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Amazonas-Brände: Bolsonaro will Hilfsgelder nur annehmen, wenn Macron sich entschuldi
AFP

Die G7 haben Brasilien Hilfsgelder für die Löscharbeiten im Amazonas angeboten. Präsident Jair Bolsonaro zeigte sich erst zurückhaltend, ist aber nun zu Gesprächen bereit - und erhält Rückendeckung von US-Präsident Trump.

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Southwest69 28.08.2019, 03:21
100. Senhor advogado de um fascista.....

Zitat von Sokrates II
Präsident Macron, Brasilien ist seit über 300 Jahren eine unabhängige Nation. Deshalb möchten wir es nicht in internationales Territorium verwandeln und unsere Souveränität aufheben. Es wäre ein irreparabler Fehler und eine in der Geschichte der Menschheit beispiellose Aggression. Stellen Sie sich vor, Herr Präsident, wenn wir in das Schloss von Versailles oder am den Arc de Triomphe, einmarschierten und sagten, dass es jetzt ein "Weltkulturerbe ist und wir eine internationale Invasion durchfuehren muessen? Würde Frankreich zivile und militärische Vergeltungsmaßnahmen zur Verteidigung unternehmen? Wenn Sie unsere natürlichen Ressourcen und die biologische Vielfalt brauchen, begeben Sie sich auf dem Weg zu Dialog, Zusammenarbeit und internationalem Handel, diplomatischen Kanälen und der Welthandelsorganisation, aber bewachen Sie unsere Nation nicht und versuchen Sie nicht, sie neu zu besiedeln, denn Brasilien ist ein Land von friedlichen und nicht kriegerische Traditionen aber wir würden auf jede Art von Aggression reagieren. Berichten Sie auch, dass nach den brasilianischen offiziellen Daten aus INPE, Zeiten erhöhter Abholzung im Amazonas in 1995 (Fernando Henrique Cardoso) aufgetreten waren und 2004 -(Regierung Luiz Inácio Lula da Silva, der derzeit wegen Korruption und Geldwäsche im Gefängnis sitzt-, das größte System von Währungsdiebstahl und Korruption das Land schwer geschaedigt hatte, wie es in noch keinem Land der Gegenwart statt fand. Die Entwaldungen nahmen 2013 unter der (Regierung Dilma Roussef – welche wegen eines Verbrechens des Amtsmissbrauches aus dem Amt entlassen wurde, was uebrigens durch die Verfassung abgedeckt und dem Brasilianischen Parlaments abgestimmt und beschlossen wurde ebenfalls zu .In den folgenden Jahren wuchs die Abholzung durch die Komplementärregierung von Michel Temer weiter an. Ich frage Sie also, wo waren die Regierungen (einschließlich Frankreichs), die sich heute "große Sorgen" über die Abholzung des Amazonas in den vergangenen Jahren der Zerstörung oder der Zunahme ab 2013 machen? Ich erinnere mich nicht, dass dies ein „vorrangiges und dringendes Thema“ eines der G7- oder G20-Gipfeltreffen in diesen Jahren der Entwaldungskrise war,warum nur jetzt? Gibt es eine solche neue und ernste Tatsache? Hochachtungsvoll Marco Aurelio Cândido de Melo, Arzt, Schriftsteller, Forscher und Universitätsprofessor
Soviel Geschreibsel um einen faschistoiden brasilianischen Präsidenten reinzuwaschen.

Netter Versuch, aber nutzlos. Bei uns gibt`s auch genug Leute die sich mit akademischen Titeln schmücken um Seriosität vorzugaukeln.

Kennen wir schon aus der AFD.

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June00 28.08.2019, 07:10
101. Krabbelgruppe Eisbärchen

Die benehmen sich wie kleine Kinder denen das Spielzeug weg genommen wurde. Solche Leute dürfen ein Land regieren? Von Trump sind wir es ja seit Minute 1 gewöhnt, aber das muss man sich ja nicht abschauen nur weil er damit durchkommt.
Es sollte Militär nach Brasilien geschickt werden um die Brände zu löschen, ob dem brasilianischen Kind das gefällt oder nicht.

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merlin 2 28.08.2019, 08:27
102.

Zitat von Sokrates II
Präsident Macron, Brasilien ist seit über 300 Jahren eine unabhängige Nation. Deshalb möchten wir es nicht in internationales Territorium verwandeln und unsere Souveränität aufheben. Es wäre ein irreparabler Fehler und eine in der Geschichte der Menschheit beispiellose Aggression. Stellen Sie sich vor, Herr Präsident, wenn wir in das Schloss von Versailles oder am den Arc de Triomphe, einmarschierten und sagten, dass es jetzt ein "Weltkulturerbe ist und wir eine internationale Invasion durchfuehren muessen? Würde Frankreich zivile und militärische Vergeltungsmaßnahmen zur Verteidigung unternehmen? Wenn Sie unsere natürlichen Ressourcen und die biologische Vielfalt brauchen, begeben Sie sich auf dem Weg zu Dialog, Zusammenarbeit und internationalem Handel, diplomatischen Kanälen und der Welthandelsorganisation, aber bewachen Sie unsere Nation nicht und versuchen Sie nicht, sie neu zu besiedeln, denn Brasilien ist ein Land von friedlichen und nicht kriegerische Traditionen aber wir würden auf jede Art von Aggression reagieren. Berichten Sie auch, dass nach den brasilianischen offiziellen Daten aus INPE, Zeiten erhöhter Abholzung im Amazonas in 1995 (Fernando Henrique Cardoso) aufgetreten waren und 2004 -(Regierung Luiz Inácio Lula da Silva, der derzeit wegen Korruption und Geldwäsche im Gefängnis sitzt-, das größte System von Währungsdiebstahl und Korruption das Land schwer geschaedigt hatte, wie es in noch keinem Land der Gegenwart statt fand. Die Entwaldungen nahmen 2013 unter der (Regierung Dilma Roussef – welche wegen eines Verbrechens des Amtsmissbrauches aus dem Amt entlassen wurde, was uebrigens durch die Verfassung abgedeckt und dem Brasilianischen Parlaments abgestimmt und beschlossen wurde ebenfalls zu .In den folgenden Jahren wuchs die Abholzung durch die Komplementärregierung von Michel Temer weiter an. Ich frage Sie also, wo waren die Regierungen (einschließlich Frankreichs), die sich heute "große Sorgen" über die Abholzung des Amazonas in den vergangenen Jahren der Zerstörung oder der Zunahme ab 2013 machen? Ich erinnere mich nicht, dass dies ein „vorrangiges und dringendes Thema“ eines der G7- oder G20-Gipfeltreffen in diesen Jahren der Entwaldungskrise war,warum nur jetzt? Gibt es eine solche neue und ernste Tatsache? Hochachtungsvoll Marco Aurelio Cândido de Melo, Arzt, Schriftsteller, Forscher und Universitätsprofessor
Sorry, aber dann sollte Brasilien mal fix die Feuer löschen. Davon sehen wir aber auch nix. Und eine zweite "Lunge" hat die Welt nicht. Also gebt mehr Gas bei der Brandbekämpfung, sonst wird Euch geholfen!
Im Moment ist es doch eher so, daß die brasilianische Politik Umweltschutz nicht auf dem Radar hat und die Brandrodungen eher noch befeuert. Das ist aber genauso dumm, wie Benzin in ein Feuer zu kippen, wenn man es zumindest angeblich löschen möchte.

Schönen Tag noch Herr Professor!

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ssissirou 28.08.2019, 10:46
103.

Zitat von whitemouse
Glücklicherweise müssen wir nichts aus Brasilien kaufen.
Und wie wollen Sie das verhindern? Wenn Sie ein Stück Fleisch kaufen, kann Ihnen niemand sagen, wo das Soja herstammt, mit dem die Tiere gefüttert wurden. Wenn Sie Biosprit tanken, steht an der Zapfsäule nicht "mit brasilianischem Palmöl", auf Fruchtsäften nicht, woher das Konzentrat stammt. Es geht nur bei fertigen Produkten. Ausser Obst fällt mir da jetzt nichts ein, und da sollte man sowieso die Finger von lassen wegen der besonders hohen Pestizidbelastung. Die Strichcodes für Waren aus Brasilien fangen übrigens mit 789 und 790 an.

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Beethoven_1770 28.08.2019, 11:49
104.

Im Streit um die von den G7-Staaten angebotene Waldbrand-Hilfe im Amazonasgebiet hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro Bedingungen gestellt. Er möchte, dass sich der Französische Präsident Emmanuel Macron bei ihm entschuldigt, dann sei er zu Gesprächen über die Hilfszahlungen bereit.

Da brennt es bei Schulze und Schulze sagt zur Feuerwehr, dass sie nur kommen darf, wenn sich Feuerwehrmann Huber erstmal bei ihm entschuldigt, denn der hat Schulze ja sooo beleidigt. Wo liegt hier der Fehler?

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wiseguyno1 28.08.2019, 12:09
105. Eiweiß-Debatte

Zitat von L_P
[...] An Soja ist bei nüchterner Betrachtung nichts problematisch. Es ist die produktivste Eiweißpflanze der Welt und damit zu Recht der Champion bei der Eiweißversorgung. Über die europäischen Angst vor gentechnisch veränderten Pflanzen bei gleichzeitiger Akzeptanz von gentechnisch hergestellten Medikamenten lachen sich die Amerikas schlapp. Der Geist von Immanuel Kant auch.
Statt mit der Eiweiß-Gen-Debatte abzulenken, könnte man besser zum eigentlichen Thema zurück kehren und fragen, inwieweit der Geist von Kant sich über diese alberne Entschuldigungs-Posse eines Bolsanero "schlapp gelacht" hätte.

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Stresspille 28.08.2019, 12:10
106.

Zitat von doctoronsen
Jetzt reicht's. Ab jetzt werde ich jeden Händler zur Rede stellen, der brasilianische Waren im Sortiment hat, insbesondere Fleisch. Brasilien-Boycott, was anderes hilft nicht.
Bin dabei !

Es kann nicht sein, daß wir Verbraucher die Zerstörung des Regenwaldes bezahlen. Produkte aus Brasilien kommen bei mir nicht mehr auf den Tisch.

Es kann nicht sein, daß die Farmer dort ohne jegliche Umweltstandards produzieren und mit dann dem Mist unsere Supermärkte mit ihrem Dreck fluten. Das Freihandelsabkommen sollte jetzt nicht mehr möglich sein.

Ist sowieso gesünder und umweltschonender viel weniger Fleisch zu essen. Das was man dann noch ist sollte dann wenigstens von lokalen Erzeugern kommen.

Und schaut immer auch auf die Etiketten. In verdammt vielen Produkten ist das verfluchte Palmöl drin, auch dort, wo man nicht damit rechnet.

Hab deshalb vor Kurzem einen Spinat aus meinem Sortiment genommen, den ich unglücklicherweise jahrelang gegessen habe.

Palmöl ist nicht nur eine ungesunde (krebserregende) Schweinerei, es ist auch der Grund für die Zerstörung (das Abfackeln) der Wälder weltweit.

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Stresspille 28.08.2019, 12:25
107.

Zitat von jogola
Vegetarier, denn Soja (Kraftfutter) ist das Hauptexportgut Brasiliens. https://oec.world/de/profile/country/bra/ Veganer wäre noch besser, denn Soja steigert auch die Milchleistung der Kühe enorm.
Als alternative zur Sojamilch kann ich Hafer- und Lupinenmilch empfehlen. Schmeckt eigentlich auch besser als Soja.
Von der in Deutschland gezüchteten und angebauten Süßlupine gibt es auch leckeren Joghurt.

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Beethoven_1770 28.08.2019, 13:01
108.

Außerdem warf er (Macron) Bolsonaro vor, ihn beim Gipfel der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) in Osaka angelogen zu haben, als es um Zusagen zum Umweltschutz ging."Um mit Frankreich, das die besten Absichten hat, zu sprechen oder irgendwas anzunehmen, muss er diese Äußerungen zurücknehmen", sagte Bolsonaro.

Aber was sind denn nun diese Äußerungen, durch die sich Bolsonaro so beleidigt fühlt? Der Artikel gibt da nichts Konkretes her. Habe selbst recherchiert. In irgendeiner Pressemiteilung habe ich gelesen, Macron habe Bolsonaro beim G20-Gipfel vorgeworfen, im Hinblick auf Zusagen zum Umweltschutz geschwindelt zu haben. Da steht also die Vokabel ʺgeschwindeltʺ. Hätte man nicht genauso gut schreiben können, Macron hätte Bolsonaro vorgeworfen, Zusagen zum Umweltschutz, nicht eingehalten zu haben? Die betreffende Vokabel ist schon wichtig, denn ʺgeschwindeltʺ klingt viel negativer als ʺnicht einhaltenʺ, weil Ersteres trügerische Absicht unterstellt. Da ist also der genaue Wortlaut entscheidend, aber war bei der Äußerung überhaupt die Presse dabei? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Macron Bolsonaro gegenüber Vokabeln wie ʺgeschwindeltʺ, ʺLügnerʺ, ʺLügeʺ oder Ähnliches gebraucht hat. Ich kann mir eher vorstellen, dass Bolsonaro in seinem Macho-Stolz schon verletzt ist, wenn man ihm vorhält, eine Zusage nicht eingehalten zu haben. Davon abgesehen, dass solche Macho-Typen und Populisten wie Bolsonaro und Trump mit Unwahrheiten immer am schnellsten bei der Hand sind. Da haut z.B. Bolsonaro mal einfach so raus, dass Umweltaktivisten und NGO`s die Brände gelegt hätten. Er hat dafür zwar keine Beweise, aber das sagt ihm sein persönliches Gefühl. Da beschuldigt Bolsonaro also jemanden einer Straftat und hat nichts Besseres vorzulegen als seine Gefühle. Und wenn Macron inhaltlich unrecht hat, warum belegt Bolsonaro nicht einfach, dass er seine Umweltversprechen einhält. Aber seit wann argumentieren Populisten inhaltlich?
Nach allem was ich bisher gelesen habe, hat sich eigentlich nur einer zu entschuldigen, nämlich Bolsonaro, auch wegen der despektierlichen Äußerungen gegen Macrons Frau.
Im Grunde sind aber nicht die Bolsonaros und Trumps dieser Welt das Problem sondern ihre Wähler, denn diese Populisten sind demokratisch gewählt worden. Und da stehen die Bernd-Höcke-Wähler in der Verantwortung in einer Reihe mit Bolsonaro-Wählern.

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Beethoven_1770 28.08.2019, 13:08
109.

Worüber sich Bolsonaro bei den Äußerungen von Macron so schrecklich aufregt. Den ersten Teil hatte ich oben. Nun zum zweiten Teil.

Macron stört sich an Äußerungen Macrons bei Twitter.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht bei den Waldbränden in der Amazonasregion davon, dass "unser Haus brennt".
Dass im nächsten Satz deutlich wird, dass Macron mit "unser Haus" nur meinte, dass der Amazonas die Lunge der Welt ist, ob nun zu 20% oder zu 6% spielt hier keine Rolle, und keinen imperialistischen Gedanken damit pflegte, sondern alles nur im ökologischen Sinne gemein war, ist Bolsonaro natürlich Schnuppe. Bolsonaro ist Populist und versucht jede Äußerung für seine Zwecke zu verwenden. Und dahingehend wird jede einzelne Vokabel auf die Goldwaage gelegt und geprüft, wie man sie einem im Munde verdrehen kann und als Vorwurf verwenden kann. Bei der Vokabel "unser" ist Bolsonaro fündig geworden. Und so wird Macron hingestellt, als wolle er sich aus kolonialistischer Gesinnung den brasilianischen Amazonas aneignen und den Brasilianern entwenden. Nein will Macron natürlich nicht. Denn den Amazonas haben sich schon vor Jahrhunderten portugiesischen Kolonialisten angeeignet, selbstverständlich ohne die dort beheimateten Indios zu fragen. Das ist kolonialistische Gesinnung.

Dazu passt, dass sich Bolsonaro tierisch darüber aufregt, dass auf dem G7-Gipfel über den Amazonas geredet wurde, ohne dass die Länder der Amazonas-Region daran teilnahmen. Warum heißt das Ding nur "G7-Gipfel"? Ich vermute mal, weil dort nur 7 Länder teilnehmen. Und das sind nun mal keine Länder der Amazons-Region. Man könnte bei den Äußerungen von Bolsonaro annehmen, auf einem G7-Gipfel wäre noch nie über globale Themen geredet worden, die über die Grenzen der G7-Länder hinausgehen, und ohne dass die angesprochenen Länder beim G7-Gipfel teilnahmen. Bei einem G7-Gipfel ist auch schon über Afrika geredet worden. Hat sich da irgendein afrikanisches Land aufgeregt, dass es beim G7-Gipel nicht dabei war?
Das zeigt wie künstlich erzeugt die Erregung von Bolsonaro gegen Macron und den G7-Gipfel ist. Da wird Frankreich und die G7-Länder als Imperialisten dargestellt und Brasilien als kolonialistisches Opfer inszeniert. Dabei ist Brasilien wie alle heutigen amerikanischen Staaten Produkt der Kolonisation der frühen Neuzeit. Wenn Bolsonaro also kolonialistische Gesinnung anprangert, dann prangert er seinen eigenen Staat an. Wäre von Bolsonaro aber zu viel verlangt, das zu verstehen.

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