Forum: Wissenschaft
Antibiotika-Studie: Fast jedes Masthähnchen ist gedopt

Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.

Seite 4 von 7
Boy_Kott 15.11.2011, 18:55
30. +++ Ich glaube nicht...

Zitat von Skarrin
Nur mit dem Unterschied, dass der Markt ein anderer ist. Nämlich nicht die Viel-und-billig-Fresser, sondern die die preis-werte Qualität wollen und dafür auch mehr ausgeben. Wer nicht auf Fleisch verzichten will, sollte Wild essen. Das wächst immer "öko" und freilaufend auf.
Ich glaube nicht, dass ein Umstieg vom Viel-und-Billig-Markt zum Preis-Wert-Qualitäts-Markt möglich ist.
Verzicht auf ganzer Linie wäre dazu notwendig und nicht nur bei den Besserverdienenden.
Ich habe mich als "Besseresser" damals vom Schwein (Schweinepest) hin zum Rind, von dort (Rinderwahnsinn) über Schaf/Hammel und Fleischverzicht zum Huhn herabgegessen und bin dann (Vogelgrippe) zum Fisch gewechselt. Ich wechsele erst wieder (z.B. zum Wild, Tofu), wenn es eine ausgewachsene Fischseuche gibt. ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
B. Wunram 15.11.2011, 19:08
31. .

Zitat von join3
etwa 1 Kubikmeter Gülle pro Schwein pro Monat. Kostenlose Verklappung auf der Wiese. 12,5 Mio. Mastschweine pro Jahr in Deutschland. 12,5 Mio. Liter Exkremente mit Antibiotikabeimischung (u.a.) subventioniert in den Boden hinein. Schweinerei .
Sie haben weder Artikel noch Bericht gelesen.

Es geht hier allein um Hähnchen-Mast und eine noch ziemlich undurchsichtige Untersuchung. Um nichts Anderes. Sie fantasieren. Wie es bei Schweinen aussieht, ist ein anderes Thema mit ganz anderen Vorschriften und Rahmenbedingungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jujo 15.11.2011, 19:20
32. ....

Zitat von Skarrin
Nur mit dem Unterschied, dass der Markt ein anderer ist. Nämlich nicht die Viel-und-billig-Fresser, sondern die die preis-werte Qualität wollen und dafür auch mehr ausgeben. Wer nicht auf Fleisch verzichten will, sollte Wild essen. Das wächst immer "öko" und freilaufend auf. Gruß Skarrin
Lebe seit Jahren in Schweden auf dem Lande.
Bekomme vom Nachbarn das Kilo Reh, Hirsch und Wildschwein
küchenfertig für 7€ das Kilo.
Schwein, Rind und Lamm vom Hofladen die Tiere haben nie einen Stall von innen gesehen, da wurde nichts dazugefüttert, leben in der Natur auf ungedüngter Weide und unter Eichen und Buchen, ich fahre da täglich vorbei.
Dieses Jahr im August Rehfilet auf Toast mit, selbstgesammlten Steinpilzen, da muss man auf den Speisekarten lange suchen um das zu bekommen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
B. Wunram 15.11.2011, 20:17
33. .

Zitat von jujo
Lebe seit Jahren in Schweden auf dem Lande. Bekomme vom Nachbarn das Kilo Reh, Hirsch und Wildschwein küchenfertig für 7€ das Kilo. Schwein, Rind und Lamm vom Hofladen die Tiere haben nie einen Stall von innen gesehen, da wurde nichts dazugefüttert, leben in der Natur auf ungedüngter Weide und unter Eichen und Buchen, ich fahre da täglich vorbei. Dieses Jahr im August Rehfilet auf Toast mit, selbstgesammlten Steinpilzen, da muss man auf den Speisekarten lange suchen um das zu bekommen!
Wie sieht denn die Toilette der Tiere nahe der Weide aus? Hat der Bauer extra einen Kanalanschluss legen lassen? Gehen die einzeln oder die "Weibchen" auch schon mal in Zweiergrüppchen? ;-)

Irgendwo müssen die Ausscheidungen ja hin ... und da? Unterschied?

Wild ist natürlich sehr lecker, aber allgemein ein Ausnahmeessen und schon sehr exklusiv. Bei Vegetariern und Veganern haben Sie heute aber tendenziell noch weniger Freunde gefunden. Die meinen ja nicht selten auch, dass Fleisch keinen Eigengeschmack hat. Von Jägern halten die, wahrscheinlich sogar insgesamt viele Deutsche, noch weniger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doc 123 15.11.2011, 20:37
34. Wie oft denn eigentlich noch?

Zitat von sysop
Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.
Muss man eigentlich hier die Forderung zum immer wieder gleichen Thema dem Verbot der Massentierhaltung von Geflügel wiederholen! Zum einen ist der Verbraucher, der sich immer noch dieses Gammelfleisch "reinzieht" einfach nicht mehr zu verstehen, zum anderen sollte doch wohl der unvernünftige Verbraucher vor diesem nachhaltigen Gesundheitsstörungen mit antibiotikaverseuchtem, resistenzverursachendem Fleisch geschützt werden, einmal von der vollständigen Verhöhnung dieser Lebewesen in unwürdigen Lebensverhältnissen gar nicht einmal zu reden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
join3 15.11.2011, 20:49
35. Zahlen lesen..

...scheint nicht ihre Stärke zu sein. Massentierhaltung ist niemals nachhaltig, sondern stets umweltunverträglich. Meine Zahlen entsprechen den neuesten Hochrechnungen für das Jahr 2011. Gülleberechnungen können sie ihrem landwirtschaftlichen Blatt entnehmen. 0,7-1,5 Kubikmeter pro Monat pro Schwein.
Die Exkremente der Hähnchenmast sind frei von Rückständen und werden via Kläranlage entsorgt glauben sie ? Sie träumen .

Zitat von B. Wunram
Sie haben weder Artikel noch Bericht gelesen. Es geht hier allein um Hähnchen-Mast und eine noch ziemlich undurchsichtige Untersuchung. Um nichts Anderes. Sie fantasieren. Wie es bei Schweinen aussieht, ist ein anderes Thema mit ganz anderen Vorschriften und Rahmenbedingungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr.whats_on 15.11.2011, 20:54
36. M R S A

Super! In Kombination mit folgendem Artikel fehlen einem nur noch die Worte:

http://www.focus.de/gesundheit/ernae...id_667319.html

Im Krankenhaus hat man panische Angst vor MRSA, macht einen riesigen Aufwand zur Eindämmung dieser resistenten Keime, die wohl für bis zu 15.000 Todesfälle und zahllose Komplikationen verantwortlich sind.

Offensichtlich kriegt man MRSA nicht aus dem Krankenhaus, sondern aus dem Supermarkt!! Und das dank der Profitgier einer verantwortungslosen Industrie für Massentierhaltung.

Wieviele Todesopfer durch multiresistente Keime hat denn indirekt die Geflügelindustrie auf dem Gewissen?

Und unsere Regierung und auch die früheren Regierungen versagen konsequent, die Bevölkerung vor einer offensichtlich vermeidbaren Seuche zu schützen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
doc 123 15.11.2011, 21:09
37. Verbot der Massentierhaltung!

Zitat von dr.whats_on
Super! In Kombination mit folgendem Artikel fehlen einem nur noch die Worte: Im Krankenhaus hat man panische Angst vor MRSA, macht einen riesigen Aufwand zur Eindämmung dieser resistenten Keime, die wohl für bis zu 15.000 Todesfälle und zahllose Komplikationen verantwortlich sind. Offensichtlich kriegt man MRSA nicht aus dem Krankenhaus, sondern aus dem Supermarkt!! Und das dank der Profitgier einer verantwortungslosen Industrie für Massentierhaltung. Wieviele Todesopfer durch multiresistente Keime hat denn indirekt die Geflügelindustrie auf dem Gewissen? Und unsere Regierung und auch die früheren Regierungen versagen konsequent, die Bevölkerung vor einer offensichtlich vermeidbaren Seuche zu schützen.
Wer hier und diesen Um- und Zuständen nicht längstens ein konsequentes und absolutes Verbot der Geflügel-Massentierhaltung fordert, dem ist ernsthaft nicht mehr zu helfen. Diesbezüglich sich auf diese absurde Industrieministerin zu verlassen, wird jedenfalls nicht sehr erfolgsversprechend sein. Absolut unverständlich jedoch, dass es immer noch Verbraucher gibt, die dieses verseuchte Gammelfleisch mit garantierter Todesfolge sich noch immer "reinziehen".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
janka 15.11.2011, 21:14
38. bedenkenlos, skrupellos?

Zitat von sysop
Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.
"Deutsche Geflügelprodukte könnten aber trotz der Antibiotika "bedenkenlos verzehrt werden" heißt es in einer in Berlin veröffentlichten Mitteilung der Verbände. Dies sei auch vom Bundesamt für Risikobewertung bestätigt worden."

Trotz oder Mit Antibiotika...oder wie oder was?

Ich kann mir bei den Preisen kaum vorstellen, dass jedes Hühnchen bei Schlachtung auf Antibiotika-Rückstände untersucht wird, das geht nicht; vielleicht Stichproben, wenn überhaupt.

Es gibt Wartezeiten nach letzter Antibiotika Verabreichung von wenigen Tagen (diese Antibiotika sind in der Regel teurer) bis zu mehreren Wochen. In dieser Zeit darf Tier nicht geschlachtet, das Fleisch nicht in die Lebensmittel-Kette; für Milch gilt das auch.

Wie soll das gehen mit den Antobiotika Wartezeiten bei Hähnchen oder Hühnchen die durchschnittlich nur 38 Tage alt werden und wie soll das überprüft werden bei den Massen an Tieren, die in der Hähnchenmast engst gedrengt auf kleinem Raum ihr kurzes klägliches Dasein fristen.

Was bedeutet also der Satz der Verbände: ""Deutsche Geflügelprodukte könnten aber trotz der Antibiotika "bedenkenlos verzehrt werden""?

Wir können die Antibiotika im Hühnchen bedenkenlos mitessen oder es sind keine Antibiotika Rückstände im Hühnchen mehr drinne?
Werden die Hähnchen-Esser gleich mitgedopt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
einzel haft 15.11.2011, 21:17
39. ... gute Besserung ...

Zitat von sysop
Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.
Wundert mich nicht, wohl alles im Einklang mit den Gesetzen, warum also nicht.

Schade allerdings, dass die CMA liquidiert wird, die hätte diese Negativkampagne sonst sicher mit einigen Rezepten ausgehebelt:

Erythromycin-Hähnchenbrust mit Mandelblättchen auf Dimethomorph-Blattspinat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 7