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Archäologie: Wie die Maus ins Haus kam
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Mäuse suchen seit Jahrtausenden die Nähe des Menschen. Forscher glauben, sie huschten schon durch Siedlungen, als der Mensch noch nicht mal die Landwirtschaft entdeckt hatte.

Sissy.Voss 28.03.2017, 15:12
1.

Zitat von zeichenkette
Katzen waren die ersten und lange Zeit besten Mittel gegen Mäuse, außerdem fraßen sie kein Getreide. Und Hunde natürlich auch (wilde Hunde und in vielen Gegenden Wölfe fressen erstaunlich viele kleine Nager, auch wenn man oft meint, sie wären auf größere Beute aus). Heute besteht das Ökosystem um den Menschen herum eigentlich nur noch aus Menschen und aus den Pflanzen und Tieren, die Menschen essen. Alles andere ist fast ein Rundungsfehler.
Katzen sind erst seit weniger als 10.000 Jahren domestiziert. Sie können also nicht schon 5.000 Jahre früher die Mäuse kurz gehalten haben. Katzen gelten noch heute als schwach domestiziert.

Interessant ist aber das Konzept, dass es um 15.000 vor Chr. schon dauerhaft benutzte Siedlungen gegeben haben soll und dass ich aus dieser Situation heraus der Ackerbau entwickelt haben soll. Bisher ging man davon aus, dass diese frühen Siedlungen nur saisonal benutzt wurden. Israel, am westlichen Rand des Fruchtbaren Halbmonds, hat mit Jericho zwar eine der ältesten stadtähnlichen(?)Siedlungen der Welt, das pre pottery neolithic dauerte aber auch dort bis ins 9. Jt. Erst danach, so wurde bisher eingeschätzt, konnte sich Ackerbau und Viehhaltung entwickeln.

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Anthrophilus 28.03.2017, 19:31
2. ... Sorge, dass die Nager das Getreide wegfressen

Das ist eigentlich so wenig, daß es nicht übermäßig ins Gewicht fiel. Wesentlich unangenehmer sind die Hinterlassenschaften der Mäuse: Ihre kleinen getreidekorngroßen Kotpillen, die sie im Vorrat hinterlassen. Spätestens als die Getreide-Ködel-Mischung sortiert werden mußte, d.h. die Exkremente aus dem gelagerten Getreide rausgesucht, war es mit der Sympathie mit den kleinen Gesellen vorbei.

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