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Asteroid Apophis: Kosmischer Störenfried größer als angenommen
ESA/ Herschel/ PACS/ MACH-11/ MPE/ ESAC/ B.Altieri/ Konkoly Observatory/ C. Kiss

Mit einem Esa-Teleskop haben Forscher den Asteroiden Apophis neu vermessen. Er ist größer und schwerer als angenommen. Apophis wird 2029 nach kosmischen Maßstäben haarscharf an der Erde vorbeifliegen. Sieben Jahre später kommt er wieder - mit unklaren Folgen.

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schwerpunkt 11.01.2013, 10:45
60.

Zitat von criticalck
Ich hoffe die Eierköpfe bei der NASA denken daran, eine Sonde auf den Meteoriten zu platzieren. Ursprünglich wollte man ja bemannt auf einem landen. Nun... einfacher als 2029 dürfte das nicht mehr werden.
Entgegen dem was uns unsere Erfahrung unsere Umwelt uns suggeriert, dass Orte die näher liegen einfacher zu erreichen wären als weiter entfernte, ist dies in der Raumfahrt nicht zwingend so, vor allem wenn sich diese "Orte" zueinander in Bewegung befinden.

Da spielt weniger die räumliche Distanz das Kriterium, wie aufwendig eine Mission ist, sondern das sogenannte delta v, als die gesamte zu ändernde Geschwindigkeit eines Raumfahrtzeugs um eine Mission zu vollenden und die Zeit die dafür zur verfügung steht (Beschleunigungswerte). Und demnäch sind weiter entfernte Asteroiden mitunter wesentlich einfacher zu erreichen, als ein mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit an der Erde vorbei rauschender Himmelskörper.

Im Vergleich:
Versuchen Sie mal von einem Auto auf einen fahrenden Zug aufzuspringen, während das Auto dem Zug entgegenfährt ...

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schwerpunkt 11.01.2013, 10:50
61.

Zitat von huerdler
Es ging dem Forenteilnehmer bei seiner ursprünglichen Aussage wohl eher nicht darum, die Vermessung des Asteroiden wegen der 50%igen Abweichung zu kritisieren, sondern dass man von der gleichen Berufsgruppe Aussagen über "erdähnliche Planeten, mit stabiler Atmosphäre, habitable Umlaufbahn um ihren Stern, vermutlich Wasser, ..." erhält, obwohl das Sonnensystem, in dem Earth2 entdeckt wurde, hunderte Lichtjahre entfernt ist. Irgendwie kommt da auch bei mir die Vermutung auf, dass Astronomen stark weitsichtig sein könnten, wenn sie "das Restaurant am Ende des Universums" so genau sehen, dass sie die Zutaten der Speisekarten vorlesen können, den 'Kieselstein' auf der eigenen Fußmatte aber nicht korrekt wahrnehmen.
Das liegt daran, dass die methoden zur Untersuchung dieser verscheidenen himmelskörper völlig unterschiedlich sind.
Während versucht wird Asteroiden direkt, also optisch zu erfassen, werden die potentiellen Planeten nur indirekt, als über ihre Wirkung auf und über ihren Zentralstern gefunden.
Zweite methode ist somit fast entfernungsunabhängig. Könnten Sie einzelene, leichte Sterne mit großen Planeten in anderen galaxien optisch genug auflösen, könnten Sie sogar Hinweise auf Planeten in anderen Galaxien finden.
Diese Planeten aber direkt und optisch zu betrachten ist aber aktuell so gut wie unmöglich.
Bei Asteroiden wird auf Millionen Kilometer Entfernung versucht, die Größen im Maßstab von Metern zu untersuchen.
Ich finde beides beeindruckend ...

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schwerpunkt 11.01.2013, 10:55
62.

Zitat von MiniDragon
Nicht auszumalen die Katastrophe, wenn er auf ein Kernkraftwerk stürzen würde! Auch deshalb müssen die unbedingt alle abgeschaltet werden. Die deutsche Energiewende war doch ein weiser Beschluß unserer Kanzlerin
Die Auswirkungen beim Impact direkt in einer großen Stadt wären unvergleichlich dramatischer, als bei einem zerstörten KKW.
Ich bin mir bewusst, dass Kernkraftwerke im vielen Geistern als die Ausgeburt von Soddom und Gomorrah gelten und es praktisch kein schlimmeres Unglück geben kann, als dessen GAU.
In diesen Maßstäben von Katastrophen ist dass aber vergleichsweise nebensächlich (selbst im Maßstab des Unglücks von Japan 2011).

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querulant_99 11.01.2013, 11:35
63. Alternatives Konzept zu Rettung der Erde

Sollte uns der Asteroid im Jahre 2029 voll treffen, weil wir ihn nicht unschädlich machen können, bietet sich doch folgendes Verfahren zu Gefahrenabwehr an:
Wir weichen einfach dem Asteroiden aus! Das sollte doch nicht so schwierig sein. Der Erdradius beträgt ca 6400 km. Also müssen wir die Erde max. um diese Entfernung von der berechneten Einschlagsposition wegbewegen. Da die Erde mit ca. 107300 km/h um die Sonne rast, legt die Erde diese Entfernung in gut 3 Minuten zurück. Wir müssen also die Umlaufgeschwindigkeit nur geringfügig erhöhen oder reduzieren, so dass sich die Erde in 16 Jahren 3 Minuten früher oder später an der berechneten Kollisionsposition befindet, und der Asteroid flitzt einfach an der Erde vorbei.
Lasst uns also schon mal die Raketentriebwerke an die Erde montieren!

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Stark Maier 11.01.2013, 11:42
64.

10 000 000 000 000 000 000 000 kilometer wird ein erdähnlicher Planet entdeckt, bei dem man die GRÖSSE!!, Zusammensetzung, Temperatur etc kennt. Fliegt mal so ein Brocken an der Erde vorbei, das war nicht das erste Mal, dann kennt man nicht die Größe obwohl die ah so tollen Weltraumteleskope bis fast den Urknall zurückblicken können. Schon ziemlich seltsam..

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schwerpunkt 11.01.2013, 12:12
65.

Zitat von Stark Maier
10 000 000 000 000 000 000 000 kilometer wird ein erdähnlicher Planet entdeckt, bei dem man die GRÖSSE!!, Zusammensetzung, Temperatur etc kennt. Fliegt mal so ein Brocken an der Erde vorbei, das war nicht das erste Mal, dann kennt man nicht die Größe obwohl die ah so tollen Weltraumteleskope bis fast den Urknall zurückblicken können. Schon ziemlich seltsam..
Und was folgern Sie daraus?

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bertburk 11.01.2013, 12:24
66.

Zitat von Stark Maier
10 000 000 000 000 000 000 000 kilometer wird ein erdähnlicher Planet entdeckt, bei dem man die GRÖSSE!!, Zusammensetzung, Temperatur etc kennt. Fliegt mal so ein Brocken an der Erde vorbei, das war nicht das erste Mal, dann kennt man nicht die Größe obwohl die ah so tollen Weltraumteleskope bis fast den Urknall zurückblicken können. Schon ziemlich seltsam..
Für sie mag das seltsam sein, wenn man sich jedoch mit den Methoden befasst auf denen diese Aussagen beruhen erscheint das gar nicht mehr so seltsam. Würde Apophis auch nur einmal genau zwischen Erde und Sonne hindurchfliegen (wie es zum Nachweis von extrasololaren Planeten mit deren Gestirn nötig ist) was meinen sie was wir dann für verdammt genaue Messwerte zu dem Teil hätten ?

Ausserdem behauptet auch kein Wissenschaftler dass man einen "erdähnlichen" (was der Astronom darunter versteht ist sicherlich nicht mit dem deckungsgleich was der geneigte SPON-leser sich darunter vorstellt) Planeten sicher entdeckt hat. Lesen Sie sich die wissenschaftlichen Veröffentlichungen durch und sie werden bemerken dass dort immer Messwerttoleranzen angegeben sind.

Leider sind Journalisten nicht in der Lage diese Unsicherheiten zu transportieren, die machen schnell mal aus einem Teilchen das bis jetzt in allen Eigenschaften einer bestimmten theoretischen Voraussage entspricht schnell die sichere Entdeckung eines Higgs-Bosons....

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schwerpunkt 11.01.2013, 12:35
67.

Zitat von bertburk
Für sie mag das seltsam sein, wenn man sich jedoch mit den Methoden befasst auf denen diese Aussagen beruhen erscheint das gar nicht mehr so seltsam. Würde Apophis auch nur einmal genau zwischen Erde und Sonne hindurchfliegen (wie es zum Nachweis von extrasololaren Planeten mit deren Gestirn nötig ist) was meinen sie was wir dann für verdammt genaue Messwerte zu dem Teil hätten ? Ausserdem behauptet auch kein Wissenschaftler dass man einen "erdähnlichen" (was der Astronom darunter versteht ist sicherlich nicht mit dem deckungsgleich was der geneigte SPON-leser sich darunter vorstellt) Planeten sicher entdeckt hat. Lesen Sie sich die wissenschaftlichen Veröffentlichungen durch und sie werden bemerken dass dort immer Messwerttoleranzen angegeben sind. Leider sind Journalisten nicht in der Lage diese Unsicherheiten zu transportieren, die machen schnell mal aus einem Teilchen das bis jetzt in allen Eigenschaften einer bestimmten theoretischen Voraussage entspricht schnell die sichere Entdeckung eines Higgs-Bosons....
Glauben Sie dass diese Aufklärung bei jemanden ankommt und verstanden wird, der selbst die Entfernungsabgaben zu den nächsten gefundenen etxtrasolaren Planeten um den Faktor 1Milliarde übertreibt?
Mit seiner Entfernungsangabe wäre er schon am Rand des für uns sichtbaren Universums.

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JaguarCat 11.01.2013, 14:35
68. Die Masse ist für die Bahn (fast) nicht relevant

Es mag erstaunlich klingen, aber es gilt dennoch: Die Masse eines Kometen ist für seine Bahn (fast) nicht relevant. Wenn der nun 75% schwerer ist als erwartet, dann wird er ja auch 75% stärker angezogen. Beides (höhere Trägheit und höhere Anziehung) hebt sich im Weltraum gegeneinander weg.
Im Physikunterricht oder im Technik-Museum gibt es den Versuch, dass im Vakuum (und Weltraum ist ja Vakuum) eine Feder und eine Bleikugel gleich schnell runterfallen. Und eine Kometen- oder Satelliten-Bahn ist ja nichts anderes als freier Fall.
Erst dann, wenn der Komet so schwer wäre, dass er die Bahn der Planeten und der Sonne selber merklich ändert,
würde sich auch die Bahn des Kometen als Rückwirkung ändern. Dafür ist Apophis aber VIEL zu leicht.

Minimale Bahnabweichungen gibt es aber auch durch die Aufheizung und die emitierte Wärme-Strahlung. Dafür spielt die Masse dann schon eine Rolle, aber das sind eher kleine Korrekturen.

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Moewi 11.01.2013, 16:05
69.

Zitat von 1albert
also wenn ich mir diesen quark hier so durchlese, wäre es echt wünschenswert das apophis trifft. der planet erde hat was besseres verdient als ein haufen primaten die alles versauen und verdrecken. inkompetente regierungen inbegriffen. also lasst und hoffen das es richtig knallt und die intelligenten ameisen es dann besser machen. so in 5 bis 50 mio jahren.
Warum warten? Wenn es so schlimm ist: Was hindert Sie, von einer Brücke zu springen, um den Anfang zu machen? Ach so: Primitive Planetenverdrecker sind natürlich immer die anderen. Und Ihr Bildschirm ist vermutlich aus Bio-Holz, während Sie auf einem Trimrad strampeln, um mit dem erzeugten Strom im SPON-Forum zu schreiben...

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