Forum: Wissenschaft
Antarktis: Militante Tierschützer kreisen japanische Walfänger ein
AP/dpa

Im Südpolarmeer gehen Tierschützer und Walfänger erneut auf Konfrontation. Die Organisation Sea Shepherd hat offenbar japanische Schiffe umzingelt. Per Hubschrauber sammelten die Tierschützer Beweise und wollen die Kontrahenten zum Rückzug gezwungen haben.

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Celegorm 06.01.2014, 17:17
160.

Zitat von perlentaucher2345
...könnten Sie die denn - unter Darlegung der medialen Präsenz des Herrn Watson in Japan - auch belegen oder plausibel machen?
Ich denke nicht, dass ein Watson da wirklich grösseren Einfluss hat, das wäre zuviel der Ehre für diesen. Allerdings ist die These wohl so verkehrt nicht, auch ganz ohne die japanische Kultur zu berücksichtigen: Starker Druck und irrational gehässige Reaktionen aus dem Ausland sind selten hilfreich um konstruktive Lösungen zu finden. Was in der Thematik halt generell ein Problem ist, Wale sind vielerorts mittlerweile eine derart überhöhte, heilige Kuh frei von jeglichen Fakten zu Bestandsgrössen o.ä., dass man über Walfang gar nicht mehr sachlich diskutieren kann.

Solange das Bestreben der Japaner und anderer Walfangnationen, langfristig einen nachhaltigen regulären Walfang bestimmter Arten wieder zuzulassen, im Rest der Welt per se als undenkbar ausgeschlossen wird, führt das automatisch zu unlösbar verhärteten Fronten und keinem Fortschritt in der Sache..

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Spiegelwahr 06.01.2014, 17:30
161. Piratenpack

Wer sich wie Watson über jedes internationales Recht setzt, darf sich nicht wundern, wenn er wie ein Pirat behandelt wird. Jede internationale Tierschutzmaßnahme beruht auf einem Kompromiss und nicht auf die Maximalforderung von Rechtsbrechern und Piraten. Herr Watson sollte das mal mit Russland machen, dann gibt es Arbeitslager. Es wär mal intressant zu wissen, in wieviel Länder, einschließlich der BRD Herr Watson unerwünscht ist. So weit ich mich erinnere wurde, dieser Pirat schon einmal in der BRD festgesetzt. Wo kommen wir hin, wenn jeder Fanatiker und jeder Radikale meint sich über das Recht setzen zu dürfen und seine kruden Ansichten anderen auf diktieren zu dürfen. Es steht Herr Watson frei den Rechtsweg zu beschreiten, wenn Herr Watson meint, dass der Walfang Unrecht ist. Ich lasse mir auch nicht von einen Tugendapostel vorschreiben was ich zu essen und wie ich zu leben habe. Ganz nebenbei, wenn Herr Watson Verhalten in Ordnung ist, so ist das Verhalten der Chaoten im Hamburg auch in Ordnung, wenn sie die Rote Flora verteidigen und damit Privatbesitz negieren. Denn das ist konsequent zu Ende gedacht.

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perlentaucher2345 06.01.2014, 18:02
162. 'Sachlicher' Diskussionen und 'konstruktiver' Lösungen

Zitat von Celegorm
Ich denke nicht, dass ein Watson da wirklich grösseren Einfluss hat, das wäre zuviel der Ehre für diesen. Allerdings ist die These wohl so verkehrt nicht, auch ganz ohne die japanische Kultur zu berücksichtigen: Starker Druck und irrational gehässige Reaktionen aus dem Ausland sind selten hilfreich um konstruktive Lösungen zu finden. Was in der Thematik halt generell ein Problem ist, Wale sind vielerorts mittlerweile eine derart überhöhte, heilige Kuh frei von jeglichen Fakten zu Bestandsgrössen o.ä., dass man über Walfang gar nicht mehr sachlich diskutieren kann. Solange das Bestreben der Japaner und anderer Walfangnationen, langfristig einen nachhaltigen regulären Walfang bestimmter Arten wieder zuzulassen, im Rest der Welt per se als undenkbar ausgeschlossen wird, führt das automatisch zu unlösbar verhärteten Fronten und keinem Fortschritt in der Sache..
...zu der Thematik bedarf es nicht mehr bzw. diese liegen bereits in adäquater Form vor. In begründeten Einzelfällen - etwa im F. der 200000 noch lebenden Inuit - könnte man es noch tolerieren, aber abseits dieses Kontexts ist Waljagd schlicht ein barbarisches Relikt aus dem vorletzten Jahrhundert, für das es keinerlei praktische Rechtfertigung, wie sie in ansonsten nicht zu deckenden Bedürfnissen bestünde, mehr gibt.

Kein Mensch isst mehr Walfleisch - muss er auch nicht - & im übrigen wird jeder auf der Erde lebende Zeitgenosse selbst im unmittelbaren Lebensumfeld derart & ungeniert mit synthetischem Mist zugemüllt und vollgedröhnt, dass es nicht einsichtig ist, warum man angeblich noch auf Walfang angewiesen ist. Diese Barbarei gehört abgeschafft, und zwar mit jedem Tag mehr, an dem die Forschung zeigt, wieviele ungeahnte kognitive Fähigkeiten Tiere - auch Wale - haben - die der sich seine angeblich überragende Intelligenz immer nur selbst bescheinigende homo sapiens aber bislang negiert hat, und der sich immer weniger als 'Krone der Schöpfung' zeigt.
Wenn er nicht bereit ist, die nötigen Konsequenzen zu ziehen, dann kann er auch bald wieder anfangen, seine Artgenossen zu Seife zu verarbeiten.

Das wesentliche Problem, das sich ergäbe - würde man den Walfang tatsächlich einstellen - bestünde darin, dass der bisher völlig selbstverståndliche Raubbau an der Natur in den verbleibenden Bereichen wieder ein bisschen schwieriger zu rechtfertigen wäre.

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heinz.wutz 06.01.2014, 18:07
163. @ perlentaucher2345

Zitat von perlentaucher2345
...wenn Sie da mal keinem 'Fleischskandal' made in Japan aufgesessen sind. Wie ja hier im Forum schon verschiedentlich zu lesen war, handelt es sich beim Walfleisch um eine absolute Delikatesse - & Sie haben sich da etwas unterjubeln lassen & das mit einer astronomischen Summe entgolten, was realiter Rind - womöglich auch noch billiges Kobe-Rind - war.
1. war das in Norwegen und nicht in Japan.
2. wie kommen Sie denn darauf, dass Walfleisch eine absolute Delikatesse sei? Ich dachte, die Japaner wollen keinen Wal mehr essen und verarbeiten das Fleisch stattdessen zu Tierfutter. Nee, ich glaube da sind Sie gerade auf dem falschen Dampfer.

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banteng 06.01.2014, 18:12
164.

Zitat von perlentaucher2345
...eine Stimme aus Island im Sortiment? Dann aber wären zur Abwechslung auch mal statements - auch andere Nationen befassen sich mit dem Thema - schönx wo nicht schon apriori der Eindruck entsteht, dass da ein Walfänger dem anderen die Stange hält...
Wissen Sie überhaupt was das IWC ist? Es ist die offizielle Organization für Wale, die u.a. das Moratorium beschlossen hat.

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heinz.wutz 06.01.2014, 18:18
165. @ perlentaucher2345

Zitat von perlentaucher2345
...zu der Thematik bedarf es nicht mehr bzw. diese liegen bereits in adäquater Form vor. In begründeten Einzelfällen - etwa im F. der 200000 noch lebenden Inuit - könnte man es noch tolerieren, aber abseits dieses Kontexts ist Waljagd schlicht ein barbarisches Relikt aus dem vorletzten Jahrhundert, für das es keinerlei praktische Rechtfertigung, wie sie in ansonsten nicht zu deckenden Bedürfnissen bestünde, mehr gibt. Kein Mensch isst mehr Walfleisch - muss er auch nicht - & im übrigen wird jeder auf der Erde lebende Zeitgenosse selbst im unmittelbaren Lebensumfeld derart & ungeniert mit synthetischem Mist zugemüllt und vollgedröhnt, dass es nicht einsichtig ist, warum man angeblich noch auf Walfang angewiesen ist. Diese Barbarei gehört abgeschafft, und zwar mit jedem Tag mehr, an dem die Forschung zeigt, wieviele ungeahnte kognitive Fähigkeiten Tiere - auch Wale - haben - die der sich seine angeblich überragende Intelligenz immer nur selbst bescheinigende homo sapiens aber bislang negiert hat, und der sich immer weniger als 'Krone der Schöpfung' zeigt. Wenn er nicht bereit ist, die nötigen Konsequenzen zu ziehen, dann kann er auch bald wieder anfangen, seine Artgenossen zu Seife zu verarbeiten. Das wesentliche Problem, das sich ergäbe - würde man den Walfang tatsächlich einstellen - bestünde darin, dass der bisher völlig selbstverståndliche Raubbau an der Natur in den verbleibenden Bereichen wieder ein bisschen schwieriger zu rechtfertigen wäre.
Sehr schön! Die sachliche Diskussion wird ausgeschlossen. Wunderbar, so wünscht man sich die Demokratie. Vielleicht ist Fleischverzehr ansich ein barbarischer Akt. Dann sollten wir aber doch erst hier im Land aufräumen, bevor wir anderen Völkern Vorschriften machen. Und warum sollten die Eskimos das Recht haben Wale zu jagen? Gucken Sie sich mal an, wie viele die paar Leute jedes Jahr noch erlegen und vor allem auf welche Art und Weise. Sollen die doch in die Städte ziehen und sich wie alle anderen auch aus den Supermärkten versorgen. Keine Ahnung, wo Sie da "begründete Einzelfälle" sehen. Vielleicht sollte man Ihrer Meinung nach auch die Kopfjagd wieder erlauben. War doch eine schöne alte Tradition. Oder das Menschenopfer.

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mopper-gerne 06.01.2014, 20:37
166. Wäre schön, wenn es noch mehr...

...solcher Organisationen gäbe. Ich kann nur den Hut ziehen vor solchen Leuten, die teilweise ihr Leben für Artenschutz riskieren. Demnach sollten die Beweismittel zu saftigen Strafen führen. Ich finde es skandalös, wenn heutzutage aufgrund von Profitgier diese und andere einzigartigen Lebewesen regelrecht abgeschlachtet werden...

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architekt 06.01.2014, 21:54
167.

wie kommt es, daß Tierschützer (fast) immer gleich als militant eingestuft und abfällig bezeichnet werden, wenn sie sich als einzige für bedrohte Tiere einsetzen?
Während Wilderern, "Walfängern" (es wird kein einziger gefangen, sondern getötet) u. a. gern ein (faulender) Hauch von Abenteuerern im 21. Jahrhundert angedichtet wird!
Wo doch das Abschlachten von Elefanten, Nashörnern, Löwen u. a. in Afrika oder von Walen, Delphinen, Haien in Asien u. a. im Polarmeer und Pazifik für medizinische Zwecke als ganz normal angesehen wird.
Ist dies nicht gleichzusetzen mit den medizinischen Versuchen an Wehrlosen zum Wohl der Wissenschaft eines Dr. Mengele?
Vom "Spiegel" hätte ich einen differenzierteren Beitrag erwartet, schade, dies ist nicht erfolgt....

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architekt 06.01.2014, 22:00
168. Internationales Recht?

Zitat von Spiegelwahr
Wer sich wie Watson über jedes internationales Recht setzt, darf sich nicht wundern, wenn er wie ein Pirat behandelt wird. Jede internationale Tierschutzmaßnahme beruht auf einem Kompromiss und nicht auf die Maximalforderung von Rechtsbrechern und Piraten. Herr Watson sollte das mal mit Russland machen, dann gibt es Arbeitslager. Es wär mal intressant zu wissen, in wieviel Länder, einschließlich der BRD Herr Watson unerwünscht ist. So weit ich mich erinnere wurde, dieser Pirat schon einmal in der BRD festgesetzt. Wo kommen wir hin, wenn jeder Fanatiker und jeder Radikale meint sich über das Recht setzen zu dürfen und seine kruden Ansichten anderen auf diktieren zu dürfen. Es steht Herr Watson frei den Rechtsweg zu beschreiten, wenn Herr Watson meint, dass der Walfang Unrecht ist. Ich lasse mir auch nicht von einen Tugendapostel vorschreiben was ich zu essen und wie ich zu leben habe. Ganz nebenbei, wenn Herr Watson Verhalten in Ordnung ist, so ist das Verhalten der Chaoten im Hamburg auch in Ordnung, wenn sie die Rote Flora verteidigen und damit Privatbesitz negieren. Denn das ist konsequent zu Ende gedacht.

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lordas 06.01.2014, 22:09
169.

Zitat von perlentaucher2345
...könnten Sie die denn - unter Darlegung der medialen Präsenz des Herrn Watson in Japan - auch belegen oder plausibel machen? Der Gesichtsverlust im Ausland durch die Art und Weise des Umgangs und der »Problemlösung« im Fall Fukushima interessiert doch die japanische Regierung und andere Institutionen auch nicht - warum sollte sich das Land also von so einem Häuflein und bei einem so - wie manche hier ja sagen - banalen Thema vorführen lassen?
Sie missverstehen das Konzept des Gesichtsverlustes im japanischen Kontext. Hier geht es nicht um den Ehrenkodex wie westliche Staaten ihn verstehen, sondern wie er in Japan definiert wird. Damit einher geht in der Regel ein kompliziertes System an Ausnahmen und Bedingungen.
Allgemein kann man aber sagen, nur weil das Ausland Walfang als "Ehrlos" empfindet, gilt das noch lange nicht für Japan. Und nur ein Verstoß gegen den dortigen Ehrenkodex hätte auch einen dortigen Gesichtsverlust zur Folge. Der Westen interessiert in diesen Moment nicht und gehört sowieso zu den komischen Ländern die diese stinkende vergammelte Milch essen...

Von daher ist die "These" wie sie es nennen, gar nicht so schnell von der Hand zu weisen. In einen streng hierarchischen System wie es in Japan existiert, wäre ein "Beugen" gegenüber Ausländischen Gruppen, vor allem solcher wie Sea Shepherd, undenkbar.

In Deutschland wird ja auch nicht ein Veggiday eingeführt nur weil Greenpeace in vorschlägt.

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