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Archäologische Entdeckung: Warum in Peru 227 Kinder geopfert wurden
AFP

An der Nordküste von Peru haben Forscher Überreste von mehr als 200 Kindern gefunden. Der Grund für ihren Opfertod vor mehr als 500 Jahren könnte ein bekanntes Klimaphänomen gewesen sein.

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qbrick 03.09.2019, 14:46
1. Einen Einfluss auf den Regen...

"Einen Einfluss auf den Regen hatte das sicher nicht."
Ich wünsche mir mehr kulturelles Feingefühl vom Spiegel, wenn über alte indianische Zivilisationen berichtet wird. Rituale wie hier beschrieben mögen aus der Sicht weißer, sich überlegen führender Kolonialisten ungewöhnlich gewirkt haben. Heutzutage jedoch sollte mit Respekt und unvoreingenommen berichtet und vor allem die "weiße Geschichtsschreibung" kritisch und vor allem mit Demut angesichts des von Europäern angerichteten millionenfachen Leids neu bewertet werden. Das geht nicht, wenn man mit den Augen der kolonialen Eroberer sieht!

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eckawol 03.09.2019, 15:31
2. Eine alternative Betrachtung

Um 1500 - 1550 fanden im Rahmen der spanischen Kolonialisierungen ( Anführer der Spanier Francisco Pizarro) des Inka-Reiches und die Gründung des Vizekönigreiches Perú heftige Kämpfe mit der indigenen Bevölkerung "INKAS" statt.
Im Rahmen dessen wollten Dorfgemeinschaften der Inkas die Seelen ihrer Kinder vor den spanischen Eroberern retten und töten ihre Kinder. So lernte ich es als Schüler im Geschichtsunterricht in Argentinien.

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hw7370 03.09.2019, 15:40
3. Ergaenzung

Ergaenzung zu den Bildunterschriften:

Bild 3) beschriftung: Die Praktiken, Herzen aus dem Koerper zu trennen waeren auch bei den Azteken bekannt. Diese Beschriftung moege mir bitte einen Hinweis geben, wo ich solch einen Azteken finden darf. Ausgestorben, Vernichtet? Kurioserweise nannten sich jene, die der Westen als Azteke bezeichnet, selber aber Mexicatl, und bestand aus drei verschiedenen Gruppen, eine aus Atzlan, eine von den Chichimecen (rote Menschen oder auch Hundsmenschen) und eine unbekannte Gruppe, die wir nur dadurch kennen, weil sie eine neue Waffe mitbrachten, Pfeil und Bogen. Diese drei Gruppen vereinigten sich unter dem gemeinsamen Namen Mexicatl (der ein Held dieser Verbindung gewesen sein soll).
Wir nennen uns ja auch nicht Kartoffel, nur weil es Auslaender tun. Wir sind Deutsche. Die Indios waren Mexicatl.
Kinderopfer gab es nicht nur bei den inka, sondern ebenso bei den Mexicatl und Chorotega.

Bild 4) Mit Blick aufs Meer. Nach dieser titelei wussten die Ureinwohner also, dass es El Nino gibt und er aus dem Westen kam; anders als heute da er aus dem Osten kommt. Peru liegt am Pazifik, im Westen also. El Nino kommt vom Atlantik, somit aus dem Osten. So schnell aendert sich also die Erdachse? Und der erloschene Blick der Kinder solle wohl den Herrn Hurracan (Herr des Zorns, nahua) besaenftigen….

Bild 5) Die Titelei steht im Widerspruch zur betitelung in Bild 4 (Blick aufs Meer) . wollten sie also “die Goetter” schlichthin besaenftigen oder El Nino, den alten Bekannten vom Atlantik (zwischen Peru und Atlantik liegt der gesamte Kontinent….), dann haette der Blick ins Landesinnere gehen muessen.

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Bundestrainer 03.09.2019, 15:52
4. Wilde

Zitat von qbrick
"Einen Einfluss auf den Regen hatte das sicher nicht." Ich wünsche mir mehr kulturelles Feingefühl vom Spiegel, wenn über alte indianische Zivilisationen berichtet wird. Rituale wie hier beschrieben mögen aus der Sicht weißer, sich überlegen führender Kolonialisten ungewöhnlich gewirkt haben. Heutzutage jedoch sollte mit Respekt und unvoreingenommen berichtet und vor allem die "weiße Geschichtsschreibung" kritisch und vor allem mit Demut angesichts des von Europäern angerichteten millionenfachen Leids neu bewertet werden. Das geht nicht, wenn man mit den Augen der kolonialen Eroberer sieht!
Für Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - ihre eigenen Kinder schlachteten, braucht man in der Gesamtbetrachtung genauso viel Feingefühl, dass sich sagen lässt, dass sie verdammte Wilde waren.

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neanderspezi 03.09.2019, 16:02
5. Das Priesteramt war auch schon im alten Testament häufig blutrünstig

In diesen Mittel- und Südamerikanischen Kulturen wurden vor über 500 Jahren die schwerwiegenden Fehler gemacht, wegen außergewöhnlicher klimatischer Erscheinungen nicht Tiere, Erwachsene und schließlich Kinder zu opfern, sondern die Priester, die gewöhnlich für die Opferungen zuständig waren. Um die Götter zu besänftigen hätte ihr religiöses Empfinden ihnen eigentlich sagen müssen, dass mit der Opferung der Priester die Götter wesentlich eindringlicher um Nachsicht hätten gebeten werden können, als mit gewöhnlichen Menschen- oder Tieropfern, da Priester ohnehin den Göttern viel näher standen und damit für die Götter einen unzweifelhaft höheren Wert darstellten, waren für sie gewöhnliche Menschen bestimmt ein viel zu geringer Wert. Zumindest zu solchen Opferungsvarianten hätten sie sich aufraffen sollen, um den womöglich besseren Erfolg im Klimatischen in Augenschein nehmen zu können. Das Problem, das sie eventuell damit gehabt hätten, wäre gewesen, Nachwuchs für die geopferten Priester zu rekrutieren.

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Ruhrsteiner 03.09.2019, 16:07
6. an 1./ Also hatte es Einfluss auf eine El-Nino-Katastrophe,...

meinen Sie? Also das ist mir zu makabere exotische Esoterik. Mich erinnert das viel mehr an die mit dem Moloch-Kult des westpunischen Karthagos verbundenen dortigen Kinderopfer. Oder halten Sie das auch für zu wenig feinfühlig und meinen, ich sähe das zu sehr aus der Sicht klassischer Helenen oder des alten Roms? (Im Sinne eines "ceterem censeo, carthagenem esse delendam"?).

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logos-10 03.09.2019, 16:08
7. "Gut möglich, dass die Kinder starben, um die Götter zu besänftigen…"

...als hätten in diesen hoch organisierten Zivilisationen nur Primitive gelebt. Primitiv scheint eher die stoisch-gleichförmige Interpretation solcher Befunde: es habe sich um „Rituale“ und „Götteropfer“ gehandelt. Ohne dass gesicherte Erkenntnisse über das Motiv, die Täter, die Verwendung entfernter Körperteile oder auch über den Verbleib der weiteren Bewohner vorliegen. Solche Interpretationsfloskeln lassen nicht nur die elementare journalistische Qualität vermissen. Vielmehr wecken sie den Verdacht, dass damit eine tiefer gehende, wissenschaftliche Analyse dieser Hoch-Kulturen unterbunden werden soll. Denn ein Vergleich mit der damaligen europäischen „Kultur“ würde die heutige Überheblichkeit schnell als völlig unbegründet entlarven…

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harald441 03.09.2019, 16:09
8. Auch wenn man überhaupt nichts über

den Grund der Opferung so vieler Kinder weiß, irgendwie wird es immer so hingedreht, daß "das Klima daran schuldig sei". Übrigens, weder mal vorkommende längere Frost-, Regen- oder Trockeenperioden haben etwas mit "dem Klima" zu tun, sondern sind als statistisch signifikante Ausreißer der Wetterphänomene ganz normal.

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baronin 03.09.2019, 16:11
9. Opfer machen Sinn

Wir opfern gerade Dieselfahrzeuge im Kindesalter und setzen auf innovative und umweltfreundliche (in ihrer Einsatzbereich) E-Autos um den Klimagott zu besänftigen.

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