Forum: Wissenschaft
Asteroidenmission "Mascot": Der Schuhkarton ist gelandet
DPA

Ein kleiner deutsch-französischer Roboter hat die Oberfläche des Asteroiden Ryugu erreicht. Allerdings muss er sich mit seinen Forschungen beeilen - die Batterien an Bord halten nicht lang. Und dann musste er auch noch hüpfen.

Seite 1 von 2
KingTut 03.10.2018, 14:19
1. Sehr interessant

Danke für diesen ausführlichen Artikel über diese wichtige Mission mit deutscher Beteiligung. Ich würde es begrüßen, wenn noch viel mehr Geld in die Erforschung des Weltraums gesteckt würde, anstatt es in die Rüstung - und damit unsere gegenseitige Bekämpfung - zu investieren. Wann wird diese Erkenntnis endlich in den Köpfen der Verantwortlichen reifen?
Forschungsobjekte gibt es dort draußen genug und jedes birgt seine eigenen Geheimnisse. Ich hoffe, die Übertragung der Daten klappt und die Batterien halten lange genug. Die Erkenntnisse, die man jetzt gewinnt, werden sicherlich dazu beitragen, künftige Missionen noch optimaler auszustatten. Ich hoffe auf weitere Informationen darüber. Danke dafür.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Heliumatmer 03.10.2018, 14:24
2. Hüpfen und schwierig

Insider wissen, dass ein Komet (Tschuri) mit rund 4000 m Durchmesser vor rund 2 Jahren angesteuert wurde. die geringe Anziehungskraft ließ ihn mehrfach hüpfen, so dass nicht genau das passierte, was erhofft wurde. Die Anziehungskraft ist von der Masse des Himmelkörpers abhängig. Sie beträgt bei der Erde rund 6 Trilliarden Tonnen (https://www.google.de/search?source=hp&ei=dbG0W8fKJfHNrgTdwam4Cw&q=erdma sse+in+kg&oq=Erdmasse&gs_l=psy-ab.1.3.0l7j0i10k1j0l2.704.2495.0.4789.8.8.0.0.0.0. 130.882.0j8.8.0....0...1..64.psy-ab..0.8.879...0i131k1.0.JEBEaO-JwqM), beim Asteroid rund 400 Millionen Tonnen, also 15 Billionen mal mehr und nicht zehntausende Male. 15 Billionen durch 10000 = 1,5 Milliarden, also Milliarden zehntausende mal mehr!!! Ja, Astronomie operiert mit furchtbar großen Zahlen, funktioniert aber nur so und nicht anders.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tobi_EN 03.10.2018, 14:49
3.

Zitat von Heliumatmer
Die Anziehungskraft ist von der Masse des Himmelkörpers abhängig. Sie beträgt bei der Erde rund 6 Trilliarden Tonnen (https://www.google.de/search?source=hp&ei=dbG0W8fKJfHNrgTdwam4Cw&q=erdma sse+in+kg&oq=Erdmasse&gs_l=psy-ab.1.3.0l7j0i10k1j0l2.704.2495.0.4789.8.8.0.0.0.0. 130.882.0j8.8.0....0...1..64.psy-ab..0.8.879...0i131k1.0.JEBEaO-JwqM), beim Asteroid rund 400 Millionen Tonnen, also 15 Billionen mal mehr und nicht zehntausende Male. 15 Billionen durch 10000 = 1,5 Milliarden, also Milliarden zehntausende mal mehr!!! Ja, Astronomie operiert mit furchtbar großen Zahlen, funktioniert aber nur so und nicht anders.
Die Anziehungskraft ist aber auch vom quadrierten Abstand von den Mittelpunkten der beiden Massen abhängig und der ist rund 14000 mal kleiner als auf der Erde, was immerhin nochmals rund einen Faktor von 200 Millionen in die andere Richtung ergibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Newspeak 03.10.2018, 16:25
4. ...

"Nur die an Bord befindlichen Lithium-Ionen-Batterien liefern Energie - laut Prognose für vermutlich 16 Stunden,"

Warum gibt man Millionen dafuer aus, das Messgeraet auf einen Asteroiden zu bugsieren, und kann sich dann nicht dazu durchringen, einen Nuklidgenerator einzubauen, der deutlich laenger und unabhaengig von auesseren Temperaturen Energie liefern koennte?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rüdiger IHLE, Dresden 03.10.2018, 19:23
5. Der Schuhkarton ist gelandet ...

.. und wer hat`s gemacht ?
Die Bayern haben`s gemacht !.. und WO sitzt die Zentrale ?
Im dt. Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen !
.. und während andere noch meinen, sie könnten sich über den ersten Satelliten aus Bayern und den bayrischen Ministerpräsidenten belustigen, zeigen die Bayern den übrigen Bundesländern , dass sie es mal wieder am besten können, wenn es um Forschung und Wissenschaft geht !
WoBayern isch, da isch vorne !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DrStrang3love 03.10.2018, 20:10
6.

Zitat von Newspeak
Warum gibt man Millionen dafuer aus, das Messgeraet auf einen Asteroiden zu bugsieren, und kann sich dann nicht dazu durchringen, einen Nuklidgenerator einzubauen, der deutlich laenger und unabhaengig von auesseren Temperaturen Energie liefern koennte?
Größe und Gewicht. Ein RNG, der in etwa die gleiche Energie liefern könnte, wie die verwendeten Li-Ionenbatterien, wäre zu groß und wegen notwendigen Abschirmung zu schwer für diese kleine Sonde gewesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DrStrang3love 03.10.2018, 20:13
7.

Zitat von DrStrang3love
Ein RNG, ...
...das hätte eigentlich RTG (Radioisotopen Thermoelektrischer Generator) heißen müssen. Ein RNG (Radionuklidgenerator) ist was anderes.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erwachsener 03.10.2018, 20:18
8. Radionuklidgeneratoren

jetzt geht das wieder los... Radionuklidgeneatoren sind so schwer, daß man dann die wissenschaftliche Nutzlast vin Mascot hätte zuhause lassen müssen. Das war schon bei Philae so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FakeBot 03.10.2018, 20:25
9.

Zitat von erwachsener
jetzt geht das wieder los... Radionuklidgeneatoren sind so schwer, daß man dann die wissenschaftliche Nutzlast vin Mascot hätte zuhause lassen müssen. Das war schon bei Philae so.
Das zum einen und zum anderen sind es politische Beschränkungen. In Deutschland wurden RTGs noch nie eingesetzt und werden es auf absehbare Zeit auch nicht. Wer außerdem fragt warum man nicht auf andere Energiequellen gesetzt hat müsste gleichermaßen fragen welche weiteren Erkenntnisse man über 16 Stunden Messzeit hinaus hätte gewinnen können. Ein wissenschaftliches Ergebnis lässt sich nicht anhand seiner Dauer beziffern, ansonsten wäre die Pluto-Mission New Horizons der NASA wohl ein gigantischer Mißerfolg und darauf würde wohl keiner kommen das zu behaupten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2