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Archäologie: Liebe Leserin, lieber Leser,
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PhysikerTeilchen 16.03.2019, 11:00
1. Relevanz der Bestattungsmethode

Der Autor behauptet, die Bestattungsmethode ist nur fuer den Verstorbenen relevant. Im Gegenteil! Der Verstorbene is tot, und ist somit der Einzige, den es wirklich nicht mehr interessiert. Bestattung ist ein Ritual fuer die Hinterbliebenen, nicht fuer den Toten. Die richtige Bestattungsmethode sollte sein, was die Hinterbliebenen wollen. Selbstverstaendlich kommen auch da die Archaeologen moeglicherweise zu kurz.

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Kamillo 16.03.2019, 11:02
2.

Nett gedacht, aber wo heute Friedhofskapazitäten endlich groß sind, werden Gräber nach 25 Jahren eh ausgeräumt und für die nächste Bestattung benutzt, keine Ahnung was mit den alten Knochen passiert. Ältere christliche Friedhöfe sind heute teils ausgeräumt und überbaut, der neue Friedhof am Ortsrand, und auch der wird alle 25 Jahre umgekrempelt. Die ganzen Migrationsbewegungen sind über die Datenbanken der Einwohnermeldeämter und Kirchen gespeichert, man muss nur für eine ordentliche Langzeitarchivierung und Lesbarkeit in ferner Zukunft sorgen. Daraus ließen sich vollautomatisch ganze Stammbäume generieren. Erleichterungen beim Thema Ahnenforschungen könnten da auch helfen, die meisten handschriftlichen Standesamt- und Kirchenbücher der letzten dreihundert Jahre oder noch weiter zurück sind bereits gescannt, aber die wenigsten davon sind ohne Paywall online einsehbar. Forschung in Richtung automatischer Entzifferung alter Handschriften wären auch ein interessantes Betätigungsfeld für die Wissenschaft, um diese alten Dokumente inhaltlich zu erfassen und durchsuchbar zu machen.

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three-horses 16.03.2019, 11:03
3. Asche zu Asche oder Dünger.

"Als Idealbestattung gilt immer mehr die rückstandslose und kostengünstige Entsorgung der Leiche"...haben doch die Bauer nach jede Schlacht gemacht...Gefallene als Dünger waren willkommen.
Art gerechte Entsorgung...auch wenn es hart klingt. Es war so.

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OhMann! 16.03.2019, 11:05
4. "Zum Problem"...

könnte das für die Wissenschaft also werden. Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 890'000 Menschen, gut ein Drittel lässt sich erdbestatten.
Möchte sagen: Für Nachschub ist gesorgt!

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frenchie3 16.03.2019, 11:07
5. Für mich persönlich

Einäschern und im Winter auf den Hof. Da kann ich noch im Jenseits etwas zur Sicherheit der verbliebenen Familie tun. Die Archäologen können anhand der Schichten dann austüfteln wie oft und wie kalt die Winter waren. So hat jeder was davon

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Seneca 16.03.2019, 11:22
6. Heiligsprechung

Aus früheren Zeiten ist die schriftliche Überlieferung längst nicht so umfassend wie heute. Anthropologen werden später mal das Internet durchforsten statt Knochen auszugraben.
Vielmehr sehe ich das Problem der Feuerbestattung bei den Kirchen. Bei einer möglichen Heiligsprechung sind keine Knochen mehr da, die man verehren kann.

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Fuxx81 16.03.2019, 11:40
7. Kostenfrage

Wenn die Archäologen mir (bzw. meinen Angehörigen) das bezahlen, lasse ich mich auch mumifizieren und in einer Pyramide begraben, kein Problem. Urnen sind aber billiger

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manicmecanic 16.03.2019, 11:47
8. anmaßend

Ist es was dieser gelehrte Mann hier sagt.Abgesehen davon scheint er ja keine Ahnung davon zu haben wie mit den Resten zumindest der auf Christenfriedhöfen begrabenen umgegangen wird.Die liegen mal eben 25 Jahre und dann werden die teils noch ziemlich vorhandenen Reste sehr 'pietätvoll' in den Müll entsorgt.Was haben dann Forscher wie er in späteren Zeiten noch davon?Aber egal,es ist einfach unverschämt wie er sich äußert.Auch ich habe festgemacht daß ich auf keinen Fall von Würmern gefressen werde mitsamt dem ganzen Brimborium.Ich lasse mich in den schönen Niederlanden verbrennen samt Fete für die,die noch da sind und mit der Asche kann mein Sohn dann tun was ihm gefällt.

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three-horses 16.03.2019, 12:08
9. Horror ohne Celluloid.

Zitat von Seneca
Aus früheren Zeiten ist die schriftliche Überlieferung längst nicht so umfassend wie heute. Anthropologen werden später mal das Internet durchforsten statt Knochen auszugraben. Vielmehr sehe ich das Problem der Feuerbestattung bei den Kirchen. Bei einer möglichen Heiligsprechung sind keine Knochen mehr da, die man verehren kann.
Keine Angst, es bleibt immer was übrig, Finger abgebrochen und so gab es schon bei der Ölung. Das sind oft die Reliquien in dem Glaskasten.

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