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Algen statt Raps: EU-Kommission will Biosprit-Boom stoppen
DPA

Biosprit gilt längst nicht mehr als besonders ökologisch - jetzt versucht auch die EU-Kommission, den Boom der Treibstoffe zu stoppen. Negative Auswirkungen für Klima und Nahrungsmittelsicherheit sollen in Zukunft mehr beachtet werden, heißt es in einer Gesetzesreform.

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abschminker 17.10.2012, 17:54
1. Ach

ja ham`s es endlich gemerkt, nicht zu fassen.

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lupenreinerdemokrat 17.10.2012, 18:22
2. Na also: die Macht des Bürgers ist nicht zu unterschätzen

Zitat von sysop
Biosprit gilt längst nicht mehr als besonders ökologisch - jetzt versucht auch die EU-Kommission, den Boom der Treibstoffe zu stoppen. Negative Auswirkungen für Klima und Nahrungsmittelsicherheit sollen in Zukunft mehr beachtet werden, heißt es in einer Gesetzesreform.

Es gibt einen einfachen Grund für den Stop des E10-Agrosprits: die Tatsache, dass diese Totgeburt von Anfang an vom deutschen Autofahrer schlicht ignoriert wurde.
Bravo! Wie man sieht, gibt es doch noch gewisse Möglichkeiten, wie man als Otto-Normal-Bürger in diesem unseren Lande etwas mitbestimmen kann!
Nicht bei den Wahlen - das ist nur Placebo-Demokratie. Aber beim gezielten Konsumverzicht! Da bewirkt man wirklich etwas...

Beste demokratische Grüße!

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felix_bach 17.10.2012, 18:46
3. naja

Aus den im Bericht beschriebenen Gruenden wurde der E10 sprit aber nicht verweigert sondern nur weil es angeblich dem liebsten Kind (=Auto) schadet. Die Angst ums Auto war aussclaggebend nicht die direkte Demokratie,einen Oeko und Sozialwahnsinn zu stoppen

Zitat von lupenreinerdemokrat
Es gibt einen einfachen Grund für den Stop des E10-Agrosprits: die Tatsache, dass diese Totgeburt von Anfang an vom deutschen Autofahrer schlicht ignoriert wurde. Bravo! Wie man sieht, gibt es doch noch gewisse Möglichkeiten, wie man als Otto-Normal-Bürger in diesem unseren Lande etwas mitbestimmen kann! Nicht bei den Wahlen - das ist nur Placebo-Demokratie. Aber beim gezielten Konsumverzicht! Da bewirkt man wirklich etwas... Beste demokratische Grüße!

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lupenreinerdemokrat 17.10.2012, 19:02
4.

Zitat von felix_bach
Aus den im Bericht beschriebenen Gruenden wurde der E10 sprit aber nicht verweigert sondern nur weil es angeblich dem liebsten Kind (=Auto) schadet. Die Angst ums Auto war aussclaggebend nicht die direkte Demokratie,einen Oeko und Sozialwahnsinn zu stoppen
Doch, das ist nur das Schauermärchen mit dem "liebsten Kind" Auto, um die Mündigkeit des Bürgers nicht wahrhaben zu müssen.
In Wirklichkeit fürchten sich unsere selbstherrlichen Meinungsmacher und Eliten vor nichts mehr, als dem aufgeklärten, mündigen Bürger, der selbst Zusammenhänge klar erkennen kann und sich nicht für dumm verkaufen lässt.
Und genau das versuchte man von Anfang an bei der Einführung des E10-Fusels.
Die Nicht-Akzeptanz durch den deutschen Autofahrer wurde da erst einmal darauf geschoben, man müsse ihm "die Angst um sein Auto nehmen". Weiterhin wurde vom ach so ökologisch sinnvollen "Biosprit" schwadroniert, der die "Klimaziele" besser erreichen lässt und ja so gut für die Umwelt wäre.
Dass dies alles Lug und Trug war, um der Gentech-Agrarindustrie zu Profiten auf Kosten der Autofahrer zu verhelfen, hatte man als Durchschnittsbürger schon leicht durchschaut.
Von den sich besser informierenden Menschen mit Internetanschluss und ökologischem Grundwissen mal ganz abgesehen...

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rokokokokotte 17.10.2012, 19:16
5. Korrekt!

Zitat von sysop
Biosprit gilt längst nicht mehr als besonders ökologisch - jetzt versucht auch die EU-Kommission, den Boom der Treibstoffe zu stoppen. Negative Auswirkungen für Klima und Nahrungsmittelsicherheit sollen in Zukunft mehr beachtet werden, heißt es in einer Gesetzesreform.
Und nicht nur das!
Ich kann KEINEN Mais mehr sehen - andersrum: vor lauter Mais kann ich mein Münsterland nicht mehr sehen.
Es ist einfach pervers geworden, was hier abgeht, die Gier muss einfach gigantisch sein.
Landleben? Kannst Du getrost in die Pfanne hauen...auf den Strassen kommen Dir gigantische Gespanne entgegen, vollgeladen mit Maishäcksel, 4-5m hoch. Schlepper die Dir auf den Strassen kaum noch Platz lassen um irgendwie auszuweichen, Schlamm und Dreck auf den Strassen als wenn es ein Truppenübungsplatz ist: Mais Grosskampfeinsatz. Dazu permanent der Dreck und Staub in der Luft und das Getöse der Riesenernter bis weit nach Mitternacht. Der Acker ist zur Grossfabrik verkommen. Gülle ohne Ende, wohin mit dem Scheiss? Mittlerweile ist es in einer Ruhrgebietssiedlung pittoresker als im Land der Pättkes und Schwarzbunten.
Wenn dieser ganze shit wenigstens noch der Produktion von RICHTIGER Nahrung für Mensch und Tier dienen würde....irgendwas ist da doch völlig aus dem Ruder gelaufen.
Unfassbar.

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Nachteuie 17.10.2012, 19:27
6. Biosprit ist

Nee Kinderchen, das mit demBiosprit aus Raps und Co. muss jetzt weg - wir brauchen ja die Flächen für den Anbau von Mais, Sillagegras und anderen "Energiepflanzen" die wir dann in den hippen neuen Biogas-Anlagen zu Ökostrom für die Energiewende verstinken und mit dem dann Ökostrom lässt sich ja bei steigenden Energiepreisen und Abnahmegarantie ( durch neue-Energien-Gesetz) so schön sicher Geld verdienen...nee da bleibt für Biosprit echt kein Äckerchen mehr übrig....bis dann irgendwann die nächste neue "Ökosau" durch´s Dorf getrieben wird - Der kleine Endverbraucher wirds schon zahlen....

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_gimli_ 17.10.2012, 19:31
7.

Zitat von rokokokokotte
Und nicht nur das! Ich kann KEINEN Mais mehr sehen - andersrum: vor lauter Mais kann ich mein Münsterland nicht mehr sehen. Es ist einfach pervers geworden, was hier abgeht, die Gier muss einfach gigantisch sein. Landleben? Kannst Du getrost in die Pfanne hauen...auf den Strassen kommen Dir gigantische Gespanne entgegen, vollgeladen mit Maishäcksel, 4-5m hoch. Schlepper die Dir auf den Strassen kaum noch Platz lassen um irgendwie auszuweichen, Schlamm und Dreck auf den Strassen als wenn es ein Truppenübungsplatz ist: Mais Grosskampfeinsatz. Dazu permanent der Dreck und Staub in der Luft und das Getöse der Riesenernter bis weit nach Mitternacht. Der Acker ist zur Grossfabrik verkommen. Gülle ohne Ende, wohin mit dem Scheiss? Mittlerweile ist es in einer Ruhrgebietssiedlung pittoresker als im Land der Pättkes und Schwarzbunten. Wenn dieser ganze shit wenigstens noch der Produktion von RICHTIGER Nahrung für Mensch und Tier dienen würde....irgendwas ist da doch völlig aus dem Ruder gelaufen. Unfassbar.
Da läuft gar nix aus dem Ruder. Fahren Sie einfach mal im Urlaub in den Sommermonaten in die USA. Gleiches Bild. Wer unabhängiger vom Erdöl werden will, muss anderes Öl produzieren. Genau das passiert. In 100 Jahren wird die Erde voll von Pflanzflächen für Energiepflanzen sein.

Nicht dass ich das super finde, aber so sieht die post-fossile Zukunft (zumindest teilweise) aus. Und auf/neben den Feldern mit Mais werden Windräder stehen. Ob wir das gut finden oder nicht, irgendwo muss die Energie herkommen.

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monoman 17.10.2012, 19:48
8. Gehört auf den Teller und nicht in den Tank? OK, aber was ist mit dem Futtertrog?

Interessant, wie man immer beim Thema Biosprit plötzlich die hungernden Menschen auf der Welt wieder entdeckt: gehört auf den Teller und nicht in den Tank usw. Wie wäre es zur Abwechslung mal, den Ackerflächenverbrauch, der zur Fleischerzeugung anfällt, in derartige Berechnungen mit einzubeziehen. So ein Tier frisst etwa die zehnfache Nahrung dessen, was es dann selbst an verzehrbarem Fleisch hergibt. Dieser Flächenverbrauch steht genauso in Konkurrenz zur Ernährung der Bedürftigen wie der Verlust der Ackerflächen, die den Biosprit liefern! So würde bei einer entsprechenden Rücknahme der Fleischproduktion durchaus mehr für die menschliche Ernährung über bleiben, ohne sich beim Durchtreten des Gaspedales mässigen zu müssen, jenem obersten Bürgerrecht, seit der Führer unseren Grosseltern die Autobahn geschenkt hat. Deswegen müssen auch nicht alle Vegetarier werden, aber ein Fleischpreis, der die ökologische und soziale Realität auf der Welt widerspiegelt, könnte durchaus helfen, die Entwicklung in eine vernünftige Richtung zu lenken. Hat das eigentlich schon mal jemanden gewundert, dass Fleisch billiger ist als Käse?

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joergkirchberger 17.10.2012, 20:01
9. E 10

Ich bin mit meinem neuen Peugeot 40000 km mit E10 gefahren, der ADAC hat Tests gemacht, auch mit Autos, die nicht E10 verträglich waren. Die sind erst nach 30000 km hochgegangen. Ich tanke solange es den Sprit noch gibt E10, weil es eben günstiger ist, den Mherverbrauch fange ich mit 0,1 Bar höheren Reifendruck aus. Ich kenne dieses hohle gelaber aus den 80érn, als Bleifrei eingeführt wurde. E 10 wollten die Kunden nicht, weil sie Angst um ihr Auto hatten.Den billigensten Mist futtern, aber beim Sprit sind die Autofahrer ängstlich. Der einzige Grund, der gegen E10 spricht ist, dass man nicht mit Lebensmitteln Auto fahren sollte. Von daher finde ich die Entscheidung richtig bessere Alternativen zu finden. Zum Münsterland: Ich wohne selber da. So, wie beschrieben sieht es aber schon etwas länger aus. Tiere sieht man selten auf Weiden. Die Masttiere sieht man nur, wenn sie nach Hamm-Uentrop, oder Rheda-Wiedenbrück in Tiertötungsanstalten gekarrt werden

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