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Artenschutz: Für den Wildlachs wird es eng

Zu Zehntausenden in engen Käfigen gemästet, sollen*Zuchtlachse*die wachsende Weltbevölkerung ernähren. Ihren wilden Verwandten werden die Lebensräume immer mehr vom Menschen eingeengt. Umweltschützer kämpfen für ein Revival des rar gewordenen*Wanderfischs.

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Celegorm 06.04.2011, 08:43
50. ...

Zitat von taxidriver
Lächerliche Angebereien, das wird jetzt wirklich peinlich, merken Sie das denn nicht?
Habe ich schon lange gemerkt, bei Ihren Abenteuerschwänken. Meine Erfahrungen sind vielleicht profaner, aber zumindest weiss ich, dass diese real sind..
Zitat von
Ich biete Ihnen folgendes an: Kommen Sie nach Cooktown..
Das klingt klasse! Darf ich im australischen Frühsommer darauf zurückkommen? Da wollte ich eigentlich sowieso in die Gegend. Vorher gibts leider keine Ferien (ja manche sind halt nicht im Dauerurlaub).

Zitat von
Tja, nur hat der taxidriver nie gesagt dass er den Pflanzen keine Rechte zuspricht.
Nun, Sie haben sich darüber lustig gemacht, dass ich für einen respektvollen Umgang mit Pflanzen und eine Pflanzenethik plädiert habe. Etwas anderes vernahm ich von Ihnen dazu nicht, wie anders soll man das interpretieren? Insofern wäre ich froh, Sie würden wenigstens wie ein beleidigtes Kind diskutieren, leider diskutieren Sie eigentlich gar nicht.

Zitat von
Nein, die von Ihnen verharmloste „Tierschutzproblematik“ ist kein „Klacks“ sondern der zentrale Faktor beim Niedergang.
Ihre "Skizze" überzeugt argumentativ halt nicht. Ich kann darin immer noch nicht "mehr" als ein plakatives Symptom sehen, das in seinen übelsten Auswüchsen meinetwegen eindrücklich zeigt, dass einiges schief läuft. Aber das geht dann eben tiefer..

Zitat von
Die allermeisten Menschen achten fast ausschließlich auf den Preis. (Auch dank aktiven Verharmlosern wie Celegorm.)
Chinesen sind also Tierquäler wegen mir, meine Bedeutung überrascht mich immer wieder. Sie verwechseln aber etwas: Nicht Menschen, die sich mit sinnvollen Argumenten für eine pragmatische Lösung engagieren werden von den Leuten ignoriert, sondern solche wie Sie mit viel Furor und wenig Inhalt. Im übrigen erachte ich es erneut als das grössere Problem, dass dïe meisten Menschen leider überhaupt nicht auf die Herkunft und die ökologischen Auswirkungen der gekauften Produkte achten. Auch dank Verharmlosern wie Ihnen? Nein, das wär dann doch zuviel Relevanz..

Zitat von
Hinter fast allen tierischen Produkten in den Einkaufsmärkten der Industriestaaten, der Schwellen- und auch der Entwicklungsländer steckt dieser überdimensionale Horror.
Eigentlich haben Sie diesen "Horror" in einer Weise definiert, dass dieser grösstenteils nur auf Hühnerzucht und Schweinemast angewendet werden kann. Ansonsten haben Sie auch zugestanden, dass es artgerechtere Tierhaltungsformen gibt und Tierhaltung damit nicht per se problematisch sein muss. Was ist denn nun mit dem Bio-Rind mit ausreichend Auslauf? Dem Rentier? Honigbienen? "Horror"?

Zitat von
Was haben Sie eigentlich ständig mit meinem angeblichen „Selbsthass“?
Das nennt man gemeinhin halt so wenn man den Menschen grundsätzlich aburteilt. Meinetwegen können Sie es auch Selbstverachtung nennen, selbst wenn Sie sich davon grosszügig ausnehmen (aber offenbar niemandem sonst dies zugestehen..). Den Rest kann ich sogar nachvollziehen, allerdings geht das definitiv nicht ohne eine gehörige Portion Misanthropie. Ebenso würde ich das für mich eher auf die Ökosysteme und Biodiversität im Generellen anwenden, deren Zerstörung mich da weit mehr schmerzt. Und wie gesagt, das ist letztlich der Punkt, den ich nicht nachvollziehen kann: Dass für Sie trotz all der Tierempathie und der angeblichen Naturerfahrung diese Problematik höchstens sekundär zu sein scheint..

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taxidriver 09.04.2011, 23:07
51. zzz

Zitat von Celegorm
Das klingt klasse! Darf ich im europäischen Winter darauf zurückkommen? Da wollte ich eigentlich sowieso in die Gegend.
Ja, Klasse. Im Norden Australiens herrscht während des europäischen Winters tiefste schwül-heiße Regenzeit. Unter anderem treiben schon ab Oktober/ November an den Oberflächen der nordöstlichsten Cape York-Küstengewässer Abermillionen Würfelquallen herum, die wickeln sich leicht um den Paddelschaft und ruschen dann auf die Hand oder werden vom Wind ins Gesicht geschleudert. (Wenn Celegorm das trotz der folgenden zwangsläufigen Kenterung überlebt sagen die Freunde Scarface). Bleiben Sie besser bei Ihrer Reisegruppe und verlieren Sie nicht das Namensschild.

Zitat von Celegorm
Nun, das nennt man gemeinhin halt so wenn man den Menschen grundsätzlich aburteilt.
Ah, jetzt weiß ich endlich was „Selbsthass“ heißt, gut dass Sie es mir erklärt haben.

Zitat von Celegorm
Eigentlich haben Sie diesen "Horror" in einer Weise definiert, dass dieser grösstenteils nur auf Hühnerzucht und Schweinemast angewendet werden kann.
Meine Definition habe ich eindeutig auf all die perversen, extrem brutalen Einkerkerungen von jeglichen Tieren bezogen, und heute betrifft das bestimmt 95 % der Kreaturen (vor allem Säugetiere, Vögel und Fische), deren „Produkte“ sich in den Supermärkten finden. Das sind sehr schwere Verbrechen derer sich die Menschheit und individuell auch der einzelne Mensch da schuldig macht. Versuchen sie sich einfach vorzstellen, was Sie selbst als unangenehm oder als Horror empfinden würden.

Ihre seltsame „Argumentationsweise“ entspricht vom Stil her übrigens jener der Gentechnik-Trottel in diversen US-Amerikanischen Foren. Die werden da (ganz aktuell in den letzten Wochen und Monaten z.B. beim Thema Turbolachs) anonym von ihren Chefs zum Mitzudiskutieren reingeschickt und oft auch bezahlt und fahren dabei jedenfalls ziemlich genau die gleichen Eckpunkte an (z.B. Seltsam diffuses, oft zwiespältiges Verhältnis zur Massentierhaltung;aufgesetzt wirkende Sorge um die Biodiversität usw). Und genau wie Sie haben die von den Abläufen der freien Natur und den extrem komplexen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Lebensformen so gut wie keine Ahnung und machen sich immer wieder völlig lächerlich sobald es dazu ins Detail geht.

Andererseits sind diese Profis in den USA doch nicht ganz so inkompetent wie Sie, solch peinliche Unkenntnisbekundungen zur Blautlaus-Ameisen Symbiose wären denen wohl nicht passiert, ebenso wenig das Ignorieren der Regenzeit in Nordaustralien usw. Andererseits könnten Sie aber immer noch so etwas wie ein Lehrling sein.

Aber zur Klarstellung: Ich glaube nicht wirklich dass Sie so ein bezahlter Gentechnik-Trottel sind. Zum einen hätten die Sie wohl schon zurückhgezogen, zum anderen ist es wohl eher und ganz einfach einfach so, dass die extreme Respektlosigkeit gegenüber den anderen Lebensformen letztlich immer wieder und ganz automatisch ähnliche Ergüsse hervorbringt.

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Celegorm 11.04.2011, 02:31
52. ...

Zitat von taxidriver
Unter anderem treiben schon ab Oktober/ November an den Oberflächen der nordöstlichsten Cape York-Küstengewässer Abermillionen Würfelquallen herum, die wickeln sich leicht um den Paddelschaft und ruschen dann auf die Hand oder werden vom Wind ins Gesicht geschleudert.
Würfelquallen-Saison ist in Nordqueensland das halbe Jahr. Weshalb man sich lieber Richtung südlich von Townsville bewegt und sich natürlich an die Situation anpasst. Natürliche Prozesse funktionieren nicht zwangsweise nach Kalender, aber das steht im Survival-Guide wohl nicht. Und wenn man sich ausserhalb der Realität und Arbeitswelt bewegt kennt man die Einschränkungen dieser ebenso wenig wie die Möglichkeit, sich daran anzupassen. Vielleicht sollten Sie es entsprechend auch zuerst mal mit der Reisegruppe versuchen. Kann als Bonus auch zum Erwerb eines minimalen Sozialverhaltens dienen.

Zitat von
Meine Definition habe ich eindeutig auf all die perversen, extrem brutalen Einkerkerungen von jeglichen Tieren bezogen, und heute betrifft das bestimmt 95 % der Kreaturen (vor allem Säugetiere, Vögel und Fische), deren „Produkte“ sich in den Supermärkten finden.
Quellen bitte, woher haben Sie diese Zahlen? Und welche Supermärkte genau? Zumindest wenn Ihre Definition nach wie vor reine Indoor-Massentierhaltung ist bezweifle ich einen solch hohen Wert doch eher.

Zitat von
Versuchen sie sich einfach vorzstellen, was Sie selbst als unangenehm oder als Horror empfinden würden.
Die Vermenschlichung ist nach wie vor ein schlechter Ansatz. Zumal für einen Menschen das Leben der meisten Lebewesen in der Wildnis wie in der Tierhaltung wohl eher "unangenehm" wäre, das "Argument" ist dementsprechend redundant.

Zitat von
Die werden da (ganz aktuell in den letzten Wochen und Monaten z.B. beim Thema Turbolachs) anonym von ihren Chefs zum Mitzudiskutieren reingeschickt und oft auch bezahlt und fahren dabei jedenfalls ziemlich genau die gleichen Eckpunkte an.
Na jetzt kommt noch die grosse Lobbyismus-Verschwörungstheorie. Natürlich, alle die nicht Ihrer Meinung sind sind logischerweise bezahlte Trottel und deswegen werden deren Argumente erst noch, wieso auch immer, automatisch schlecht. Ein bizarres aber gerade in der Gentechnikdiskussion häufiges Denkkonstrukt, das gemeinhin die völlige argumentative Kapitulation offenbart. Aber wenn man inhaltlich wenig zu bieten hat muss man wohl zu solchem Quark greifen..

Zitat von
Und genau wie Sie haben die von den Abläufen der freien Natur und den extrem komplexen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Lebensformen so gut wie keine Ahnung und machen sich immer wieder völlig lächerlich sobald es dazu ins Detail geht.
Und das von jemandem, dem man Basiswissen in Ökologie und Evolution erklären muss. Du meine Güte. Vielleicht sollten Sie erst mal etwas wissenschaftlich haltbare Substanz liefern bevor Sie sich in Ihren lächerlichen Diffamierungsversuchen verheddern. Aber offensichtlich sind bei Ihnen ja jegliche Ratschläge so fruchtlos wie sachliche Argumente oder jegliche Dialektik. Der Fanatismus des Erleuchteten ist immer wieder faszinierend. Insofern, wenn Sie es so bitter nötig haben, träumen Sie sich ruhig weiter Ihre abenteuerlichen Räuberpistolen zusammen. Ich hoffe es hat Ihrer mentalen Gesundheit gut getan, dass ausnahmsweise sogar jemand zugehört hat, scheint nicht allzu häufig der Fall zu sein wie Sie sich anstellen..

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Celegorm 11.04.2011, 02:46
53. ...

Zitat von taxidriver
Im Norden Australiens herrscht während des europäischen Winters tiefste schwül-heiße Regenzeit.
PS: Ich schrieb Frühsommer, und meine an sich Oktober, maximal November. Gerade Oktober zeichnet sich in Cairns durch geringen Niederschlag und die zweitgeringste Luftfeuchtigkeit während die Temperaturen tendenziell steigend sind. Gilt darum auch als gute Zeit, sich in der Region auf und im Wasser zu bewegen. Aber vielleicht gelten für Taucher ja ganz andere Gesetze als für Paddler. Oder vielleicht haben Sie auch einfach keine Ahnung und sich im Leben noch nie aus Ihrer Bielefelder Wohnung wegbewegt..

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taxidriver 12.04.2011, 19:55
54.

Zitat von Celegorm
PS: Ich schrieb Frühsommer, und meine an sich Oktober, maximal November.
Oh weh, was für eine Blamage. Celegorm ist so dreist, dass er/sie sogar seine eigenen Beiträge durch nachträglich manipulierte / verdrehte Kopien zu heilen sucht.
Erst spät abends dies geschrieben:
Zitat von Celegorm
Das klingt klasse! Darf ich im europäischen Winter darauf zurückkommen? Da wollte ich eigentlich sowieso in die Gegend. Vorher gibts leider keine Ferien (ja manche sind halt nicht im Dauerurlaub).
Und dann am nächsten Morgen gerade mal 8 h später den Beitrag noch mal abgeschickt, jetzt so verändert:
Zitat von Celegorm
Das klingt klasse! Darf ich im australischen Frühsommer darauf zurückkommen? Da wollte ich eigentlich sowieso in die Gegend. Vorher gibts leider keine Ferien (ja manche sind halt nicht im Dauerurlaub).
Über Nacht gabs also doch plötzlich Ferien vor dem europäischen Winter, also vor der zentralen Regenzeit Nordaustraliens,dem entscheidenden fachlichen Fauxpas des ersten Beitrages? Das ganze "Celegorm"-Konstrukt stimmt doch vorne bis hinten nicht. Stellt sich nun die Frage ob das einfach nur individuell krank ist (Persönlichkeitsstörung), oder ob es da noch einen anderen „Faktor“ gibt (s.part 2).
Zitat von Celegorm
Zumal für einen Menschen das Leben der meisten Lebewesen in der Wildnis wie in der Tierhaltung wohl eher "unangenehm" wäre, das "Argument" ist dementsprechend redundant.
Es geht um das freie Leben, dafür haben sich alle Lebewesen entwickelt, das ist die logische Wahrheit. Und gegen die Wahrheit kann man eben nicht vernünftig sondern nur mit hilflosen Verdrehungen argumentieren, weswegen praktisch alle Ihre Ausführungen aus solchen bestehen. Die Tiere haben sich nun mal über Millionen von Jahren durch großartige Leistungen für ein Leben in der Freiheit entwickelt und lebenslange Gefangenschaft ist etwas Perverses und Grausames.
Zitat von Celegorm
Ein bizarres aber gerade in der Gentechnikdiskussion häufiges Denkkonstrukt, das gemeinhin die völlige argumentative Kapitulation offenbart.
So, und jetzt wird’s interessant, denn ich wollte ja wissen was Celergorm überhaupt verteidigen will (s.Teil2).

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Celegorm 13.04.2011, 00:45
55. ...

Zitat von taxidriver
Und dann am nächsten Morgen gerade mal 8 h später den Beitrag noch mal abgeschickt, jetzt so verändert.
Haha, du liebes Lieschen. Das liegt eher daran, dass mein Beitrag nicht erschienen ist und ich annehmen musste, er hätte es nicht durch die "Zensur" geschafft, weshalb ich ihn erneut abgeschickt habe. Wobei man eine solche Gelegenheit für Verfeinerungen nutzen kann, zumindest wenn klar ist, dass sich das gegenüber auf jede semantische Verfänglichkeit stürzen wird um mangels brauchbarer Argumente seine Gehässigkeiten zu versprühen. Aber die Verschwörungstheorien sind einmal mehr lächerlich. Ich kann erstens nunmal bloss im Oktober bis Anfang November Urlaub nehmen, wie man die Jahreszeit nun genau nennen will ist mir eigentlich egal. Und zweitens, um ganz ehrlich zu sein, bevor Sie was dazu geschrieben haben hatte ich mir die klimatischen Details der Region noch gar nie angeschaut, hätte also schon hellseherische Kräfte gebraucht um das vorhergehend zu korrigieren..aber danke für das erhellende Bild Ihrer Denkstrukturen. Das nennt man wohl gemeinhin paranoid..

Zitat von
Es geht um das freie Leben, dafür haben sich alle Lebewesen entwickelt, das ist die logische Wahrheit.
Achja, die "Wahrheit". Na dann wollen wir die "Wahrheit" nicht weiter stören, sondern andächtig Ihnen, unserem Messias lauschen. Wie gesagt, mit parareligiösem Fanatismus kann man effektiv nicht diskutieren, erst recht nicht sachlich oder vernünftig. Wobei es schon klar ist, dass Sie ein Wort wie "vernünftig" verwerfen. Ein Schelm wer da Böses denkt..

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ixelloise 13.04.2011, 09:46
56. .

Zitat von sysop
... Er will dafür sorgen, dass die Zuchtfische sich nicht mehr vermehren können. Er und seine Kollegen legen daher die befruchteten Eier der Lachse in eine Kammer und setzen sie einem Druck von mehreren hundert Bar aus. So.....
Bis dafür gesorgt ist daß die Zuchtfische sich auch nicht mehr vermehren können werden sie anderweitig traktiert: dem lebenden Organismus werden Chemikalien eingefüttert die ihm die Lachsfarbe geben, denn oh Schreck beim reglosen Stehen in der Käfighaltung kam diese Färbung abhanden ...

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taxidriver 13.04.2011, 11:04
57. Naturlaie weiß Bescheid

Zitat von Celegorm
Ein bizarres aber gerade in der Gentechnikdiskussion häufiges Denkkonstrukt, das gemeinhin die völlige argumentative Kapitulation offenbart.
Also wie gesagt, das ist wirklich interessant. Da werfen Sie also den Gegnern des Turbolachsprojektes „argumentative Kapitulation“ vor.

Nur mal zur Erinnerung: Es wird sich mit einiger Wahrscheinlichkeit um das erste gentechnisch veränderte Wirbeltier handeln, für das eine Genehmigung zur Zucht als Nahrungsmittel erteilt wird. Die Gen-Tech unterwanderte US-FDA hat ja schon Unbedenklichkeit erklärt.

Es geht um sehr weitreichende Veränderungen, die vor allem darin bestehen dass dem Atlantischen Lachs „Kälteschutzgene“ aus der groppenartigen Aalmutter eingebaut wurden, damit die eingepferchten Tiere das ganze Jahr statt nur in der wärmeren Jahreshälfte wachsen und zudem hat man dem Tier „Schnellwachstumsgene“ aus dem Königslachs eingepflanzt.

Das heißt: Der Salmo Salar, der seit Abermillionen durch den Ozean schießt, soll jetzt nicht mehr nur noch völlig pervers zusammengepfercht werden, sondern zusätzlich durch von Naturunwissenden eingequetschte Gensequenzen aus anderen Fischen um das mehrfache schneller wachsen. Es gibt keinerlei belastbare Notwendigkeit für das Projekt (Hungersnöte o.ä), es geht ausnahmslos um ein extrem perverses Milliardengeschäft. Niemand (weder Befürworter noch Gegner) weiß auch nur im geringsten Ansatz wie sich solche starken Veränderungen bei so einem hochkomplexen Lebewesen und im Umfeld desselben (Mutation der Mikroorganismen / Krankheitserreger)insgesamt auswirken.

Nur Celegorm ist sich ganz sicher: Die Gegner haben einfach keine Argumente. Fertig.

Wenn ein Naturlaie, der noch nicht mal weiß was eine Symbiose ist und wann auf der Südhalbkugel Regenzeit ist so etwas bringt, dann sagt das ja wohl alles. Ich glaube das so etwas nur von jemandem kommen kann, der in irgendeiner Weise (berufliche) „Aktien“ in der Thematik hat.

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Celegorm 13.04.2011, 14:18
58. ...

Zitat von taxidriver
Also wie gesagt, das ist wirklich interessant. Da werfen Sie also den Gegnern des Turbolachsprojektes „argumentative Kapitulation“ vor.
Ach, lernen Sie doch bitte endlich lesen. Es ging offensichtlich um die übliche Verschwörungsphantasien, die jeden, der es wagt, einen differenzierten Blick auf die Gentechnik-Thematik zu werfen, als bezahlten Lakaien irgendeiner Lobby-Mafia abstempelt. Und damit jegliche sachliche Diskussion verunmöglicht.

Alles was zu einer ernsthaften Diskussion beiträgt ist hingegen logischerweise willkommen. Bedarf dazu gäbe es in dem Zusammenhang wahrlich genug. Leider ist es, wie man hier immer wieder sieht, kaum je möglich, weil sich die Debatte immer sofort beiderseits im irrationalen Propagandageschwafel verliert..

Zitat von
Es gibt keinerlei belastbare Notwendigkeit für das Projekt (Hungersnöte o.ä), es geht ausnahmslos um ein extrem perverses Milliardengeschäft.
Sie müssen mir nicht stolz Basiswissen in der Frage antragen. Im übrigen bin ich nach wie vor kein Freund der Lachszucht, zumindest in der heute verbreiteten Intensivform, oftmals erst noch in ungeeigneten Gebieten. Die ökologischen Implikationen sind da letztlich viel zu problematisch, und die Phrase von der Welternährung ist in dem Kontext natürlich eh lächerlich. Hier geht es logischerweise um eine hochwertige Ressource und damit einen Luxusmarkt.

Wobei in diesem Fall letztlich eher das der springende Punkt ist: Die problematischen Aspekte sind bei der Lachszucht so generell und tiefgreifend, dass der GVO-Lachs kaum einen Unterschied macht. Sofern die Isolation von natürlichen Habitaten gewährleistet werden könnte wäre zumindest der Punkt sogar als Fortschritt zu werten..aber stattdessen wird gemeinhin wieder nur auf die ach so böse Gentechnik fokussiert und alles andere vergessen.

Zitat von
Wenn ein Naturlaie, der noch nicht mal weiß was eine Symbiose ist und wann auf der Südhalbkugel Regenzeit ist so etwas bringt, dann sagt das ja wohl alles.
Nunja, was Mutualismen und Symbiosen sind entzieht sich eher Ihrem Verständnis, wie Sie hier ja nachhaltig belegen. Aber grundsätzlich will ich Ihnen den Stolz auf redundante Informationen, die sich in 5 Sekunden ergoogeln lassen nicht nehmen. Man muss sich ja an was klammern, wenn man sonst nicht viel hat. Allerdings wäre in der heutigen Zeit eher die Fähigkeit gefragt, komplexe Prozesse zu verstehen. Daran happert es leider noch etwas. Aber fairerweise muss man wohl sagen, dass man das beim Taxifahren natürlich nicht lernt, da gehts eher darum, Strassennamen auswendig zu lernen. Leider ist aber Naturwissenschaft nicht ganz so trivial..

Zitat von
Ich glaube das so etwas nur von jemandem kommen kann, der in irgendeiner Weise (berufliche) „Aktien“ in der Thematik hat.
Aber ja, ich hab "Gentechnik-Aktien". Ich erhalte 1% aller Gewinne, die mit gentech-basierenden Medikamenten erzielt werden. Womit mir logischerweise allein die Insulin-Präparate jährlich Fantastilliarden auf das Konto spülen. Das ist auch der Grund, weshalb ich es mir leisten kann, Zeit für Ihre Sandkastenspiele zu verschwenden. Gewissermassen meine wohltätige Ader, man muss ja als Gentech-Fantastilliardär etwas an die Menschen zurückgeben, die es offensichtlich nicht so einfach haben im Leben..

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taxidriver 13.04.2011, 20:08
59. Arrogante Überheblichkeit gegenüber Taxifahrern und eingepferchten Tieren

Zitat von Celegorm
Nunja, was Mutualismen und Symbiosen sind entzieht sich eher Ihrem Verständnis, wie Sie hier ja nachhaltig belegen.
Ja klar, so gut wie Celegorm kann ja auch niemand Bescheid wissen, Beiträge wie „Eigentlich leben die eingesperrten Nutztiere doch in Symbiose“ oder „Die Horror der Blattläuse“ haben das ja gut gezeigt.
Zitat von Celegorm
Die problematischen Aspekte sind bei der Lachszucht so generell und tiefgreifend, dass der GVO-Lachs kaum einen Unterschied macht. Sofern die Isolation von natürlichen Habitaten gewährleistet werden könnte wäre zumindest der Punkt sogar als Fortschritt zu werten..
Gentechnisch veränderte Atlantische Lachse in irgendwelchen Bassins auf dem US-Festland ein Fortschritt? Völlig arroganter Schwachsinn. Der Atlantische Lachs gehört in den Ozean so wie er sich entwickelt hat. Wenn Sie einen essen wollen, dann versuchen Sie ihn am besten selbst zu fangen. (aber Schwimmärmchen nicht vergessen!)
Zitat von Celegorm
Allerdings wäre in der heutigen Zeit eher die Fähigkeit gefragt, komplexe Prozesse zu verstehen. Daran happert es leider noch etwas. Aber fairerweise muss man wohl sagen, dass man das beim Taxifahren natürlich nicht lernt, da gehts eher darum, Strassennamen auswendig zu lernen. Leider ist aber Naturwissenschaft nicht ganz so trivial..
Klar, Celegorm sitzt in seinem weichen Sessel, wohlbehütet mit einem Buch auf dem Schoß und er weiß genau, dass er selbst der feine Wissende ist und der Taxifahrer der da draußen jeden Tag/Nacht Zuhälter, Demenzkranke, Einsame, Psychopathen, Besoffene, Todkranke usw in seiner engen Kapsel rumfährt einfach nichts lernt außer Straßennamen.

Dieses Problem der extremen Entfremdung (gerade von verweichlichten Akademikern) von der Wirklichkeit ist ein ganz zentraler Aspekt beim Niedergang der Menschheit. So ein blamabler Celegorm ist ja durch die wohlstandbedingte Überheblichkeit nicht nur extrem peinlich-arrogant gegenüber dem Taxifahrer, sondern weil er ja auch noch nie wirklich alleine in der freien Natur war hat er auch diesbezüglich keine Ahnung vom wirklichen Leben.

Und jetzt muss man sich vorstellen was dann da für Entscheidungen rauskommen, wenn solche im Prinzip völlig lebensunerfahrene, überhebliche „Mutanten“ zusammensitzen um in welcher Form auch immer über das Schicksal von brutal eingepferchten Tieren zu beraten.

Wenn ich die Lehrpläne bestimmen könnte, dann müsste jeder, der Entscheidungen über die Gestaltung des Umgangs mit anderen Lebensformen treffen will, vor seiner Berufstätigkeit wenigstens zwei Monate alleine ohne jeden Kontakt zu irgend einem Menschen (nach entsprechendem Training / mit Grundausrüstung) in der freien Natur verbringen und sich dort auch zu einem hohen Prozentsatz die Nahrung selbst besorgen. Die Welt würde dann völlig anders aussehen.

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