Forum: Wissenschaft
Änderung am magnetischen Weltmodell: Pol wandert - Forscher müssen reagieren
AP

Der arktische Magnetpol wandert, und zwar immer schneller. Nun haben Geoforscher außerplanmäßig ihr Weltmodell geändert - damit die Navigation mit Kompass weiter funktioniert.

Seite 6 von 7
permissiveactionlink 07.02.2019, 22:11
50. #49, querulant_99

Nein, es geht auch nachts mit einer analogen Uhr, vorausgesetzt, der Mond ist sichtbar, und man ist in der Lage zu schätzen, wieviel Zwölftel des Mondes beleuchtet sind, und zu unterscheiden, ob ein zu- oder abnehmender Mond sichtbar ist. Das genaue Prozedere ist etwas kompliziert, jedenfalls nicht so einfach wie das mit Uhr und Sonne, wo man auch beachten muss, ob es nach 18 Uhr bzw. vor 6 Uhr ist, oder umgekehrt, und ob MEZ oder MESZ gilt. Nachts reicht für gewöhnlich ohnehin das Auffinden von Alpha Ursa minoris, Polaris, jedenfalls für geographische Positionen auf der Nordhalbkugel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwerpunkt 08.02.2019, 08:26
51.

Zitat von willibaldus
War der auch als ir² oder der Quadratirre bekannt?
Vielen Dank für den Hinweis. Da wäre ich nicht drauf gekommen, da die Pseudonyme IREK und ir² bei ganz unterschiedlichen Themen mitdiskutierten. IREK mit seinen Geschwurbel-Themen um die Raumvakuolen und der wachsenden Erde, während ir² mir nur als einsamer Don Quichote gegen den Klimawandel aufgefallen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
querulant_99 08.02.2019, 19:51
52.

Zitat von permissiveactionlink
Nein, es geht auch nachts mit einer analogen Uhr, vorausgesetzt, der Mond ist sichtbar, und man ist in der Lage zu schätzen, wieviel Zwölftel des Mondes beleuchtet sind, und zu unterscheiden, ob ein zu- oder abnehmender Mond sichtbar ist. Das genaue Prozedere ist etwas kompliziert, jedenfalls nicht so einfach wie das mit Uhr und Sonne, wo man auch beachten muss, ob es nach 18 Uhr bzw. vor 6 Uhr ist, oder umgekehrt, und ob MEZ oder MESZ gilt. Nachts reicht für gewöhnlich ohnehin das Auffinden von Alpha Ursa minoris, Polaris, jedenfalls für geographische Positionen auf der Nordhalbkugel.
Also, ich würde eher nach Alpha Ursae Minoris (man beachte das "e" im 2. Wort) Ausschau halten, um mich nicht zu verlaufen. Als Kind habe ich den Polarsstern immer dadurch verortet, indem ich die Heckklappe des großen Wagens 5 mal verlängert habe.
Auch auf der Südhalbkugel muss man nachts nicht orientierungslos durch die Gegend irren. Da weist das Kreuz des Südens den Weg Richtung Süden. Dieses Kreuz ist in klaren Nächten selbst für Nordländer kaum zu übersehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joachim.stiller 10.02.2019, 03:28
53. Polsprung noch in diesem Jahrhundert

Das ist eigentlich ein alter Hut und wird ja auch von praktisch allen echten "Sehern" prophezeit: Wir werden einen Polsprung noch in diesem Jahrhundert bekommen... Nur wann genau kann im Moment noch keiner sagen... Wennd er Erdkern aber umkippt, geht so etwas relativ schnell... So etwas brauchen alten Urkundne zufolge nur mehr 3 Tage +- X... Die Menschheit sollte sich vielleicht besser mal mit dem Gednaken vertraut machen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
franciszek_wisniewska 10.02.2019, 15:23
54. Wer alle Jahr ein neuen Handy kauft

wir auch weiter nix merken. Und all die anderen navigieren nach GPS-
Das der Pol wandern ist nix neues und "schnell" ist was anderes

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegel-Wolfgang 11.02.2019, 15:51
55.

Zitat von oliver_behre
Nichts davon. Soweit mir bekannt hat man zwar Nachweise gefunden, dass der Pol "springt", aber keinerlei Nachweise dafür, dass das mit irgendwelchen Nachteilen verbunden gewesen wäre. Abgesehen von den notwendigen Anpassungen für die Navigation, die im Artikel beschrieben werden, dürften Sie sogar Ihren alten Kompass weiterbenutzen können - Sie müssen nur die Beschriftung (N - S) tauschen, wenn Sie es denn korrekt haben wollen. Nur philosophischer Art ist die Frage, ob Sie nun alle Koordinatenangaben ändern wollen (aus N wird ja S und umgekehrt), oder ob Sie einfach gar nichts machen. Nordpol ist "oben" und heisst N, Südpol ist "unten" und heisst S. Für die Anpassung der Navigation dürfte sogar ein echter Sprung einfacher zu bewältigen sein als das ständige ruhelose Wandern, denn dafür müsste man einfach nur das Vorzeichen ändern, während für die Anpasserei mathematische Korrekturberechnungen notwendig sind. Solange das Magnetfeld existiert, ist es eine rein Definitionssache, wie man die beiden Pole nennt, also kann man sie auch jederzeit ändern. Oder als Beispiel: Wie Sie Ihren Vorwärts- und Rückwärtsgang im Auto nennen, spielt keine Rolle, solange es nur einen Gang gibt, der nach vorne fährt und einen, der nach hinten fährt.
Wenn dadurch u.a. auch der Golfstrom sich "umkehrt" wird (müsste ;-)) dies sehr wohl gravierende Auswirkungen auf unser aller Leben haben. Auch könnte sich die Erdachse komplett drehen, dann wären die Wetterbedingungen "weltweit" auf den Kopf gestellt. Bei einer langsamen Umkehr könnte es eben auch zu langsamen Klimaverschiebungen kommen, eine Anpassung leichter. Geschieht dies mehr oder weniger abrupt, hätte die Erde (und wir) keine Chance. Vor 780 000 Jahren gab es keine Menschen, ergo auch keine Überlieferungen ;-))

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegel-Wolfgang 11.02.2019, 15:58
56.

Zitat von Mikrohirn
nicht mit GPS? Ich wüsste nicht, wozu die Position der magnetischen Pole für das Umherirren auf dem Planeten nötig wären.
Mit sogenannten Hallsensoren wird auch die Lage (horizontal/vertikal) eines Objekts (bspw. einer Drohne ;-)) ermittelt, dies geht nur mit der genauen Bestimmung der Magnetpole, die sich nach diesen Ausrichten. So mein Wissensstand (?)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegel-Wolfgang 11.02.2019, 16:09
57.

Zitat von willibaldus
Es kam in den letzten Jahrmillionen mehrmals vor. Die Menschen haben es überlebt. Kann so schlimm nicht sein mit der Strahlung. Die Elektronik wird leiden.
Ok, wie lange wandelt den der Mensch schon über diesen Planeten? Vor 780 000 Jahren gabe es nach heutiger Erkenntnis (?) den letzten Polsprung. Natürlich gab es Lebewesen und wohl dem entsprechend auch eine Evolution dieser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegel-Wolfgang 11.02.2019, 16:34
58.

Zitat von Karl Stotz
Die Sonne, ein G2 Stern, ist recht gut verstanden. Die Sonne ist in guter Näherung ein schwarzer Strahler. Im Sonnenkern werden je Sekunde etwa 570 Mio Tonnen Wasserstoff zu 560 Mio Tonnen Helium Fusioniert. Wobei da eine Gesamtleistung von etwa 3.8*10^26 Watt frei wird. Dann gibt’s dazu noch ca 70 Mrd e-Neutrinos mit einer Gesamtenergie von etwa 10^10 MeV. An den Kern schliesst die Strahlungszone und die Konvektionszone an, Energietransport nicht mehr durch Strahlung, sondern durch Konvektion. Die vermeintliche „Sonnenoberfläche“ ist die Photosphäre, die fast nur aus Plasma besteht, etwa 74% ionisierter Wasserstoff, Rest ionis. Helium. Was man „sieht“ ist vorwiegend heisses Wasserstoffplasma, mit einer Maximaltemperatur als schwarzer Strahler bei etwa 6000 Kelvin. Durch die Strahlungsleistung ESo der Sonne, ca. 3.8*^26 W ergibt sich für die Erde bei r=150 Mio km die Strahlungsleistung der Sonne für die Erde, die Solarkonstante Eo mit dem Wert Eo= Eso/4*Pi*r^2 = 1.37 kW/m2 oder auch kJ/m2/s. Durchschnittlich. Auf die gesamte Erde knallen da also etwa 175 Petawatt Strahlungsleistung. Die Sonnenfusion begann vor ca. 4,57 Mrd. Jahren. Der Sonnendurchmesser betrug da etwa 0.9 *Sonne. Die Strahlungsleistung etwa 0.7*ESo. In etwa 3,5 Mrd. Jahren wird die Strahlungsleistung um etwa 40 % zugenommen haben. Die Temperatur auf der Erdoberfläche beträgt dann etwa 400 Grad C. Etwa wie Venus jetzt. 2 Mrd. Jahre später ist die Strahlungsleistung das 2.2-fache von heute. Durchmesser das 1.6-fache. Etwa nochmals 2 Mrd. Jahre später hat die Sonne den 166-fachen Durchmesser und strahlt 2350-fache. Die Sonne wird zum Roten Riessen. Die Sonne reicht über die Erdbahn hinaus. Helium verbrennt zu Kohlenstoff, dann zu Sauerstoff. Etwas später kollabiert der Sonnenrest aus Kohlenstoff und Sauerstoff zum Weissen Zwerg. Mit 10 Millionen Grad Oberflächentemperatur. Der Rest geht als Planetarer Nebel ins All. Das wars dann mit Sonne und Erde.
Danke für die ausführliche Beschreibung der umfangreichen Vorgänge und Zusammenhänge. Wie lange dürfte dieser Planet demnach noch lebensfreundlich sein, wie lange eine evolutionäre Anpassung möglich ?

Ich denke die Menschheit wird "viel" früher die Segel streichen, in galaktischen Maßstäben weniger als ein Schnippen mit den Fingern. Aus den unterschiedlichsten Gründen könnte es dazu kommen und der Mensch selbst scheint der größte Unsicherheitsfaktor zu sein. Wir alle sägen kräftig am Ast auf dem wir sitzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegel-Wolfgang 11.02.2019, 16:41
59.

Zitat von joachim.stiller
Das ist eigentlich ein alter Hut und wird ja auch von praktisch allen echten "Sehern" prophezeit: Wir werden einen Polsprung noch in diesem Jahrhundert bekommen... Nur wann genau kann im Moment noch keiner sagen... Wennd er Erdkern aber umkippt, geht so etwas relativ schnell... So etwas brauchen alten Urkundne zufolge nur mehr 3 Tage +- X... Die Menschheit sollte sich vielleicht besser mal mit dem Gednaken vertraut machen...
Es gab in der Menschheitsgeschichte "keine" Polumkehr, so lange gibt es uns noch nicht. Woher haben Sie ihre Infos ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 7