Forum: Wissenschaft
Aborigines: Die größte Krise von Australiens Ureinwohnern
Corbis

Die Ureinwohner Australiens hatten sich immer weiter ausgebreitet. Nun zeigt die Analyse von fast 5000 Relikten: Vor 18.000 Jahren lebten nicht mal mehr 10.000 Aborigines. Ein Kälteschock brachte die Aborigines an den Rand des Aussterbens.

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Layer_8 24.04.2013, 18:23
40. Hochkultur

Zitat von mahkacz
Warum gab es in Australien keine 'Hochkultur'? Was macht den Unterscheid aus zu Indien, China, Mittel- und Südamerika, dem Mittelmeerraum?
Was versteht man unter einer "Hochkultur"? Vielleicht sollte man beim Begriff "Kultur" mal anders denken. Auch Jäger und Sammler haben ihre Kultur. Sieht man ja auch an den fantastischen Höhlenmalereien in Frankreich und Spanien. Da wurden wohl Geschichten dargestellt, welche über tausende von Jahren nur mündlich überliefert wurden. Der Klimawandel (Ende der Eiszeit, bei UNS) vor ca. 10000 Jahren hat dem ein Ende bereitet und lokal z.B. im vorderen Orient war ein massives Umdenken (Ackerbau und Viehzucht) nötig, denke ich mal. Da entwickelte sich dann eine andere Art Kultur, was wir so "Hochkultur" nennen. Mit allem Guten und Schlechten. Klassengesellschaft, Sklaverei, Kapitalismus, etc... Paradise lost...

In Australien war sowas wohl nicht nötig und die Leute dort können heute noch die Höhlenmalereien ihrer Altvorderen interpretieren, wir dagegen können "unsere" Höhlenmalereien von ganz ganz früher nicht mehr interpretieren.

Ich denke mal, dass die Australier, die echten meine ich, vor der Ankunft der Europäer so ziemlich die "glücklichsten" Menschen auf Erden waren, mit ururalter Tradition, wovor wir eigentlich vor Neid erblassen müssten.

Ich habe dort mal eine solche Person kennenlernen dürfen, sie hatte sehr sehr viel zu erzählen und mir schien, dass ich als Europäer schon willkommen bin, jedoch nur als Gast, der auch wieder geht.

Lesetipp: "The Songlines" von Bruce Chatwin

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Gwylim 24.04.2013, 20:19
41. interessante frage!

Zitat von mahkacz
Warum gab es in Australien keine 'Hochkultur'? Was macht den Unterscheid aus zu Indien, China, Mittel- und Südamerika, dem Mittelmeerraum?
Meiner Meinung nach ist der einzige wirklich unterschiedliche Faktor zwischen den verschiedenen Kulturen damals, dass die Aborigines im Gegensatz zu den anderen Kulturen sich homogen entwickelten und ohne "Feindkontakt", also der Druck anderer fremder Kulturen.
Vielleicht entstanden "Hochkulturen" ursprünglich hauptsächlich deswegen, weil sie sich besser und größer organisieren mussten als die sie bedrohenden Nachbarn.

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andhold 24.04.2013, 22:22
42. Vernunftgründe des Umweltschutzes

Wenn ich die Diskussion über Klimawandel, hier oder anderswo, verfolge, graut es mich nur noch. Weil: Eigentlich sollte es doch egal sein, ob dieser Klimawandel ein langfristiger Klimawandel sein könnte, ob er zur Erwärmung oder Abkühlung bestimmter Lebensräume führen könnte,ob er meschgemacht sein könnte oder nicht.

Worum es wirklich gehen sollte, ist in meinen Augen ganz klar: Die Menschen, die diesen Planeten mitbewohnen, sollten endlich einmal ihre Fähigkeiten dazu einsetzen, die Umwelt und Mitlebewesen möglich NICHT zu schädigen, sich möglichst in ihre Umwelt einzugliedern und nicht aus wirtschaftlicher Raffgier und Egoismus immer weiter plündern und produzieren und vergiften, nur um sich einen netten Batzen für ihr Altenteil anzuhäufen.

Es wäre soviel möglich auf diesem Planeten, wenn die Menschheit nicht so kurzsichtig agieren würde, sondern einfach mal ihr Bestes täte, das wahr zu machen, wozu Wissenschaft, Technik und geistiges Vermögen in der Lage wäre.

Wir leben nicht alleine auf diesem Planeten.

Andi

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phaeno 25.04.2013, 08:27
43. Monokultur

Zitat von Gwylim
Meiner Meinung nach ist der einzige wirklich unterschiedliche Faktor zwischen den verschiedenen Kulturen damals, dass die Aborigines im Gegensatz zu den anderen Kulturen sich homogen entwickelten und ohne "Feindkontakt", also der Druck anderer fremder Kulturen. Vielleicht entstanden "Hochkulturen" ursprünglich hauptsächlich deswegen, weil sie sich besser und größer organisieren mussten als die sie bedrohenden Nachbarn.
Es war nicht nur der Zwang zur Entwicklung im Inneren sondern auch die Abschottung nach aussen. Ohne die Vermischung mit anderen Ethnien fehlt sowohl ein kultureller als auch genetischer Austausch, der Weiterentwicklungen ermöglicht. Die Folgen sieht man ganz gut auch am europäischen Adel. Entweder sie werden durch Fremdpinkeln berühmt oder durch geklaute Dissertationen. Große kulturelle Leistungen sind in dieser Personengruppe mehr entstanden in den letzten 500 Jahren.

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phaeno 25.04.2013, 08:35
44. Auffallend

erscheint mir, dass hier im Forum im Wesentlichen über Fragen diskutiert wird, die kaum etwas mit dem Artuikel zu tun haben. Erschreckender allerdings finde ich die Art der Diskussion. Zwei Gruppen stehen sich gegenüber, die in einer Form miteinander diskutieren, wie man sie in Ausdruck und Inhalt sonst nur von Sekten kennt. Könnte es sein, dass die Auseinandersetzung mit aktuellen Studien sinnvoller wäre für einen Erkenntnisgewinn, als der Vorwurf an den jeweils anders Denkenden, er wäre dämlich, denkfaul oder ein Dogmatiker (dieser Vorwurf stark dogmatisch vorgebracht).

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