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Argumentationstricks: Klimadebatte - so entlarven Sie die Schwätzer
DPA

Im Trend liegen: nachweislich unsinnige Argumente, um von der Klimakatastrophe abzulenken. Diese vier Debattierkniffe sollten Sie kennen.

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timdreher1978 03.02.2019, 16:33
1. Sollte Lindner das tatsächlich gesagt haben,

ist er als Politiker nicht mehr ernst zu nehmen. Man kann andere Ansichten vertreten, wie ein Ziel zu erreichen ist, aber diese Sätze würden ihn als völlig ungeeignet für eine Debatte unter intelligenten Erwachsenen einordnen. Ich kann es eigentlich nicht glauben...

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augu1941 03.02.2019, 16:37
2.

"Das ist eine besonders abenteuerliche Volte: Umweltaktivisten und -politikern ist die Umwelt egal, sie wollen nur der Industrie schaden und Autofahrer quälen."
Na, egal wird sie ihnen nicht sein. Aber, wer fanatisch einen Standpunkt verteidigt und Gegner dieses Standpunktes aggressiv bekämpft und ihre Argumente nicht hören will (weil sie sowieso falsch sind), dem geht es wohl schon mehr um den Kampf und den Sieg über die Gegner, statt schrittweise und langsam durch Überzeugung und Kompromisse Verbesserungen zu erreichen. Beispiele für militante Gruppen, denen der Zweck die Mittel heiligt und die ihre Postionen um keinen Deut korrigieren wollen, gibt es zur Genüge. z.B bei Peta und z.B. beim Kampf für die Abschaffung Individualverkehr Auto mit Schadstoffausstoß.

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mullertomas989 03.02.2019, 16:38
3. Einerseits....

....hat der Auto Recht. Eine These ist richtig unabhängig vom Verhalten des Übermittlers. Andererseits will man Menschen überzeugen und die schauen immer darauf ob eine These auch glaubwürdig ist. Wenn Thunberg geflogen wäre, hätte ihr Reden eine geringere Kraft, das ist einfach so. Völlig egal dagegen ist es, ob sie Asberger oder sonst was hat.

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oellerer 03.02.2019, 16:39
4.

Der Autor selbst betreibt ad hominem Attacken gegen Klimakritiker/-skeptiker. Bspw. Hier:
Zitat: "Sicher, einige Verblendete halten den menschengemachten Klimawandel noch immer für eine Fiktion." Zitatende

Mit keinem Wort geht der Autor auf inhaltliche Argument der Klimaskeptiker ein, zu denen ich mich als EIKE-Mitgründer 2007 auch zähle.
Versuchen Sie doch erst einmal unsere Argumente inhaltlich zu entkräften wie das hier:

Es ist der natürliche Klimawandel
Warum der natürliche Klimawandel auch heute noch "das Heft in der Hand hat"

Die heutigen Temperaturen sind 0,2 C höher als im Mittelalter! Das ergibt sich eindeutig aus dem letzten Klimabericht von 2013/14. Belege können nachgereicht werden.
0,2 C - das ist - einfach ausgedrückt - Nichts! Was soll daran unnatürlich sein?
Alle Tausend Jahre gibt es natürliche Warmzeiten. Heute erleben wir genau das - die Moderne Warmperiode. Vor tausend Jahren war es die Mittelalterliche und vor zweitausend Jahren die Römische Warmperiode und davor andere Warmperioden. Es ist alles im normalen Rahmen des natürlichen Klimapendels. Vergleichbar mit Ebbe und Flut an der Nordsee. Wenn dort die Flut kommt regt sich doch auch keiner auf.
Die bisherigen Wetterphänomene sind alle nichts Neues, sondern sind schon immer geschehen.
Der Klimahistoriker Pfister schreibt sogar in seinem Buch Wetternachsage von einem "klimatischen Gunstjahrhundert". Da früher im 19. Jahrhundert und davor alles viel schlimmer war.
Zitat:
Pfister, S. 263,:
"Die gesamte Belastung durch Überschwemmungen, Lawinen und Stürme war am größten im 19. Jahrhundert. Dies trägt mit zum Verständnis dafür bei, warum die Gesellschaft damals zur vorbehaltlosen Eindämmung und Zähmung der wildgewordenen Natur mit allen verfügbaren Mitteln entschlossen war (Walter, 1996). Am geringsten war die Belastung im 20. Jahrhundert, das seine Bezeichnung als klimatisches Gunstjahrhundert offensichtlich auch in dieser Hinsicht zu Recht trägt."

Also bitte, Herr Christian Stöcker, wie antworten Sie sachlich auf vorstehende Argumentation von mir?
Wenn von Ihnen eine Antwort kommen sollte, dann bitte ich darum auch wieder antworten zu können. Diskurs heißt diese Methode. Das habe ich im Spiegel übrigens schon lange nicht mehr erlebt. Lang, lang ist's her.

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vox veritas 03.02.2019, 16:42
5. Fehler bereits im ersten Satz

"Eine Argumentation ist zurückzuweisen, wenn sie nicht geeignet ist, die Wahrheit der These nachzuweisen."

Eine These ist zunächst einmal eine zu beweisende Behauptung und nicht eine Wahrheit (Was ist das überhaupt?). Um eine These zu beweisen, muß man Argumente dafür und dagegen austauschen. Wer nun fordert, daß eine Argumentation, die versucht, die These zu widerlegen von vornherein zurückzuweisen ist, hat an einer Diskussion kein Interesse und sagt letztendlich, daß er bereits im Besitz der Wahrheit ist. Das finde ich ziemlich seltsam, sehr unwissenschaftlich und vor allem undemokratisch.

https://de.wikipedia.org/wiki/These

https://de.wikipedia.org/wiki/Argument

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Leonia Bavariensis 03.02.2019, 16:42
6. Die gegen den Klimawandel demonstrierende Jugend . . .

. . . gehört auch von den älteren Generationen unterstützt! Egal, ob das meine Enkel oder Urenkel sein könnten: sie haben leider so verdammt recht!

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spon_4_me 03.02.2019, 16:42
7. Ganz ehrlich

Herr Stöcker? Ich will meine Zeit nicht damit verschwenden, Schwätzer zu entlarven oder Narren zu bekehren oder Ungläubigen zu predigen. Der anthropogene Klimawandel ist so komplett erklärt, so umfassend modelliert, dass man ein Idiot sein muss, um das nicht zu verstehen. Die direkten und indirekten Auswirkungen des Klimawandels sind dagegen so schleichend und variieren so stark innerhalb der für uns erfahrbaren Zeiträume, dass man eine Maschine sein müsste, um sie laufend zu registrieren und zu bewerten. Rationales Wissen um ein die Dinge-müssen-anders-Werden gegen ein emotionales Beharrungsvermögen des Das-wird-schon-nicht-so-schlimm: Wir wissen alle, wer gewinnt. Lassen Sie uns bitte darüber reden, was wir tun können, und sei es nur, weil wir um unsere Häuser auf Sylt und Langeoog fürchten. Die Haltung der Politiker und leider auch der auf kommerzielle Erfolge angewiesenen Medien sind komplett erwartbar und aus ihrer jeweiligen Motivationslage heraus gesehen sogar eine Art von rational. Es ist in meinen Augen wirklich Zeit- und Aufmerksamkeitsverschwendung, sich über die Patienten des Zauberbergs zu echauffieren statt nach einer Heilungsmethode für Tuberkulose zu suchen.

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ghdstz 03.02.2019, 16:43
8. Ad hominem, ad lapidem, ad absurdum

Der Beitrag "Klimadebatte - so entlarven Sie die Schwätzer" entlarvt sich selber als Geschwätz - es ist schon sehr, sehr lange her dass man mit lateinischen Floskeln noch Eindruck schinden konnte.

Im Beitrag geht es um eher unwesentliches, wichtiger wäre es auf häufig von Klimawechselleugnern vorgebrachte Sach/Scheinargumente einzugehen. Viele davon lassen sich leicht entkräften, bei anderen muss man schon etwas tiefer einsteigen. Und vielleicht gibt es auch vereinzelt Sachargumente die es wert sind genauer betrachtet zu werden.

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aus-berlin 03.02.2019, 16:43
9. Sehr guter Beitrag

Sehr guter Beitrag. So habe ich das schon lange beobachtet, nur mir fehlten die Worte. Es wäre schön, wenn man so etwas störendes hier nicht mehr lesen muss. Vielleicht kann das Forum solche Beiträge rausfiltern. Das ist dann keine Zensur, eher Hygiene.

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