Forum: Wissenschaft
Arachnophobie: Schon Babys regen sich über Spinnen auf
DPA

Die Angst vor Spinnen ist weit verbreitet - ist sie vielleicht sogar angeboren? Ein Experiment mit sechs Monate alten Babys zeigt: Schon sie reagieren speziell auf Fotos von Spinnen oder Schlangen.

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Nonvaio01 20.10.2017, 02:39
10. staubsauger

so verfahre ich mit spinnen.

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eo no 20.10.2017, 04:54
11. Unterschiede - Fotos - Wirklichkeit

Das Ergebnis dieser Studie - die Reaktionen von 32 6 Monate alten Babies - ist ein Anhaltspunkt - aber noch nicht ausgereift.
Ich vermute, dass das Team in Leipzig von der deutschen "Bevölkerung" ausgeht.
Stadtbewohner sehen allerdings in unseren Breiten höchst selten lebendige Spinnen oder Schlangen. Wenn überhaupt wahrscheinlich nur in einer Zoohandlung in Terrarien. Und da sind ja so richtige schöne, große, haarige
Spinnen schon wieder interessant. Eingesperrt hinter Glas.
In anderen Gegenden, Ländern würde man sich vielleicht um unsere sehr zarten, kleinen Spinnen gar keine Gedanken machen.
Schlangen ... können durchaus Gutes bewirken s. Aeskulapstab. In manchen Erdteilen sind manche
Schlangen heilig (dürfen nicht getötet, gegessen werden).
Archetypen? Wir verzehren normalerweise auch keine Insekten, Schlangen. -
Andere Menschen in anderen Ländern schon. - Würden deren Babies auch reagieren?
32 Babies sind mir etwas zu wenig. - Aber als Anfang - für eine Weltweite Studie ... immerhin.
Wie reagieren denn erwachsene Primaten und ihre Babies auf Fotos von Spinnen, Schlangen, Blumen usw.?

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grabenkaempfer 20.10.2017, 07:20
12.

Zitat von mum_23
Kinder im Alter von 6 Monaten sind unbeweglich und haben keine Gelegenheit zum Lernen!? Da muss ich aber laut lachen. Die Wissenschaftler sollten sich Kinder anschaffen, learning by doing sozusagen. ;) Und geweitete Pupillen beim Anblick von Spinnen? Den Kids gehts wie mir: ich liebe Spinnen!
Babys sehen ab 3-4 Monaten erst räumlich, d.h. im Alter von 6 Monaten haben diese Kinder noch nicht genug Spinnen gesehen um diese Tiere richtig zuzuordnen.
Die Reaktion auf die Spinnenbilder ist dann doch keine Reaktion auf Grund von Erfahrungen.

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norgejenta 20.10.2017, 07:52
13. so ist es.

in den Artikel steht nur , dass es eine stressreaktion gibt, die in späteren jahren etwas auslösen KÖNNTE.. Bei unserer 18 Monate alten Tochter ist es genau so. Spinnen oder Netze werden in den hintersten Winkeln entdeckt.. sie geht in die Hocke und deutet mit beiden Zeigefingern drauf.. mit akustischer Untermalung, die jedoch weder ängstlich noch freudig ist.. einfach nur als feststelllung....

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schwerpunkt 20.10.2017, 09:07
14.

Zitat von grabenkaempfer
Babys sehen ab 3-4 Monaten erst räumlich, d.h. im Alter von 6 Monaten haben diese Kinder noch nicht genug Spinnen gesehen um diese Tiere richtig zuzuordnen. Die Reaktion auf die Spinnenbilder ist dann doch keine Reaktion auf Grund von Erfahrungen.
Fraglich ist, ob Kinder mit 6 Monaten nicht schon aus den bewussten und unbewussten Reaktionen der Erwachsenen lernen, und so ggf. mit bekommen, wie die erwachsenen Bezugspersonen auf welche Situation reagieren. Auch wenn sie selbst noch gar keine Erfahrung mit Spinnen etc. gemacht haben.

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Emderfriese 20.10.2017, 10:29
15. Gesponnen

Es war sicherlich zu (fast) allen Zeiten für unsere Vorfahren nützlich, bei Schlangen und Spinnen vorsichtig zu sein, da wir immer schon als kleine Säugetiere potentielle Beute waren. Und das wahrscheinlich seit über 200 Millionen Jahren - seit es Spinnen gibt - und 170 Mio. bei den Schlangen. Das sollte für eine Prägung im Unterbewussten reichen.

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Little_Nemo 20.10.2017, 10:40
16. Ein Thema, das zum Spinnen anregt

Zitat von HeisseLuft
Ein Gehirn arbeitet über Mustererkennung und Assoziatonen. Klar können Erkennungsmuster angeboren sein. Ob das nun das Verhältnis von Eltern zum Kind, oder zum potentiellen Geschlechtspartner oder gegenüber einer Gefahr darstellt. Sei es wiederum.....
Vielleicht ist das gefühlt nicht verwunderlich. Die Frage ist aber doch, wie es funktioniert und wozu. Das wäre ja der wissenschaftliche Ansatz. Und da sehe ich noch keine befriedigenden Antworten. Klebt da vielleicht ein Post-It irgendwo in unserer DNS, das uns sagt: "Hey Dudes, Vorsicht vor Spinnen!" Wenn ja, wie ist es da hin gekommen und warum? Gibt es z.B. auch ein solches Post-It, das uns vor Bären warnt? Und, wenn ja, warum geben wir unseren Kindern dann Teddy-Bären zum Spielen und Gummi-Teddies zum Naschen, aber keine Spinnen? Oder anders ausgedrückt: Wie lautet der Dateipfad unter dem diese Daten bei uns gespeichert sind und wie und aus welchem Anlass geschah der Speichervorgang?

Vielleicht können wir einen Hinweis darauf hier im Forum sehen, wo, durchaus löblicher-, aber für diesen Sachverhalt nicht erhellenderweise, viele ihre Sympathie für Spinnen kund tun. Es ist offenbar den Lebensumständen und der kollektiven Erfahrung geschuldet. Wir verstehen heute die Mechanismen der Natur und ihrer Bedrohtheit viel besser als unsere frühen Vorfahren und wissen um den Nutzen der Spinnen. Und um die Übersichtlichkeit der Bedrohung, die von ihnen ausgeht. Vielleicht wird sich das evolutionär in unser kollektives Unterbewusstsein schreiben und künftige Generationen ganz anders auf Spinnen reagieren lassen.

Nebenbei sind ja auch nicht alle Spinnen so ungefährlich wie unsere heimischen Arten. In Australien sind z.B. die sog. "Redbacks" sehr verbreitet, die Menschen binnen Minuten töten können. Mit Bananen kommen manchmal auch sehr giftige Spinnen zu uns. Vielleicht stammt diese urige Reaktion auf Spinnen, die viele bei uns zeigen, auch noch aus diesen frühen Zeiten, als unsere Vorfahren noch woanders und mit ganz anderen Spinnen leben mussten. Die Frage ist aber, wie gesagt, wie es funktioniert, dass diese Message an uns heutige Menschen weiter gegeben wird.

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Little_Nemo 20.10.2017, 10:44
17. Aus den Augen, aus dem Sinn

Zitat von Nonvaio01
staubsauger so verfahre ich mit spinnen.
Sie wissen aber sicherlich auch, dass die da relativ schnell wieder raus krabbeln? Das bedeutet, dass Sie nach dem Aufsaugen einer Spinne den Staubsaugerbeutel wechseln und nach draußen entsorgen müssten, damit das etwas bringt. Und das wo die Beutel so teuer sind.

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peterbruells 20.10.2017, 10:46
18.

Zitat von Ossifriese
Es war sicherlich zu (fast) allen Zeiten für unsere Vorfahren nützlich, bei Schlangen und Spinnen vorsichtig zu sein, da wir immer schon als kleine Säugetiere potentielle Beute waren. Und das wahrscheinlich seit über 200 Millionen Jahren - seit es Spinnen gibt - und 170 Mio. bei den Schlangen. Das sollte für eine Prägung im Unterbewussten reichen.
Und auch genug Zeit, um das loszuwerden. Dann müßten wir auch entsprechende Aufregung bei mittelgroßen Vögeln und Echsen bekommen.

Und andere Säugetiere vergleichbare Reaktionen zeigen.
Tatsächlich jedoch holen wir uns diverse Raubtiere als Haustiere ins Haus und jagen, historisch betrachtet, selbst die größten Lebewesen der Erde mit handgeworfenen Harpunen.

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Sissy.Voss 20.10.2017, 10:51
19. Das ist normal...

Zitat von norgejenta
in den Artikel steht nur , dass es eine stressreaktion gibt, die in späteren jahren etwas auslösen KÖNNTE.. Bei unserer 18 Monate alten Tochter ist es genau so. Spinnen oder Netze werden in den hintersten Winkeln entdeckt.. sie geht in die Hocke und .......
Das ist normal. Das Kind will einfach, dass anständig sauber gemacht wird ;- )

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