Forum: Wissenschaft
Alternative zu embryonalen Stammzellen: Alleskönner in neuer Qualität erzeugt
Corbis

Sind Nerven durchtrennt oder Muskeln zerstört, ließen sich aus umprogrammierten Körperzellen neue Gewebe züchten. Doch bisher reicht die Qualität dieser Stammzellen nicht für die Therapie. Ein Maus-Experiment weckt neue Hoffnung.

sniffless 09.09.2014, 14:13
1. Nabelschnur?

ich verstehe nicht, warum das Thema in Deutschland nicht mehr in den Fokus gesetzt wird. Schliesslich ist es die beste Resource - auch für IPS Zellen....

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cassandros 09.09.2014, 14:51
2. Die Sendung mit der Maus

Zitat von sniffless
ich verstehe nicht, warum das Thema in Deutschland nicht mehr in den Fokus gesetzt wird. Schliesslich ist es die beste Resource - auch für IPS Zellen....
Man arbeitet daran:
""Was jetzt gemacht werden muss", so Schöler, "ist ideales Zellmaterial - etwa aus Nabelschnurblut - zu verwenden. Denn die DNA ist noch sehr jung und daher intakt."
Aus:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/biomedizin-forschern-gelingt-offenbar-sichere-zell-reprogrammierung-a-610341.html

"....Nabelschnurblut-Bank in Düsseldorf zusammen. Dort lagern Tausende Proben mit Blut aus Nabelschnüren. Die Vorzüge: Zum einen enthält Nabelschnurblut spezielle Stammzellen (umbilical cord derived stem cells). ...."
- http://www.mpg.de/1022330/Stammzellen?seite=5

Zunächst muss aber noch viel Grundlagenforschung gemacht werden.
Da sind die Zellen von Mäusen u.ä. wichtiger.

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Meineserachtens 09.09.2014, 17:58
3. Embryonale Stammzellen ...

"Auch umstrittene embryonale Stammzellen, für die Embryonen getötet werden müssen, bräuchte man dazu nicht".
Dieser dumme Satz wird immer wieder gebracht.
ES-Zellen können mittlerweile millionenfach ohne Zerstörung des Embryos erzeugt werden.
Aus der letzten Zelle die man dafür brauchte wurde 2007 ein Teil der Zelle entnommen. wie bei der PID wird damit kein Embryo mehr zerstört.
Aber dieses Totschlag-Argument ist wohl nicht kaputt zu kriegen.
In den nächsten Wochen wird von ACTC hier ein Peer Review Paper, wahrscheinlich im NEJM herauskommen und dann werden hier alle staunen,

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konstantin.hauser 11.09.2014, 07:30
4. @Meineserachtens

Das Problem bei der von Ihnen erwähnten Methode ist, dass die dem Embryo im entnommene (totipotente) Zelle (Blastomere) nach deutschem Recht (Embryonenschutzgesetz) ebenfalls ein Embryo ist, auch wenn der "Restembryo" den Eingriff unbeschadet überlebt. Insofern ist diese Methode hierzulande nicht hilfreich und stellt auch in den USA nur ein ethisches Umhängemäntelchen dar, um die Kritiker der embryonalen Stammzellforschung zu besänftigen. Was vielmehr gebraucht wird, ist die eine offene und ehrliche Diskussion darüber, ob die grundgesetzlich garantierte und grundsätzlich nicht einschränkbare Forschungsfreiheit sowie die Aussicht auf Heilung schwerster Erkrankungen nicht den Würdeschutz bei der Infertilitätsbehandlung „übriggebliebener“ und später ohnehin zu entsorgender Embryonen, die sich im frühesten Stadium ihrer Entwicklung befinden, überwiegen.

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konstantin.hauser 11.09.2014, 08:06
5. @Meineserachtens

Ich stimme Ihnen grundsätzlich zu. Das Problem bei der von Ihnen erwähnten Methode ist aber, dass die dem Embryo entnommene (totipotente) Zelle (Blastomere) nach deutschem Recht (Embryonenschutzgesetz) ebenfalls ein Embryo ist, der bei der Stammzellengewinnung zerstört wird. Auch wenn der eigentliche "Restembryo" den Eingriff unbeschadet überlebt. Insofern ist diese Methode hierzulande nicht hilfreich und stellt auch in den USA nur ein ethisches Umhängemäntelchen dar, um die Kritiker der embryonalen Stammzellforschung zu besänftigen. Was vielmehr gebraucht wird, ist die eine offene und ehrliche Diskussion darüber, ob die grundgesetzlich garantierte Forschungsfreiheit sowie die Aussicht auf Heilung schwerster Erkrankungen nicht den Würdeschutz von bei der Infertilitätsbehandlung „übriggebliebenen“ und später ohnehin zu entsorgenden Embryonen, die sich im frühesten Stadium ihrer Entwicklung befinden, überwiegen.

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