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Argumentationstricks: Klimadebatte - so entlarven Sie die Schwätzer
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Im Trend liegen: nachweislich unsinnige Argumente, um von der Klimakatastrophe abzulenken. Diese vier Debattierkniffe sollten Sie kennen.

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Thorsten Diek. 03.02.2019, 17:03
20.

Zitat von oellerer
Der Autor selbst betreibt ad hominem Attacken gegen Klimakritiker/-skeptiker. Bspw. Hier: Zitat: "Sicher, einige Verblendete halten den menschengemachten Klimawandel noch immer für eine Fiktion." Zitatende Mit keinem Wort geht der Autor auf inhaltliche Argument der Klimaskeptiker ein, zu denen ich mich als EIKE-Mitgründer 2007 auch zähle. Versuchen Sie doch erst einmal unsere Argumente inhaltlich zu entkräften wie das hier: Es ist der natürliche Klimawandel Warum der natürliche Klimawandel auch heute noch "das Heft in der Hand hat" Die heutigen Temperaturen sind 0,2 C höher als im Mittelalter! Das ergibt sich eindeutig aus dem letzten Klimabericht von 2013/14. Belege können nachgereicht werden. 0,2 C - das ist - einfach ausgedrückt - Nichts! Was soll daran unnatürlich sein? Alle Tausend Jahre gibt es natürliche Warmzeiten. Heute erleben wir genau das - die Moderne Warmperiode. Vor tausend Jahren war es die Mittelalterliche und vor zweitausend Jahren die Römische Warmperiode und davor andere Warmperioden. Es ist alles im normalen Rahmen des natürlichen Klimapendels. Vergleichbar mit Ebbe und Flut an der Nordsee. Wenn dort die Flut kommt regt sich doch auch keiner auf. Die bisherigen Wetterphänomene sind alle nichts Neues, sondern sind schon immer geschehen. Der Klimahistoriker Pfister schreibt sogar in seinem Buch Wetternachsage von einem "klimatischen Gunstjahrhundert". Da früher im 19. Jahrhundert und davor alles viel schlimmer war. Zitat: Pfister, S. 263,: "Die gesamte Belastung durch Überschwemmungen, Lawinen und Stürme war am größten im 19. Jahrhundert. Dies trägt mit zum Verständnis dafür bei, warum die Gesellschaft damals zur vorbehaltlosen Eindämmung und Zähmung der wildgewordenen Natur mit allen verfügbaren Mitteln entschlossen war (Walter, 1996). Am geringsten war die Belastung im 20. Jahrhundert, das seine Bezeichnung als klimatisches Gunstjahrhundert offensichtlich auch in dieser Hinsicht zu Recht trägt." Also bitte, Herr Christian Stöcker, wie antworten Sie sachlich auf vorstehende Argumentation von mir? Wenn von Ihnen eine Antwort kommen sollte, dann bitte ich darum auch wieder antworten zu können. Diskurs heißt diese Methode. Das habe ich im Spiegel übrigens schon lange nicht mehr erlebt. Lang, lang ist's her.
Jede drittklassige Studie über den Klimawandel widerlegt ihre These. Reicht das nicht?
Nur 1% aller Studien zu dem Thema sagen, dass der Mensch keinen Einfluss hat.
Was wollen Sie denn noch? Reden die alle nur Blödsinn? Werden all die Wissenschaftler heimlich von den Grünen bezahlt?
Langsam ist es echt absurd.

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vwolpert 03.02.2019, 17:03
21. Niemand mit Verstand leugnet den Klimawandel,

aber die ohne Verstand sind dem Irrglauben verfallen die Menschen könnten ihn aufhalten. Wann bitte in der Geschichte der Menschheit wurde zu Gunsten der gesamten Welt durch Menschenhand etwas bewegt? Ganz davon abgesehen, das es unglaublich vermessen ist zu Glauben ein solches Unterfangen hätte eine Wirkkraft die größer sei als die Kräfte der Natur. Wenn den „Klimarettern“ das langsam klar wird, dann fangen sie an Kinder auf Demos zu schicken und lassen die stark depressive Greta Thunberg von ihrer Angst vor dem Klimawandel öffentlichkeitswirksam parlieren. Das finde ich unsachlich und zutiefst verabscheuungswürdig. Wie oft wechselten in den vegangenen dreissig Jahren die Erklärungsmodelle warum es angeblich nicht nie wieder einen richtigen Winter in Deutschland geben würde, und als er dann doch kam, war natürlich flux ein anderes Modell parat, das genau das auch erklären konnte...Ich bin schon etwas länger auf diesem Planeten und habe Anfangs meiner meiner politischen Bewusstwerdung die Thesen der Grünen geteilt und an sie geglaubt, aber in Lauf der Jahrzehnte sammelten sich dermassen viele Widersprüche und Ungereimtheiten an, dss ich diesem mittlerweile voll durchidiologisiertem Verein gänzlich abgeschworen habe.

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neue_mitte 03.02.2019, 17:04
22.

Zitat von kodu
[...] Das Thema hat eben mehrere Facetten und unterschiedliche Gruppen von Menschen haben unterschiedliche Interessen. Und das berechtigt. Damit muss in einer demokratischen Gesellschaft rational umgegangen werden, um möglichst niemanden zu übervorteilen. [...]
Sie meinen also, die Interessen der Gruppe von Menschen, die unseren Planeten näher an eine unerträgliche Klimasituation bringen, sind genauso schützenswert, wie die Interessen der Gruppe von Menschen, die ihn von dieser unerträglichen Klimasituation weiter wegbringen möchte? Starker Tobak. Erinnert an die Debatten beim Rauchverbot. Da sollten auch die gesundheitsschädlichen Aspekte für den Raucher selbst und den unfreiwilligen Passivraucher völlig ignoriert werden. Damit sollte auch rational umgegangen werden, um ja keinen armen Raucher zu übervorteilen. Nein, es gibt einfach Themen der Menschheit, die nicht ganz neutral abgewägt werden können. Wie z.B. die Lebensmittelampel. Ja, kann man diskutieren.

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totalausfall 03.02.2019, 17:06
23. Was haben Kinder längst verstanden?

Zitat von wahrsager26
das kann gut sein! Woher aber haben sie ihr Wissen über das Klima? Das sollte freundlicherweise erst mal benannt werden.Tatsächlich sollten wir uns den Problemen zuwenden,aber bitte ganz ohne Ideologie,Panik und anderen Szenarien.Gerne ließe ich mich auf ein Experiment ein: ich würde alle Einschränkungen die hier zur Debatte hinnehmen nur um zu sehen, ob wir dann noch in der Lage wären zu helfen???? Natürlich ist das Verhalten von Katarina Schulze zu kritisieren......die Sause nach Amerika( keine Dienstreise zu einem Umweltforum!) hätte sie sich getrost sparen können.Es wird auch in Zukunft nicht ohne ein gutes Beispiel gehen....Danke
Kinder haben gar nichts verstanden. Keine Ahnung was Sie glauben, wie repräsentativ die Thurnberg-PR ist.

Kinder haben heutzutage 2 Smartphones, haben das Zimmer voll mit Elektorschrott der im 2 Jahrestakt ausgetauscht wird, wollen jedes Jahr Geschenke unterm Weihnachtsbaum haben und zum 18. ein PKW mit >130PS.


Nervt mich langsam etwas, dass "meine" Generation als die dummen und bösen dargestellt werden.
Wo wir früher noch mit den Stöcken durch den Wald sind oder Fußball gespielt haben, haben die Kiddis heute mit 15 schon nen ökologischen Fußabdruck, den hatte ich mit 35 noch nicht!


Also bitte mal auf dem Teppich bleiben.

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Makrönchen 03.02.2019, 17:06
24. Schwätzer Nr. 5

Ich weiß ein weiteres Anzeichen für Schwätzertum. Und zwar, sich Argumente so zurechtzulegen wie man sie gerade braucht.
Das war diesen Sommer zu beobachten, als ein paar Wochen warmes Wetter als Beleg für den Klimawandel genommen wurde.
Da muss man sich mal entscheiden, ob man Wetter und Klima unterscheiden will oder nicht. Ich bin dafür. Aber so gibt man indirekt Trump recht, der einen kalten Winter als Beleg gegen Klimawandel anführt.

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totalausfall 03.02.2019, 17:07
25. Eine Methode vergessen

Die gute alte Strohmann-Argumentation. Hab aber leider keinen lateinischen Begriff parat, hoffe das tut der Sache keinen Abbruch!

Die wird zum Beispiel hier angewendet, und von Klimawandel-Kritker-Kritikern allgemeine gerne verwendet.

"Jemanden beschreiben, der die gegnerische These mit wenig überzeugenden Argumenten verteidigt, diese Argumente widerlegen und dann behaupten, dass dadurch jeder Vertreter dieser These und somit auch die These selbst widerlegt sei."
+
"Eine fiktive Person mit fragwürdigen Anschauungen oder Handlungen beschreiben und behaupten, dass diese fiktive Person die Gruppe vertrete, die der Sprecher kritisieren will."
(https://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument)

Herr Stöcker arbeitet sich an Personen ab, die wahlweise niemand ernst nimmt oder gar nicht existieren, weils leicht ist die alt aussehen zu lassen.
Das große, seriöse Lager der Skeptiker zweifelt ja nicht am Klimwandel, sondern am Einfluss den der Mensch hat (als kleiner Autofahrer zb)
Sich mit denen auseinander zu setzen ist deutlich schwieriger, da ist ja die Sachlage nicht halb so klar.

Also lieber jahrelang an Trump und co abarbeiten und so tun als wären damit alle anderen miterledigt :)

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neue_mitte 03.02.2019, 17:08
26.

Zitat von pcsimi
[...] Bei Kritik nach dem Prinzip „Ad hominem“ geht’s den Menschen auch nicht zwangsläufig darum, den Klimawandel zu verleugnen. Vielmehr geht’s darum eine gewissen Doppelmoral zu entlarven.
Nun ist es jedoch oftmals so, dass bei einem Umweltaktivisten so genau hingeschaut wird und wenn er nur 90% perfekt ist, werden die 10% so dramatisch überhöht, so dass die ganzen 100% für null und nichtig erklärt werden sollen. Und zwar von Leuten, die selbst erst bei 20 oder 30% stehen und niemals never ever zu den 90% kommen wollen. Es ist aber so brutal einfach, dann bei Anderen das Haar in der Suppe zu finden, um eben die ganze Suppe wegzukippen. Und das hat nichts mit Doppelmoral zu tun. Das ist einfach nur rechter Mist.

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DietrichHorstmann 03.02.2019, 17:08
27. Interessen benennen, ist legitim

fälschlich unterschieben ist infam. Eigene Interessen dabei zu verschweigen, ist manipulativ. Eben Lindner mit dem Rücken zur Wand, seit er kein Interesse an der Macht hatte.

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Haarfoen 03.02.2019, 17:09
28. CO²- Rechner anwerfen

Es ist klar, dass eine individuelle Verhaltensänderung nicht der alleinige Schlüssel zum Stopp der Klimaerwärmung sein kann. Dennoch lohnt es sich, den CO²- Rechner anzuwerfen. Ein Bundesbürger verursacht eine Emission von ca. 11 Tonnen pro Jahr, 1,1 Tonnen entfallen auf nicht individuell steuerbare Allgemeinemissionen der staatlichen Infrastruktur. Der Weltklimarat fordert eine Maximalemission von 2 Tonnen pro Bürger. Ich selbst liege bei etwa 2,2 Tonnen. Dabei habe ich eine sehr gute Lebensqualität. Und in den 2,2 Tonnen sind auch schon meine geschäftlichen Autobewegungen mit eingerechnet. Durch konsequente Nutzung des ÖPNV und des Fahrrades fahre ich kaum mehr als 3.500 km pro Jahr und dies mit einem gebrauchten Klein- Aluminiumauto mit einem Verbrauch von ca. 6 Litern. Da es kaum mehr genutzt wird, teile ich es mir mit Nachbarn. Fleisch esse ich sehr selten - empfinde ich nicht als Verlust. Meine Küchengeräte (Kühlschrank und Mini- Geschirrspüler) rangieren alle in der Kategorie A +++, die alte gebrauchte Waschmaschine ist immer knallvoll und die Wäsche landet auf einem Wäscheständer. Mein EVU zahlt mir regelmäßig Vorauszahlungen zurück und ich rangiere in der Verbrauchsbewertung des EVU in der niedrigsten Gruppe. Wegwerfartikel und kurzlebige Produkte kaufe ich gar nicht, meine Wohnung ist mit hochwertigen Design- Klassikern eingerichtet, die ich alle gebraucht gekauft habe. Klimaanlage negativ. Die Heizung in meiner Wohnung fahre ich sehr bewusst und sparsam. Die Beleuchtung ist bis auf eine Glühbirne auf LED umgestellt. Mein Abfall fällt minimal aus. Beim Duschen mache ich das warme Wasser an, stelle es ab, seife mich ein und dusche dann noch genussvoll für kurze Zeit. In Sachen Urlaub organisieren wir uns im Team und bilden Fahrgemeinschaften, sofern das Ziel nicht mit dem ÖPNV erreichbar ist. Skifahren, etc. habe ich schon vor 20 Jahren aus ökologischen Gründen eingestellt. Im Prinzip ist das alles gar nicht so schwer.
Ergänzend hierzu betätige ich mich - wann immer ich Zeit habe - als Klimaaktivist und versuche durch Aufklärung mehr Bewusstsein zu schaffen. Den Strom- und Gasverbrauch in der Wohnung meiner Freundin konnten wir um ca. 50% drosseln, sie empfindet dies nicht als Eingriff in ihre Lebensqualität. Meine Mitmenschen empfinde ich oft als Plage. Die dicken Drecksautos, die die Stadt verstopfen und immens viel CO² emittieren, sinnlose Kurzfernreisen und verplempern von Energie ohne Ende. Heizkörper auf 5 und Fenster "auf Kipp". Dümmliches Shopping mit einem hohen Anteil an Retouren. Die Liste ist endlos.

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Architectus 03.02.2019, 17:09
29.

Zitat von oellerer
Der Autor selbst betreibt ad hominem Attacken gegen Klimakritiker/-skeptiker. Bspw. Hier: Zitat: "Sicher, einige Verblendete halten den menschengemachten Klimawandel noch immer für eine Fiktion." Zitatende Mit keinem Wort geht der Autor auf inhaltliche Argument der Klimaskeptiker ein, zu denen ich mich als EIKE-Mitgründer 2007 auch zähle. Versuchen Sie doch erst einmal unsere Argumente inhaltlich zu entkräften wie das hier: Es ist der natürliche Klimawandel Warum der natürliche Klimawandel auch heute noch "das Heft in der Hand hat" Die heutigen Temperaturen sind 0,2 C höher als im Mittelalter! Das ergibt sich eindeutig aus dem letzten Klimabericht von 2013/14. Belege können nachgereicht werden. 0,2 C - das ist - einfach ausgedrückt - Nichts! Was soll daran unnatürlich sein? ...usw.
Zunächst mal: EIKE ist eine reine Privatveranstaltung von Nichtwissenschaftlern und in keiner Weise ein anerkanntes "Europäisches Institut" sondern einfach ein Verein der sich das Ziel gesetzt hat gegen Klimaschutz zu arbeiten.

Quelle klimafakten_de:
Es ist häufig zu hören, die Mittelalterliche Warmzeit (ca. 950 bis 1250 n. Chr.) sei genauso warm wie das heutige Klima gewesen – oder gar noch wärmer. Implizit wird daraus geschlossen, die heutige Erwärmung sei natürlich und nicht durch menschliche Einflüsse verursacht. Oder die aktuell zu beobachtende Klimaerwärmung sei unproblematisch. Doch diese Argumente sind eher rhetorischer als wissenschaftlicher Art.

Erstens war die Mittelalterliche Warmzeit ein eher regionales Phänomen. Zwar gibt es in der Tat Belege dafür, dass damals Teile der Erde (etwa der Nordatlantik) wärmer waren als heute. Diese Erwärmung und der damit verbundene Rückgang des arktischen Eises ermöglichte es beispielsweise den Wikingern, weiter nach Norden zu fahren, als dies vorher denkbar gewesen wäre. Doch gleichzeitig war es an anderen Orten der Erde wesentlich kälter als heute, etwa im tropischen Pazifik

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