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Asteroid schrammt an Erde vorbei: Das wird knapp
DPA/ NASA/ JPL-Caltech

Der Abstand entspricht nur gut dreimal dem Durchmesser der Erde: Ein hausgroßer Steinbrocken saust nächste Woche knapp vorbei - für Forscher ein Warnschuss.

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mm12345 07.10.2017, 10:11
30. Lustig

Zitat von StefanXX
Sie können sich wahrscheinlich so einiges nicht vorstellen. Wenn diese Variante von den besten Leuten auf diesem Gebiet immer wieder als valide Option ins Spiel gebracht wird, dann können Sie getrost davon ausgehen dass dies auch ein realistischer Ansatz ist. Dass es leicht werden würde hat nie jemand behauptet. Wie oft und lange haben Sie sich denn mit dem Thema auseinandergesetzt und welche fachliche Kompetenz/Ausbildung diesbezüglich haben Sie? Wahrscheinlich immer mal wieder für ein paar Minuten wenn mal wieder ein Artikel drüber kam. Manche machen das aber hauptberuflich den ganzen Tag und sind dabei noch ziemlich helle Köpfe. Daher kann ich mich über Posts wie den Ihren immer wieder nur wundern. Außerdem genügt in der Tat schon eine winziges Abbringen von seinem Kurs wenn man denn die Bedrohung früh genug sieht und darauf reagieren kann, denn nach 2 Jahren Flug kann selbst eine minimalste Änderung der Flugrichtung am Ausgangspunkt eben bedeutet dass der Asteroid eben an der Erde vorbeifliegt.
naive Posts wie Ihrer. Nicht alles glauben, was sogenannte Spezialisten erzählen. Nehmen wir einmal an, der Komet wird 2 Jahre vor Einschlag entdeckt. Nehmen wir an, unsere Rakete fliegt so schnell wie der Komet (was schon mal optimistisch ist). Dann würde sie den Kometen nach 1 Jahr erreichen. Theoretisch. In Wirklichkeit müsste sie erst einmal beschleunigen, dann rechtzeitig abbremsen, um dann in Gegenrichtung wieder auf Kometengeschwindigkeit zu beschleunigen. Dabei möglichst nah an den Kometen ranfliegen um überhaupt Wirkung zu erzielen. Dafür dann möglichst viel Masse rumschleppen. Und das ganze autark, Fernsteuerung funktioniert auf diese Entfernungen nur sehr bedingt. Und das ganze in unserem Sonnensystem mit allen Planeten und deren Graviatationsauswirkungen. Kernwaffen sollen eine Genauigkeit von bis zu 100 Metern haben (so nah sollte unsere Rakete dann schon kommen), auf ein paar Tausend Kilometer Reichweite. Und nicht mehrere 100 Millionen Kilometer. Alles in allem nicht sehr wahrscheinlich, wenn man mal so drüber nachdenkt.

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Sissy.Voss 07.10.2017, 10:32
31. Sie haben natürlich recht...

Zitat von Affenhirn
1. Die Gravitationskraft hängt von den Massen der beiden Körper ab und von ihrem Abstand - nicht von ihrer Geschwindigkeit. 2. 20m/s ist gerade doppelt so schnell, wie ein schneller 100m-Sprinter. Meinten Sie möglicherweise 20 km/s? Diese Geschwindigkeit ist für Raumschiffe im Weltraum in der Tat problematisch. Die bisher schnellste Sonde, die New Horizon, brachte es 2006 auf eine Geschwindigkeit von 16 km/s auf ihrer neunjährigen Reise zum Pluto. Ein bemannter Flugkörper hätte Probleme, bei der Beschleunigung für Menschen erträgliche Werte einzuhalten.
Sie haben natürlich recht mit dem fehlenden k bei 20 m/s. Die 16,2 km/s der New Horizon stammten immerhin von einer Atlas V, die für die "nur" 500 kg der Sonde erforderlich war.

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Affenhirn 07.10.2017, 10:33
32. Ergänzung

Zitat von Affenhirn
1. Die Gravitationskraft hängt von den Massen der beiden Körper ab und von ihrem Abstand - nicht von ihrer Geschwindigkeit. 2. 20m/s ist gerade doppelt so schnell, wie ein schneller 100m-Sprinter. Meinten Sie möglicherweise 20 km/s? Diese Geschwindigkeit ist für Raumschiffe im Weltraum in der Tat problematisch. Die bisher schnellste Sonde, die New Horizon, brachte es 2006 auf eine Geschwindigkeit von 16 km/s auf ihrer neunjährigen Reise zum Pluto. Ein bemannter Flugkörper hätte Probleme, bei der Beschleunigung für Menschen erträgliche Werte einzuhalten.
Natürlich hängt die zur Kursänderung notwendige Energie schon von der Masse des Flugkörpers ab, da die Masse (zusammen mit seiner Geschwindigkeit) des Flugkörpers ja die kinetische Energie bestimmt: Ekin = 1/2 m * v*v

Und 20 km/s ist auch nicht die Geschwindigkeit, die ein Himmelskörper hat, sie dürfte um das ca. 100-fache höher sein, und damit kann ein Raumschiff zur Ablenkung dem Flugkörper nur mal nahekommen. Ist er einmal vorbeigeflogen, kann er nicht mehr eingeholt werden.

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Glutblume 07.10.2017, 10:33
33.

Zitat von StefanXX
Sie können sich wahrscheinlich so einiges nicht vorstellen. Wenn diese Variante von den besten Leuten auf diesem Gebiet immer wieder als valide Option ins Spiel gebracht wird, dann können Sie getrost davon ausgehen dass dies auch ein realistischer Ansatz ist. Dass es leicht werden würde hat nie jemand behauptet. Wie oft und lange haben Sie sich denn mit dem Thema auseinandergesetzt und welche fachliche Kompetenz/Ausbildung diesbezüglich haben Sie? Wahrscheinlich immer mal wieder für ein paar Minuten wenn mal wieder ein Artikel drüber kam. Manche machen das aber hauptberuflich den ganzen Tag und sind dabei noch ziemlich helle Köpfe. Daher kann ich mich über Posts wie den Ihren immer wieder nur wundern. Außerdem genügt in der Tat schon eine winziges Abbringen von seinem Kurs wenn man denn die Bedrohung früh genug sieht und darauf reagieren kann, denn nach 2 Jahren Flug kann selbst eine minimalste Änderung der Flugrichtung am Ausgangspunkt eben bedeutet dass der Asteroid eben an der Erde vorbeifliegt.
Natürlich müsste man auch andere Variablen im Auge behalten, so zum Beispiel Asteroiden die abgelenkte Asteroiden ablenken oder abgelenkte Asteroiden die Asteroiden ablenken, dafür müssen Sie nur jederzeit ALLE Asteroiden im Auge behalten die es gibt.

Für jede Rettung nach Ihrem vorgetragenen Expertenbeispiel bräuchte man dann genügend Vorlaufzeit... nicht sehr wahrscheinlich. Ich bin kein Experte, nur auch nicht auf den Kopf gefallen.

Eine Verlagerung des Lebens auf mobile Plattformen halte ich für wahrscheinlicher.

Woher wissen Sie dass das die besten Leute sind? Sind für Sie die besten Leute immer am richtigen Platz in dieser Welt? Vielleicht ist Ihr Experte der Schwager vom Chef? Wie naiv...

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brucewillisdoesit 07.10.2017, 10:41
34. Sie haben da was nicht verstanden

Zitat von frenchie3
gibt es auch eine Finanzierung. Wenn es Staaten nicht tun dann Firmen. Gates, Musk und wie sie heißen legen garantiert was hin
DANN ist es viel zu spät, davon mal abgesehen, das sowas für einzelne Firmen oder Privatpersonen a la Gates oder Musk sowieso nicht zu finanzieren ist. Gates sollte erst einmal Malaria ausrotten (wie er plant), damit hätte er der Menschheit schon einen riesigen Dienst erwiesen.
Uns fliegen permanent Dinger wirklich bedrohlicher Größe (also 1 km und größer) um die Ohren, die wir tw erst Tage zuvor das erste mal sehen, einige sehen wir sogar erstmalig nachdem sie knapp vorbei gerauscht sind. Glücklicherweise ist die Erde verdammt klein und der Space drum herum verdammt groß, so daß in der letzten Zeit alles gut gegangen ist, trotzdem sollte man sich nicht wie die Dinosaurier immer darauf verlassen das das ewig so glimpflich abgeht.
Angesichts dieser Realität (s.o.) bin ich nicht sicher, ob die Methoden die darauf setzen, daß das Impact Objekt bereits jahrelang zuvor identifiziert, d.h. das praktisch ein endlos langer Zeitraum zum handeln besteht, alleine hinreichend sind. Schließlich sind wird in Richtung Sonne praktisch blind was Früherkennung angeht. Sinnvollerweise muss es zusätzlich kurzfristige Handlungsoptionen geben. Eine Methode die 2 Jahre benötigt hilft nämlich nicht viel, wenn das Objekt 2 Monate oder 2 Wochen vor dem Impact erstmalig identifiziert wird.

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ivanogor 07.10.2017, 10:47
35. BILD-Niveau

Das Symbolbild soll bitte was darstellen? Der Asteroid ist so extrem übertrieben riesig, das würde man normalerweise von der BILD erwarten, aber vom ehemaligen Nachrichtenmagazin?

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Sissy.Voss 07.10.2017, 10:49
36. Selbstverständlich...

Zitat von StefanXX
Sie können sich wahrscheinlich so einiges nicht vorstellen. Wenn diese Variante von den besten Leuten auf diesem Gebiet immer wieder als valide Option ins Spiel gebracht wird, dann können Sie getrost davon ausgehen dass dies auch ein realistischer Ansatz ist. Dass es leicht werden würde hat nie jemand behauptet. Wie oft und lange haben Sie sich denn mit dem Thema auseinandergesetzt und welche fachliche Kompetenz/Ausbildung diesbezüglich haben Sie? Wahrscheinlich immer mal wieder für ein paar Minuten wenn mal wieder ein Artikel drüber kam. Manche machen das aber hauptberuflich den ganzen Tag und sind dabei noch ziemlich helle Köpfe. Daher kann ich mich über Posts wie den Ihren immer wieder nur wundern. Außerdem genügt in der Tat schon eine winziges Abbringen von seinem Kurs wenn man denn die Bedrohung früh genug sieht und darauf reagieren kann, denn nach 2 Jahren Flug kann selbst eine minimalste Änderung der Flugrichtung am Ausgangspunkt eben bedeutet dass der Asteroid eben an der Erde vorbeifliegt.
Selbstverständlich habe ich nicht die entsprechende Kompetenz um echten Fachleuten und natürlich solchen wie Ihnen zu widersprechen. Einen kleinen Einwand zu Ihren luziden Ausführungen habe ich aber doch. Wenn Sie davon sprechen, dass man zwei Jahre neben den Objekt herfliegt, um es zu einer kleinen Kursänderung zu bewegen, dann ist es doch richtig, dass man mindestens 4 Jahre plus Vorbereitungszeit unterwegs ist, also sagen wir mal niedrig gerechnet 5 Jahre. Das scheint mir einen kleinen Widerspruch zu bilden zu der Tatsache, dass das Objekt erst 2 oder 3 Jahre vor dem möglichen Impakt entdeckt wird und noch einige Zeit vergeht, bis die Bahn zweifelsfrei berechnet wird. Optimisten wie Sie gehen davon aus, dass wir alle Zeit der Welt haben um uns vorzubereiten. Beispiel: Am 29. August 2016 passierte der Asteroid 2016 QA2 mit etwa 34 m Durchmesser die Erde in einer Entfernung von ca. 84.000 km. Der Asteroid wurde erst wenige Stunden vorher entdeckt.

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querulant_99 07.10.2017, 10:50
37.

Zitat von jstawl
Ich verstehe hier die Kritik der Laien auch nicht an der Kursveränderungsstrategie für Asteroiden. Natürlich kann die nur bei genügend Vorlaufzeit funktionieren. Wenn die gegeben ist, reichen Veränderungen der Flugbahn um ein Hundertstel Grad bereits, dass der Himmelskörper nach 3 Jahren Flugzeit hunderttausende Kilometer von der alten Flugbahn abgekommen ist. Bei kleinen schwer zu beobachtenden Himmelskörpern ist das natürlich schwerer bzgl. rechtzeitiger Entdeckung. Dort hilft nur noch rohe Gewalt oder einfach Evakuieren. Wenn man immerhin eine Woche Vorlaufzeit hat für einen Asteroiden der Größe in Sibirien, dann kann man den menschlichen Schaden deutlich minimieren. Und diese Dinger werden uns häufiger beschäftigen. Traurig ist übrigens, mit welchem Budget die Forscher arbeiten müssen.
Warum müssen wir uns in Zukunft häufiger mit Asteroiden-Einschläge beschäftigen? Ist das auch eine Folge aus dem Klimawandel?

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brucewillisdoesit 07.10.2017, 10:55
38. Out of the box thinking .... grundsätzlich gut, hier weniger

Zitat von grand-poobah
Und es mal so betrachten: die Erde rast an nem Kometen vorbei. So gesehen müssen wir nur die Flugbahn der Erde ändern. ;-)
Die Änderung der Betrachtungsweise zur Problemlösung ist normalerweise immer eine gute Idee, nur hier nicht, denn damit ändern sie dummerweise auch die Umlaufbahn um die Sonne, vielleicht keine so richtig tolle Idee. Davon mal abgesehen, daß es um einiges aufwändiger ist, die Bahn eines 13000 km Objekts zu modifizieren, als ggf ein 1 km Objekt zu fragmentieren oder abzulenken (und der Mond hängt da ja auch noch stabilisierend dran). Wenn man letzteres nicht schafft ist ersteres völlig utopisch.

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knuty 07.10.2017, 11:14
39.

Zitat von mm12345
naive Posts wie Ihrer. Nicht alles glauben, was sogenannte Spezialisten erzählen. Nehmen wir einmal an, der Komet wird 2 Jahre vor Einschlag entdeckt. Nehmen wir an, unsere Rakete fliegt so schnell wie der Komet (was schon mal optimistisch ist). Dann würde sie den Kometen nach 1 Jahr erreichen. Theoretisch. In Wirklichkeit müsste sie erst einmal beschleunigen, dann rechtzeitig abbremsen, um dann in Gegenrichtung wieder auf Kometengeschwindigkeit zu beschleunigen. Dabei möglichst nah an den Kometen ranfliegen um überhaupt Wirkung zu erzielen. Dafür dann möglichst viel Masse rumschleppen. Und das ganze autark, Fernsteuerung funktioniert auf diese Entfernungen nur sehr bedingt. Und das ganze in unserem Sonnensystem mit allen Planeten und deren Graviatationsauswirkungen. Kernwaffen sollen eine Genauigkeit von bis zu 100 Metern haben (so nah sollte unsere Rakete dann schon kommen), auf ein paar Tausend Kilometer Reichweite. Und nicht mehrere 100 Millionen Kilometer. Alles in allem nicht sehr wahrscheinlich, wenn man mal so drüber nachdenkt.
Zwei Jahre sind als Vorlaufzeit natürlich viel zu kurz. Deshalb arbeitet man ja auch zuerst mal daran möglichst viele Objekte zu erfassen.

Tschuri ist schon 1969 entdeckt worden und Rosetta erreichte den Kometen 2014 nach zehn Jahren Flug. Und dann dauerte es nochmals zwei Jahre bis Tschuri in etwa auf Höhe der Erdbahn war. Und mit "Philae" kam man nicht nur sehr nahe an Tschuri heran, sondern man landete ein Objekt auf dem Kometen.
Die nötige Geschwindigkeit der Sonde wurde durch "swing-by"-Manöver erreicht, eine schon seit Jahrzehnten praktizierte Anwendung der Gravitation von Planeten.

Man muss auch nicht möglichst viel Masse mit einer Sonde dorthin bringen, sondern man kann gleich mehrere Sonden zu einem Objekt schicken und so die Wirkung erhöhen.

Man muss noch nicht mal Spezialist sein, um zu wissen, dass eine Near-Earth-Objects-Abwendung schon jetzt möglich ist.

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