Forum: Wissenschaft
Archäologie: Das Rätsel der blutroten Steinwaffen von Helgoland
Daniel Nösler/ Landkreis Stade

Archäologen rätseln über blutrote Steinwerkzeuge von der Insel Helgoland. Der älteste Fund ist 12.000 Jahre alt - entdeckt wurde er wurde mehr als 300 Kilometer entfernt von der Nordseeinsel.

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ackergold 21.05.2015, 13:06
1.

Also ich habe rote Feuersteinknollen in Kopfgröße auch schon an der Kanalküste der Normandie und auch in Belgien gefunden. Es ist davon auszugehen, dass es noch weitere Vorkommen gibt, die sich heute unter dem Meeresboden befinden. Dazu kommt noch, dass Helgoland vermutlich vor 12000 Jahren noch fast in Sichtweite vom damaligen Nordseestrand lag.

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spon-facebook-10000001759 21.05.2015, 13:34
2.

Wäre es nicht möglich, dass Kontingente des roten Flint über den Landweg eingeführt wurden verloren gingen oder vergessen wurden und dann viel später wiederentdeckt und benutzt wurden?

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fama7 21.05.2015, 13:37
3.

Frau Franz, können Sie einen Artikel über tatsächlich sehr spannende Funde nicht angemessen sachlich und wissenschaftlich präsentieren? Woher beispielsweise wissen Sie, dass das Doggerland ein "versunkenes Paradies", eine "idyllische Landschaft" gewesen ist? Dass das Gebiet drumherum eine "Hölle" war, wie dies impliziert? Dass "Menschen schon immer eine Schwäche für hübsche Steine" gehabt haben? Vielleicht ist der rote Feuerstein qualitativ hochewertiger als andere? War (zumindest anfänglich) leicht zu sammeln und es bildete sich eine Art "Markt"?

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harmlos01 21.05.2015, 13:40
4.

Mit einem ordentlichen Kanu kommt man bei ruhigem Wetter locker an einem Tag auf die Insel. Vor allem wenn man die gezeiten einigermaßen kennt.

Dort kann der Sammler dann durchaus einige Wochen ausharren und Steine sammeln, bis der nächste Schönwettertag ihn mit der Flut wieder zum Festland bringt.

Was den Wert angeht. Ich glaube, dass die Seltenheit den eigentlichen Wert darstellt und somit Menschen einen erheblichen Anreiz hatten, für diese Steine diese Fahrt auf sich zu nehmen.

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exkeks 21.05.2015, 14:55
5.

@fama7: Dies ist keine Fachzeitschrift, sondern eine populärwissenschaftliche Rubrik eines Nachrichtenmagazins. Dass man Doggerland mit einigem Recht als ein "versunkenes Paradies" oder eine "idyllische Landschaft" bezeichnen kann, ergeben umweltarchäologische Untersuchungen. Die unterstellte "Schwäche für hübsche Steine" können Sie sich selbst erarbeiten, indem Sie sich einmal mit der Kunst der Eiszeit befassen.

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ackergold 21.05.2015, 15:52
6.

Zitat von exkeks
@fama7: Dies ist keine Fachzeitschrift, sondern eine populärwissenschaftliche Rubrik eines Nachrichtenmagazins. Dass man Doggerland mit einigem Recht als ein "versunkenes Paradies" oder eine "idyllische Landschaft" bezeichnen kann, ergeben umweltarchäologische Untersuchungen. Die unterstellte "Schwäche für hübsche Steine" können Sie sich selbst erarbeiten, indem Sie sich einmal mit der Kunst der Eiszeit befassen.
In der Steinzeit gab es keine "Idylle" und schon gar kein "Paradies". Die Steinzeit war harter Überlebenskampf für alle Beteiligten. Daran ändert auch das Auffinden von Kunst nicht viel.

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fama7 21.05.2015, 15:57
7.

@exkeks: Danke für Ihre Antwort. Das Problem bei diesen Beschreibungen ist aber genau das, was man nicht sagt. D.h. "Paradies" impliziert, dass die benachbarten Regionen minderwertiger waren. Zeigen das die von ihnen erwähnten umweltarchäologischen Untersuchungen? Wenn ja, lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Und natürlich möchte ich den ästhetischen Wert bzw. das ästhetische Empfinden der früheren Menschen gar nicht absprechen (dass es dies gab, zeigen ja gerade Funde wie die diversen "Venus"-Figuren oder die als Amulette verwendeten "Hühnergötter"), verweigere mich nur der Verallgemeinerung. Das erinnert sehr an eine spitzfindige Anmerkung eines Foristen (auch hier bei Spon) zu einem ähnlichen Kontext, wo dieser sinngemäß schrieb: Wenn der Archäologe etwas nicht zuordnen kann, dann muss es im kultischen Zusammenhang stehen. Und zum allerersten Punkt: Vom schriftlichen Spiegel erwarten Sie auch etwas Niveau, oder?

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fama7 21.05.2015, 16:11
8.

Oh, jetzt hab ich ja das Wichtigste doch vergessen: Solche Formulierungen führen dazu, dem interessierten Laien eine vermeintlich gesicherte Aussage unterzujubeln und unterbinden dadurch die Diskussion, dass es eventuell doch andere Gründe dafür geben könnte.

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cindy2009 21.05.2015, 18:08
9. @ackergold

Woher wissen Sie das? interpretieren Sie aus Ihrer heutigen Sicht heraus?

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