23:08
78.

Zitat von spon-1280943165745
Es ist doch vollkommen egal ob diese Begutachtung von einer Frau oder einem Mann stammt, die Aussage ist bei beiden falsch. Das Frauen körperlich schwächer sind dürfte allgemein bekannt sein, die zweite Bemerkung aber unterstellt im Umkehrschluss das Frauen auch in den Geisteswissenschaften weniger als Männer können und das ist falsch.
Auch das wurde nicht gesagt. Sie müssen nicht weniger können, allerdings muss weniger Erfolg auch nicht unbedingt mit dem Können zusammenhängen. Das Wollen, der Ehrgeiz, das Durchhalten (bei solchen Themen immens wichtig) ist mir jedenfalls nicht als besonders weibliche Eigenschaft bekannt.
Und schon hat man einen Unterschied im Ergebnis, den man natürlich gern durch "gläserne Decken" erklärt - mit dem Hintergedanken, eine Abkürzung nehmen zu dürfen.

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Mertrager 30.04.2015, 23:09
79. Unseren täglichen Geschlechterkampf gibt SPON uns heut'

Genau dieser verkrampfte Mist mit Verständnisproblemen bei der schreibenden Zunft verleidet mir den Spiegel und SPON. Das wird ja permanet ressortübergreifend abgeleiert. Erinnert an Gehirnwäsche wie bei Scientology. Peinlich ist besonders, dasz die Leserbriefe oft mehr Gribs haben, als die Artikel. Mit solcher Hartnäckigkeit kann man auch ein Blatt ruinieren.

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