Forum: Wissenschaft
Antibiotika-Studie: Fast jedes Masthähnchen ist gedopt

Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.

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maja2000 16.11.2011, 00:04
50. Bauer sucht Apotheker

Eine ganz neue Erkenntnis. Das hat zu ihrer Zeit als "Verbrauerschutzministerin" die Künast nicht die Pille interessiert. Es wird genau das passieren, was immer passiert, für die Bevölkerung besteht keine "Gefahr" und der Landwirtschaftsminister wird in eine "gesunde" Keule beißen. Erst kommt das Fressen und dann blabla.

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spargel_tarzan 16.11.2011, 00:11
51. und antibiotika..

werden schon seit jahrzehnten im mastvieh verbraten, mit den bekannten wirkungen. ab und zu kocht es hoch, dann ist wieder verlogene aufregung angesagt und man hört ein du, du, du, das sollst du doch nicht du pöser mastviehbauer und wenn das thema aus den schlagzeilen ist, wird wieder lustig darauf los gemästet.
mahlzeit.....

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ich.frage.mich 16.11.2011, 00:17
52. Selbst ist die Person

Zitat von Reqonquista
Den Lebensmittelherstellern ist es egal, was sie da an uns verkaufen. So fördert man Resistenzen und Verbraucherverdruß. Was tut unser Verbraucherministerium eigentlich dagegen?
Zumindest beim Fleisch ist es doch einfach.
Kaufen Sie es beim Bio-Bauern oder in den Geschäften, die von BB beliefert werden.
Bezahlen Sie den höheren Preis und reduzieren sie entsprechend Ihren Fleischverzehr.
Wenn viele das täten, würde es das Problem bald nicht mehr geben.

Aber die Medien sind gefragt - sie sollten viel mehr die nötigen Informationen propagieren, damit es auch der ltzte Verbraucher weiß und entscheiden kann, was wichtiger ist.

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tutmosis 16.11.2011, 02:37
53. Das...

Zitat von mibarina
Wieso, das ist doch hier ein Diskussionsforum. Aber davon ab: Angeblich liegen immer alle Probleme beim Verbraucher, der nur auf den Preis achtet. Das Problem ist aber doch auch, dass es keine (oder zu wenig) alternative Angebote gibt. Ich kenne keinen einzigen Imbiss, der Hähnchen verkauft, die nicht aus Massentierhaltung stammen. Und mir soll niemand erzählen, in einer Stadt wie Hamburg .....
...ist, ganz richtig, eher ein Problem des Angebots denn der Nachfrage.

Dies Gejammer der Produzenten kann ich auch schon lange nicht mehr hören. Die Studie beweist ja auch (von den 18 antibiotikumfreien Betrieben waren ja 'nur' fünf Bio; wenngleich man bei denen auf der ganz sicheren Seite ist), daß konventionelle Mast möglich ist, ohne gefiederte Penicillintabletten zu erzeugen.

Es ist, wie Sie schreiben: Die Information des Kunden ist entscheidend.
Eine kleine Episode aus dem Aldi: Vor wenigen Tagen kaufte ich Matjes und stellte erstaunt fest, daß auf der Packung neben dem MHD Name des Fangschiffes, Fanggebiet, Fangtag, Anlandetag und -hafen angegeben waren. Alles aus Norwegen. Da kann man als Verbraucher tatsächlich aufgrund von Information entscheiden und muß nicht immer das Schlimmste annehmen.

Mir kann keiner erzählen, daß, wenn das bei Heringen geht, es bei Hähnchen unmöglich sein sollte. Vielmehr bleibt es grotesk, den Käufer für Sachmängel (hier: Antibiotikabelastung) verantwortlich zu machen. Und allenfalls noch darüber zu informieren, das Grillhähnchen sei 'keine Tiefkühlware'.

Grüße, tutmosis

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huehnerauge 16.11.2011, 12:43
54. Legal,illegal,scheißegal!

Die Enthüllungen über die Machenschaften der Geflügelindustrie nehmen kein Ende. Wer legt den Sumpf endlich trocken? Die Politik wohl eher nicht, denn sie wurde schon zu oft als Marionette der Agroindustriellen geoutet, ohne dass Konsequenzen folgten. Vielleicht aber ist die Studie aus NRW aber dennoch ein hoffnungsvoller Anfang!

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Garum 16.11.2011, 12:48
55. ohne Titel

[Das Hauptproblem ist die erschreckende Einfallslosigkeit der Händler und Imbissketten. Weil sie völlig ohne Ideen sind, fällt ihnen nichts anderes ein, als sich über den Preis zu differenzieren. Und dann jammern sie .....[/QUOTE]

Vieleicht in Hamburg,aber sonst ist die Zeit leider immer noch nicht reif für ein Bio imbiss.Eigene leidvolle Erfahrung.

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Permafrost 16.11.2011, 13:43
56. kt

daß der Verbraucher sich dabei ekelt ist noch das kleinste Problem. Das eigentliche Problem ist, Keime werden irgendwann superresistent gegen alle Antibiotika der Welt.

Ich gebe unumwunden zu, ich kaufe nachwievor bei Aldi&Co. Ich habe einfach keine Lust auf Tegut&Co. mit ihren Mondpreisen. Nee danke. Ich böser Verbraucher! Ich trage Schuld!

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athensqueen 16.11.2011, 13:50
57. Mastbeschleuniger koennten auch bei den Konsumenten noch wirken

Zitat von sysop
Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.
Antibiotika dienen in der Massenmast von Schweinen und Huehnern als Mastbeschleuniger. Das bedeutet, dass die Tiere das aufgenommene Futter besser verwerten und mit der gleichen Menge an zugefuehrter Nahrung mehr Gewicht ansetzen. Der Wirkungsmechanismus ist die Unterdrueckung der natuerlichen Mikroflora des Darmes durch die Antibiotika. Wenn dies bei so verschiedenen Tierarten wir Schweinen und Huehnern funktioniert - sollte es nicht genauso gut bei Menschen funktionieren? Gerade die Verdauungsorgane von Mensch und Schwein sind sich sehr aehnlich. Ich schliesse daraus, dass die staendige Zufuhr geringer Mengen an Antibiotika durch das kontaminierte Fleisch der Masttiere auf uns Menschen ebenfalls eine mastfoerdernde Wirkung hat, also eine bessere Gewichtszunahme. Wollen wir das heutzutage?

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asentreu 16.11.2011, 13:58
58. Back to Sonntagsbraten

Unser liebes Vaterland ist sonst immer schnell dabei Steuern zu erheben, Warum nicht in diesem Fall? Eine "Gefährdung der Volksgesundheit durch Lebensmittel"- Steuer, sagen wir mal 15% vom Erlös der großen Fleischerzeuger. Klar wird die Steuer auf den Verbraucher umgelegt, aber wenn das dazu führt das weniger von dem Ekelzeug gegessen wird, ist das doch ideal.

Mal ehrlich was ist wohl wichtiger: jeden Tag Flisch essen können oder im Falle einer schweren bakteriellen Infektion wirksam mit Antibiotika behandelt werden können. Ich nehm letzteres!

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Klaschfr 16.11.2011, 19:31
59. Besserung?

Es hilft nur eins: Überraschende Kontrollen und - wenn die Verwendung von Antibiotika nachgewiesen wird, Schließung des Betriebs und Verfahren wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Das wäre eine klare und wirksame Sprache.

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