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Argumentationstricks: Klimadebatte - so entlarven Sie die Schwätzer
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Im Trend liegen: nachweislich unsinnige Argumente, um von der Klimakatastrophe abzulenken. Diese vier Debattierkniffe sollten Sie kennen.

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Pragmatiker 307 03.02.2019, 20:00
230.

Zitat von schwarzeliste
Haben wir gerade zur Genüge in Bezug auf den Lungenarzt Prof. Köhler erlebt. Statt auf Argumente einzugehen wurde versucht, ihn als Person zu diskreditieren. Auch der Spiegel hat sich da nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Nun, Lungenärzte, die für höhere Verschmutzung plädieren, sollen keinen Widerstand finden?

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Tacheles El Dorado 03.02.2019, 20:01
231.

Vielen Dank für diesen Beitrag!
Das Thema Klima ist offensichtlich mit zu vielen Glaubens-Dogmata belegt. Allein das Wort Klimaskeptiker ist ein Witz. Klimawandel gibt seit es Klima auf diesem Planeten gibt und ja der Mensch hat auch einen Einfluss darauf, wie im Übrigen jedes Lebewesen auf diesem Planeten. Sogar die Sonne und der Mond haben Einfluss auf das Klima.
Der Glaube der Mensch könnte das Klima gar steuern oder irgendwelche Gradzahlen festlegen auf die man die Temperatur der Oberfläche begrenzen könnte ist dermaßen vermessen.
Und ja es wird natürlich als taktisches Politikfeld benutzt um von anderen Problemen abzulenken und bestimmte Interessen durzusetzten, wie im Übrigen jedes andere Thema auch.
Nur hier ist es besonders perfide, weil das Thema so komplex und das menschliche Wissen darüber sehr begrenzt ist. Die Menschen haben schon Schwierigkeiten das Wetter für eine Woche zuverlässig vorherzusagen, wollen aber Wissen wie das Klima in 10, 20 oder gar 50 Jahren ist.

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grafheini2 03.02.2019, 20:02
232. Erwischt

Zitat von RioTokio
Übrigens sind Ad hominem Argumente allseits beliebt oder hat man die gegen AFD Leute noch nicht verwendet?
Das war jetzt ein tu quoque argument ;-)

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Kindergeburtstag 03.02.2019, 20:02
233. !

Zitat von tyll.spiegel
zeigen Sie doch mal bitte, was an der folgenden Argumentationskette unwissenschaftlich oder unplausibel ist: Prämisse 1: Menschen emittieren reichlich CO2 aus fossilen Energieträgern, was zum Anstieg des atmosphärischen CO2-Gehalts führt (Messungen: 1750: 280ppm, 2018: 408ppm). Prämisse 2. CO2 absorbiert Infrarotstrahlung (tausendfach experimentell überprüft) und ist daher ein Treibhausgas. Conclusion: Der aktuelle Klimawandel ist im Wesentlichen von Menschen verursacht. Und jetzt Sie!
Ich bin zwar weder das eine noch das andere, aber machen wir mal ein Beispiel, um das Problem mit der Argumentation zu illustrieren..
Der gelbe Fluss fliesst in das Meer, man kann die Wassermenge sehr gut verfolgen (die Mineralien sind tatsächlich gelb), also muss dieser Fluss alleine an dem Meeresspiegelanstieg schuld sein.

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maxuli 03.02.2019, 20:03
234. Antwort an oellerer (Nr. 4)

Ich will an Stelle von Herrn Stöcker antworten.
Vorweg: ich persönlich bin mir auch nicht sicher, in wieweit sich die erhöhte CO2 Erzeugung auf das Klima auswirkt, allerdings denke ich schon dass die tendenziell eher zu Erwärmung führt. Dazu kommen allerdings noch andere Einflüsse wie z.B. Methan. Ich bin mir allerdings sicher, dass sich der globale Kohlenstoffkreislauf seit Anfang des letzten Jahrhunderts massiv geändert und diese Veränderung in den letzten 2 Jahrzehnten noch beschleunigt wurde.
Die tausendjährigen Warmzeiten kann ich nicht beurteile. Dazu fehlt mir das nötige Wissen. Allerdings kann ich nicht vorstellen, dass diese Erwärmungen so stark waren, wie sie dies im 21. Jahrhundert sind und gemäß mehrfach kontrollierten Berechnungen sehr bald verstärkt sein werden.
Das Zitat von Herrn Pfisterer „warum die Gesellschaft damals zur vorbehaltlosen Eindämmung und Zähmung der wildgewordenen Natur mit allen verfügbaren Mitteln entschlossen war“ entlarvt seine falsche Denkweise: Natur ist immer wild, sie wird es nicht. Allerdings deren „Zähmung“ liegt in der Natur (den Genen) sowohl der Menschen als auch anderer Lebewesen. Sie ist Folge und Motor der Evolution. Man nennt dies auch Zivilisation. Nur passiert heute, was es in der einige 100.000 Jahre alten Menschheitsgeschichte noch nicht gab: dass die Menschheit die übrige Natur irreversibel so verformt wird, dass sie der Menschheit teilweise schon jetzt und in Zukunft wahrscheinlich verstärkt mehr schadet als nutzt.
Leider hat Greta Thunberg Recht – und dazu braucht es kein Fachwissen – dass die Menschen sich in unserer Wohlstandsgesellschaft mehr für unwichtigere Dinge interessieren, wie z.B. das Ergebnis eines Fußballspiels. Ich füge hinzu, statt Fußballspiel könnte man auch sagen: Verhalten von Promis, Politikergezänk, schlimme Diktatoren in der Welt. Wichtiger sind den meisten auch die lokalen Probleme wie Windkraft in meiner Nachbarschaft oder nicht, zu hohe Schadstoffbelastung durch Diesel oder nicht, Verkehrsbehinderung durch Baustellen, Flüchtlingsunterkünfte, etc.
Ich bitte um Diskurs.

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murun 03.02.2019, 20:04
235. Pfisters Buch ...

Zitat von oellerer
Der Autor selbst betreibt ad hominem Attacken gegen Klimakritiker/-skeptiker. Bspw. Hier: Zitat: "Sicher, einige Verblendete halten den menschengemachten Klimawandel noch immer für eine Fiktion." Zitatende Mit keinem Wort geht der Autor auf inhaltliche Argument der Klimaskeptiker ein, zu denen ich mich als EIKE-Mitgründer 2007 auch zähle. Versuchen Sie doch erst einmal unsere Argumente inhaltlich zu entkräften wie das hier: Es ist der natürliche Klimawandel Warum der natürliche Klimawandel auch heute noch "das Heft in der Hand hat" Die heutigen Temperaturen sind 0,2 C höher als im Mittelalter! Das ergibt sich eindeutig aus dem letzten Klimabericht von 2013/14. Belege können nachgereicht werden. 0,2 C - das ist - einfach ausgedrückt - Nichts! Was soll daran unnatürlich sein? Alle Tausend Jahre gibt es natürliche Warmzeiten. Heute erleben wir genau das - die Moderne Warmperiode. Vor tausend Jahren war es die Mittelalterliche und vor zweitausend Jahren die Römische Warmperiode und davor andere Warmperioden. Es ist alles im normalen Rahmen des natürlichen Klimapendels. Vergleichbar mit Ebbe und Flut an der Nordsee. Wenn dort die Flut kommt regt sich doch auch keiner auf. Die bisherigen Wetterphänomene sind alle nichts Neues, sondern sind schon immer geschehen. Der Klimahistoriker Pfister schreibt sogar in seinem Buch Wetternachsage von einem "klimatischen Gunstjahrhundert". Da früher im 19. Jahrhundert und davor alles viel schlimmer war. Zitat: Pfister, S. 263,: "Die gesamte Belastung durch Überschwemmungen, Lawinen und Stürme war am größten im 19. Jahrhundert. Dies trägt mit zum Verständnis dafür bei, warum die Gesellschaft damals zur vorbehaltlosen Eindämmung und Zähmung der wildgewordenen Natur mit allen verfügbaren Mitteln entschlossen war (Walter, 1996). Am geringsten war die Belastung im 20. Jahrhundert, das seine Bezeichnung als klimatisches Gunstjahrhundert offensichtlich auch in dieser Hinsicht zu Recht trägt." Also bitte, Herr Christian Stöcker, wie antworten Sie sachlich auf vorstehende Argumentation von mir? Wenn von Ihnen eine Antwort kommen sollte, dann bitte ich darum auch wieder antworten zu können. Diskurs heißt diese Methode. Das habe ich im Spiegel übrigens schon lange nicht mehr erlebt. Lang, lang ist's her.
Pfisters Buch ist aus dem Jahr 1999, die ausgewerteten Daten liegen vermutlich sogar weiter zurück. Für meinen Ort gab es vor zwei Jahren beispielweise eine ausführliche und datenbasierte Publikation von promovierten Meteorologen und Klimahistorikern, die sich mit dem Wetter und Klimakatastophen in der Region seit Beginn der Aufzeichnungen bis 2015 befasst. Extreme und Rekorde traten hier ab 2002 Jahr für Jahr auf: heftige Überschwemmungen, anhaltende Dürren, fast schneefreie Winter, über mehrere Tage/Wochen anhaltende Temperaturrekorde im Winter (unter minus 25 Grad) und im Sommer (über 30 Grad). Und das in einer mitteldeutschen Region, in der seit dem ausgehenden Mittelalter chronistisch und dem 19. Jahrhundert universitätsbedingt verlässliche Zahlen vorliegen. So viel zum Thema Diskurs!

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Celegorm 03.02.2019, 20:04
236.

Zitat von irobot
Nein, denn als Süchtiger weiß er, wie schädlich das ist. Und er weiß auch, dass ihn seine Sucht wahrscheinlich früher ins Grab bringt. So was kann mit Urlaubsreisen nicht vergleichen.
Doch kann man. Denn als Konsument weiss man eben aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, den eigenen Konsum zu beschränken weil das damit verbundene Verhalten dem einer Abhängigkeit durchaus nahe kommen. Mehr noch, als informierter Konsument weiss man auch, dass es nahezu unmöglich ist, Verbrauchsketten zu überschauen oder sich gewissen Dingen zu entziehen, ebenso ist einem klar, dass der eigene Beitrag letztlich vernachlässigbar ist solange dies nicht im grossen Rahmen geschieht.

Kurz gesagt: man weiss dass solche Probleme, wie etwa auch Ressourcenübernutzung und eine "tragedy of the commons", sich nicht durch eine Individuum lösen lassen, sondern nur mit entsprechender Regulation durch eine höhere Instanz. Gerade als fliegender Grüner dürfte einem darum schmerzlich klar sein, dass nur mit gezielten, überlegten und grossflächigen staatlichen Massnahmen etwas zu erreichen ist, weil man als Person letztlich zu machtlos ist, auch gerade gegenüber den Zwängen und Verlockungen des Lebens.

Ich finde das deshalb nicht wirklich heuchlerisch, sondern ziemlich ehrlich. Immerhin würden genau diese Leute auch den eigenen Lebensstil beschränken, schaden sich also mit derartiger Politik selbst. Das ist in gewisser Weise ehrlicher als einer, der eh nur müsliessend in seiner Hütte sitzt und nie in seinem Leben eine Flugreise machen würde. Wobei letzteres auch deshalb witzig ist, weil solchen Leuten - vielleicht von Ihnen - dann wiederum vorgeworfen wird, sie möchten nur Mobilität und Konsum begrenzen, weil sie selber kein Interesse daran haben. Was ja der perfide Witz ist, ein klassisch-bequemes ad hominem geht immer..

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cave68 03.02.2019, 20:04
237.

Zitat von kunibertus
dass die Erderwärmung nur Nachteile bringt? Sehen wir es doch einmal positiv. Welche Bodenschätze sind unter dem antarktischen Eis verborgen? Welche Möglichkeiten erschließen sich mit der landwirtschaftlichen Nutzung Sibiriens oder Alaska? Wir haben schon immer Klimaschwankungen - auch unterschiedlichen Ausmaßes - gehabt. Z. B. hat es vor 800 Jahren schon einmal eine Warmzeit gegeben in der Grönland ("Grünland") besiedelt werden konnte. Da hat es noch bedeutend weniger Menschen mit ihrem Einfluss auf das Klima gegeben. Wenn wir aber den menschlichen Einfluss auf das Klima reduzieren wollen, müssten wir uns so wie im vorindustriellen Zeitalter verhalten; da haben ca. 950 Mio Menschen die Erde bevölkert, jetzt sind es rund 7,6 Mrd. Um den Einfluss den Menschen zu reduzieren, ist Verzicht erforderlich - und wer will das schon. Stellen wir uns besser der Realität und erhöhen die Deiche. Bei einer Erderwärmung wird die Erde sicher nicht untergehen. Die Natur wird sich lediglich von einer Spezies befreien, die nicht mit ihr in Einklang leben, sondern sie sich untertan machen will.
die von ihnen beschriebene Warmzeit war nicht global sondern nur überwiegend auf die Nordhalbkugel beschränkt (kann man auch nachgoogeln).

Welche Bodenschätze übrigens meinen sie....ich hoffe mal nicht irgendwelche fossilen Brennstoffe die dann nur wieder etwas mehr zur Erwärmung beitragen....

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lofrabo 03.02.2019, 20:06
238. Sucht und Angst

Mit keiner Entlarvungs-Anleitung oder sonstig fundierter Argumentation wird man diese Smog-Leugner erreichen. Denn das sind vor allem Suchtkranke. Die Panik davor haben, dass ihnen ihre Droge weggenommen wird. Suchtkranken kann man niemals mit Argumenten beikommen. Denen kann man nur Angebote machen. Oder - im Fall von Schädigung der Allgemeinheit - Verbote.

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bigfobbz 03.02.2019, 20:06
239. Zur Argumentationstheorie

Für alle die meinen einen Fehler bereits in der Einleitung des Artikels zu finden.

Ein Argument das nicht dient die Wahrheit eines These zu zeigen ist grundsätzlich abzuweisen.
Auch mit ihren Wikipedia Artikeln bleibt dies korrekt. Den auch die Ansicht, der menschgemachte Klimawandel existiere nicht, ist eine These. Also „eine zu beweisende Aussage“. Beweisen heißt: die Wahrheit nachweisen. Somit sind Argumente die nicht diesem Zweck dienen unzulässig. Insbesondere Argumente, die sich auf die die These äußernde Person beziehen, da diese Argumente nicht im Zusammenhang mit der geäußerten These stehen. Dasselbe gilt natürlich für die Gegenseite. Leider(für Leugner) gibt es viele gute sachargumente für den Klimawandel. Und diese beziehen sich nicht auf 20 Jahre alte wissenschaftliche Abhandlung, welche inzwischen überholt sind.

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