Forum: Wissenschaft
Antarktis: Militante Tierschützer kreisen japanische Walfänger ein
AP/dpa

Im Südpolarmeer gehen Tierschützer und Walfänger erneut auf Konfrontation. Die Organisation Sea Shepherd hat offenbar japanische Schiffe umzingelt. Per Hubschrauber sammelten die Tierschützer Beweise und wollen die Kontrahenten zum Rückzug gezwungen haben.

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micromiller 06.01.2014, 16:02
150.

Zitat von heinz.wutz
Gehen Sie mit Ihrer Ethik doch mal in einem deutschen Schlachthof spazieren oder besuchen Sie mal Wiesenhof. Mal sehen, ob sich da Ihre Ethik bei dem Anblick nicht das Leben nimmt.
ja ich weiss, es ist widerwertig. ich war 15 jahre in der branche leitend taetig. ich esse keine kadaver mehr und wenn man in seinem leben die erkenntnis gewonnen hat, dass unser umgang mit den tieren mehr als babarisch ist, dann sollte man helfen das zu veraendern.

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Instin 06.01.2014, 16:03
151. Der Unterschied

Ich habe im Smithsonian's Indianer Museum Buffalo
Burger (Büffelfrikadellen) gegessen, würde auch gerne
welche aus Walfleisch essen.
Was ist der Unterschied?

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heinz.wutz 06.01.2014, 16:18
152. @ micromiller

Zitat von micromiller
ja ich weiss, es ist widerwertig. ich war 15 jahre in der branche leitend taetig. ich esse keine kadaver mehr und wenn man in seinem leben die erkenntnis gewonnen hat, dass unser umgang mit den tieren mehr als babarisch ist, dann sollte man helfen das zu veraendern.
Sehen Sie und wenn wir uns dann überlegen, dass es in unserer Gesellschaft ein völlig normales Hobby ist, zum Spaß in den Wald zu gehen und Tiere zu töten, dann frage ich mich, welches Recht wir haben anderen Nationen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. Das ist arrogant, postimperialistisch und rassistisch. Und diese ganze bigotte Selbstgefälligkeit widert mich sowas von an. Bevor wir hier großspurig irgendwelche vermeindlich barbarischen Völker missionieren wollen, sollten wir erst mal vor unserer eigenen Haustür kehren.

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heinz.wutz 06.01.2014, 16:19
153. @ Instin

Zitat von Instin
Ich habe im Smithsonian's Indianer Museum Buffalo Burger (Büffelfrikadellen) gegessen, würde auch gerne welche aus Walfleisch essen. Was ist der Unterschied?
Kann ich nicht sagen. Büffel habe ich so bewusst wohl noch nicht gegessen und Walfleisch kenne ich nur als Ragout. War zumindest sehr lecker und schmeckte ein wenig nach Rind.

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Celegorm 06.01.2014, 16:45
154.

Zitat von egal
Aber unlängst in Frankreich sind mir im Supermarkt wieder Sezungen begegnet, die keine 10 (!) cm maßen. Wer die essen soll? Aber tot waren sie nunmal.
Letzteres ist wohl das Problem. Wäre es also besser gewesen, diese über Bord zu werfen, wie das traditionell praktiziert wurde? Dass auch zu kleine Exemplare als Beifang enden können ist je nach Fischerei halt eine schlichte Realität. Wenn diese angelandet und möglichst genutzt werden ist das insofern begrüssenswert und entspricht der geforderten Verbesserung in der neuen EU-Fischereistrategie.

Im übrigen wird in der heutigen Forschung mittlerweile das Dogma der Mindestfanggrössen auch stark hinterfragt. Ökologisch gesehen richtet so etwas unter Umständen mehr Schaden als es hilft, respektive die Problematik wird gerne überschätzt.

Zitat von
Mir geht es nicht darum erwas gegeneinander aufzuwiegen oder alles schlecht zu reden, aber diese furchtbare Doppelmoral kotzt mich an.
Bei dem Punkt kann ich wiederum voll und ganz zustimmen.

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perlentaucher2345 06.01.2014, 16:48
155. Na, Herr Wutz...

Zitat von heinz.wutz
Kann ich nicht sagen. Büffel habe ich so bewusst wohl noch nicht gegessen und Walfleisch kenne ich nur als Ragout. War zumindest sehr lecker und schmeckte ein wenig nach Rind.
...wenn Sie da mal keinem 'Fleischskandal' made in Japan aufgesessen sind.

Wie ja hier im Forum schon verschiedentlich zu lesen war, handelt es sich beim Walfleisch um eine absolute Delikatesse - & Sie haben sich da etwas unterjubeln lassen & das mit einer astronomischen Summe entgolten, was realiter Rind - womöglich auch noch billiges Kobe-Rind - war.

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Celegorm 06.01.2014, 16:52
156.

Zitat von oseberg
würden die Japaner nicht von sea shep. beobachtet und bedrängt, würden sie alles harpunieren und töten, was ihnen vor den Bug läuft, auch die gefährdeten Blau und Finnwale, - Tatsachen aus der näheren Vergangenheit...
Was für "Tatsachen" sind denn das? Seit 1985 und dem Moratorium hat Japan zumindest keinen einzigen Blauwal mehr gefangen. Und zuvor waren die Hauptverantwortlichen Großbritannien und Norwegen mit zusammen fast drei Viertel aller Blauwalfänge.

Finnwale andererseits wurden durch Japan im gleichen Zeitraum gerade einmal gesamthaft 18 Stück erlegt. Alleine Island hat zuletzt beinahe das Zehnfache davon gefangen - pro Jahr. Grönland hat eine offizielle Quote von 19 Finnwalen, ebenfalls jährlich. Durch Schiffskollisionen wird zudem wohl ein vielfaches an Finnwalen getötet. Unter den Umständen die Japaner als relevante Gefährdung dieser Art zu sehen ist ziemlich lächerlich..

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perlentaucher2345 06.01.2014, 16:52
157. Hätten Sie denn auch noch...

Zitat von banteng
Aus So how valuable is Japan's Antarctic research programme to the community of international cetacean researchers? "The Japanese input into cetacean research in Antarctica is significant, and I would say crucial for the (IWC) scientific committee," observes Arne Bjorge from the Institute of Marine Research in Oslo, scientific committee chair.
...eine Stimme aus Island im Sortiment? Dann aber wären zur Abwechslung auch mal statements - auch andere Nationen befassen sich mit dem Thema - schönx wo nicht schon apriori der Eindruck entsteht, dass da ein Walfänger dem anderen die Stange hält...

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mrdhero 06.01.2014, 16:57
158. @hartwurzelholz

bitte was? haben sie gesehen unter welchen umständen das boot versänkt wurde? damit hatte her p.w. wenig zutun sondern die Japaner haben einfach mal drauf gehalten. wenn ein mensch für eine gute Sache kämpft, auch mit unfairen mitteln dann macht es ihn nicht zu einem Selbstdarsteller....

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perlentaucher2345 06.01.2014, 16:58
159. Das ist eine interessante These...

Zitat von tempusfugit1970
Als jemand, der selbst länger in Japan gelebt hat, kann ich dem nur zustimmen. Ohne Watson und Sea Shephard wäre der Umschwung bereits geschehen - ohne Gesichtsverlust.
...könnten Sie die denn - unter Darlegung der medialen Präsenz des Herrn Watson in Japan - auch belegen oder plausibel machen? Der Gesichtsverlust im Ausland durch die Art und Weise des Umgangs und der »Problemlösung« im Fall Fukushima interessiert doch die japanische Regierung und andere Institutionen auch nicht - warum sollte sich das Land also von so einem Häuflein und bei einem so - wie manche hier ja sagen - banalen Thema vorführen lassen?

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