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Archäologie-Check: Wie realistisch war der Tatort aus Wien?
ARD

Archäologen graben in einem Wald nahe Tschechien nach Artefakten aus dem Neolithikum. Sie suchen steinzeitliche Opferstätten, finden aber eine Patronenhülse: Hatte der "Tatort" aus Wien einen wissenschaftlichen Kern? Der Faktencheck.

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lacrimae_mundi 09.03.2015, 09:41
20. Österreich wieder deutsch?

"Würden Archäologen tatsächlich ausgerechnet am Ufer eines deutsch-tschechischen Grenzflusses nach neolithischen Sp uren suchen?"

Ich dachte, es war ein österreichischer Tatort. Was hat die deutsch-tschechische Grenze damit zu tun?

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Luna-lucia 09.03.2015, 09:44
21. es wird hier vielleicht

niemand interessieren, aber wir gucken nur äußerst selten, solche Krimis. Das sind für uns eher "Lehrfilme", für (angehende) oder schon echt Kriminelle! Es gäbe auch echt "heitere", sozusagen lustig aufgemachte Krimis. "Die Rosenheim Cops", "Morde mit Aussicht", "der Bulle von Tölz", soo in der Richtung. Damit kann man auch Kinder "gerne mal alleine gucken lassen". Oki, aber "grausames Tatort-Blut" ist nicht so unser Ding.

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mauser 09.03.2015, 09:47
22. sehr dicht

und ja nach wahren Ereignissen erzählt. Und wie immer: nicht ohne den (österreichischen) Humor. Glänzend!

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ade 09.03.2015, 09:47
23. leute

auf was für einen Planeten lebt ihr zu glauben das ein film etwas mit der Wahrheit zu tun hat !!wo man selbst bei dokos vorsichtig sein muss

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appenz4 09.03.2015, 09:58
24.

Richtiger guter Aufbau in der historischen Dramaturgie, mit viel Intelligenz aufbereitet und einfach nur tolle Charakterdarsteller. Bitte mehr davon - und weniger abgedroschene maskenhafte Mimen wie in Leipzig! Da macht Tatort wieder richtig viele Freude und regt einen zum Nachdenken über die eigene Geschichte an - insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitslage in Europa!

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Reinhardt Gutsche 09.03.2015, 10:17
25. Bebilderter „Spiegel“-Artikel

Als Polit-Plot rührt die Story drei historische Tatsachen zusammen, die weder zeitlich noch kausal zusammen gehören: Die StB/KGB-Sting-Operation „Grenzstein“, die Massenflucht aus der CSSR nach der sowjetischen Invasion 1968 und massenhafte Umtriebe von StB-Agenten in Österreich. Jedes dieser drei Themen verdiente einen eigenen Triller. Als thematischer Cocktail-Mix jedoch ist das Produkt reichlich obstrus: Die Operation „Grenzstein“ mit ihren fingierten Grenzanlagen fand 1948 bis 1951 in Cheb (Eger), Marianske Lazne (Marienbad), Svaty Kriz (seit 1960 Chodsky Ujezd, Heiligenkreuz) und Domazlice (Taus) statt, also an der Grenze zum amerikanisch besetzten Bayern und nicht an der zu Österreich. („Spiegel“, 01.11.2013) Dort hätte sie auch keinen Sinn gemacht: Jenseits dieser Grenze lag die bis 1955 sowjetisch besetzte Zone. In einem Sonntags-Krimi vom Kommissar absatzweise „Spiegel“-Artikel aufsagen zu lassen, die überdies mit der Story nichts zu tun haben, ist eine bemerkenswerte dramaturgische Leistung.

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kraftmeier 09.03.2015, 10:25
26. Ich

komme aus Schleswig Holstein wo man es mit den südlichen Dialekten nicht so hat, und hatte zugegeben bei genauem hinhören keinerlei Probleme die Dialoge zu verstehen. Im ganzen war das mal ein interessanter und unterhaltsamenr Tatort, davon würde ich mir auch mit Dialekt mehr anschauen.

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butterflynoodle 09.03.2015, 10:28
27. Unterhaltsamer Tatort hin oder her...

Einer der schlechtesten SPON Artikel die ich je gelesen habe. Manchmal erst nachdenken und dann veröffentlichen. Völlig belanglos. Huffington Post Niveau.

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SIBBESIBBE 09.03.2015, 10:29
28. Nicht lesen gelernt?

heutzutage gibt es Untertexte, für solche die lesen können...

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h.zimt 09.03.2015, 10:45
29. Wieder einmal nix los

Auch an dem neuen Tatort mit Krassnitzer und Neuhauser zeigt sich: Das Format taugt nichts mehr, schon gar nicht für die Erklärung der Welt, wozu es neuerdings häufig missbraucht wird. Von realistischer Tatortarbeit der Kriminalisten ganz zu schweigen. Hier wird derart gestümpert und geschlampt, dass wahre Kriminalisten (ich kenne ein paar) regelmäßig ausschalten. Gut, Film ist Film. Aber es sollte doch wenigstens einigermaßen stimmen. Leider wirkte das historische Einspiel vom Prager Frühling und den alten stalinistischen Kadern ebenso nicht stimmig und teilweise von Klischee überwuchert, geradeso, als müsse man einen ideologischen Pflichtteil absolvieren. Ich habe mir dann ein Buch von Simenon gegriffen und war bald so gefangen, dass ich den Tatort nicht nur ertragen, sondern gottlob nur noch flüchtig gesehen habe. Indes das reichte, um die dürftige Handlung zu verstehen und aufzunehmen. Könnte man nicht in den Programmzentren des ZDF und der ARD, ebenso ORF etc darüber nachdenken, neue Formate zu entwickeln. Zum Beispiel, weil ich ihn gerade las, lohnte sich vielleicht eine umfassende Simenon-Retrospektive. Da hätte man Literatur, Krimi, Psychologie und Geschichte ideal versammelt. Oder irgendwas anderes. Von meinen Bekannten schauen nur noch wenige den Tatort. Es ist wie "Wetten dass", es hat sich überlebt. Aber in den Sendezentren der ÖR scheint man das noch nicht "geschnallt" zu haben.

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