Forum: Wissenschaft
Artenvielfalt: Wilde Insekten sichern die Ernte
DPA

Allein die Honigbiene kann es nicht leisten. Wilde Insekten müssen über Felder schwirren, damit die Ernte in voller Pracht gedeiht. Eine weltweite Studie zeigt: Wilde Bienen finden die besseren Pollen.

Seite 2 von 3
ein rentner 02.03.2013, 23:28
10.

Zitat von bafibo
Viel interessanter wäre jetzt aber zu wissen, was unser Haustier-Insekt denn eigentlich "falsch macht". Zu empfindlich ("bei so einem Sauwetter verlassen wir den Bau nicht")? Zu anspruchsvoll ("wegen einem halben Tropfen Honig machen wir uns den Rüssel nicht krumm, solange es woanders zwei Tropfen auf einmal gibt")? Vielleicht liegt es aber auch daran, daß die Honigbiene einen viel größeren Aktionsradius hat als die anderen Bestäuber mit der Folge, daß sie nur die Rosinen herauspickt. Verzeihen Sie die vermenschlichte Ausdrucksweise, aber das ist verständlicher als Biosprech.
Bei dem erwähnten Mais braucht die Biene gar nicht aktiv zu werden. Die Arbeit übernimmt der Wind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ein rentner 02.03.2013, 23:31
11. Mais???????

Beim erwähnten Mais braucht es gar keine Insekten. Die erledigt der Wind!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Slamtilt 02.03.2013, 03:25
12. das funktioniert immer

Zitat von sysop
Allein die Honigbiene kann es nicht leisten. Wilde Insekten müssen über Felder schwirren, damit die Ernte in voller Pracht gedeiht. Eine weltweite Studie zeigt: Wilde Bienen finden die besseren Pollen.

eigene besserstellung (wildbiene)
durch herabstufung anderer (honigbiene)

hat Euch da etwa
der wildbienenverband bestochen
lieber spon
und das ganze ohne stachel

Beitrag melden Antworten / Zitieren
magnum_nbg 02.03.2013, 07:39
13. Dunkle Biene

Es wuerde auch viel verbessern, wenn Imker nicht nur ueberzuechtete Carica und Buckfast Bienen halten wuerden, sondern der wesentlich widerstandsfaehigeren Dunklen Biene http://www.dunklebienen.de/ eine Chance geben wuerden. Auch die Bestaeubungsleistung der Dunklen Biene aehnelt der der Wildbiene in viel staerkerem Masse!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinungslagerzerfrager 02.03.2013, 08:22
14. Ich dachte bisher, Mais ...

... wird nur windbestäubt?

Irrte ich da, oder ist das im Einstieg einfach falsch? Man will sich immer so gerne auf geschriebenes Wort verlassen, und dann hat man einmal eine Ahnung, man hätte Ahnung, und Zweifel kommen auf, und man meint, lohnt die Mühe des Nachfragens? Ist es wichtig? Irrte ich lebenslang? Irrt die Wissenschaft? Sollten Maisfelder in Zukunft mit Bienenkästen umstellt werden? Ist Maishonig eventuell schon jetzt der neueste heisse Scheiss von morgen?

Der Einstieg in den Artikel ist wohl, aufgrund des so oft verwendeten Stilmittels der Einstiegs-Aufzähleritis in unserem Sprachgebrauch, im Überschwang da mal eben mit reingerutscht. Erbitte Belehrung!

Ansonsten. Welcher Imker hier hat Mais Honig im Angebot? Ich zahle bis zu 10 Euronen dafür ... ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dschiseskreist 02.03.2013, 09:47
15. Mais ist...

windbestäubt! Da haben Bienen nichts mit zu schaffen. Ihr macht hier Journalismus! Da sollte man entweder eine gewisse Ausbildung für den Wissenschaftssektor voraussetzen oder aber erwarten können das man sich nochmal informiert!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zugroaster_minga 02.03.2013, 10:13
16. na wenn bienen nicht sooo wichtig sind...

...braucht die industrie ja doch keine verbote ihrer giftigen pflanzenschutzmittel! hurra, wachstum!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taglöhner 02.03.2013, 12:12
17. Ei Henne

Zitat von jochen.unser
Im Artikel wird die Gleichung aufgemacht 100 Honigbienen 50 Wildbienen = bessere Bestäubung als 150 Honigbienen allein Sicher, wenn ich nur 100 Bienen auf dem Acker finde dann machen 50 Wildbienen aufgrund ihrer besseren Sammeltätigkeit einen Unterschied im Vergleich zu 50 Honigbienen. Aber ein Bienenvolk hat im Sommer mindestens 10000 bis 15000 Sammlerinnen. Wie viele Tiere gibt es denn in den "Wildbienenvölker"? In Deutschland gibt es meines Wissens keine welche Staaten bilden, außer Hummeln, und dort handelt es sich im besten fall um ein paar hundert tiere. ...
Anders: Ein Volk mit 1K-Bienen bestäubt mehrfach schlechter wie(!) 100.000 Solitäre.
Es gibt ausser Hummeln noch ein paar Arten mit sozialer Lebensweise. Allerdings müssen die, wie die Hummeln auch, Ihre (kleinen) Staaten in jedem Frühjahr neu aufbauen.
Die im Frühjahr schlagartige Präsenz der über den Winter gefütterten Hochleistungs-Völker allein begrenzt aber schon das Nahrungsangebot für viele Wildbienenarten derart, dass sie regelrecht auskonkurriert werden, und ihre poteniellen Bestandszahlen nicht erreichen können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pittiundmoppi 02.03.2013, 12:51
18.

Die Erkenntnis, dass Wildbienen besonders im Obstbau, enorm wichtig sind, ist nicht neu. Gerade bei Süßkirschen, deren Blüten sich oft schon öffnen, wenn die Temperaturen noch so niedrig sind, dass Honigbienen nicht ausfliegen können, müssen Wildbienen die Bestäubung erledigen. Viele Obstbaubetriebe (auch konventionell arbeitende) siedeln dazu Wildbienen durch Schaffung von Nistmöglichkeiten (s.g. Insektenhotels) in ihren Anlagen gezielt an. Übrigens benötigt der im Artikel erwähnte Mais zu Bestäubung gar keine Insekten da das, wie bei allen Gräsern, der Wind erledigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
südtirol11 03.03.2013, 00:31
19. Sicherlich bleibt die Biene dennoch in unseren Landschaften wichtig

Der wichtigste Faktor beim Bestäuben durch die Honigbiene ist das Vorhandensein in Volksstärke im zeitigen Frühjahr. Zu diesem Zeitpunkt gibt es von der Anzahl her nur wenige andere bestäubende Insekten. Diese überwintern eben als einzelne Tiere und nicht in Volksstärke. Natürlich fliegen sie erst richtig erst ab einer Temperatur von 10°C, eine Ausnahme machen zwar sog. Winterbienen, die im Volk nur in einer Menge von ca. 1.000 Exemplaren vorkommen. Diese fliegen ab ca. 8°, sterben aber mit dem voranschreitenden Frühjahr bald. Ein Bienenvolk überwintert mit einer Volksstärke von 10.000 bis 15.000 Tieren, es gibt aber auch Extremwerte. Mit dem Fortschreiten der Jahreszeit wächst diese Zahl schnell, bis Ende Mai hat ein starkes Volk gut 50.000 Exemplare, von denen etwa 10 bis 12.000 zum Sammeln (und Bestäuben) fliegen. Schwächere Völker haben deutlich weniger. Hobbyimker haben wohl oft 10 oder mehr Völker, d.h. um den Bienenstand herum fliegen dann sicher mehr als 50.000 Viecher auf die Blüten. Aber , wir lesen ja gerade, dass zu diesem Zeitpunkt andere Insekten auch eine wichtige Rolle eingenommen haben. Man kann natürlich aus Idealismus auch andere Bienenrassen als Carnika und Buckfast halten, das ist aber am Ende mit größerem Aufwand verbunden. Außerdem vermischen sich die Rassen bald, außer man erhöht den Aufwand bei der Zucht von Königinnen – egal ob man diese oder die dunkle Biene hält. Zum Mais: Natürlich werden Maisfelder zu Zeiten von geringem Pollenertrag auch beflogen, die Biene und andere Insekten spielen aber bei dessen Befruchtung fast keine Rolle. Fazit: In letzter Zeit liest man viel über die Wichtigkeit der H.biene in der Natur. Setzen wir doch auf beide Faktoren: Versuchen wir die meisten Insekten zu fördern, besonders die Pflanzen bestäubenden. Brutraum, Verzicht auf die meisten Pflanzengifte, ... (Kommerzielle Landwirtschaft mit bestimmten Spritzmitteln werden wir wohl leider nicht mehr ganz verdrängen können.) Lasst uns aber auch die Bienenzucht fördern, das Wirken des Imkers ist durch viele Faktoren in unseren Landschaften schwierig genug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 3