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Antriebstechnik: Forscher entwickeln neuartigen Elektromotor
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Ein neuer Elektromotor nutzt elektrostatische statt magnetische Kräfte. Die Idee ist nicht neu, scheiterte aber bislang an der praktischen Umsetzung. Das könnte sich nun ändern, glauben US-Forscher.

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khaja 14.09.2014, 14:27
1. Spannend

Sieht sehr interessant aus und der Verzicht auf Kupfer wäre ein großes Plus.

Nur bin ich mir nicht sicher, worauf sich das "kontaktlos" bezieht - denn im Video wurde ja gesagt, dass die Rotorplatten ebenfalls unter Spannung gesetzt werden und daher muss ja ein Kontakt zur Drehachse hergestellt werden... aber selbst wenn es diesen einen Kontakt per Kohlebürste gäbe, wäre das immer noch besser als zwei Kontakte ;)

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net_worker 14.09.2014, 14:40
2. Schaut euch das Video nochmal *GENAU* an

Hallo Redaktion,
diese Anordnung aus Scheiben stellt keinen Motor dar, der irgendwelche mechanische Energie erzeugt, sondern dient nur dazu, elektrische Energie berührungslos an den eigentlichen Motor/Antrieb zu übertragen. Die Anordnung kann damit z.B. die Kohleschleifer an einem herkömlichen Gleichstrommotor ersetzen. Ich kann mir Vorstellen, dass solche Lösungen eingesetzt werden, wenn es auf Wartungsarmut und Zuverlässigkeit ankommt und eine galvanische Trennung zwischen Antrieb und Energieversorgung ankommt.
Kennt jemand einen konkreten Anwendungsfall für solch eine Anordnung ?

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Pieselsoft 14.09.2014, 14:43
3. Ganz und gar nicht

In dem Video geht es ganz und gar nicht um elektrostatische Antriebe. Es geht darum, wie statt der Bürsten eine kapazitive Kopplung benutzt wird, um die elektrische Energie in zu einem rotierenden Teil eines Motors zu bekommen. Da hat der Autor entweder nichts verstanden, oder nicht die richtige Zusatzinformation verlinkt. Die werden wohl nachwievor rotierende Spulen und Magnetkräfte zum Antrieb verwenden.

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akronymus 14.09.2014, 14:51
4. Werbe-Video

Die Idee ist zwar interessant, aber gehört ein PR-Video ohne weiteren Hintergrund in die Rubrik »Wissenschaft«?

Der Wirkungsgrad scheint jedenfalls noch weit von Größenordnungen entfernt zu sein, als dass man sie an Investoren kommunizieren will.

Schade, dass man nicht mehr darüber erfahren darf.

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hdudeck 14.09.2014, 15:13
5. Mal wieder ein Artikel, der mehr Fragen aufwirft als

Informationen wiedergibt. ...Ein solcher elektrostatischer Motor könne Probleme herkömmlicher Antriebe beseitigen und sei zudem günstiger... Ja welche denn und warum? Muss man sich denn immer wieder nach dem Lesen von SPON Artikeln hinsetzten und weitere Fachliteratur waelzen, um ein vollstaendiges Bild zu erhalten? Ein paar Zeilen mehr haetten da dem Artikel gut getan. So muss man wieder zwischen den Zeilen lesen und spekulieren. Schwach.

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schweineigel 14.09.2014, 15:25
6. Was?

Ich kann mich da nur meinen Vorpostern anschließen: Diese Erfindung zeigt nur, wie man die Kohleschleifer ersetzen kann. Ob das allerdings sooo Wartungsfrei sein soll? Ich glaube, dass diese Plastikscheiben diese dauernden Kräftewechsel nicht ewig durchhalten können. Und wie er selber schon sagte: Es gibt Möglichkeiten, den Rotor komplett ohne Strom zu betreiben, und so die Schleifer einzusparen. In der Satelitentechnik beispielsweise lohnt sich das bestimmt.

Und in anderen Bereichen kann ich mir vorstellen, dass eine Wartung sowieso durchgeführt werden muss, alleine schon bei den angetriebenen mechanischen Geräten -- da kann man auch gleich die Kohlen austauschen...

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Mannheimer011 14.09.2014, 15:29
7.

Das Problem ist nicht nur das Kupfer sondern die Seltenen Erden wie sie oft in Synchronmaschinen eingesetzt werden z. B. in Elektroauts. Leistungsdaten waeren auch ganz interessant....

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Fischlord 14.09.2014, 15:32
8.

Also zunächst kann man nicht alle Motoren gleichsetzen. Es werden vorrangig die drei "großen" Motorentypen Gleichstrommotor, Drehstromasynchronmaschine und Synchronmaschine unterschieden. Jeder hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Wartungsarme Motoren braucht man bei Kraftwerksgeneratoren (Synchronmaschinen). Hier erfolgt die Erregung meistens mit Permanentmagneten, über einen Hilfsdrehstromasynchronmaschine mit Gleichrichterbrücke auf der Welle (also auch Kontaktlos) oder halt über Bürsten (werden meines Wissens aber nicht bei Kraftwerksgeneratoren eingesetzt). Das ist echt ein weites Feld und jeder der E-Technik studiert hat weiß das das alles schwierig ist und nicht in 5 min erklärt ist. Es tut mir leid, aber der Artikel enthält leider nicht wirkliche Infos.

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bourbon21 14.09.2014, 16:00
9. capacitor coupled

zwischen den platten ist tatsächlich ein abstand nur eben ein sehr kleiner. es findet keine berührung statt, die elektrizität wird durch kondensation zugeführt. vergl.: kondensator - leitende materialien durch isolierende dielektrika getrennt, dennoch fliesst wechselstrom (kein gleichstrom) generiert durch das in der frequenz der spannung schwingende feld. das dielektrikum ist in diesem fall luft.

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