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Abgelehnte Studie: Macho-Gutachten empört Forscherinnen
Corbis

Zwei Forscherinnen reichen eine Arbeit zur Begutachtung bei einem Fachmagazin ein - und bekommen eine mit frauenfeindlichen Sprüchen garnierte Ablehnung zurück. Inzwischen hat sich der Verlag dafür entschuldigt.

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Untertan 2.0 30.04.2015, 23:12
80. Glatteis

Zitat von elaard.wiesinger
Wie sonst erklären sie es sich das es deutlich mehr Nobelpreisträger als Nobelpreisträgerinnen gibt.
Schlechts Beispiel: das lässt sich trivial damit erklären, dass es während der langen Geschichte des Nobelpreises sehr viel mehr Männer in der Wissenschaft gab (und gibt) als Frauen. Dafür wiederum gibt es eine ganze Reihe von Gründen, die garantiert nicht alle biologischer Natur sind...

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quark@mailinator.com 30.04.2015, 23:20
81. ?

Wäre das Thema ein anderes, würde ich sofort zustimmen, aber es ist nunmal wissenschaftlich belegbar, daß der Mensch nicht in der Lage ist, sich von sich selbst zu abstrahieren und einfach objektiv zu sein. Wenn das Thema der Arbeit (Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Forschern beim Verfassen wissenschaftlicher Aufsätze) sich also mit den Geschlechtern beschäftigt, dann ist es wissenschaftlich völlig korrekt darauf hinzuweisen, daß die Interpretation der Daten am besten von beiden Geschlechtern geleistet werden sollte. Es ist einfach nicht objektiv, wenn nur ein Geschlecht das tut, egal, ob nun nur Männer oder nur Frauen. Es gibt wirklich genug Material, was diesen Umstand beweist.

Ich frage mich, ob der Artikel hier in SPON so auch erschienen wäre, wenn man die Geschlechter vertauscht, wenn also nur Männer das Werk verfaßt hätten und dann eine Frau ihnen geraten hätte, doch auch Frauen zur Interpretation der Daten einzubeziehen. Wäre das dann auch sexistisch gewesen ????

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quark@mailinator.com 30.04.2015, 23:25
82.

Zitat von elaard.wiesinger
Selbstverständlich gibt es nicht nur angeborene körperliche sondern auch angeborene geistige Unterschiede zwischen Mann und Frau die sich durchaus auch auf die akademische Bildung auswirken. Damit meine ich nicht den IQ der ist in der tat bei beiden Geschlechtern etwa gleich, aber die Interessenprofile bei Mann und Frau unterscheiden sich im Schnitt doch deutlich. Wie sonst erklären sie es sich das es deutlich mehr Nobelpreisträger als Nobelpreisträgerinnen gibt.
Der IQ ist gleich, weil man die einzelnen Tests so angepaßt hat, daß das Gleiche rauskommt. Man hat also Tests, bei denen Männer besser abschneiden und Tests, bei denen Frauen besser abschneiden und dann hat man deren Anteil/Gewichtung entsprechend hinjustiert. Ich muß nicht weiter ausführen, welche inherenten Probleme dieses Vorgehen hat, oder ? Wohlgemerkt - ich habe überhaupt kein Problem damit, daß alle Menschen dieser Erde gleich respektabel sind, man sollte nur aufhören so zu tun, als wären sie absolut in jeder Sache gleich.

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Morrison 30.04.2015, 23:49
83. Willkommen in der realität

Ich weiss beim besten willen nicht, was an dieesen kommentaren sexistisch sein soll?!
Die beiden frauen sind es wohl halt durch den modernen studierbetrieb einfach nicht gewohnt mit der realität umzugehen!
Frauen werden mittlerweile vom kindergarten über die grundschule über das abitur bis hin zum studium aufgrund ihres geschlechtes nur gepampert! So gibt es in europa keine forschungsgelder an universitäten für projekte, die keine frauenquote erfüllen! Das führt dazu, dass in bestimmten bereichen für die sich frauen nicht so interessieren (nein ich rede nicht von soziologie und germanistik) geholt was bei drei nicht auf dem baum ist! Hauptsache die gleichstellungsbeauftragtinnen haben nichts zu meckern! Doch irgendwann holt jeden die realität ein! Und dann tun frauen das was sie am besten können, zicken und sich als benachteiligte spezies aufführen! Warum nur habe ich das dumpfe gefühl, dass dieser post nicht veröffentlicht wird? ;)

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rvanpelt 30.04.2015, 23:53
84. Der tweet war wohl eine Affekthandlung.

Jeder Autor_in ist enttaeuscht wenn ein Artikel abgelehnt wird. Fakt ist allerdings auch, dass viele Artikel zu recht abgelehnt werden, weil sie nun einmal schlecht sind. Da wir den Inhalt des Artikels nicht kennen und nur aus dem Kontext gerissene Reviewer Zitate, gibt es hier eigentlich rein gar nichts zu diskutieren. Sollen die Autorinnen ihren Artikel halt ohne peer review ins Netz stellen, wenn er so wichtige Informationen erhaelt, dass sie ein weiteres peer review bei einem anderen Journal nicht mehr riskieren wollen. Eine absolute Posse, selbst die SPON-Meldung ist schon grenzwertig ... das ist kein Nachricht.

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Newspeak 01.05.2015, 00:03
85. ...

Sind die Kommentare sexistisch?

Bei dem Thema denke ich eher, daß sich die Kommentare sehr konkret und selbstreferenziell mit dem Artikel befassen.

Abgesehen davon sind auch gegenüber männlichen Autoren die Kommentare unbekannter Reviewer manchmal mehr als unverschämt und persönlich abwertend. Regt man sich darüber genauso auf?

Man kann dieses Klima bedauern, aber andererseits ist der Wettbewerb in den Wissenschaften sehr hart und nimmt auch wenig Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten. Und dann ist man als Gutachter eben auch mehr als genervt, wenn man schlechte Forschung auf den Tisch bekommt, weil sie einem Zeit stiehlt, die man eh immer zuwenig hat. Vielleicht stimmt also der Vorwurf der ideologischen Formulierung und der Pseudowissenschaft? Solche Artikel verdienen dann aber, geschlechtsneutral, verissen zu werden.

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jojack 01.05.2015, 00:49
86. Gehässigkeit ist normal

In der Akademiker-Community ist Gehässigkeit bei Peer-Reviews gängige Praxis. Das Thema ist hier eher Zufall und nicht unbedingt ursächlich für die Reviewer-Kommentare. Zudem wäre es interessant, welche steilen Thesen die Autorinnen in ihrer Arbeit aufgestellt haben - möglicherweise waren die ja selber provokativ.

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jojack 01.05.2015, 00:53
87. Unfair

Dass die Autorinnen für ihre abgelehnte Arbeit jetzt eine Sonderbehandlung nebst bedauernder Berichterstattung in der Presse erhalten, finde ich erst einmal unfair. Was ist mit den Tausenden abgelehnten wissenschaftlichen Einreichungen, die solche Privilegien nicht genießen? Gehässigkeit und Subjektivität gibt es auch dort bei den Reviews. Aber immer schön die Diskriminierungskeule schwingen.

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brooklyner 01.05.2015, 00:56
88.

Zitat von Whitejack
Es ist eher andersherum - die Behauptung, "männlich" und "weiblich" seien rein naturgegeben - ist gänzlich unwissenschaftlich und führt zudem zu zahlreichen Widersprüchen. Zum Beispiel der Frage, warum so sehr darauf geachtet werden muss, dass man Jungen und Mädchen "männlich" bzw. "weiblich" erziehen muss. Wäre das Natur, wäre eine Erziehung in dieser Form überflüssig. Man muss ja auch niemanden zum Atmen erziehen. Oder warum Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit über Kulturen und Zeiten hinweg so extrem unterschiedlich waren. Ohne die Annahme, das soziale Verhalten sei anerzogen, ergibt nichts in der Soziologie oder Psychologie einen Sinn. Das ist ähnlich wie mit der Evolutionstheorie und der Biologie. Und auch die wird von manchen Leuten vehement aus ideologischen Gründen abgelehnt, als unwissenschaftlich, bösartig und verkommen beschimpft. Was den USA ihre Kreationisten, sind den Deutschen eben ihre Biologisten. Da werden dann schnell mal hundert Jahre Forschung in die Tonne getreten, wenn das Ergebnis nicht gefällt.
So sehr ich dem Sexismus Vorwurf zustimme, ist Ihr Kommentar sehr einseitig. Sie glauben wohl auch noch an das Märchen, dass kleine Mädchen die Farbe Rosa nur wegen der Anerziehung bevorzugen?

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10kwh 01.05.2015, 01:21
89. Liebe Frauen ...

... wenn ihr schon so viel Wert auf Gleichberechtigung legt, dann verhaltet euch auch wie richtige Männer und zückt nicht gleich wegen jeder Keinigkeit rum.
Ende der Durchsage! ;)

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