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Abstürze der Boeing 737 Max: Welche Rolle spielten die Piloten?
REUTERS

Bei der Untersuchung der beiden Abstürze der Boeing 737 Max wird es auch um die Verantwortung der Piloten gehen. Das problematische Assistenzsystem MCAS wäre per Hand auszuschalten gewesen - hätten die Crews das wissen müssen?

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novasun 20.03.2019, 17:44
20. Systeme nicht kennen?

Sorry aber genau das kann zu solchen Tragödien führen. Mal davon ab - kann man denn zentral die unterstützenden Systeme abschalten - oder muss man das im Zweifel je System machen? Falls letzteres müssen die Piloten jedes System kennen....

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demokrit2012 20.03.2019, 17:45
21. Klingt nicht besonders ausgereift

Es ist schön, den Piloten die Schuld zu geben... Aber was bitte schön ist dies für ein automatisches Notsystem, welches nicht auch Flughöhe und Abstand zum Boden berücksichtigt. Im Zweifel müsste es höchstens Vollgas, geben, wenn es meint beim Start einen zu hohen Steigungswinkel zu haben, anstatt die Nase zum Boden zu drücken. Zudem sollte ein ausgereiftes System sehr schnell merken, wenn der Anstellwinkel nicht zum realen Steigen passt und sich selber mit einer lauten Warnung im Cockpit deaktivieren.
Da mag man den - Gott habe sie selig - noch so sehr die Schuld geben. Es darf niemals passieren, dass ein "Notfallsystem" automatisch kurz nach dem Start die Nase nach vorne neigt und das Flugzeug zum Absturz bringt. Und wenn die Gefahr einen Strömungsabrisses so hoch ist, dass ein solches System essentiell benötigt wird, ist nicht nur das System Schrott sondern auch das ganze Flugzeug.

Um es mit einem Auto zu verdeutlichen, wäre es etwa so: Ich trete auf die Bremse und das Auto verhindert die Bremsung um einen Auffahrunfall vom folgenden Fahrzeug zu verhinden, weil der hintere Sensor einen falschen Abstand nach hinten gemessen hat. Stattdessen fahre ich selber auf und der Hersteller argumentiert nachher, ich hätte das System doch abschalten und per Handbremse bremsen können...

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addis 20.03.2019, 17:47
22. Stefan XX

X steht für "Ich weiss nicht" Sie wissen nicht was das Problem genau war. Sie wissen auch nicht ob die Piloten es versucht haben das System abzuschalten. Sicher ist nur das Flugzeug war noch sehr niedrig und langsam. Da hatten die Piloten keine Zeit es sind nur etwa 45 Kilometer mit dem Auto zu dem Ort wo es abgestürzt ist. es ist Flachland an der Stelle doch die Maschine ging mit der Nase in den Boden. Also sie konnten nicht mal eine Notlandung probieren. Auch ein Militärflughafen ist in den Ort.
Ethiopian Airlines sucht normalerweise junge Ingenieure um sie als Piloten auszubilden.
Es ist ein Muster Ausbildungscenter in Addis.

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Harald Schmitt 20.03.2019, 17:49
23. Bedienung

Man kann ja Systeme auch so gestalten, dass sie anzeigen wenn irgendwelche automatischen Steuerungen jetzt warum eingreifen, dann weiss man auch was man deaktivieren muss anstatt minutenlang in Handbüchern zu suchen!
Wenn das Ding so gefährlich ist und die Steuerungsbefehle einfach überbügelt, sollte man das auch angezeigt bekommen!
Wenn im Auto das ABS eingreift oder die Trakrionskontrolle fängt ja auch alles an zu blinken damit man weiss, man war zu schnell für diese Situation und kann sein e Fahrweise anpassen doer weiter auf die Systeme vertrauen!

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axel_roland 20.03.2019, 17:51
24. ja - das hätten sie wissen müssen.

Ich hatte den ersten Absturz lediglich in der Presse mitbekommen und bereits damals hieß es: Ja, das System ist fehlerhaft aber es gab ein Memo, das die Piloten kennen müssen und das System ist im Problemfall abschaltbar. Wenn ich das als Otto-Normalbürger mitbekomme ist es nicht zuviel verlangt als Airline seine Piloten darauf hinzuweisen: HEY! Ihr steigt jetzt in eine Maschine mit einem kritischen Softwareproblem ein. Wenn etwas passiert, dann drückt bitte hier.

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Trollflüsterer 20.03.2019, 17:51
25. Fehlkonstruktion

Ein Passagierflugzeug, welches per Konstruktion eine so eklatante aerodynamische Schwäche hat,
dass dann wieder durch ein MCAS geflickt werden muss,
etwas das andere Maschinen schlicht nicht brauchen weil sie diese Stabilitätsprobleme erst gar nicht haben,
gehört nicht in Luft!

Ich jedenfalls werde niemals in diese schnell zusammen geschusterte Fehlkonstruktion einsteigen.
Und ich hoffe, die Fluggäste werden in Sachen 737 Max mit den Füßen abstimmen und diese nicht buchen, bzw. die Gesellschaften das Ding erst gar nicht mehr kaufen bzw. einsetzen.

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rolandm 20.03.2019, 17:51
26. Waaas??

Wenn einen Tag vor dem ersten Absturz der gleiche Fehler schon auftrat und "ein dritter, zufällig an Bord befindlicher Pilot" die Maschine retten musste, frage ich mich, warum sie am Tag darauf wieder im Dienst und der Sensor nicht ersetzt war.

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Rick73 20.03.2019, 17:55
27. Frechheit Mr Insler

1. erst seit 2018 wurde das System im Handbuch erwähnt, davor war es verschwiegen worden.
2. Es gibt weltweit erst zwei Simulatoren in denen eine kritische Situation mit der Max und wie man als Pilot zu reagieren hat trainieren kann.
3. bei den beiden Ünglücken haben die Crews verzweifelt versucht ihre Flugzeuge zu stabilisieren, da die Kontrollgeräte die üblichen Werte Angaben haben die Piloten mit ihrem Schulungswissen adäquat reagiert ohne im Hintergrund zu wissen dass das computergestützte Ausgleichssystem in deren Rettungsmaßnahmen immer wieder falsch Eingriff.
Da kann noch so viel von Herrn Insler etwas verpackt werden. Wenn Piloten um dieses Wissen gebracht wurden und nicht auf solche Möglichkeiten trainiert wurden haben sie keine Chance da sie im Glauben waren alles richtig zu machen bzw. es nicht besser wussten.

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cibstevo 20.03.2019, 18:02
28. Meldung über Systemausfall

3 Gedanken dazu....

1.) Wenn ein System (im Fall der beiden Abstürze höchstwahrscheinlich die Sensoren für den Anstellwinkel) nicht richtig funktioniert müßte es ja eigentlich eine Anzeige/Warnung geben die die Piloten darauf aufmerksam macht daß entweder a) ein System nicht funktioniert oder b) unterschiedliche Werte im System ankommen und es nicht verifizieren kann welche Werte korrekt sind. Eine wie auch immer geartete optische oder akustische Warnung ist aber im Boeing-Design nicht vorgesehen. Die Piloten hätten also in kurzer Zeit eindeutig andere Ursachen für ihr Steuerproblem ausschließen müssen um das MCAS als Fehler eindeutig zu identifizieren.
2.) Der drohende Kontrollverlust kurz nach dem Start in so niedriger Höhe ist eine immense psychische Belastung gewesen für die Piloten, quasi ein worst-case-scenario. Aufgrund dessen hätte das eingreifende MCAS-System um so redundanter/restriktiver, um nicht zu sagen narrensicherer, ausgelegt sein müssen, bzw erst in größerer Höhe in die Kontrolle des Flugzeugs eingreifen dürfen.
3.) Es ist schön, daß ein Muttersprachler von United denkt, nach dem Studium aller Unterlagen hätte jedem Piloten auf der Welt klar sein müssen wie man sich wann richtig verhält, aber ein Flugzeug wird heutzutage im hinterletzten Winkel dieser Welt bewegt, und entsprechend muß die Dokumentation und das Training halt so aufgebaut sein, daß es für jeden Piloten auf dieser Welt in jeder noch so stressigen Situation möglich ist, das Flugzeug sicher zu bewegen. Mercedes baut eine A-Klasse ja auch nicht so daß Lewis Hamilton sie sicher steuern kann, sondern auch Lieschen Müller.

Ich finde man macht es sich schön einfach (klar, die 737 ist ja quasi eine amerikanische Institution) zu sagen, daß eine per Konstruktion/Dokumentation/Training potentiell katastrophale Situation ja "einfach" durch Ausschalten abgewendet werden könnte....

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Sueme 20.03.2019, 18:09
29.

Bin ich eigentlich der einzige der sich Gedanken darum macht warum ein derart relevanter Sensor, der im Fehler Fall eine Maschine zum Absturz bringen kann, nicht mehrfach redundant verbaut ist?

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