Forum: Wissenschaft
AKW Fukushima: Stabil am Abgrund

Können die Einsatzkräfte im AKW*Fukushima eine Nuklearkatastrophe noch größeren Ausmaßes abwenden? Die Internationale Atomenergiebehörde nennt die Lage sehr ernst, die Situation habe sich aber*in den*vergangenen Stunden nicht verschlimmert.*

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Günter Bodendörfer 18.03.2011, 20:52
130. Tepco

Zitat von qoderrat
In dem von Ihnen angeführten Artikel der GRS wird zum derzeitigen Stand gemeldet, daß die Brennstäbe aktuell im RDB Block 1 1700mm und im Block 2 1400mm frei liegen. Für Block 3 mit den Mox-Brennelementen gibt es keine aktuelle Angabe, der letzte Wert vom 16.3. war 2300mm. Für Block 1 sind "vermutlich 70%", von Block 2 33% der Brennelemente als beschädigt gemeldet. Für Block 3 mit dem niedrigsten Kühlwasserstand liegt keine Angabe vor. Mich würde interessieren woher Sie den Optimismus nehmen, daß unter diesen Bedingungen eine Kernschmelze vermieden werden kann. Ich wünsche mir Sie behalten Recht.
Was mich mehr und mehr wundert, am Montag ungefähr um 16 Uhr MEZ, hat Tepco bekannt gegeben, dass die Brennstäbe in Reaktor2 seit 140 Minuten trocken liegen, der Ausdruck war tatsächlich "trocken". Das heißt ganz klar "Ende Geländer". Was spielt sich seither in dem Komplex ab, alles was wir seitdem hören ist doch, nach dem was Tepco selbst bekannt gegeben hat, totaler Blödsinn?

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reactor 18.03.2011, 20:53
131. Gut, lassen wir es.....

Zitat von Nachdenklich
Ich habe allgemein geschrieben, dass Sie dummes Geschwätz in Umlauf bringen und spezifisch, dass Ihre Aussage, "Selbst eine Kernschmelze ist nicht das Ende der Welt" eine Trivialität ist. Ich möchte Sie bitten, entweder meine Beiträge richtig zu lesen und versuchen zu verstehen, oder sich anderen Dingen zuzuwenden. Nachdenklich
Sie haben mir Ihre Meinung nun mitgeteilt......
Was der Nutzen sein soll ist mir allerdings fraglich.
Ich bleibe allerdings bei der Aussage das eine Kernschmelze nicht das Ende der Welt ist.
Das ist naemlich ein Fakt und nicht meine Meinung.
Und welchen "Dingen" ich mich zuwende, das ueberlassen sie mal mir selbst.

Schoenen Abend noch......und immer locker bleiben ;-)
Das schont die Nerven.

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7eggert 18.03.2011, 20:54
132. .

Zitat von Loewe_78
Er zeigt doch deutlicher als es jedem anderen möglich wäre, dass von Befürworter der Kernkraft im Falle von auftretenden massiven, lebensgefährlichen Schwierigkeiten in Kernkrafanlagen außer verbalradikaler Rabulistik und Beleidigungen gegen wahrgenommenen Gegnern sowie deren Verleumdung nichts zu erwarten ist. Außer Lügen betreffs der Gefahren, die von den ausgetretenen Substanzen ausgehen. Übrigens: Dieses Verhalten ist das selbe, wenn keine Schwierikeiten vorliegen...
Gut gebrüllt, Herr Löwe, doch haben Sie leider vergessen, den von Ihnen postulierten Irrtum Seitens Greenpeace zu benennen.

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derivo 18.03.2011, 20:55
133.

Zitat von gehts_noch123?
Was ist dabei eigentlich Ihr Problem? Ich bin kein Physiker jedoch erscheinen mir die immer wieder verharmlosenden Werte von einigen hier im Forum nicht mehr nachvollziehbar in Ihren Beschwichtungsversuchen! Egal, ob das jetzt Nachwärme im Abklingbecken, Energie bei einer zumindest beginnenden Kernschmelze in mehreren zerstörten Reaktoren, Abkühlbedarf mit zugeführtem Wasser etc. etc. betrifft. Ich mach mir so seit ca. 8 Tagen diesbezüglich meine Gedanken - diese wurden nahezu alle, nahezu vollständig von einem russischen AKW-Techniker in einem ZDF-Extra von gestern bestätigt! Welche Argumente haben Sie jetzt für was oder gegen was hier vorzubringen?
verharmlosung ist mist, panikmache aber auch.
je mehr man weiss und versteht, desto besser.
meine einschaetzung der lage koennen sie hier nachlesen:
http://forum.spiegel.de/showpost.php...8&postcount=33

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gorge11 18.03.2011, 20:58
134. Stellen sie sich vor

Zitat von sachmagehtsnoch
Ich hab mal 'ne ganz blöde Frage: Es ist eigentlich nur Wasser nötig, um das Schlimmste zu verhindern? Ist das richtig? Die Stromversorgung ist durch das Erdbeben ausgefallen. Das heißt, keine Pumpen, kein Wasser, keine Kühlung. Notstromsysteme auch ausgefallen, also weiterhin keine Pumpen, kein Wasser, keine Kühlung. Das ist das eigentliche Problem, oder? Soll das bedeuten, die Menschheit kann bemannte und unbemannte Flüge zum Mond machen, Raketen aus was-weiß-ich für einer Entfernung punktgenau Ziele treffen lassen, aber keine ferngesteuerten Maschinen bauen, die Wasser in ein Abklingbecken leiten? Sehe ich das richtig, oder habe ich einen Denkfehler?
Es müssten sich einige hundert Tonnen Uran in der Anlage
befinden, die schon mal 'gebrannt' haben.
Diese befanden sich vermutlich in stabiler
Seitenlage, als das Erdbeben geschah,
denn die Brennstäbe waren durch Kontrollstäbe
voneinander isoliert, die abgebrannten im Becken,
Sodoch emmitieren sie noch Wärme. Man muss sie kühlen,
sonst zerstören sie ihre Ummantelung , die Kontrollstäbe,
oder ihre eigene ruhige 'gehärtete' Schale, und lösen mitunter wieder eine Kettenreaktion aus,
zumindest schmelzen,verdampfen sie ihre Umgebung,
sodass sie als Dampf/Staub aufsteigen, auch bilden sich
radioaktive Isotope, die nicht nur strahlen,
sondern auch extrem giftig sind.
Die Abwärme nimmt rapide ab, so dass jeder Tag
ohne Reaktion ein Gewinn ist, aber es kann immer noch passieren.
Man kann es erst nach einigen Wochen wissen,
je nach dem wie viel mal unternehmen konnte, aufgrund der Strahlung.
Stellen sie sich zwei Gläser Wasser vor,
eins heiss, eins kalt, und man stellt sie
in ein Gefrierfach, Manchmal friert das heisse
erstaunlicherweise zuerst ein, manchaml das kältere,
Die Wissenschft weiss bis heute nicht warum, sie kann
es nicht mal zuverlässig reproduzieren,
dass das eine schneller einfriert als das andere Glas.


Oder stellen sie sich ein dicke Kerze vor,
die sehr mittig durchbrennt, und sie wollen verhindern,
das die Wände zusammenbrechen, und der Wachs überfliesst,
die Flamme löschen können sie aber nicht.
Sie kühlen die Wände, hilft das was auf Dauer?
Der Wachs an der Wand fliest nicht runter,
die Kerze brennt weiter runter, und
Jo, wenn der Docht abgebrannt ist, ist
alles vorüber.

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7eggert 18.03.2011, 21:03
135. .

Zitat von gehts_noch123?
15 MW???? Pro Tag, pro Monat oder Jahr oder noch die nächsten 10 oder 100 Jahre? !
(...)

Watt ist eine Momentanleistung, das heißt wenn man 1 W verbraucht, dann verbraucht man in einer Stunde eine Wattstunde (1 Wh), an einem Tag 24 Wattstunden ...

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ACroonen 18.03.2011, 21:05
136. -

Zitat von gehts_noch123?
15 MW???? Pro Tag, pro Monat oder Jahr oder noch die nächsten 10 oder 100 Jahre? ! Gesamt sicherlich in einer Größenordnung von mehreren 1000 MW! Wieso ersparen Sie sich nicht einfach derartig dämliche Postings? Mit ein paar lächerlichen Feuerwehrspritzen ist diese Nachwärme - mal ganz unabhängig von einer mehr als drohenden Kernschmelze bzw. bereits ablaufenden Kernschmelze in mehreren Blöcken jedenfalls nicht zu stoppen! Gehts eigentlich noch!
Ich versuchs mal. Die "Leistung" eines Reaktors ist zur zeit 15.000 kW das etspricht gerade mal der Abwärme von ca. 100 PKW Motoren, bei einem wirkungsgrad von 40%. Das kriegt eine Feuerwehr hin. Wie lange die Kühlen müssen. Nun ja sagen wir mal so: Jahre bis Jahrzehnte. Ist halt viel "Arbeit". Dafür brauchen die natürlich eine technische Lösung. Im Moment sind das FW Fahrzeuge. Ich weiss genauso wenig wie sie wie es im reaktor aussieht, aber der druck, ein anzeichen für wärmestau oder energiezuhname im gesamtsystem, steigt nicht und dass ist gut, spricht es doch gegen eine kernschmelze. so und jetzt mal bitte leistung und arbeit im physikbuch nachschauen und die unart unterlassen alle die nicht ihrer meinung sind anzufahren. dass ist unanständig.

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7eggert 18.03.2011, 21:18
137. .

Zitat von Nachdenklich
Ich hätte eigentlich gedacht, und das ist in Japan viel naheliegender, dass man bei Erdbeben und Tsunamies bezüglich der Sicherheit etwas mehr Reserve zulegt als geschehen. Weshalb soll ich also jetzt davon ausgehen, dass die Sicherheitsysteme so verbaut sind, dass sie Explosionen standhalten wie stattgefunden? Und, müsste der Reaktor selbst nicht so ausgelegt sein, dass er die Explosionen aushält? Man geht aber davon aus, dass zumindest einer Schaden genommen hat. Und, ist es sinnvoll, Abkühlbecken ausserhalb des Reaktors aber innerhalb der äusseren Hülle in einem Stockwerk oberhalb des Reaktors aufzustellen? Sind die dann immer noch gegen Explosionen geschützt? Nachdenklich
Sie können sich das so vorstellen: Bei einem stramm gewickelten Silvesterböller gibt es einen lauten Knall. Wenn Sie den Böller zerbrechen, dann sprüht nur der Funkenregen hinaus.

Ähnlich sind die Hallen gebaut: Die Außenhaut ist stabil wie eine chinesische Papierwand, und so geht die Kraft der Explosion hauptsächlich durch die Wand ins Freie.

Ein Becken als Stockwerksdecke sorgt natürlich für einen erhöhten Druck, so als ob Sie leicht auf den Böller treten. Damit ist der Reaktor, sollte er direkt unter dem Becken sein, selbst mehr belastet (so wie der Boden unter dem Böller).

Daß die Hallen keine massiven Stahlbetonbunker, sondern eher leicht gebaut waren, meine ich, auf den Bildern erkannt zu haben.

Und natürlich sollte der Reaktor so ausgelegt sein, daß er keinen Schaden nimmt. Eigentlich.

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gehts_noch123? 18.03.2011, 21:21
138. Na also geht doch!

Zitat von derivo
verharmlosung ist mist, panikmache aber auch. je mehr man weiss und versteht, desto besser. meine einschaetzung der lage koennen sie hier nachlesen:
Sie scheinen ja offensichtlich Ahnung zu haben, daher bitte meine kleineren "Ungenauigkeiten" zu entschuldigen.

10 t Wasser pro Stunden schaffen die neuen Feuerwehrfahrzeuge, das vielleicht pro Stunde für einen Reaktorblock ausreicht - und das haben die jetzt nach ca. 6 Tagen auch erkannt (?) - und das wohlgemerkt wenigstens mal 6 (Blöcken). Dazu noch die zusätzliche Energie aus der zumindest (massiv) einsetzenden Kernschmelze. - Davor hat man mit Vorbeiflügen ein paar mal am Tag 30 t Wasser abgesetzt, das sicherlich eher den Grund hatte, die radioaktiven Abfälle gleich wieder abregnen zu lassen als eine ausreichende Kühlung sicherzustellen!

Ich bin dennoch weiter - wie stehts denn jenseits der Abklingbecken, die vielleicht, weil auf den oberen Stockwerken gelegen, von außen gewässert werden können mit den Reaktoren in den halb zerstörten Gebäuden. - Meinen Sie, dass die auch von außen gekühlt werden können? Hier würde man doch wohl wesentlich mehr Wasser benötigen, da dies gar nicht an die "eigentlich" vorgesehene Stelle gelangen kann.

Dass man irgendwelche zerstörten Kühlkreisläufe, Pumpen, Wärmeaustauscher etc. wieder in Gang bringt ist doch wohl eher unwahrscheinlich?

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reactor 18.03.2011, 21:25
139. Superman....Gute Idee ;-)

Zitat von Loewe_78
Ich glaube nicht, dass irgendwer Ressourcen hat, um mit der Katastrophe noch fertig zu werden. Die Anlagen sind durchgegangen, dann ist es sehr schwierig, sie wieder einzuzäumen. Die Nationalität spielt da keine Rolle - Superman hilft da leider auch nicht. Inzwischen werden Messwerte großflächig zensiert. Das sind eher schlechte Zeichen.
Aber mal Spass beiseite....
Sicherlich ist das kein Zuckerschlecken....deshalb haben ja die Japaner auch 5 Tage gewartet und selbst alles versucht, bevor Sie heute die Amerikaner um Hilfe baten.
Manche Katastrophen sind aber fuer kleine Laender halt zu gross.
Erinnern Sie sich noch als Saddam die Oelfelder in Kuwait anzuendete? Ueber 700 Feuer!!!! Die Kuwaities haetten das Problem bestimmt niemals bewaeltigt. Die haben einfach die technischen Kapazitaeten nicht.
Und deshalb fragten Sie die Amerikaner um Hilfe. Da war zwar keine radioaktive Strahlung...aber das wahr schon eine extrem schwierige Situation zumal so etwas in diesen Dimensionen ja noch nie vorher aufgetreten war.
Und nach 9 Monaten waren alle 700 Feuer geleoscht.
Zur Erinnerung:
http://en.wikipedia.org/wiki/Kuwaiti_oil_fires

Thank you Superman ;-)

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