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Abschluss der Uno-Naturschutzkonferenz: Die Natur stirbt - und die Welt schaut weg
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Der Planet befinde sich in einem "desaströsen Zustand", stellte das Plenum der Weltnaturschutzkonferenz fest. Obwohl es um den Schutz der Lebensgrundlagen ging, bekam der zweiwöchige Gipfel von 196 Staaten kaum Aufmerksamkeit.

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aktivist1000 30.11.2018, 08:11
10. Egal!

Es ist nicht nur den 196 Staaten egal, sondern auch den Bürgern. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum denn die Marktpremiere vom neuen 911 Porsche so bejubelt wird, obwohl die C02 Emission doppelt so hoch ist wie der von der EU vorgesehene Grenzwert? Hinzu kommt der starke Anstieg der SUV-Neuzulassungen. Ach und des Deutschen liebstes Kind ist die Kreuzschifffahrt.

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dendro 30.11.2018, 08:16
11. Paris-Moment

"Alle hoffen darauf, dass das Thema in den nächsten zwei Jahren so stark an Bedeutung gewinnt, dass Peking zu einem 'Paris-Moment' für die Biodiversität wird" - und dann? Paris humpelt doch auch von einer Pleite zur nächsten und alle Ziele sind Wolkenkuckucksheim. Und was die Medien betrifft, die geben auch auch ein sehr heterogenes Bild ab. Vor allem die regionalen Zeitungsredaktionen hauen gern mit auf die überzogenen "grünen Spinner" drauf, wenn es darum geht, die Mehrheit ihrer Leserschaft zu bauchpinseln.

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saaman 30.11.2018, 08:30
12. Die Natur stirbt nicht, sie zeigt uns ihr unfreundliches Gesicht

Dass die Natur sterben würde, ist eine Metapher die viele leichter erreicht als die Beschreibung der Wirklichkeit. Die Natur ist unsterblich. Sie kann sich aber so verändern, dass es uns wenig gefällt. Interessant, dass wir Menschen bildlich von uns ausgehen und das dann auf die Natur übertragen. Damit erklärt sich die Annahme einer sterbenden Natur. Dabei ist sie mit Urgewalt kampfbereit und zeigt uns, wer hier das Sagen hat. Wir können zuhören und beobachten, was uns die Natur zu sagen hat und uns so benehmen, dass sie uns nicht auslöscht. Schließlich kam sie eine Ewigkeit ohne und aus.

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arviaja 30.11.2018, 08:31
13. @quatermain4000

Sehr guter Beitrag! Sie haben völlig Recht, all dies in einen Zusammenhang zu tun. Das einzige was ich noch hinzufügen möchte ist, dass wir, der Rest, zahlenmäßig viel mehr sind. Wir brauchen uns nur ordentlich zu organisieren

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larsi79 30.11.2018, 08:32
14. @norgejenta

Naja, die Musik spielt eben nicht nur in den von Ihnen aufgezählten Ländern. Das Dilemma ist zugegeben das, dass in den Ländern mit der höchsten Biodiversität oftmals das geringste Umweltbewusstsein ausgeprägt ist. Wie auch, wenn man tagtäglich ums Überleben kämpfen muss - siehe einen Bericht weiter oben zur Zentralafrikanischen Republik. Und dann überlegen Sie mal wieviele Ressourcen Sie verbrauchen, während Sie in Ihrer geheizten Wohnung sitzen und diese Zeilen in die Tastatur hauen. Von unserem Ressourcenverbrauch in den Industrieländern können wahrscheinlich 6 oder 7 Afrikaner leben.

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merle-feldatal 30.11.2018, 09:03
15. Na und?

Ich habe mir abgewöhnt darin ein Problem zu sehen. Das ganze Gejammer, die Suche nach Schuldigen wird, da dies alles für die Verursacher keinerlei Folgen hat, nichts nützen. Und wir selbst wollen, da wir ja auf nichts verzichten wollen, auch gar nichts anderes. Somit ist uns wohl auch das Wohl unserer Kinder völlig egal. Denn wir werden ja die tatsächlichen Probleme welche sich in Zukunft auftun nicht mehr erleben. Ich tröste mich mit der Erkenntnis, dass sich das Problem spätestens nachdem sich die Weltbevölkerung auf die Hälfte reduziert, schlimmstenfalls ganz von diesem Planeten verschwunden ist, von selbst lösen wird. Die Natur wird überleben und in neuer Schönheit erstrahlen, aber der Mensch als größter Fehler der Natur schlimmstenfalls nicht. Der Natur wird’s egal sein.

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skeptiker97 30.11.2018, 09:48
16. Globalisierung

Möglichst viel Produktion wird nach China oder sonstwohin verlagert, um dort unter mitunter fragwürdigen Umständen produziert und dann um die halbe Welt transportiert zu werden. Rindfleisch muß unbedingt aus Atgentinien sein, als ob es hier keine Rinder gäbe. Rotwein aus Australien, Südafrika oder Kalifornien, wieder um die halbe Welt, usw. Würde man solche Dinge auf das wirklich notwendige beschränken und alles andere hier herstellen, wäre das mal ein Anfang.

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Chris_Christensen 30.11.2018, 09:57
17. Literaturempfehung

"Das Ende: Von der heiteren Hoffnungslosigkeit im Angesicht der ökologischen Katastrophe" von Gregory Fuller. Für alle mit Empathie, die an ihr leiden, weil andere empathiefrei sind.

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KingTut 30.11.2018, 10:08
18.

Es ist ein Jammer, dass dieses Thema nicht mehr Beachtung in der Welt findet, besonders bei den Hauptverantwortlichen, wenn sie sich in diesen Tagen beim G20-Gipfel zusammenfinden. Dass Deutschland ein Öko-Musterland sei, halte ich für einen schlechten Scherz. Man fahre nur einmal durch die Gegend und staune darüber, wie zersiedelt unsere Landschaft ist. Es gibt kaum einen Punkt in Deutschland, der nicht mindestens 1 km von einer Straße entfernt liegt Zudem wünschen sich 80 % aller Deutschen einen Ausbau unserer Autobahnen und Fernstraßen. "Deutsche wollen mehr Autobahnen" titelte der Spiegel am 16.05.16 (sehr lesenswert!), aber seltsamerweise wird dagen nicht demonstriert, obwohl die Dimensionen des Hambacher Forstes bestimmt um ein Vielfaches überschritten werden.
Das wöchentlich erscheinende Wissenschaftsmagazin "nature" schrieb vor zwei Wochen (Ausgabe 15.11.18), dass bis 2050 rund um den Globus weitere 25 Millionen km an Straßen gebaut würden, was in der Summe 600 Mal (!) dem Erdumfang entspräche. Es wird weiter ausgeführt, dass eine verantwortungsvolle Kosten-Nutzen-Rechnung, die die Folgekosten ebenso mit einbezieht wie die ökologischen Implikationen, oftmals zu einer Verwerfung solcher Projekte führen müsste. Aber die Krone der Schöpfung ist solcher Einsichten unfähig, und deshalb rasen wir mit stetig steigender Geschwindigkeit dem Abgrund entgegen. Was hat sich Gott nur dabei gedacht, als er uns erschuf!?

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postbote101 30.11.2018, 10:10
19.

Zitat von larsi79
Naja, die Musik spielt eben nicht nur in den von Ihnen aufgezählten Ländern. Das Dilemma ist zugegeben das, dass in den Ländern mit der höchsten Biodiversität oftmals das geringste Umweltbewusstsein ausgeprägt ist. Wie auch, wenn man tagtäglich ums Überleben kämpfen muss - siehe einen Bericht weiter oben zur Zentralafrikanischen Republik. Und dann überlegen Sie mal wieviele Ressourcen Sie verbrauchen, während Sie in Ihrer geheizten Wohnung sitzen und diese Zeilen in die Tastatur hauen. Von unserem Ressourcenverbrauch in den Industrieländern können wahrscheinlich 6 oder 7 Afrikaner leben.
Stellt sich jetzt die Frage was besser ist. Ressourcenverbrauch in den Industrieländern senken und mit den Zentralafrikanern teilen und dadurch das Wachstum der Weltbevölkerung noch mehr zu fördern oder genau das Gegenteil.
Ethisch betrachtet müssen wir natürlich alles teilen und den Wohlstand in jedes Dritte Welt Land bringen.
Nüchtern betrachtet, werden in 50 Jahren einige Länder wegen zu viel Menschen aus den Nähten platzen und es wird auch mehr Kriege und Konflikte um natürliche Ressourcen und vor allem Platz geben.
Da fällt der Umweltschutz doch irgendwie in den Hintergrund,
angesichts solcher Aussichten.
Wenn wir also schon das Ende der Natur prognostizieren, sollten wir dann nicht auch über eine Reduzierung der Bevölkerung nachdenken?
Es besteht hier eine klare Abhängigkeit.

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