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Antibiotika-Studie: Fast jedes Masthähnchen ist gedopt

Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.

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kalumeth 15.11.2011, 16:41
10. gelobte Besserung: ein Witz

Zitat von sysop
Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, .. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.
Der bauernverband gelobt, die Quote um 30% veringern ..auf dann immer 60%. Das als Besserung zu bezeichnen ist ein Witz!

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Alfons 11:45 15.11.2011, 16:46
11. There ain't no such thing: Bundesamt für Risikokontrolle

Zwar steht dieser Artikel derzeit so oder ähnlich in diversen Ausführungen im Netz, aber besagtes Bundesamt ist unter diesem Namen im Netz ansonsten völlig unbekannt.

Die Schönrednerei bezüglich des Risikos durch exzessiven Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung stammt aus den Federn des Deutschen Bauernverbandes und des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft. Speziell die niedersächsische Landwirtschaft einschließlich abhängiger Ministerien sollte unter dem Gesichtspunkt des Verbraucherschutzes mal radikal ausgemistet werden.

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schnitti23 15.11.2011, 16:57
12. Das

und das miese, kurze Leben als KZ- Hähnchen haben mich vor Jahren bewogen, kein Geflügel mehr zu essen.
Ausnahme ist der Bio-Hof bei mir um die Ecke.
Da sehe ich wenigstens, daß das Geflügel auf der Wiese rumläuft und relativ gut lebt.
Kostet ein paar Euro mehr, aber das ist mir die Sache wert.
So oft kaufen wir nicht Geflügel.

Die Massentierhaltung ist ja nur möglich, weil keiner einen ordentlichen Preis fürs Fleisch zahlen will.
Schweineschnitzel für kg/ 3,25 EUR, da müssen doch selbst die allerschlichtesten Gemüter merken, was das Tier zum Fressen bekommen hatte und daß man so einen Preis nur unter extremen Verhältnissen erreichen kann.
Ohne mich!

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mark anton 15.11.2011, 17:02
13. Billiges Fleisch durch indistr. Tierhaltung ohne Antobiotika - undenkbar

Zitat von sysop
Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.
da bei der Enge der Tierhaltung Antibiotika Seuchen und Ansteckungsgefahr verhindern muessen, ebenso schnellere Mastergebnisse erzeugen,wird es niemals billiges Fleisch d.h. minderwertiges, vorbelastetes Fleisch, ohne Antibiotika geben.

Ein Weg daraus, weniger Menschen, weniger Fleisch essen.

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eswirdzeit 15.11.2011, 17:05
14. Keine Subventionen mehr für Großbetriebe!

Es wird Zeit, dass die landwirtschaftlichen Großbetriebe keine Subventionen mehr erhalten und zwar ab sofort, solange sie ihr Konzept der fabrikartigen Tierhaltung fortsetzen. Limitierung der Stückzahl der Tiere bei Nachweis der artgerechten Haltung - wie auf Biohöfen. Keine vorbeugend gegebenen Antibiotika - wenn das auf einem Hof so praktiziert wird, ist das als Zeichen nicht fachmännischer Tierhaltung zu werten und so ein Hof sofort zu schließen!

Das mag sehr drastisch erscheinen - aber eine Resistenz bei Mensch und Tier und seine gesundheitlich katastrophalen Auswirkungen sind nicht weniger drastisch.

Wenn ich als auf Penicillin allergisch reagierende Person so schwer erkranke, das nur Penicillin helfen würde - WAS DANN?
Ach ja - eins vergaß ich noch: Selbstverständlich herrscht Einfuhrverbot für Geflügel, welches nicht nach DIESEN Standards gezüchtet worden ist.

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BöHsling 15.11.2011, 17:11
15. also,

die chicken-nuggets, die ich grade esse, schmecken gut.

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enuxx 15.11.2011, 17:17
16. Angebot und Nachfrage funktioniert hier nicht...

hier müssen Gesetze her. Verkaufsverbot von Masthähnchen in Deutschland zum Schutz dieser Kreaturen und dem Schutz der Menschheit. Jeden Tag Fleisch mögen zwar viele bequem finden, aber wollen wir mal sehen, ob sie dieses auch finden, wenn ein halbes Hähndel dann mal eben 12 € kostet. Dann beschränken sich die Menschen wieder auf den Sonntagsbraten oder zweimal in der Woche Fleisch, was ernährungsphysiologisch völlig ausreichend ist. Natürlich gehts auch ganz ohne, bedarf dann aber Aufklärung, wie bestimmte Stoffe ausgeglichen werden können. Aber so lange die Bürger Hand in Hand arbeiten mit der Politik und deren Lobbyisten, wird sich nichts ändern. Dazu muss wohl erst ein Viertel der Weltbevölkerung durch einen resistentes Virus ausgelöscht werden, um ein Umdenken zu anzustoßen. Wird wohl nicht mehr lange dauern, wenn man sich die immer wieder kurz aufkeimenden Virenirrläufer so anschaut.

Zitat von Chris_AB
Letztlich bestimmt auch die Nachfrage das Angebot. Und wenn man nicht mehr als 3,50 Euro fuer ein Huehnchen zahlen will, gibt es halt nur Tiere aus der Massenhaltung. Wenn alle, die die Massentierhaltung anstoessig finden nur noch Fleisch vom Biobauern kaufen wuerden, dann wuerde das die gegenwaertigen Bedingungen deutlich schneller verbessern, als es politische Entscheidungen jemals herbeibringen koennten. Sobald die grossen Mastbetriebe sehen, dass ein grosser Marktanteil Wert auf gutes Fleisch legt - sich also mit artgerechter und medikamentenfreier Tierhaltung im groesseren Umfang Geld verdienen laesst, wuerden die dort auch einsteigen. Und mit groesserem Volumen, wuerde auch der Preis von Biofleisch sinken. Nur leider werden sich die meisten Menschen nachdem sie sich kurz ueber den Inhalt des Artikels aufgeregt haben wieder zur Tagesordnung zurueckkehren, und das gute alte Wiesenhof Haehnchen kaufen, und sich dann, wenn in einem halben Jahr der naechste Fleischskandal hochkommt, wieder ueber die Politik und die Bauernverbaende aufzuregen. "Be the change you want to see in the world" ("Wir selbst müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen"). Passives rummaulen hat noch nie wirklich etwas bewegt...

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Pinguin63 15.11.2011, 17:17
17. alles lange bekannt!

Zitat von sysop
Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.
Das ist doch alles lange bekannt und wird geduldet! "Der Bauernverband gelobt Besserung." - ist wohl ein Witz. Wer's glaubt, wird seelig! siehe auch: http://www.swr.de/report/-/id=233454...2i7/index.html
Solange Tiere massenhaft produziert werden und zu Billigspreisen verschleudert werden, wird sich auch nichts ändern. Die Politik hat sicher kein großes Interesse per Gesetz einzugreifen. Verbraucherboykott wäre der einzigste Weg.

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fruney 15.11.2011, 17:18
18. Zuchtdurchgänge?

Liebe SPON-Redaktion: mir ist klar, dass heute niemand mehr so richtig über die Nahrungsmittelproduktion Bescheid weiß und es viele verwirrende Begriffe in der Agrarwirtschaft gibt, aber es wäre erfrischend, wenn eine Pressemitteilung vom Ticker kurz gelesen wird, bevor sie dann bei SPON veröffentlicht wird.
Untersucht wurde der Antibiotikaeinsatz in der Hänchenmast. Demnach handelt es sich in dem Artikel um Mastbetribe, Mäster und Mastdurchgänge, nicht um Zuchtberiebe, Züchter und Zuchtdurchgänge.

Diese mangelnde journalistische Sorgfalt ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass die moderne Nutztierhaltung leider solche Auswüchse wie den Antibiotikaeinsatz hervorbringt und deshalb abzulehnen ist.
Lieber ein bisschen weniger Fleisch essen, etwas mehr ausgeben und Bio-Fleisch kaufen.

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gsm900 15.11.2011, 17:22
19. Das ist aber wirklich keine Überraschung

Zitat von sysop
Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.
viel hilft viel, alte Bauernregel.

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