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AKW Fukushima: Tepco will Reaktorgebäude mit Deckel abdichten

Die beschädigten Reaktorgebäude im Atomkraftwerk Fukushima sollen luftdichte Deckel bekommen. Die Betreibergesellschaft Tepco will Ende Juni mit den Bauarbeiten beginnen - doch das ist nur ein erster Schritt, um das havarierte AKW zu sichern.

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ddkddk 15.06.2011, 15:05
1. Der Aktionär, das unbekannte Wesen

Tepco hat nicht nur mehrere Anlagen unrettbar verloren, sondern es fallen für deren Sicherung Kosten in überhaupt noch nicht bezifferbarer Höhe an.

Gleichwohl steigt der Aktienkurs.

Das scheint wohl nur vor dem Hintergrund erklärbar, dass die Anleger erwarten, dass das Unternehmen wegen seiner schieren Größe und seinen Verbindungen zur Politik nicht pleite gehen kann. Die Anleger dürften ferner davon ausgehen, dass der Durchbruch geschafft ist, wobei mit Durchbruch staatliche Hilfe und Förderung sowohl für die Sicherung der durchgegangenen Meiler als auch den Ausbau bestehender Meiler gemeint ist.

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Originalaufnahme 15.06.2011, 15:17
2. ===

Zitat von sysop
Die beschädigten Reaktorgebäude im Atomkraftwerk Fukushima sollen luftdichte Deckel bekommen. Die Betreibergesellschaft Tepco will Ende Juni mit den Bauarbeiten beginnen - doch das ist nur ein erster Schritt, um das havarierte AKW zu sichern.
Und wieder ein neuer Thread.
Ich hoffe, dass SPON auch ueber dieses Ereignis berichtet:
Das Gelaende des US-amerikanischen AKW Fort Calhoun ist seit Anfang Juni durch das Missouri-Hochwasser ueberschwemmt. Siehe hier:
http://www.youtube.com/watch?v=mSvvm...eature=related

Am 7. Juni gab es dort einen Brand, der eine teilweise Evakuierung erforderte und das Kuehlsystem fuer ein Abklingbecken fuer eine Stunde ausser Betrieb setzte.

Gestern (!) wurde dort ein Unfall der INES-Stufe 4 gemeldet (geringe Freisetzung - einige 10 bis einige 100 TBq - Strahlenexposition der Bevölkerung etwa in der Höhe der natürlichen Strahlenexposition) und der Luftraum ueber der Anlage "mit sofortiger Wirkung und bis auf Weiteres" gesperrt. Dies betrifft einen Radius von zwei Seemeilen bis zu einer Flughoehe von 3500 Fuss. Laut Behoerden handelt es sich um eine "Vorsichtsmassnahme".

Quellen:
http://tfr.faa.gov/save_pages/detail_1_6523.html
http://ncrenegade.com/editorial/no-f...ue-to-hazards/
http://shem.se/index.php?option=com_...ronmental-news
http://en.wikipedia.org/wiki/Fort_Ca...rating_Station
http://www.wowt.com/home/headlines/F...123878599.html

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SystemX 15.06.2011, 15:20
3. Tepco Deckel

Tepco, Deckel, Japaner...
Was für eine krasse Mischung und Ausgeburt des Wahnsinns.

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Rodelkönig 15.06.2011, 15:22
4. asdfghjkl

Zitat von ddkddk
Tepco hat nicht nur mehrere Anlagen unrettbar verloren, sondern es fallen für deren Sicherung Kosten in überhaupt noch nicht bezifferbarer Höhe an. Gleichwohl steigt der Aktienkurs. Das scheint wohl nur vor dem Hintergrund erklärbar, dass die Anleger erwarten, dass das Unternehmen wegen seiner schieren Größe und seinen Verbindungen zur Politik nicht pleite gehen kann. Die Anleger dürften ferner davon ausgehen, dass der Durchbruch geschafft ist, wobei mit Durchbruch staatliche Hilfe und Förderung sowohl für die Sicherung der durchgegangenen Meiler als auch den Ausbau bestehender Meiler gemeint ist.
Genau. Das wär doch hier bei uns in Deutschland auch nicht anders.

Haltet aus! Haltet aus!
Der Steuerzahler haut Euch raus!

Viele Grüße

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JayMAF 15.06.2011, 15:22
5. Aus Sicht der Hedge-Fonds

Zitat von ddkddk
Tepco hat nicht nur mehrere Anlagen unrettbar verloren, sondern es fallen für deren Sicherung Kosten in überhaupt noch nicht bezifferbarer Höhe an. Gleichwohl steigt der ......
Aus Sicht der Hedge-Fonds ein prima Geschäft.
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:.../60065191.html

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Viva24 15.06.2011, 15:38
6. So ein Blödsinn!

da mus ein Sarkopharg wie in der Ukraine gebaut werden. Tausende Tonnen Beton. Darum habe ich auch Zement-Aktien gekauft. So langsam verstehe auch ich den Kapitalismus!

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teenriot 15.06.2011, 15:48
7. Frage

Wie Versiegelt man man von unten?
Wie geschah dies in Tschernobyl?

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JayMAF 15.06.2011, 16:06
8. Antwort

Zitat von teenriot
Wie Versiegelt man man von unten? Wie geschah dies in Tschernobyl?
Zitat von
Auch als unter dem Reaktor ein Tunnel gegraben wurde, um eine Betonschicht unter den Reaktorkern zu ziehen, der drohte, sich nach unten ins Grundwasser durchzufressen, arbeiteten die Männer ohne weiteren Schutz. 300 Millisievert wurde als Grenzwert für die radioaktive Belastung der Liquidatoren festgesetzt, Strahlenmediziner wie der Münchner Professor Edmund Lengfelder gehen aber davon aus, dass viele Männer das Zehnfache, also drei Sievert, abbekommen haben.
http://www.planet-wissen.de/natur_te...obyl/index.jsp

War aber auch in der Filmdokumentation zu Tschernobyl zu sehen, die kürzlich auf 3sat oder arte lief.

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teenriot 15.06.2011, 16:14
9. .,-

Zitat von JayMAF
War aber auch in der Filmdokumentation zu Tschernobyl zu sehen, die kürzlich auf 3sat oder arte lief.
Ich kann mir nicht vorstellen wie man das absolut nahtfrei bewerkstelligt ohne das Wrack auf Stelzen zu stellen und komplett zu unterhöhlen, was sicher schwerlich möglich ist.
Aber gut, vertraue ich mal den Experten, mangels Alternativen.

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